Exokrine Drüse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine exokrine Drüse ist eine Drüse, die ihre Sekrete mittels eines Ausführungsgangs in einen Körperhohlraum abgibt, z. B. Magen, Darm oder an die Hautoberfläche über die Brustdrüsen oder die Schweißdrüsen. Weitere Beispiele für exokrine Drüsen sind die Speicheldrüsen, die Leber oder zum Teil auch das Pankreas. Drüsen, die ihr Sekret an das Blut abgeben, nennt man endokrine Drüsen.

Einteilung[Bearbeiten]

Nach der Art ihrer Sekretabgabe unterscheidet man exokrine Drüsen mit:

  • Apokrine Sekretion: Hier wird das Sekret zusammen mit dem apikalen Teil der Zelle und des apikalen Cytoplasmas freigesetzt. Dabei bleiben die Organellen in der Zelle erhalten und produzieren wieder neues Cytoplasma (z. B. Hautdrüsen, Duftdrüsen und Brustdrüsen).
  • Ekkrine Sekretion: Stoffe des Sekrets werden direkt mithilfe von Kanälen, Transportern oder Pumpen durch die apikale Plasmamembran geschleust. Im Unterschied zur merokrinen Sekretion bestehen im Cytoplasma keine Sekretgranula, die Stoffe sind im Zytosol gelöst. (z. B. Parietalzellen des Magens).
  • Holokrine Sekretion: Während des Sekretzyklus sammelt sich Sekret im Cytoplasma und die Zelle zerfällt. Hierbei wird sie selber zum Sekretprodukt und geht dabei zugrunde (z. B. Talgdrüsen der Haut).
  • Merokrine Sekretion: Hier werden von den Drüsenzellen Sekretgranula ohne Verlust von Zellmaterial abgegeben (durch Exozytose) und die Zelle bleibt intakt. Die meisten Zellen sind merokrin. (z. B. Bauchspeicheldrüse, Drüsen des Geschlechtsapparates).

Nach der Form ihrer Ausführungsgänge und Endstücke unterteilt man exokrine Drüsen in: