Eystrup

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eystrup
Eystrup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eystrup hervorgehoben
52.7801194444449.218788888888915Koordinaten: 52° 47′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Grafschaft Hoya
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 24,05 km²
Einwohner: 3354 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27324
Vorwahl: 04254
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 53,
27324 Eystrup
Webpräsenz: www.eystrup.de
Bürgermeister: Manfred Ernst (SPD)
Lage der Gemeinde Eystrup im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
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Eystrup ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen. Eystrup hatte 2004 eine Einwohnerzahl von etwa 3.400 Menschen und erstreckt sich auf einer Fläche von 24,05 Quadratkilometern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Eystrup war bereits früh besiedelt. Ein archäologischer Fund, der in das Jahr 750 v. Chr. datiert wird („Hortfund vom Blankenmoor bei Eystrup"), besteht aus bronzenen Schmuckstücken wie Halsring, weiteren Ringen und einer Bernsteinkette. Die Kirche zu Eystrup wird 1179 erstmals erwähnt. Die Eystrup umgebenden Ortschaften werden früher erwähnt.

Früher gehörte Eystrup zum Landkreis Grafschaft Hoya, kam aber mit der Gebietsreform 1977 zum Landkreis Nienburg. Die für 2006 geplante Zusammenlegung mit der Gemeinde Gandesbergen wurde vom dortigen Gemeinderat abgelehnt.

2011 fusionierte die Samtgemeinde Eystrup mit der Samtgemeinde Grafschaft Hoya.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die kleine Nachbargemeinde Mahlen eingegliedert.[3]

Erklärung des Ortsnamens[Bearbeiten]

Eine alte Bezeichnung des Ortes ist um ca. 1025 Estorp. In alten Schreibungen ist der Ortsname identisch mit Estorf: 1217 Estorpe. Die Grundform lautet „Ages-thorp“ und bedeutet „Dorf eines 'Agi'“, zu „Egge, Ecke“ für „Kante, Schärfe des Schwertes“.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schützenvereine und Spielmannszug[Bearbeiten]

In Eystrup gab es um 1920 herum einen Schützenverein. Nachdem der Ort Doenhausen 1929 zu Eystrup eingemeindet wurde, teilen sich bis heute der Schützenverein Eystrup und der Schützenverein Doenhausen den Ort. Mit dem Spielmannszug & Cheerleader im Schützenverein Doenhausen ist der Ort Eystrup auch musikalisch seit 1958 nicht nur im Umkreis, sondern auch in den Landkreisen Verden, Hannover, Bremen und Cuxhaven vertreten, wie z. B. beim Schützenfest in Hannover, dem Germanenfünfkampf in Otterndorf, dem Bremer Freimarkt oder dem Kramermarkt in Oldenburg.

Bauwerke[Bearbeiten]

Windmühle Margarethe[Bearbeiten]

Windmühle „Margarethe“

Mitten in Eystrup steht auf einer kleinen Anhöhe eine Turmholländer-Windmühle mit Galerie namens „Margarethe“. Sie wurde 1861 erbaut und ist mit einem Motor- und zwei Windmahlgängen noch weitestgehend funktionstüchtig. Gemahlen wird allerdings nur noch zur Demonstration bei besonderen Gelegenheiten. Betreut wird die Mühle vom Verein „Eystruper Mühlenfreunde e.V.“ Mitglieder des Vereins übernehmen auf Wunsch Mühlenführungen. Seit 2003 gibt es in der Mühle ein Trauzimmer des Standesamtes Eystrup.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Eystrup gibt es folgende Firmen der Nahrungsmittelindustrie:

Verkehr[Bearbeiten]

Eystrup liegt an der B 215 zwischen Nienburg/Weser und Verden. Die Gemeinde hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wunstorf–Bremen (die in diesem Abschnitt auch Teil der Weser-Aller-Bahn ist) und an der Güter- und Museumseisenbahnstrecke Eystrup–Hoya–Bruchhausen-Vilsen–Syke ("Kaffkieker"). Der Eystruper Bahnhof wurde in den letzten Jahren vollständig modernisiert. Nun wird in Fahrtrichtung Nienburg das alte Gleis 1, sowie in Fahrtrichtung Verden das neue Gleis 3 benutzt. Der alte Bahnsteig 2 ist zwar noch vorhanden, wird aber nicht mehr benutzt; hier finden Durchgangsfahrten der IC/ICE/EC, sowie von Güterzügen statt. Mit dem Umbau wurde der Bahnhof behindertengerecht ausgebaut. Der alte Bahnübergang wurde durch eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger ersetzt. Autofahrer müssen die etwas weiter südlich neu errichtete Brücke benutzen. Mehrere Buslinien der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya stehen im Nahverkehr zur Verfügung. Tariflich ist Eystrup in den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen eingebunden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Eystrup ist Standort eines großen Seniorenpflegeheimes (Landsitz Hohenholz). Nächstgelegene Krankenhäuser sind die Aller-Weser-Klinik in Verden (Aller) und die Mittelweserkliniken (Rhön-Klinikum) in Nienburg/Weser. In Eystrup gibt es eine Freiwillige Feuerwehr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heimatverein Grafschaft Hoya (Hrsg.): Eystrup - Ein Dorf im Wandel der Zeit. Adam Prettenhofer, Eystrup 1995, ohne ISBN.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eystrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://wahl.kdo.de/?kommune=Samtgemeinde%20Grafschaft%20Hoya&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Gemeinderatswahl%20Eystrup%2011.09.2011_____110711134146285&showData=tabelle
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph