Ex oriente lux

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Ex oriente lux ist ein lateinisches Schlagwort, das frei übersetzt bedeutet: Aus dem Osten (kommt) das Licht.

Ursprünglich bezog sich dieser Spruch nur auf den Sonnenaufgang, wurde dann aber übertragen auf das Christentum, das von Europa aus gesehen aus dem Osten, dem Orient kam, und in dem Sinne verwendet, dass von dort die Erleuchtung gekommen sei.

In der Klassik und Romantik wurde dieser Spruch wieder umgedeutet und gab die Auffassung wieder, dass die menschliche Kultur aus dem Orient oder gar dem Fernen Osten komme.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Schlagwort im Sinne der Kulturbringerschaft vor allem in Kreisen der Rassenideologen und so genannten völkischen Bewegung mit dem umgemünzten Schlagwort ex septentrione lux – aus dem Norden (kommt) das Licht – heftig bekämpft.

In der russischen Kulturgeschichte spielte der Slogan im Zusammenhang mit der Frage, ob Russland zu Europa oder zu Asien gehöre, eine Rolle. Wladimir Solowjows Gedicht „Ex oriente lux“ von 1890 inspirierte unter anderem die Eurasierbewegung (Eurasismus) um Fürst Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy.

Die CDU der DDR bezog ideologisch mit der angelehnten Wendung „Ex oriente pax“ (aus dem Osten kommt der Frieden) im Kalten Krieg Stellung.

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