Executive Producer

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Executive Producer (EP) ist ein Begriff, der in der TV- und Filmindustrie verwendet wird, ohne eine klare Definition aufzuweisen. In den USA bezeichnet dieses Wort einen Produktionsleiter, der aufgrund vertraglicher Besonderheiten neben der Verantwortung für Kalkulation, Planung, Durchführung und Kostenkontrolle auch ein Mitspracherecht bei programminhaltlichen Fragen erhält. Dies zumeist durch eine Kostenbeteiligung am Projekt. Unter allen Umständen ist der EP dem (geldgebenden) Produzenten bzw. dem Herstellungsleiter (Line Producer) weisungsmäßig unterstellt. In Deutschland ist eine solche Konstellation unüblich, die Bezeichnung wird in der Regel allein aus Prestigegründen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Definitionen

Die wirtschaftliche und organisatorische Überwachung eines Film- oder Fernsehprojekts obliegt in Deutschland, in Österreich und der Schweiz dem Produktionsleiter (Production Manager), der üblicherweise einem Herstellungsleiter unterstellt ist. Anders als in Deutschland kann der EP bei US-Networks und großen Sendern für bestimmte Ressorts (z.B. Sport, News) der zuständige Abteilungsleiter sein. Manche EPs können auch Eigentümer eigener Produktionsfirmen sein und damit vergleichbar mit dem klassischen deutschen Auftragsproduzenten. Auch Prominente (z.B. ein Hauptdarsteller) können in USA als EP angeführt werden, etwa weil sie die Medienaufmerksamkeit steigern. In der Musikbranche ist es üblich, dass ein EP der Hauptinvestor eines Projekts ist.

[Bearbeiten] Berufsbeschreibung

Der EP beeinflusst die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen eines oder mehrerer Vorhaben, widmet sich jedoch der Planung, der Durchführung und der Kostenkontrolle eines Projekts. Er ist immer in den Produktionsprozess einbezogen, weil er im klassischem Sinne der Produktionsleiter ist, allerdings mit erweiterten Kompetenzen.

[Bearbeiten] Ausbildung und Berufsaussichten

Ein EP kann nach Möglichkeit ein Studium im Bereich Massenmedien, Kommunikation oder Rundfunk/Fernsehen absolviert haben, zwingend ist diese Ausbildung nicht. Eine Praxis in der Aufnahmeleitung und der Produktionsleitung sollte vorhanden sein.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans-Peter Gumprecht: "Ruhe Bitte"; UVK-Verlag Konstanz
  • Diana Iljine / Klaus Keil: Der Produzent. Das Berufsbild des Film- und Fernsehproduzenten in Deutschland. München: TR-Verlagsunion 1997 (Reihe Filmproduktion, Bd. 1)
  • Bernd Klepin: Producer – ein Fremdwort. Köln: Aim 1999 (Nemoqua-Seminarskripte)
  • Nemoqua (Hrsg.): Producer-Symposium 21./22. Juni 1997. Köln: Aim 1997 (Manuskript)

[Bearbeiten] Siehe auch

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