Eysturoy

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Dieser Artikel beschriebt die Insel; für den Fußballspieler siehe Høgni Eysturoy.
Eysturoy
Oyrarbakki auf der Insel Eysturoy
Oyrarbakki auf der Insel Eysturoy
Gewässer Nordatlantik
Inselgruppe Färöer
Geographische Lage 62° 13′ N, 6° 53′ W62.217222222222-6.8852777777778882Koordinaten: 62° 13′ N, 6° 53′ W
Lage von Eysturoy
Fläche 286,3 km²
Höchste Erhebung Slættaratindur
882 m
Einwohner 10.839 (1. Januar 2011)
38 Einw./km²
Hauptort Fuglafjørður
Karte von Eysturoy
Karte von Eysturoy
Suduroy Sandoy Vagar Streymoy Eysturoy Nordinseln
Lage des Syssels Eysturoy auf den Färöern

Eysturoy [ˈɛstɹɔi] (dänisch: Østerø, deutsche Bedeutung: Ostinsel) ist die zweitgrößte Insel der Färöer im Nordatlantik. Sie liegt, durch einen Sund getrennt, östlich der Hauptinsel Streymoy.

Der höchste Berg der Insel und auch der Färöer ist der Slættaratindur mit einer Höhe von 882 m. Die Insel hat insgesamt 66 Gipfel.

Hafen in einer Felsspalte: Gjógv auf Eysturoy

Mit diesen Daten ist Eysturoy nicht nur die zweitgrößte färöische Insel, sondern liegt auch nach der Einwohnerzahl auf Rang 2. Wichtige Zentren sind Fuglafjørður im Norden und das Ballungsgebiet der Kommunen Runavík und Nes/Toftir im Süden.

Eysturoy ist durch eine Autobrücke mit Streymoy verbunden. Die Insulaner bezeichnen sie (scherzhaft) als einzige Autobrücke über den Atlantik. Das Siedlungsgebiet von Runavík wurde von der Hauptstadt Tórshavn früher schneller mit der Autofähre erreicht. Heute ist man gezwungen, die 63 Kilometer nach Toftir auf der Landstraße zu fahren. Wichtiger lokaler Fährhafen ist auch Leirvík an der Ostküste. Von hier gelangt man zu den Nordinseln mit der zweitgrößten färöischen Stadt Klaksvík. Im August 2006 wurde auch diese Fähre eingestellt, weil der 6,2 km lange Nordinselntunnel eröffnet wird, der planmäßig im Juni 2005 durchstochen wurde.

Bekannteste Sehenswürdigkeiten auf Eysturoy sind Eiði mit malerischer Lage in einer dramatischen Landschaft; Gjógv, eines der beliebtesten Fotomotive durch seinen kleinen natürlichen Hafen in einer Felsspalte; Gøta mit dem Museum Blásastova und die Thermalquelle von Fuglafjørður (varmakelda), die vom vulkanischen Ursprung des Archipels zeugt. Zwischen Eiði und Gjógv/Funningur führt eine steile Passstraße über den 392 m hohen Eiðiskarð, der direkt unterhalb des Slættaratindurs liegt, dem mit 882 m höchsten Berg der Färöer.

An der Nordspitze Eysturoys befinden sich auch die sagenumwobenen Basaltsäulen Risin und Kellingin. Erwähnenswert sind außerdem die kleinen Wälder der Insel Eysturoy, von denen der Viðarlundin í Søldarfirði mit einer Fläche von 1,72 ha und der Viðarlundin á Selatrað mit 1,55 ha die beiden größten sind.[1]

Wald bei Selatrað

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elttør, Eyðun: Uppskot til løgtingslóg um viðarvøkstur og frílendisrøkt, Tab. (talva) 2, Løgting, 4. März 2003.