Evi Sachenbacher-Stehle
| Evi Sachenbacher-Stehle |
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| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 27. November 1980 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Traunstein, Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Skilanglauf Biathlon |
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| Verein | WSV Reit im Winkl | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 17. März 2013 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Evi Sachenbacher-Stehle (* 27. November 1980 in Traunstein) ist eine deutsche Skilangläuferin und Biathletin.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere[Bearbeiten]
Skilanglauf[Bearbeiten]
Ihren ersten Einsatz im Skilanglauf-Weltcup hatte Evi Sachenbacher 1998 beim Sprint in Garmisch-Partenkirchen, in dem sie den 14. Platz belegte. Bei der Weltmeisterschaft 1999 in der Ramsau gewann sie mit der Staffel die Bronzemedaille. Ihr erstes Weltcup-Podium war zugleich ihr erster Weltcupsieg, den sie 2001 beim Sprint in Garmisch-Partenkirchen errang. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gewann sie die Goldmedaille mit der Staffel und die Silbermedaille im Sprint. Ihren zweiten Weltcupsieg erreichte Sachenbacher im November 2002 im schwedischen Kiruna beim 5 Kilometer Freistilrennen. Nach Gold in der Staffel und Silber in der Verfolgung bei der Weltmeisterschaft 2003 im Fleimstal folgten zwei schwächere Jahre. Die Wende schaffte Sachenbacher mit dem privat finanzierten Langlauftrainer Wolfgang Pichler, der sie wieder in die Weltspitze zurückführte.
Bei der obligatorischen Blutprobe im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin wurde bei Sachenbacher-Stehle ein erhöhter Hämoglobinwert von 16,4 g/dl[1] (einige Quellen schreiben auch 16,3 g/dl[2]) festgestellt, erlaubt ist bei Frauen aber nur ein Wert von maximal 16,0 g/dl. Der Internationale Skiverband (FIS) verhängte daraufhin eine Schutzsperre von fünf Tagen. Dadurch verpasste Sachenbacher-Stehle das 15-km-Jagdrennen. Der Deutsche Skiverband reichte gegen die Sperre Klage beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ein, der die Klage ablehnte. Nach einem weiteren Test lag der Hämoglobinwert wieder unter dem Grenzwert, so dass sie an den Olympischen Spielen 2006 wieder teilnehmen durfte. Dort errang sie bei der 4x5-km-Staffel der Damen am 18. Februar 2006 die Silbermedaille.
Nach den Olympischen Spielen zeigte Sachenbacher-Stehle eine hervorragende Form. So konnte sie das Verfolgungsrennen in Falun für sich entscheiden und beim traditionellen 30-km-Rennen am Holmenkollen den dritten Platz belegen. Im Gesamtweltcup wurde sie letztendlich als beste Deutsche Vierte und holte abschließend noch bei der Langlauf-DM in Balderschwang mit der bayerischen Staffel den Titel.
Die Premiere der Tour de Ski beendete Sachenbacher-Stehle 2007 auf Gesamtrang acht, den gleichen Gesamtrang erreichte sie auch 2008. Bei der Weltmeisterschaft 2007 holte Sachenbacher-Stehle gemeinsam mit Claudia Nystad Silber im Teamsprint und mit der deutschen Mannschaft Silber in der 4x5-km-Staffel. Bei der Weltmeisterschaft 2009 holte Sachenbacher-Stehle die Silbermedaille mit der deutschen Mannschaft.
Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver wurde Sachenbacher-Stehle zusammen mit Claudia Nystad Olympiasiegerin im Teamsprint und gewann zusammen mit Katrin Zeller, Miriam Gössner und Claudia Nystad in der Staffel Silber. Die nacholympische Saison 2010/11 verlief für Sachenbacher-Stehle nicht erfolgreich, als beste Platzierung erreichte sie bei nur 10 Teilnahmen an Weltcuprennen einen neunten Platz bei der Verfolgung von Rybinsk. Als Grund dafür gibt Sachenbacher-Stehle verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten an.[3] Am Skilanglauf-Weltcup 2011/12 nahm sie nicht teil. Stattdessen fanden sporadisch Starts beim Alpencup statt. Dabei erreichte sie mit Rang zwei in Arvieux und Rang drei in Zwiesel Podestplatzierungen.
Biathlon[Bearbeiten]
Im März 2012 gab Evi Sachenbacher-Stehle bekannt, die Vorbereitung für die Wintersaison 2012/13 mit den Biathleten zu absolvieren, um neue Trainingsreize zu setzen. Ob sie auch bei Biathlonrennen oder weiterhin im Langlauf starten wolle, ließ Sachenbacher-Stehle offen.[4] Am 16. Mai 2012 gab sie bekannt, ab der Saison 2012/13 im Biathlon zu starten. Ihren ersten offiziellen Wettkampf beendete sie am 14. September 2012 auf Skirollern in der bayerischen Mixed-Staffel, gemeinsam mit Florian Graf und Michael Greis mit der Deutschen Meisterschaft.[5] Bereits in ihrem ersten offiziellen Wettkampf sicherte sich Sachenbacher-Stehle ihren ersten deutschen Meistertitel im Biathlon.
Am 24. November 2012 debütierte Evi Sachenbacher-Stehle im IBU-Cup beim Sprint im schwedischen Idre auf Platz 24. Bei ihrem ersten Einzelwettkampf in dieser Rennserie am 30. November 2012 belegte sie Rang 23 im norwegischen Beitostølen. Am 6. Januar 2013 erreichte sie beim vierten IBU-Cup im estnischen Otepää mit einem zweiten Rang im Sprint hinter Jekaterina Jurjewa ihre erste Podiumsplatzierung im neuen Sport.
Durch ihre Leistungen bei den ersten vier Rennen im IBU-Cup qualifizierte sich Sachenbacher-Stehle für den Biathlon-Weltcup. Hier startete sie erstmals im Sprint von Pokljuka am 14. Dezember 2012 und kam auf Platz 59 ins Ziel, wodurch sie sich auch die Qualifikation für das anschließende Verfolgungsrennen sicherte, in welchem sie den 48. Rang erreichte. Nach längerer Pause im Weltcup erreichte sie in Oslo erstmals die Punkteränge und lief am 9. März 2013 im Sprint auf der zukünftigen Olympia-Strecke in Sotschi auf den sechsten Platz, ihr vorläufig bestes Resultat, vor. Einen Tag später konnte sie bei ihrem ersten Staffeleinsatz den ersten Sieg im Biathlonweltcup feiern. Sie siegte zusammen mit Andrea Henkel, Miriam Gössner und Laura Dahlmeier.
Privatleben[Bearbeiten]
Evi Sachenbacher heiratete am 2. Juli 2005 den alpinen Skirennläufer Johannes Stehle und trägt seitdem den Doppelnamen Sachenbacher-Stehle.
Weltcupsiege[Bearbeiten]
Alle Siege bei Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.
Skilanglauf[Bearbeiten]
| Einzelrennen | Staffelrennen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Biathlon[Bearbeiten]
| Staffelrennen | ||||||||
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Platzierungen in Biathlon-Weltcup[Bearbeiten]
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
- 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
- Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
- Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
- Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
- Staffel: inklusive Mixed-Staffel
| Platzierung | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Staffel | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | 1 | 1 | |||||
| 2. Platz | |||||||
| 3. Platz | |||||||
| Top 10 | 1 | 1 | 2 | ||||
| Punkteränge | 1 | 3 | 3 | 1 | 8 | ||
| Starts | 1 | 5 | 3 | 1 | 10 | ||
| Stand: 17. März 2013 | |||||||
Weblinks[Bearbeiten]
- Website von Evi Sachenbacher-Stehle
- Evi Sachenbacher-Stehle in der Datenbank der IBU (englisch)
- Statistik auf der FIS-Website (englisch)
- Athletenprofil von Evi Sachenbacher-Stehle auf www.fiscrosscountry.com (englisch)
- Evi Sachenbacher-Stehle auf Sports-Reference.com (englisch)
- Reportage über den Trainingsalltag von Evi Sachenbacher-Stehle
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Thomas Hahn, Thomas Kirstner: Eine Studie, die den Zweifel nicht zerstreut. süddeutsche.de, 22. Februar 2006, abgerufen am 8. März 2012.
- ↑ Spiegel.de: Schutzsperre: Sachenbacher-Stehle hofft auf Start im Teamwettbewerb. 11. Februar 2006, abgerufen am 8. März 2012.
- ↑ Matthias Müller: Sachenbacher-Stehle: „Ich bin voll integriert!“. tz-online.de, 7. Dezember 2012, abgerufen am 8. März 2012.
- ↑ Sachenbacher-Stehle flirtet mit dem Biathlon (Version vom 14. März 2012 im Internet Archive). sportschau.de, 8. März 2012, abgerufen am 8. März 2012.
- ↑ Meistertitel für Sachenbacher-Stehle bei Biathlon-Debüt, Die Welt Online vom 14. September 2012
1956: Polkunen, Hietamies, Rantanen (FIN) | 1960: Johansson, Strandberg, Edström (SWE) | 1964: Koltschina, Mekschilo, Bojarskich (URS) | 1968: Aufles, Enger, Mørdre (NOR) | 1972: Muchatschewa, Oljunina, Kulakowa (URS) | 1976: Baldytschewa, Amossowa, Smetanina, Kulakowa (URS) | 1980: Rostock, Anding, Schmidt, Petzold (GDR) | 1984: Nybråten, Jahren, Pettersen, Aunli (NOR) | 1988: Nageikina, Gawriljuk, Tichonowa, Reszowa (URS) | 1992: Välbe, Smetanina, Lasutina, Jegorowa (EUN) | 1994: Välbe, Lasutina, Gawriljuk, Jegorowa (RUS) | 1998: Gawriljuk, Danilowa, Välbe, Lasutina (RUS) | 2002: Sachenbacher, Bauer, Henkel, Künzel (GER) | 2006: Baranowa, Kurkina, Tschepalowa, Medwedewa (RUS) | 2010: Skofterud, Johaug, Steira, Bjørgen (NOR)
2006: Anna Dahlberg, Lina Andersson (SWE) | 2010: Evi Sachenbacher-Stehle, Claudia Nystad (GER)
1954: Kosyrewa, Maslennikowa, Zarewa | 1956: Polkunen, Hietamies, Rantanen | 1958: Jeroschina, Koltschina, Kosyrewa | 1960: Johansson, Strandberg, Edström | 1962: Kosyrewa, Gussakowa, Koltschina | 1964: Koltschina, Mekschilo, Bojarskich | 1966: Bojarskich, Atschkina, Koltschina | 1968: Aufles, Enger, Mørdre | 1970: Baldytschewa, Kulakowa, Oljunina | 1972: Muchatschewa, Oljunina, Kulakowa | 1974: Baldytschewa, Seljunina, Smetanina, Kulakowa | 1976: Baldytschewa, Amossowa, Smetanina, Kulakowa | 1978: Impiö, Hämäläinen, Riihivuori, Takalo | 1980: Rostock, Anding, Schmidt, Petzold | 1982: Bøe, Nybråten, Aunli, Pettersen | 1985: Tichonowa, Smetanina, Wassiltschenko, Reszowa | 1987: Ordina, Gawriljuk, Lasutina, Reszowa | 1989: Määttä, Kirvesniemi, Savolainen, Matikainen | 1991: Jegorowa, Smetanina, Tichonowa, Välbe | 1993: Välbe, Lasutina, Gawriljuk, Jegorowa | 1995: Danilowa, Lasutina, Välbe, Gawriljuk | 1997: Danilowa, Lasutina, Gawriljuk, Välbe | 1999: Danilowa, Lasutina, Reszowa, Gawriljuk | 2001: Danilowa, Lasutina, Tschepalowa, Gawriljuk | 2003: Henkel, Bauer, Künzel, Sachenbacher | 2005: Skofterud, Pedersen, Steira, Bjørgen | 2007: Kuitunen, Saarinen, Roponen, Muranen | 2009: Muranen, Kuitunen, Roponen, Saarinen | 2011: Skofterud, Johaug, Steira, Bjørgen | 2013: Weng, Johaug, Steira, Bjørgen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sachenbacher-Stehle, Evi |
| ALTERNATIVNAMEN | Sachenbacher, Evi (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Skilangläuferin |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1980 |
| GEBURTSORT | Traunstein |