Extavium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Exploratorium Potsdam)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Extavium
Extavium
Haupteingang der Caligari-Halle
Daten
Ort Potsdam (Stadtteil Babelsberg), Brandenburg
Art Naturwissenschaftliches Mitmachmuseum, gemeinnütziger Verein
Eröffnung Ersteröffnung 2006 als Exploratorium Potsdam, Umbenennung in Extavium 2011, Neueröffnung am Filmpark Babelsberg im März 2012
Leitung Kurator: Axel Werner
Website www.extavium.de

Das Extavium (bis Mai 2011 Exploratorium Potsdam[1]), das so genannte „Mitmachmuseum“, ist ein naturwissenschaftliches, didaktisches Kindermuseum in Potsdam. Seit der Eröffnung im Jahre 2006 hat das Extavium mehr als eine halbe Million Besucher aufzuweisen.

Das Konzept[Bearbeiten]

Im Extavium soll Naturwissenschaft begreifbar gemacht werden, um Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren spielerisch an naturwissenschaftliche Grundlagen heranzuführen. Für weiterführende Schulen gibt es ebenfalls passende didaktisch-museumspädagogische Angebote in Form von Experimentierkursen und Vorträgen. Das Museum möchte Kinder, Schüler und Laien stärker für die Naturwissenschaften begeistern.

Entstehung[Bearbeiten]

Im Sommer 2004 gründeten sieben Babelsberger den Verein Exploratorium Potsdam e. V. und begannen mit dem Bau von ersten naturwissenschaftlichen Exponaten. 2005 wurde mit dem Herbst-Exploratorium im Potsdamer Hauptbahnhof die erste Ausstellung realisiert, die großen Zuspruch fand. 2006 konnte ein fester Ausstellungsraum in einer Halle in der Wetzlarer Straße eröffnet werden. Zwei Jahre später, 2008, stieg der Filmpark Babelsberg als Partner in das Wissenschaftsmuseum Extavium ein und unterstützt seitdem das Team des Vereins. 2011 änderte das Exploratorium Potsdam seinen Namen in Extavium, um sich von ähnlichen Institutionen abzuheben. Seit März 2012 hat das Extavium seinen Sitz in der Marlene-Dietrich-Allee 9 in Potsdam.

Chronik[Bearbeiten]

Experimentieren mit Plasmakugeln

Im Juni 2004 wurde der Verein Exploratorium Potsdam e.V. gegründet, welcher das Ziel verfolgt, ein wissenschaftliches Mitmachmuseum aufzubauen. An den Werkstattarbeiten der Exponaten wurde November 2004 begonnen. 2005 gab es für die Exponate in der Grundschule am Griebnitzsee eine Testphase. Im Herbst 2005 fand im Potsdamer Hauptbahnhof das Herbst Exploramitorium mit 50 Exponaten und dem Chemielabor statt. Dabei wurden 12.000 Besucher in fünf Wochen gezählt. Das Exploratorium Potsdam in der Wetzlarer Straße eröffnete im September 2006. Im April 2007 erhielt das Exploratorium die Auszeichnung innovativer und zukunftsrelevanter Ort im Land der Ideen (Schirmherrschaft Bundespräsident Horst Köhler). Die Feier zum einjährigen Bestehen fand im September 2007 statt, wo auch der Ministerpräsident Matthias Platzeck und Oberbürgermeister Jann Jakobs anwesend waren. Bei der Ausstellung im Oktober 2007 wurden 100.000 Besucher gezählt. 2008 startete im September das Schulprogramm. Im Exploratorium entstand im Oktober 2008 das Forscherbuch für Schüler „Wie funktioniert die Welt? Naturphänomene im Alltag“ von Axel Werner und erschien beim MOSAIK Verlag. Im November 2008 wurde die Filmpark Babelsberg GmbH Mitglied im Exploratorium Potsdam e. V. Im gleichen Monat wurde die Auszeichnung als Leuchtturm für eine Kultur der Nachhaltigkeit verliehen. Im Juni 2009 wurde dem Exploratorium die Auszeichnung mit dem Adolf-Reichwein-Preis für Pädagogik verliehen. Die 250.000. Besucherin wurde im September 2009 mit Ministerpräsident Matthias Platzeck empfangen. Außerdem feierte das Exploratorium den dritten Geburtstag mit 100 Kindern der Potsdamer und Berliner Arche. Die Gründer Elizabeth Prommer, Ulrich Hienzsch und Axel Werner trugen sich im Januar 2010 in das Goldene Buch der Stadt Potsdam ein. Das Exploratorium Potsdam eröffnet ein Mini-Exploratorium in Eisenhüttenstadt. Der Ableger des wissenschaftlichen Mitmachmuseums ist Bestandteil des BIWAQ-Projektes der Stadt Eisenhüttenstadt. Der zweite Teil des Forschungsbuchs „Wie funktioniert die Welt? Naturphänomene im Alltag“, dessen Autor Axel Werner ist, erschien 2010 beim MOSAIK Verlag. Das Exploratorium wurde im Juni 2011 in Extavium – Das wissenschaftliche Mitmachmuseum umbenannt. Neun Monate nach der Umbenennung wurde es in der Caligari-Halle am Filmpark Babelsberg neueröffnet.

Sammlung, Ausstellung und Kurse[Bearbeiten]

Kinder erforschen die Ausstellung

Das Motto des Extavium lautet „Mitmachen - Staunen - Verstehen“. Dieser Grundsatz spiegelt sich in der Konzeption des Museums wider, das mit 130 interaktiven Exponaten und wechselnden Experimentierkursen die Neugier von Kindern und Jugendlichen auf die Naturwissenschaften und den Gesetzen und Prinzipien von Naturerscheinungen befriedigen will. Durch Bereitstellung von Anschauungsmaterial und Experimentiermöglichkeiten werden Phänomene wie die Gravitation oder der Magnetismus anschaulich erklärt.

In zwei Experimentierlaboren wird selbst experimentiert und geforscht. Das Museum bietet Kurse auf unterschiedlichem Lernniveau für Kita-Kinder, Grundschüler und Schüler weiterführender Schulen. Erzieher, Lehrer und Eltern können sich in Workshops und an Fortbildungstagen weiterbilden lassen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Erkennen von naturwissenschaftlichen Phänomenen in Verbindung mit dem alltäglichen Geschehen. Die Exponate in der Ausstellung dürfen angefasst und erforscht werden. Für Fragen stehen geschulte Tutoren zur Verfügung.

Standort[Bearbeiten]

Lageplan des Extavium

Seit März 2012 befindet sich das Extavium direkt am Filmpark Babelsberg in der Marlene-Dietrich-Allee 9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Extavium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatExploratorium in Potsdam heißt jetzt Extavium. 26. Mai 2011, abgerufen am 1. Juni 2011 (deutsch).

52.38147222222213.118666666667Koordinaten: 52° 22′ 53″ N, 13° 7′ 7″ O