Extractive Industries Transparency Initiative

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Logo der Extractive Industries Transparency Initiative

Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) (deutsch Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft) wurde auf Initiative des Weltwirtschaftsgipfels 2003 in Évian-les-Bains ins Leben gerufen. Zweck dieser Initiative ist es, die Korruption in Entwicklungsländern zu bekämpfen und die sog. Good Governance zu stärken, indem man Zahlungsströme, die aus rohstofffördernden Unternehmen als Abgaben an den Staat gehen (Steuern, Royalties etc.), und deren Verwendung transparent macht. Damit soll verhindert werden, dass diese Gelder an öffentlichen Haushalten vorbeigeleitet, unterschlagen oder für irgendwelche Zwecke verwendet werden, für die aus gesamtwirtschaftlicher Sicht, keine oder nur geringe Priorität besteht. Als Initiator hat Großbritannien 2004 den EITI Multi-Donor Fund eingerichtet, der im Sommer 2005 ein Volumen von 1,5 Millionen GBP umfasste.

Die EITI veröffentlicht auf ihrer Webseite eine Liste aller Länder, die ihre Zahlungsströme bereits offenlegen, die Offenlegung vorbereiten oder dies angekündigt haben.[1] Im Oktober 2009 war Aserbaidschan das einzige Land, das bereits alle Vorgaben der EITI erfüllt. Zum März 2011 haben folgende Länder diesen Status erreicht: Aserbaidschan, Ghana, Kirgisistan, Liberia, Mongolei, Niger, Nigeria, Norwegen, Osttimor,Jemen, Zentralafrikanische Republik. Weitere Kandidaten sind: Afghanistan, Albanien, Burkina Faso, Kamerun, Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Äquatorialguinea, Gabun, Guatemala, Indonesien, Irak, Kasachstan, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mosambik, Peru, Republik Kongo, Sambia, São Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Tansania, Tschad, Togo. (Alle Angaben zu den Teilnehmerländern sind vom Mai 2011.)

Die EITI veröffentlicht auf ihrer Webseite außerdem eine Liste der bereits veröffentlichten Reports.[2]

Vorstandsvorsitzender (Chair of the Board) ist der deutsche Jurist und Gründer von Transparency International Peter Eigen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Liste der EITI-Teilnehmerländer und Kandidaten (englisch)
  2. Liste der EITI Reports aller Teilnehmerländer und Kandidaten (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]