Ewerdt Friis

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Ewerdt Friis (* 1619 in Bredstedt; † 10. November 1672 in Gävle; auch Ewert Friis) war ein Bildhauer und Holzschnitzer.

Biographie[Bearbeiten]

Die Kanzel der Kristine kyrka in Falun

Ewerdt Friis hat aller Wahrscheinlichkeit nach eine Lehre als Bildschnitzer bei Hans Gudewerdt dem Älteren (1570–1642) und Hans Gudewerdt dem Jüngeren (1599/1600–1671) in Eckernförde absolvierte und dort nach Lehre, Wanderzeit und Karenzjahr Ende der 1640er Jahre in den Gudewerdtschen Bildhauerwerkstätten als Meister tätig war. In der schwedischsprachigen Literatur wird u.a. darauf hingewiesen, dass die Werke von Ewerdt Friis typische Merkmale der Gudewerdtschen Bildhauerschule aufweisen, wie dem dort entwickelten barocken Knorpelstil. Einzelne Werke sind ihm in Eckernförde aber nicht zugeordnet.

Um 1650 wanderte Ewerdt Friis nach Schweden aus, wo er wahrscheinlich in Gävle (dort ist er begraben) oder zumindest in der Umgebung von Gävle wohnte. Dort avancierte Friis zu einem der bedeutendsten Bildschnitzer Mittelschwedens. Im Wesentlichen fertigte er Kanzeln, aber auch einige Altäre und anderes an. Ewerdt Friis Verzierungen sind meisterhaft, während seine Figuren in der Form eine gewisse Starrheit und Monumentalität aufweisen. Die später vorgenommenen Vergoldungen oder Lackierungen an einigen seiner Kunstwerke beeinträchtigen den künstlerischen Ausdruck.

Werke[Bearbeiten]

  • Kristine kyrka, Falun: Kanzel 1655–1656
  • Heliga Trefaldighets kyrka, Gävle: Kanzel 1657
  • Hille kyrka, Gästrikland: Kanzel 1657
  • Heliga Trefaldighets kyrka, Gävle: Altar 1662
  • Ovansjö kyrka, Gästrikland: Kanzel 1662
  • Askersunds landskyrka, Närke: Altar 1664
  • Hedesunda kyrka, Gästrikland: Kanzel 1666
  • Askersunds landskyrka: Kanzel 1667
  • Kristine kyrka, Falun: Altar 1665–1669

Literatur[Bearbeiten]

  • Svenskt Konstnärslexikon Band 2, Seite 247, Allhems Förlag, Malmö 1953