Exile (Computerspiel)

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Exile war ein Computerspiel, das erstmals auf dem Heimcomputer BBC Micro im Jahre 1988 erschien. Für die damalige Zeit war es eines der komplexesten Spiele, die auf einem Heimcomputer (8-Bit) veröffentlicht wurden. Es ist mit Abstand das umfangreichste Spiel für den BBC Micro.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Es wurde von Peter Irvin (der auch Starship Command schrieb) und Jeremy Smith (Autor von Thrust) programmiert. Das Spiel wurde später auf die Heimcomputer Commodore 64, Atari ST, Amiga und CD³² portiert. Die Amiga und Atari ST Versionen des Spiels wurden von William Reeve umgesetzt. Tony Cox setzte die Portierung des Spiels vom Amiga auf den Amiga CD32 um.

Der Programmierer Jeremy Smith starb einige Jahre nach der Entwicklung des Spiels Exile bei einem tragischen Autounfall. Peter Irvin arbeitet bis heute als Spieleentwickler.

Jahre nach der Veröffentlichung wurde der Quelltext der BBC Micro Version über Disassemblierung rekonstruiert und analysiert.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Rolle von Mike Finn, der zum Planeten Phoebus geschickt wird, um eine Gruppe von Überlebenden zu retten, die von dem geisteskranken Wissenschaftler Triax gefangen gehalten werden. Der Wissenschaftler erscheint kurz ganz am Anfang des Spiels, um aus dem Raumschiff von Finn einen wichtigen Ausrüstungsgegenstand zu stehlen.

Orte der Spielhandlung[Bearbeiten]

Neben den beiden Raumschiffen Perseus und Pericles, findet der Spieler viel Tunnel- und Höhlensystem. Im folgenden werden die Namen dieser Höhlen- und Tunnelsysteme benannt, je tiefer sie von der Planetenoberfläche liegen:

Aurora, Honeycomb, Lyre, Eridanus, Amaranth, Rune, Hamlet, Inferno, Sarawak, Puck, Nemesis, Orotund, Bigwig, Waters, Sulaco, Artesian, Carrion, Eclipse, Gemini, Madrigal, Zephyr, Pogrom, Drey, Behemoth, Yarrow, Nebulous, Loganberry, Laager, Ferro, Askance, Aquila, Nidus, Blackdown, Abscond, Diapason, Agamen, Vendetta, Scorpius, Brazil, Okhotsk, Tutelary, Eros, Palermo, Aeolus, Esplanade, Fury, Antipodes, Hades, Eyre, Pascal, Hydra, Hercules, Cassandra, Cetus, Triton, Acheron, Zeppelin, Kielder

Technischer Hintergrund[Bearbeiten]

Das Spiel enthält sowohl andere Figuren, mit denen der Spieler interagieren kann, als auch eine Umgebung mit eigener Erdanziehung, Wind, Feuer, Wasser, Explosionen, etc. Der Spieler braucht innerhalb des Spiels immer wieder neue Energie für seine Waffen und seinen Raketenrucksack, die er an unterschiedlichen Stellen einsammeln kann. Die Spielfigur kann nicht sterben: Sollte ihn die Energie ausgehen, dann wird er an den Ausgangspunkt des Spiels zurückgebeamt.

Für den BBC Micro wurde zu der Grundversion des Spieles noch eine erweiterte Version veröffentlicht, die für Rechner mit einem erweiterten Speicher gedacht waren. In dieser Version waren auch Soundeffekte enthalten.

Sonstiges[Bearbeiten]

Exile ist auch der Name einer Shareware Computerrollenspiel-Trilogie von Spiderweb Software.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Exile disassembly. level7.org.uk. Abgerufen am 14. Januar 2013: „Published by Superior Software in 1988, Exile is widely regarded as the most technically advanced game released for the BBC Micro. Featuring an enormous procedurally generated landscape, a complete physics engine and a host of game elements to interact with, it remains unsurpassed in pushing the capabilities of the system to their limits.“