Externsteine

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Externsteine, 2007 (von Südwesten)

Die Externsteine [ˈɛkstɐnʃtaɪnə] sind eine markante Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald und als solche eine herausragende Natursehenswürdigkeit Deutschlands. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen im Kreis Lippe gelegen, gehören sie zu Horn-Bad Meinberg und sind von einer parkartigen Anlage umgeben.

Etymologie[Bearbeiten]

Externsteine, um 1900 (von Nordosten)

Die Namensherkunft der Felsen ist nicht eindeutig geklärt; es existieren mehrere Deutungen. Die heutige Schreibweise Externsteine scheint auf jeden Fall erst Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommen zu sein.

Für das 18. und 19. Jahrhundert sind vorwiegend Formen wie Eggster-, Eggester- und Egistersteine belegt. Demnach werden gemeinhin die Wörter Egge und Elster als die zwei wahrscheinlichsten Ursprungsmöglichkeiten angesehen. Eine Verwandtschaft mit dem lateinischen externus (= äußerlich, außerhalb befindlich) kann dagegen ausgeschlossen werden.

Gemäß einer Herleitung von der alten mittelniederdeutschen Landschaftsbezeichnung Egge für einen lang gestreckten Hügelkamm oder einen Felsgrat würde der Name Egerstein also im Sinne von „Steine an der Egge“ zu deuten sein. Dies trifft geografisch gleich doppelt zu, da die Felsen einerseits selbst einen lang gestreckten Grat bilden und sie andererseits fast genau am Beginn des Eggegebirges liegen, dessen Name sich ebenso herleitet. Im Zusammenhang mit der vorgenannten Vogelart würde der Name hingegen „Elsternfelsen“ bedeuten. Ob diese Rabenvögel in früheren Zeiten dort tatsächlich als prägende Standvögel ansässig waren, ist ungewiss. Heute sind sie dort nur selten anzutreffen. Bereits um 1564 benutzten jedoch die beiden regionalen Theologen und Chronisten Hermann Hamelmann und Mauritius Piderit die Bezeichnung Rupes picarum (lat. „Felsen der Elstern“). Schließlich taucht das ostwestfälische Wort Eckster (vgl. lippisch Aigster, mhd. Agelster) auch im Namen der benachbarten Lippischen Gemeinde Extertal auf.

Geografische Lage und Geologie[Bearbeiten]

Wollsackverwitterung an den Externsteinen
Die Externsteine, Südwesten (2012)

Im Nordostteil von Nordrhein-Westfalen, im Südteil des Kreises Lippe bzw. im Teutoburger Wald gelegen gehören die Externsteine zum Horn-Bad Meinberger Stadtteil Holzhausen-Externsteine, der rund 1,1 km (Luftlinie) nordwestlich liegt.

In die Externsteine eingemeißelte Treppe, um den Aufstieg zu erleichtern (2012)

Die Felsen sind ein Teil der mittleren Gebirgskette des Teutoburger Waldes. Sie liegen genau im Südosten dieses Mittelgebirges angrenzend an das Eggegebirge. In Richtung Nordwesten gehen die Externsteine direkt in die ansteigenden waldreichen Hänge des Bärensteins und nach Südosten unmittelbar in jene des Knickenhagens über. Direkt vorbei an der Felsengruppe fließt im Einzugsgebiet der Weser die Wiembecke, die am Fuß der Felsen zum „Wiembecketeich“ aufgestaut wird.

Im Zuge der Gebirgsbildung, der sogenannten saxonischen Rahmenfaltung vor etwa 70 Millionen Jahren, wurden die ehemals waagerecht liegenden Gesteinsschichten dann lokal genau senkrecht gestellt.[1] Durch die hier gut zu erkennende, eigentlich für Granit, aber auch für besonders massiven Sandstein typische Wollsackverwitterung sowie anschließende Erosion an der Oberfläche bekamen die Felsen ihre jetzige, etwas bizarr anmutende Form.

Die Felsgruppe ragt in der sonst weitgehend steinfreien Umgebung maximal 47,7 m über die Oberfläche des „Wiembecketeichs“ in die Höhe und erstreckt sich linienförmig über mehrere Hundert Meter Länge. Sie beginnt etwas versteckt im Wald mit vereinzelten kleinen Felsen und zieht sich hin bis zu den gut sichtbaren 13 relativ freistehenden Einzelfelsen. Diese Felsenburg besteht aus relativ hartem und daher ziemlich verwitterungsresistentem Osning-Sandstein. Er wurde in der Unteren Kreidezeit vor etwa 120 Millionen Jahren am Rande eines großen Meeres gebildet, das damals einen Großteil des nördlichen Mitteleuropa bedeckte.[2]

Die geologische Bedeutung der Externsteine wurde am 12. Mai 2006 mit der Auszeichnung als Nationales Geotop durch die Akademie für Geowissenschaften zu Hannover gewürdigt.[3]

Naturschutz[Bearbeiten]

Blick von den Felsen über den „Wiembecketeich“

Bereits 1926 wurden die Externsteine als „eines der ältesten und bedeutendsten Naturschutzgebiete im Kreis Lippe“ unter Schutz gestellt.[4] Heute wird das noch etwa 127 ha große „Naturschutzgebiet Externsteine“[5] vom Landesverband Lippe unterhalten, der auch Eigentümer der Felsen ist. Die Felsen selbst stehen gleichzeitig unter Kultur- und Naturdenkmal-Schutz. Das Gebiet ist von europäischer Bedeutung, was auch durch die Natura-2000-Unterschutzstellung[6] im Rahmen der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie dokumentiert ist. Insgesamt fast 10 km lange Wanderwege erschließen das auf Grund „seiner Geologie und kulturhistorischen Bedeutung landesweit einmalige Gebiet“,[6] das „eins der größten Vorkommen von Silikatfelsen und trockenen Heiden in NRW“ aufweist.[6]

Aus Naturschutzsicht besonders wertvoll sind nicht nur die Felsen selbst mit ihrer seltenen Vegetation (vor allem Farne, Moose und Flechten), sondern auch die auf den benachbarten Bergkämmen Knickhagen und Bärenstein vorhandene Bergheide mit kleinflächig vorhandenen Hangmooren. Dort wachsen unter anderem Wacholder, Moor- und Sandbirken, Blaubeeren, Seggen, Binsen, Borstgras, Pfeifengras, Besenheide und Torfmoose.[7]

Neben den im Gebiet vorrangig zu schützenden Erlen-Eschenwäldern[6] sind zudem als Kulturlandschaftselemente einige Alteichenbestände ehemaliger Hutewälder bedeutend, die durch die mittelalterliche, Berghude genannte Beweidung entstanden. Des Weiteren sind größere Vorkommen von Ilex im artenreichen Wald des NSG erwähnenswert.[8] Relevant für die Unterschutzstellung des Gebietes sind insbesondere die (Brut-)Vorkommen folgender geschützter Tierarten: Mittelspecht (Dendrocopos medius), Schwarzspecht (Dryocopos martius), Grauspecht (Picus canus), Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus)[5] und Eremit (Osmoderma eremita).[6] Historisch interessant ist das ehemalige Vorkommen des seltenen Lebermooses Harpanthus scutatus an den Felsen. Es wurde dort zuletzt 1947 nachgewiesen. Damals galt der Standort als das letzte Vorkommen in Nordrhein-Westfalen; erst seit den 1990er Jahren sind wieder einige wenige Stellen im Eggegebirge als Standorte bekannt.[9]

Die Flächen werden heute mit Naturschutz-Mitteln unter anderem durch die „Biologische Station Lippe“[8] gepflegt.

Beschreibung der Felsen[Bearbeiten]

Externsteine mit dem Wiembecketeich im Vordergrund, 2009

Zwischen den bewaldeten Erhebungen Bärenstein und Knickenhagen befinden sich die Externsteine auf einer Linie, die grob gesehen von Südosten nach Nordwesten verläuft. Ihre einzelnen Felsen werden von Nordwesten nach Südosten gezählt.[10] Der am weitesten nordwestlich, direkt im Tal der Wiembecke aufragende Fels wird Felsen 1 genannt. Schreitet man von dort weiter in Richtung Südosten, schließt sich der markante Felsen 2 an, der wegen seiner Gestalt herkömmlich als Turmfels bezeichnet wird. Zwischen den beiden befindet sich ein kleinerer Fels, nahe über dem Boden mit Fels 1 verbunden, so dass der große Fels 1a, der kleine Fels 1b genannt wird. Man nennt den großen Felsen 1a auch nach einer in ihm gelegenen Grotte den Grottenfels. Auf den Turmfels (Nummer 2) folgt wieder ein niedrigerer, der, weil die Treppe zur Höhe des Turmfelsens sich an seinen Seiten emporwindet, als Treppenfels bezeichnet wird.

Wackelstein Nahansicht

Eine mächtige Kluft, durch die seit etwa 200 Jahren eine Straße führt, trennt den Treppenfelsen von Fels 4, auf dem ein mächtiger Brocken lose liegt, der für das Auge abzustürzen droht. Nach diesem wackligen Stein spricht man vom Wackelsteinfelsen. Er wird überragt von dem anschließenden Felsen 5, der nach einem am Gipfel sichtbaren, nach Südosten blickenden Männerkopf der Ruferfelsen genannt wird. Etwa acht weitere noch wenig untersuchte Felsen folgen in südöstlicher Richtung.

Die beiden Seiten der Felsenreihe unterscheiden sich grundsätzlich. Auf der Nordostseite der Felsen nimmt man eine Fülle von Bearbeitungsspuren wahr. Auf der nach Südwesten blickenden Seite sind nur wenige Spuren zu finden. Der Eindruck der mächtig aus dem Boden aufsteigenden Felsen hat seine Ursprünglichkeit hier gewahrt, während die Nordostseite derart von Menschenhand überformt ist, dass der Eindruck einer Ruine entsteht. Man hat daher die Nordostseite die Vorderseite genannt, die andere die Rückseite.[11] Die Beschreibung konzentriert sich im weiteren naturgemäß auf die Vorderseite (NO).

Die wichtigsten Spuren am Grottenfels (Nummer 1a) sind die Höhlen, die Treppenanlage, das Gipfelplateau und das berühmte Felsenrelief der Kreuzabnahme.

Der Gipfel ist plateauartig eingeebnet worden, so dass sich über der von Klüften zerrissenen Oberseite des Grottenfelsens eine gleich hohe Fläche erstreckt. Etwa 2 Meter unterhalb des Gipfels ist auf der Südwestseite die Grundfläche eines winkelförmig um den Gipfel gelagerten Raumes zu sehen.

Der Fels trägt spätestens seit 1663, wahrscheinlich schon länger, einen Treppenaufgang. Zwischen Turmfels und Grottenfels beginnt die Treppe, die zunächst auf den Gipfel des Felsens 1b führt und von dort zum Gipfel des Grottenfelsens (Nummer 1a). Spuren älterer Treppenanlagen sind vorhanden.

Zwischen dem Grottenfelsen und Fels 1b ist ein Spalt mannshoch zu einem Gang verbreitert worden, der auf die Rückseite der Felsen führt.

Grundriss der Grotten in Felsen 1

Die Grotte selbst umfasst drei Räume, die längs der Nordostseite gelegen und untereinander verbunden sind. An der südöstlichen Schmalseite des Felsens ist der Eingang zur sogenannten Kuppelgrotte. Neben dem Eingang steht eine undeutlich aus dem Felsen herausgearbeitete Gestalt mit einem Schlüssel, die oft als Petrus verstanden wird.[12] Die etwa 4 Meter lange Kuppelgrotte ist unten schmal und weitet sich oben zu einer Kuppel. Ihre unregelmäßige Form, die nur an wenigen Stellen Meißelspuren trägt, soll sie durch Feuereinwirkung erhalten haben.[13] Durch einen schmalen Korridor gelangt man in die rechteckige, nach Nordwesten sich erstreckende Hauptgrotte. Sie hat, wie alle Wände bezeugen, ihre Kastenform mit Hilfe von Hammer und Meißel erhalten. Ihre auffallendste Einrichtung ist ein halbkugelförmiges Becken von zirka 1,25 Meter Durchmesser, das an der Südwestwand in den Boden eingesenkt ist. Zwei Türöffnungen, die eine schmal und rechteckig, die andere breit und torbogenförmig, geben dem Raum Licht. Neben der rechteckigen Tür finden sich eine mittelalterliche Inschrift[14] und eine Fratze.

Ein Eingang zu der "Grotte"

Der dritte ebenfalls kastenförmige Raum, die Nebengrotte, schließt am Nordwestende der Hauptgrotte an und erstreckt sich im rechten Winkel zur Hauptgrotte in Richtung Nordosten. Ihre Wände sind ebenfalls bearbeitet. Die Südostseite des Raumes birgt zwei rechteckige Vertiefungen, eine davon mannshoch, die andere ein Quadrat in Herzhöhe. An der gegenüberliegenden Wand ist am Rande einer Feuerstelle ein großes Zeichen etwa einen Zentimeter tief eingemeißelt worden. Dieses Zeichen in der Nebengrotte wurde 1881 durch Carl Dewitz erstmals beschrieben. Es war damals nur zur Hälfte sichtbar, Dewitz bezeichnete die sichtbare Hälfte als „Runenzeichen“.[15] Im Jahre 1929 wurde die zweite Hälfte des Zeichens unter einer Verputzschicht entdeckt und unter maßgeblicher Beteiligung von Wilhelm Teudt freigelegt.[16] Das nunmehr vollständig sichtbare Zeichen wurde von Teudt und seinen Nachfolgern als „Binderune“[17] oder „Julsymbol“ (Herman Wirth 1933)[18] gedeutet. Andere haben es anhand vergleichbarer Inschriften auf Richtschwertern als frühneuzeitliche Darstellung eines Galgens identifiziert (Kurt Tackenberg 1933,[19] Alois Fuchs 1934,[20] Friedrich Focke 1943[21]) und damit in Zusammenhang gebracht, dass der Raum in der frühen Neuzeit als Gefängnis der Stadt Horn genutzt wurde. Letzteres ist die heute wissenschaftlich akzeptierte Meinung.[22] Die Außenwand der Nebengrotte ist durch ein großes Fenster durchbrochen, unter dem der Sargstein liegt. Von diesem Raum führt ein durch den Felsen gebohrtes, etwa 4 m langes Rohr schräg hinunter und tritt in der Höhe des Sarges am Kopfende desselben wieder ins Freie. In der Grotte liegt die Öffnung neben dem Fenster im Fußboden, allerdings durch Zement verschlossen.

Der Sargstein am Fuß des Grottenfelsens ist an allen Seiten bearbeitet. In seine Nordwestseite ist eine Art von Arkosolgrab mit einer menschenförmigen Aussparung für den aufzunehmenden Leib eingehauen. Auf der Höhe des Sargsteins ist ein kleines Podest ausgeschlagen, zu dem von zwei Seiten Treppenanlagen hinauf führen, die massiv beschädigt worden, deren Reste aber gut erkennbar sind.

An der Außenwand der künstlich geschaffenen Höhlung, direkt vor der Kuppelgrotte, ist das 5,5 Meter hohe mittelalterliche Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen eingeschlagen. Über der rechteckigen Tür sieht man eine Vertiefung, eine Hohlform, die an die Beine, den Körper und Flügel eines Vogels erinnert.

Das sog. "Schiffchen"

Auf der Rückseite des Felsens 1 ist auf halber Höhe über dem Wasser die Form eines Schiffchens zu sehen (siehe Foto).

Grundriss der Höhenkammer im Turmfels.

Der Turmfels hat seinen Namen daher, dass er von Südwesten gesehen wie ein quadratischer Turm aussieht. In der Höhe ist ein Raum ausgeschlagen, dessen Längsachse ungefähr in Richtung Nordost verläuft, die sogenannte Höhenkammer. Die beiden Schmalseiten haben jeweils eine Nische erhalten. Diejenige im Südwesten ist rechteckig und wird von zwei Rundpfeilern flankiert. Die andere im Nordosten, in der ein Podest mit einem schlanken Ständer - eventuell einem Altar - ausgeschlagen ist, wird von einem Rundbogen überwölbt. Über dem „Ständer“ befindet sich ein rundes Fenster, das aufgrund seiner Ausrichtung auf den Aufgangspunkt der Sonne zur Sommersonnenwende zu der Deutung geführt hat, dass der Raum astronomischen Beobachtungen gedient haben könnte.[23] Für ein weiteres Fenster ist die Nordwestwand genau in Achse mit den Felsen, etwa auf den Untergangspunkt der Sonne zur Sommersonnenwende ausgerichtet, 2 Meter tief durchbrochen worden. Am östlichen Ende der Nordwestwand befindet sich in Hüfthöhe ein ausdrucksvoller männlicher Kopf mit geöffnetem Mund. Die Decke der Höhenkammer ist gewaltsam abgesprengt worden. Auf dem schwer zugänglichen Gipfel, der den Raum noch teilweise überwölbt, befindet sich eine kleine Erhöhung, die Krone, in die eine runde Vertiefung eingeschlagen ist.[24] Zu Füßen des Turmfelsens steht auf der Nordostseite ein Podest, die sog. Kanzel. Reste von sieben Treppenstufen ziehen sich um die Vorderseite und eine Längsseite. Auf der Oberseite ist eine etwa 35 Zentimeter mal 30 Zentimeter große Standfläche ausgearbeitet.

Die Brücke zwischen Turm- und Treppenfelsen

Der Treppenfelsen (Nummer 3) bietet heute vor allem den Aufgang zur Höhenkammer des Turmfelsens, die man von ihm aus in luftiger Höhe über eine Holzbrücke erreicht. Auch hier gibt es Reste andersartiger älterer Treppenanlagen. Auf der Höhe des Felsens sind im Südwesten Reste einer Kammer vorhanden.

Lippisches Wappen

Das Auffälligste am Felsen 4 ist der Wackelstein auf seinem Gipfel. Er ruht auf drei Punkten, doch hat man ihn mit Metallbändern festgezurrt und den Raum um seinen Fuß einbetoniert. Der Wackelsteinfels (Felsen 4) ist von zwei senkrechten Klüften durchzogen, die auf der Vorder- und Rückseite hervortreten. Gemeinsam mit anderen hervortretenden Flächen fügen sie sich zu erkennbaren Gestalten zusammen, die erst in den 1950er Jahren von Fritz Schäfer entdeckt wurden. Sowohl auf der Vorder- wie auf der Rückseite sind Bearbeitungsspuren in großer Zahl vorhanden, die die seit den 1980er Jahren besonders von Walther Matthes vertretene Vermutung nahegelegt haben, dass die natürlich vorhandenen Bildungen von Menschenhand in Richtung auf einen bestimmten Ausdruck ergänzt worden seien.[25] So sieht man auf der Vorderseite das Schemen einer menschlichen Gestalt, die am Felsen zu hängen scheint. An der Rückseite des Felsens soll das Profil eines Tierkopfes mit langem Hals zu erkennen sein.[25] Im unteren Bereich der Vorderseite ist zudem ein lippisches Wappen aus dem 16. und 17. Jahrhundert eingelassen.

Auch der Felsen 5, der höchste der Hauptgruppe, weist am Gipfel von Nordosten gesehen eine Felsenfigur auf, im Volksmund der Rufer genannt, die ebenso wie die übrigen Figuren nach Matthes dadurch entstanden sein soll, dass durch Absprengen flacher Gesteinschollen glatte Flächen geschaffen wurden, die im Verein mit den natürlichen Verwitterungsspuren des umgebenden Gesteins die gewünschten Formen hervorbrachten.[25]

Geschichte[Bearbeiten]

Seit der Deutung der Externsteine durch Hermann Hamelmann im Jahr 1564 galten die Felsen zumeist als ein germanisches Heiligtum, das von Karl dem Großen zerstört worden sei. Diese Interpretation erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem allgemein aufkommenden Interesse an Vor- und Frühgeschichte einen ersten Höhepunkt, um sich dann in den 1920er Jahren bis 1945 erneut großer Popularität zu erfreuen. Seitdem werden, vor allem in der heimatkundlichen Forschung, diese Ansätze immer wieder aufgegriffen, wobei die Interpretationen von Sternwarte bis hin zu Kultplatz reichen. In der esoterischen Literatur finden sich teils fantastische Deutungen. Ausgrabungen erbrachten jedoch keinen eindeutigen Nachweis einer kultischen Nutzung in ur- oder frühgeschichtlicher Zeit, sondern belegen menschliche Aktivitäten erst für das frühe Hochmittelalter.

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Gesichert sind aus dem direkten Umfeld der Felsen archäologische Funde aus der Altsteinzeit (um 10.000 v. Chr.) und Mittelsteinzeit, insbesondere Feuerstein-Spitzen und -Abschläge, die allerdings nur belegen können, dass die damaligen Menschen die Steingruppe aufgesucht haben, aus welchen Gründen, ist den Relikten nicht zu entnehmen. Keine gesicherten Belege aus Funden gibt es hingegen für menschliche Nutzungen in der Jungsteinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit.

Ein Hohlweg nahe der Externsteine

In unmittelbarer Umgebung der Steine befinden sich heute auch noch mehrere Hohlwege, die oft fälschlich als Reste von „Römerwegen“ bezeichnet werden. Die Ursprünge dieser Relikte historischer Verkehrsbeziehungen liegen aber mit Sicherheit nicht bei den Römern. Ob sie bereits in prähistorischer Zeit oder erst im Mittelalter entstanden, kann derzeit nicht entschieden werden. Bekannt sind hingegen keltische Höhenfestungen entlang des gesamten Teutoburger Waldes, woraus geschlossen werden kann, dass die Externsteine den Kelten bekannt waren.

Neuere Thermolumineszenz-Untersuchungen durch die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ergaben eine Nutzung der ältesten beprobten Feuerstelle in der Kuppelgrotte mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt zwischen der Mitte des 6. und dem Beginn des 10. Jahrhunderts (735 +/- 180 Jahre n. Chr.). Eine weitere Feuerstelle in derselben Grotte wurde zwischen 840 und 1028 n. Chr. (934 +/- 94 Jahre) genutzt. Eine Probe aus der Nebengrotte ist jünger als 1025 +/- 100 n. Chr. und zwei weitere Brandspuren in der Haupt- und Nebengrotte stammen erst aus dem Spätmittelalter (1325 +/- 50 n. Chr. und 1425 +/- 63 n. Chr.). Ältere Nutzungen dieser Feuerstellen können mit dieser Untersuchungsmethode weder ausgeschlossen werden noch sind sie zwingend anzunehmen. Damit kann die Nutzung der Grotten in prähistorischer Zeit durch diese Untersuchungen zwar nicht ausgeschlossen werden, aber es fehlen dafür weiterhin belastbare Belege.[26]

Einige Astronomen haben dagegen auf eine mögliche vorchristliche Nutzung des Turmfelsens und anderer Partien der Externsteine zu Zwecken der Himmelsbeobachtung hingewiesen.[27]

K. Walter Haug will nord-östlich der Externsteine, in unmittelbarer Nähe zu ihnen, eine Steingrabanlage ermittelt haben.[28]

Mittelalter[Bearbeiten]

Das Kreuzabnahme-Relief an den Externsteinen; das gebeugte „Y“ rechts unter dem Kreuz wird oft als Irminsul gedeutet

Eine moderne Auswertung der archäologischen Funde, insbesondere der Keramik und der Metallgüter, erbrachte eine Datierung der Fundobjekte vom späten 10. bis ins 19. Jahrhundert. Die daraus abgeleitete mindestens zeitweilige Anwesenheit von Menschen an der Felsengruppe passt zu einer Abdinghofer Urkunde, nach der die Externsteine 1093 von dem Paderborner Kloster gekauft worden sein sollen.[29]

Das Arkosolium im Grabfelsen am Fuße des Felsens 1

Die Mönche umliegender Klöster, vielleicht auch aus Paderborn, waren höchstwahrscheinlich die Urheber architektonischer und gestalterischer Arbeiten an den Externsteinen und in ihrem Umfeld. Die nicht kunsthistorisch datierbaren Gebilde, wie z. B. des Felsengrabes (Arkosol) und der oberen Kapelle (Felsen 2), die in der kunsthistorischen Forschung oft, in Anlehnung an die Abdinghofer Besitzansprüche, als Nachbauten der Grabheiligtümer von Jerusalem interpretiert werden, sind vielleicht ebenfalls mittelalterlich und von Mönchen beauftragt. Die Höhlen in den Sandsteinfelsen wurden als Eremitage genutzt. In der Hauptgrotte, manchmal auch untere Kapelle genannt, findet sich eine Weihinschrift mit der Jahreszahl 1115. Auch ihre Echtheit ist nicht unbestritten geblieben.[30] Das bekannte in den Grottenstein gemeißelte Kreuzabnahmerelief wird jedoch von der kunsthistorischen Forschung, nach der fälligen Neubewertung in den 1950er Jahren, an der sich Otto Schmitt, Fritz Saxl und Otto Gaul beteiligten, in die Zeit zwischen 1130 und 1160 datiert.[31] wobei auch abweichende Datierungen existieren, so zum Beispiel in die karolingische Zeit, in der laut Walther Matthes in den Jahren 815 bis 822 die Externsteine der unbekannte Ort des Klosters Hethis, der Vorläufergründung von Corvey, gewesen sein soll.[32] Dass das Relief erst im 16. Jahrhundert von Lucas Cranach d. Ä. geschaffen worden sei, ist angesichts der Arbeitsweise und des Stils unwahrscheinlich. Es gilt als die älteste aus massivem Fels gehauene Steinmetzplastik nördlich der Alpen. Für die oft behauptete hochmittelalterliche Nutzung der Felsen als Wallfahrtsort fehlen sowohl mittelalterliche Quellenbelege als auch eindeutige Indizien in den Fundmaterialien.[33]

17. bis 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Externsteine mit dem Jagdschloss, Kupferstich von Elias van Lennep, 1663

Im 17. Jahrhundert wurde unterhalb der Externsteine vom Lippischen Landesherrn Graf Hermann Adolf zu Lippe-Detmold, der nach der Reformation Besitzer des Platzes wurde, ein festungsartiges Jagdschloss angelegt, das wohl auch der Kontrolle des Fernstraßenverkehrs diente, sonst jedoch nach kurzer Zeit fast ungenutzt blieb und verfiel. Es wurde auf Anweisung der lippischen Fürstin Pauline um 1810 wieder abgerissen, und das Gelände um die Externsteine wurde wieder in den Ursprungszustand versetzt.

Wiembecketeich“ mit Externsteinen (Südwestansicht; vor 1909)

1836 wurde aus romantisch-landschaftsästhetischen Gründen der unterhalb der Felsengruppe fließende Bach Wiembecke zum Wiembecketeich aufgestaut. Dieser künstliche Teich wurde später zur Zeit des Nationalsozialismus für Grabungszwecke und im Rahmen der Gestaltung des Areals abgelassen, nach 1945 aber wieder neu angelegt.

1881 und 1888 fanden an den Externsteinen die ersten archäologischen Grabungskampagnen unter eher schlichten Bedingungen statt. Im Rückblick ist davon auszugehen, dass damals insgesamt mehr zerstört als entdeckt worden ist. 1932 wurde eine archäologische Sondierungsgrabung von einem Bodendenkmalpfleger im Auftrag des damaligen Freistaats Lippe vorgenommen.

Im Jahr 1813 wurde der durch die Felsen verlaufende alte Fernweg - der heutige Wanderweg - zur Straße befestigt und ausgebaut. Im Rahmen der Verkehrssicherung wurde auch der Wackelstein, der alten Geschichten zufolge auf Feinde des Ortes herunterstürzen sollte, mit Eisenhaken befestigt. Von 1912 bis 1935 verkehrte auf der Fernstraße eine Überlandstraßenbahn der PESAG von Paderborn über Horn nach Detmold, die bei den Felsen eine Haltestelle hatte. Bei Einführung der Fernstraßennummerierung 1932 wurde die Straße Teil der Fernverkehrsstraße Nr. 1 (Aachen-Königsberg); sie wurde 1934 in Reichsstraße 1 umbenannt und 1936 nach Südosten verlegt (seit 1949 Bundesstraße 1).

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Das große Interesse der Nationalsozialisten an nachweisbaren germanischen Kultstätten erklärt sich aus der Entwicklung der sogenannten Völkischen Bewegung. Kernthese dieser sonst uneinheitlichen Bewegung war die Annahme einer germanischen bzw. nordischen Hochkultur vor den antiken Hochkulturen des Mittelmeerraums. Belege dafür glaubten völkische Laienforscher in Steinsetzungen der Megalithkultur sowie in der Kunst der Völkerwanderungszeit und der Wikinger gefunden zu haben. So auch Wilhelm Teudt, der Mitte der 1920er-Jahre in den Externsteinen den Standort des vermeintlichen sächsischen Hauptheiligtums Irminsul entdeckt zu haben glaubte. Die Irminsul galt in völkischen und gilt in neuheidnischen Kreisen als Symbol des letzten Widerstandes der alten germanischen Religion, bevor sie von Karl dem Großen im Zuge der Christianisierung zerstört worden sei.

Teudt, Mitglied zahlreicher völkischer Organisationen und dann ab 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP, schlug den Nationalsozialisten nach ihrer Machtergreifung vor, die Externsteine in einen „Heiligen Hain“ zur Erinnerung an die Ahnen umzugestalten. Himmler mit seiner Vorliebe für alles vermeintlich Germanische griff die Idee auf und gründete 1933 die Externstein-Stiftung; er selbst war ihr Vorsitzender.

Wehrmachtsoldaten 1939 vorm Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen

1934 und 1935 wurden unter Leitung des Münsteraner Geologen und aktiven NSDAP-Mitglieds Julius Andree mit Hilfe des Reichsarbeitsdienstes umfangreiche archäologische Ausgrabungen durchgeführt, deren Dokumentation seit 1945 aber nur noch unvollständig ist. Erklärtes Ziel der Grabungen war das Auffinden von Belegen für eine vorchristliche germanische Kultstätte an den Steinen. Diese Grabungen werden von der heutigen wissenschaftlichen Archäologie in der Regel als „initiierte archäologische Zweckforschung“ angesehen. Ein Teil der Keramik- und Metallfunde der beiden Grabungen wird heute im Lippischen Landesmuseum Detmold aufbewahrt.

Grundsätzlich und vorwiegend beschäftigten sich in der Zeit des Nationalsozialismus zwei verschiedene Organisationen mit der „Externsteinforschung“: die SS-Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e. V. und das sog. Amt Rosenberg.

Mit dem Straßenneubau von 1936 wurde die Reichsstraße 1 (die spätere Bundesstraße 1) in Richtung Südosten verlegt.

1940 wurde die ehemalige Reichsstraße für den öffentlichen Kraftfahrzeug-Verkehr gesperrt und das Gebiet zum Erholungsgebiet erklärt.

Bis 1941 verkehrten an sommerlichen Sonn- und Feiertagen noch Straßenbahnen im Pendelverkehr auf einer Stichstrecke nach Horn-Externsteine.[34]

Von 1945 bis heute[Bearbeiten]

Briefmarke der Deutschen Bundespost Berlin, Serie Sehenswürdigkeiten (1989)

1953 wurde der Externstein-Abschnitt der Straßenbahn-Strecke, die zuvor nur noch unregelmäßig und zu touristischen Zwecken befahren wurde, aufgegeben.[34] Bis heute sind an den Felsen Einbuchtungen und Metallreste der Anlagen zu sehen.

Seit Ende der 1990er Jahre gibt es im Rahmen des Stadtmarketings diverse Überlegungen (von einer sanften Vermarktung über esoterische Großveranstaltungen bis zum Musical-Bau) im Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg,[35] den Platz an den Externsteinen zum Event-Ort auszubauen. Diese Pläne wurden bislang aber nicht umgesetzt und wurden vor allem von Natur- und Denkmalschützern stark kritisiert.

Insbesondere zum 1. Mai und zur Mittsommernacht suchen Privatpersonen die Kultstätte zu Feierlichkeiten auf. Im Jahre 2010 wurde das Zelten und offenes Feuer an den Externsteinen verboten.

Tourismus[Bearbeiten]

Externsteine mit Besuchern

Zwischen einer halben und einer Million Menschen besuchen jährlich die Externsteine. 1958 zählten sie mit rund 224.000 Personen zu den am häufigsten besuchten Naturschutzgebieten Westfalens.[1]

Einige der Externsteine können bestiegen werden – abseits der Wege ist das Klettern und das Betreten der Felsköpfe jedoch zum Schutz der seltenen Vegetation grundsätzlich und teilweise deutlich beschildert untersagt.

Die Spitzen der direkt am Teich gelegenen Felsen sind über aufwendig in den Fels geschlagene Treppenaufgänge sowie eine Brücke hoch oben im Fels erreichbar. Von dort bietet sich in nordöstlicher Richtung eine gute Aussicht, die bei geeignetem Wetter bis zum entfernten Köterberg reicht. In den anderen Himmelsrichtungen ist der Ausblick wegen ausgedehnter und höhergelegener Waldgebiete weitgehend nicht möglich. Tagsüber muss für den Aufgang zu beiden Felsen ein Eintrittsgeld bezahlt werden; außerhalb der Öffnungszeiten ist einer dieser Felsen jedoch kostenfrei und vollständig zugänglich.

Wanderer erreichen die Externsteine von Norden her kommend über den Hermannsweg und von Süden her kommend über den Eggeweg, der Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 ist.

Bedeutung in der Esoterik[Bearbeiten]

Zeltende Menschen an den Externsteinen zur Walpurgisnacht 2007, Blick von den Steinen auf die davor liegende Wiese

Von verschiedenen, im weitesten Sinne esoterischen Gruppen werden die Externsteine als „Kraftort“ mit außergewöhnlichen geomantischen und spirituellen Eigenschaften angesehen. Speziell in der neuheidnischen Szene werden die Daten der ersten kultischen Nutzung als zu spät angezweifelt, und lediglich die Übernahme einer älteren Kultstätte durch die Christen wird in Erwägung gezogen.

Festivalartig finden in jedem Jahr zur Walpurgisnacht und Sommersonnenwende die deutschlandweit größten, informell organisierten Treffen vieler Gruppen und Einzelpersonen aus dem esoterischen Spektrum statt. In kleinerem Rahmen finden Treffen auch an anderen Terminen statt. Seit 2010 sind zur Walpurgisnacht und zur Sommersonnenwende Zelte, Alkohol und Lagerfeuer verboten.[36] Das Alkoholverbot wurde zur Walpurgisnacht allerdings nicht durchgesetzt.

Ziel für Treffen rechtsgerichteter Gruppierungen[Bearbeiten]

Bereits 1953 verbrachte die Hitler verehrende Wahl-Inderin Savitri Devi eine Nacht in einer Höhlung der Externsteine, die sie als altgermanisches Heiligtum ansah. Sie erzählt, sie habe dort Tod und Wiedergeburt erlebt und bei Sonnenaufgang den Namen vedischer Götter sowie den Hitlers von einem Felsen herabgerufen.[37]

Ein Symbol sind die Externsteine auch für Gruppen wie die Freien Kameradschaften. Um 2004 vergruben die „Jungen Konservativen“ unter dem Schlagwort „Trauern um Deutschland“ Gegenstände wie die deutsche Flagge, Lindenblätter, gentechnisch „reine“ Getreidesorten und Exemplare der Jungen Freiheit sowie antifaschistische Texte.[38]

In den Jahren vor 2005 beteiligten sich Neonazis nicht mehr an den Feiern zur Sommersonnenwende.[39]

Literatur[Bearbeiten]

Kurzführer

Archäologie und Geschichte

  • Friedrich Hohenschwert, Heinrich Beck, Jürgen Udolph, Wolfhard Schlosser: Externsteine. In: Heinrich Beck u.a. (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. erw. Ausg. Band 8, de Gruyter, Berlin/ New York 1994, ISBN 3-11-013188-9, S. 37–49.
  • Johannes Mundhenk: Forschungen zu den Externsteinen. Wagener, Lemgo 1980–1983 (= Lippische Studien, 5-8)
  • Robert Jähne, Roland Linde, Clemens Woda: Licht in das Dunkel der Vergangenheit. Die Lumineszenzdatierung an den Externsteinen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007 (= Schriftenreihe der Schutzgemeinschaft Externsteine, 1), ISBN 3-89534-691-8.
  • Walther Matthes: Corvey und die Externsteine. Schicksal eines vorchristlichen Heiligtums in karolingischer Zeit. Verlag Urachhaus, Stuttgart 1982, ISBN 3-87838-369-X.

Forschungs- und Rezeptionsgeschichte

  • Uta Halle: „Die Externsteine sind bis auf weiteres germanisch!“. Prähistorische Archäologie im Dritten Reich. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002 (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 68), ISBN 3-89534-446-X (vgl. auch die Rezension für H-Soz-u-Kult von Gregor Hufenreuter)
  • Uta Halle: Die Externsteine – Symbol germanophiler Interpretation. In: Achim Leube, Morton Hegewisch (Hrsg.): Prähistorie und Nationalsozialismus. Die mittel- und osteuropäische Ur- und Frühgeschichtsforschung in den Jahren 1933–1945. Heidelberg 2002 (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, 2), ISBN 3-935025-08-4, S. 235–253.
  • Uta Halle: „Treibereien wie in der NS-Zeit“. Kontinuitäten des Externsteine-Mythos nach 1945. In: Uwe Puschner, Georg Ulrich Großmann (Hrsg.): Völkisch und national. Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009 (= Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 29), ISBN 3-534-20040-3, S. 195–213.
  • Erich Kittel: Die Externsteine - als Tummelplatz der Schwarmgeister und im Urteil der Wissenschaft. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde. Bd 33 (1964), S. 5–68.
  • Erich Kittel: Die Externsteine: Ein kritischer Bericht zu ihrer Erforschung und Deutung nebst Führer durch die Anlagen. 7. Auflage. Detmold 1984 (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 18), ISBN 3-924481-01-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Fritz Runge: Die Naturschutzgebiete Westfalens und des früheren Regierungsbezirks Osnabrück. 3. Auflage. Aschendorff, Münster 1978, ISBN 3-402-04382-3, S. 143–144.
  2. Alfred Hendricks, Alfred Speetzen: Der Osning-Sandstein im Teutoburger Wald und im Egge-Gebirge (NW-Deutschland) – ein marines Küstensediment aus der Unterkreide-Zeit. Münster 1983 (= Abhandlungen aus dem Westfälischen Provinzial-Museum für Naturkunde, 45)
  3. Akademie der Geowissenschaften zu Hannover: Liste der Nationalen Geotope Deutschlands ausgezeichnet am 12. Mai 2006 in Hannover (PDF; 24 kB)
  4. bezreg-detmold.nrw.de – „Naturschutzgebiet Externsteine“
  5. a b Naturschutzgebiet „Externsteine“ bei der bezirksregierung Detmold abgerufen 25. Mai 2011
  6. a b c d e FFH-Schutzgebiet DE-4119-301 „Externsteine“ (Natura 2000)
  7. Helmut Brinkmann: Die Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets Externsteine. In: Heimatland Lippe 75 (1982), ISSN 0017-9787, S. 359–364.
  8. a b Lippischer Heimatbund (Hrsg.): Naturschutzgebiete in Lippe. Lippischer Heimatbund, Detmold 1986.
  9. Carsten Schmidt, Jochen Heinrichs u.a.: Rote Liste der gefährdeten Moose (Anthocerophyta et Bryophyta) in Nordrhein-Westfalen. 2. Fassung. In: Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere in Nordrhein-Westfalen. 3. Fassung, LÖBF, Recklinghausen 1999 (= Schriftenreihe LÖBF, 17), ISBN 3-89174-030-1, S. 173–224 (Online-Version, PDF)
  10. Johannes Mundhenk: Forschungen zur Geschichte der Externsteine. Band 1: Architektonische-Archäologische Bestandsaufnahme, Lemgo 1980 (= Lippische Studien, 5), S. XIX-XXVII
  11. Johannes Mundhenk: Forschungen zur Geschichte der Externsteine.... Band 1, durchgehend
  12. Rolf Speckner, Christian Stamm: Das Geheimnis der Externsteine. Bilder einer Mysterienstätte. Urachhaus, Stuttgart 2002, ISBN 3-8251-7402-6, S. 120–123.
  13. Ulrich Niedhorn: Vorgeschichtliche Anlagen an den Externstein-Felsen. Haag und Herchen, Frankfurt am Main 1993 (= Isernhägener Studien zur frühen Skulptur, 5), ISBN 3-86137-094-8, S. 77–83.
  14. Ulrich Niedhorn: Vorgeschichtliche Anlagen an den Externstein-Felsen. Haag und Herchen, Frankfurt am Main 1993 (= Isernhägener Studien zur frühen Skulptur, 5), S. 66f., Abbildung in Originalgröße S. 67–69.
  15. Carl Dewitz: Die Externsteine im Teutoburger Walde. Breslau 1886. (Online-Version der LLB Detmold)
  16. Johannes Mundhenk: Forschungen zu den Externsteinen.... Band 1, S. 54.
  17. Wilhelm Teudt: Die Externsteine als germanisches Heiligtum. Eugen Diederichs Verlag, Jena 1934, S. 10.
  18. Herman Wirth: Das Felsengrab an den Externsteinen. In: Germanien 1933, Heft 1, S. 11–15, S. 11.
  19. Kurt Tackenberg: Das Flachrelief und die untere Kapelle der Externsteine. In: Niedersachsen 38 (1933), S. 299–304, S. 303 f.
  20. Alois Fuchs: Im Streit um die Externsteine. Verlag der Bonifacius-Druckerei, Paderborn 1934, S. 94.
  21. Friedrich Focke: Beiträge zur Geschichte der Externsteine. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart und Berlin 1943, S. 73–76.
  22. Alexandra Pesch: Noch ein Tropfen auf die heißen Steine … Zur 1992 entdeckten Runeninschrift an den Externsteinen. In: Wilhelm Heizman / Astrid van Nahl (Hrsg.): Runica Germanica Mediaevalia, de Gruyter, Berlin u. a. 2003 (= Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Ergänzungsband 37), S. 567–580, hier S. 568.
  23. Friedrich Hohenschwert u.a.: Externsteine. In: Reallexikon für germanische Altertumskunde. 2. erw. Ausg., Bd. 8, 1994, S. 37-49, S. 40.
  24. Johannes Mundhenk: Forschungen zur Geschichte der Externsteine.... Band I, S. 77ff.
  25. a b c Walther Matthes: Corvey und die Externsteine. Schicksal eines vorchristlichen Heiligtums in karolingischer Zeit. Urachhaus, Stuttgart 1982, ISBN 3-87838-369-X, S. 199ff. („Die großen Figuren des Felsens 4“)
  26. Robin Jähne, Roland Linde, Clemens Woda: Licht in das Dunkel der Vergangenheit. Die Lumineszenzdatierung an den Externsteinen. Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-691-0; Günther A. Wagner: Einführung in die Archäometrie. Springer-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-71936-6, S. 24–26.
  27. Rolf Müller, Der Himmel über dem Menschen der Steinzeit. Astronomie und Mathematik in den Bauten der Megalithkulturen, Springer-Verlag, Berlin u. a. 1970 (= Verständliche Wissenschaft, 106), ISBN 3-540-05032-9, S. 88–95; Wolfhard Schlosser, Astronomische Auffälligkeiten an den Externsteinen. In: Ralf Koneckis, Thomas Reineke (Hrsg.): Geheimnis Externstein. Ergebnisse neuer Forschungen. eine Auswahl der Tagungsbeiträge aus der 1. und 2. Horner Fachtagung vom 21 bis 24. September 1989 und vom 20. bis 22. September 1991. Topp + Möller, Dortmund 1995, ISBN 3-9803614-1-1, S. 81–90; Wolfhard Schlosser, Jan Cierny: Sterne und Steine: eine praktische Astronomie der Vorzeit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1996, ISBN 3-534-11637-2, S. 93–95.
  28. K. Walter Haug, Der Bärenstein bei Horn-Bad Meinberg, in: http://www.megalith-pyramiden.de/AA-010-A-Megalith-Pyramide-Horn-Baerenstein.html, 2009
  29. Die Echtheit der Urkunde ist mehrfach bezweifelt und bestritten worden. Sie liegt selbst nicht mehr vor, da das Archiv 1163 abgebrannt ist. Möglicherweise gab es danach eine Urkundennotiz, doch auch diese ging im 17. oder 18. Jahrhundert verloren. Seither existiert nur noch eine Abschrift der Urkundennotiz aus dieser Zeit. Vgl. Johannes Mundhenk: Forschungen zur Geschichte der Externsteine... Band 3, S. 79ff.
  30. Ulrich Niedhorn: Die 'Weihinschrift' in der unteren Grotte der Externsteine. In: Lippische Mitteilungen. 55 (1986), S. 9–44.
  31. Otto Schmitt: Zur Datierung des Externsteinreliefs. In: Oswald Goetz (Hrsg.): Beiträge für Georg Swarzenski zum 11. Januar 1951. Mann, Berlin 1951, S. 26–38; Fritz Saxl: English Sculptures of the 12th Century. hrsg. von Hanns Swarzenski. Faber & Faber, London 1954; Otto Gaul: Neue Forschungen zum Problem der Externsteine. In: Westfalen. 32 (1955), S. 141–164.
  32. Walther Matthes: Zur Entstehung des Kreuzabnahmereliefs an den Externsteinen. In: Ernst Benz (Hrsg.): Die Grenze der machbaren Welt. Festschrift der Klopstock-Stiftung anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens. Brill, Leiden 1975, ISBN 90-04-04343-8, S. 133–190; Walther Matthes: Corvey und die Externsteine. Schicksal eines vorchristlichen Heiligtums in karolingischer Zeit. Urachhaus, Stuttgart 1982, ISBN 3-87838-369-X; Walther Matthes, Rolf Speckner: Das Relief an den Externsteinen. Ein karolingisches Kunstwerk und sein spiritueller Hintergrund. Edition Tertium, Ostfildern vor Stuttgart 1997, ISBN 3-930717-32-8.
  33. Uta Halle: „Die Externsteine sind bis auf weiteres germanisch!“. Prähistorische Archäologie im Dritten Reich. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002 (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 68), S. 44, S. 342.
  34. a b Straßenbahn Schlangen–Horn von 1912 bis 1953. (Version vom 26. Mai 2006 im Internet Archive) Eisenbahnfreunde Lippe e.V., Ausgabe Nr. 10, Oktober 2002
  35. externstein.de – „Gegen die Vermarktung der Externsteine“ (Dokumentation eines SPD-Antrags im Stadtrat Horn-Bad Meinberg 2002 sowie einiger Reaktionen)
  36. Kein "Koma-Saufen" mehr an Externsteinen. In: Mindener Tageblatt. 10. April 2010.
  37. Nicholas Goodrick-Clarke: Im Schatten der Schwarzen Sonne. Arische Kulte, Esoterischer Nationalsozialismus und die Politik der Abgrenzung. Marix Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-86539-185-8, S. 206f. (Original Black Sun, 2002.)
  38. Uta Halle: Treibereien wie in der NS-Zeit - Kontinuitäten des Externstein-Mythos nach 1945. In: Uwe Puschner, G. Ulrich Großmann (Hrsg.): Völkisch und national. Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20040-5, S. 208f.
  39. Peter Lohmann: Sommersonnenwende an den Externsteinen. Radioreportage, WDR 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Externsteine – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Externsteine – Quellen und Volltexte
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51.8688888888898.9175Koordinaten: 51° 52′ 8″ N, 8° 55′ 3″ O