Eiter (Weser)

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Eiter
Eyter
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Eyter NS 03.jpg
Daten
Gewässerkennzahl DE: 4916
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Weser → Nordsee
Ursprung In Bruchhausen-Vilsen (Ortsteil Homfeld)
52° 48′ 7″ N, 8° 58′ 31″ O52.801838.9753619
Quellhöhe 19 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bei Eißel in die Weser52.9919.007511Koordinaten: 52° 59′ 28″ N, 9° 0′ 27″ O
52° 59′ 28″ N, 9° 0′ 27″ O52.9919.007511
Mündungshöhe 11 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 8 m
Länge 19 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen (mit Oberer Eiter 24 km)
Linke Nebenflüsse Hauptkanal
Rechte Nebenflüsse Krähenkuhlenfleet, Rietlake, Alte Landwehr, Oetzer Seegraben, Wischkämpegraben
Gemeinden Bruchhausen-Vilsen, Thedinghausen, Schwarme

Die Eiter, vor dem 20. Jahrhundert auch Eyter geschrieben,[1] ist ein kleiner linker Nebenfluss der Weser, der bei Thedinghausen-Eißel in die Mittelweser mündet.

Flusslauf[Bearbeiten]

Die Obere Eiter entspringt zunächst als normaler Feldentwässerungsgraben einem Mühlensee im Bruchhausen-Vilsener Ortsteil Homfeld (etwa 20 Kilometer südlich von Bremen). Von dort aus schlängelt sich der sehr langsam fließende Bach beständig nach Norden und mündet nach 4,3 Kilometern in den Hauptkanal, einen weiteren Entwässerungsgraben. 1.100 Meter weiter sucht er sich wieder sein eigenes Bett. Ab hier heißt der Bach nur noch Eiter. Während die Eiter die ausgedehnten Bruchwiesen durchquert, fließen ihr rechtsseitig die Rietlake und die Alte Landwehr zu. Ein paar Kilometer weiter durchströmt der nun knapp fünf Meter breite und offiziell als Fluss benannte Wasserlauf durch die nächste größere Ortschaft Thedinghausen. Unmittelbar nach dieser nimmt die Eiter mit dem Oetzer Seegraben und dem Wischkämpegraben zwei weitere Zuflüsse auf (auch diese von der rechten Seite). Bei dem Thedinghausener Ortsteil Eißel befindet sich ein Schöpfwerk am Fluss, hinter dem der Flusslauf begradigt ist. So gelenkt mündet die Eiter nach etwa einem Kilometer in den Weserbogen „Kaper“.

Die Eiter diente der Meliorationsgenossenschaft Bruchhausen-Syke-Thedinghausen genauso wie der Süstedter Bach als Entwässerungslauf und wurde hierfür vertieft und begradigt.

Etwa einen Kilometer südöstlich der Mündung (in der Nähe einer Kläranlage) befindet sich ein zirka 600 Meter in der Länge messender, abgetrennter Flussarm. Dieser ist durch die Begradigung des letzten Flussabschnittes entstanden und hat den Namen Alte Eiter erhalten. Südlich von Thedinghausen fließt zudem ein Entwässerungsgraben, der Kleine Eiter heißt, jedoch keine direkte Verbindung mit dem tatsächlichen Fluss hat.

Die Eiter wird während ihres Laufes von 14 Straßenbrücken überquert. Die größte von ihnen ist die gusseiserne Brücke in Thedinghausen, die zur Zeit durch eine neue Strassenquerung ersetzt wird.[2]

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. Teilweise ist der alte Name noch gebräuchlich.
  2. Asphalt nur ab fünf Grad plus, Kreiszeitung, 26. November 2013. Abgerufen am 10. Dezember 2013