Eythra
Eythra ist eine ehemalige Gemeinde in Sachsen an der Weißen Elster und am Elstermühlgraben, deren Flur heute zum Gebiet der Stadt Zwenkau gehört. Das einstige Kirchdorf musste in den 1980er Jahren dem Abbau der Braunkohle weichen.
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[Bearbeiten] Geschichte
Um 5200 v. Chr. wurde das Gebiet von Siedlern der linearbandkeramischen Kultur besiedelt, wie u. a. der Fund dreier hölzerner, bis zu fünf Meter tiefer Brunnen im Jahre 1997 bzw. 1998 belegt.[1] Die Untersuchung der zugehörigen Siedlung, welche als die größte ihrer Art gilt, ist Hauptbestandteil eines zugehörigen Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Eythra wurde zum ersten Mal 976 als Itera urkundlich erwähnt. Kaiser Otto II. hatte das Dorf dem Bischof Giselher von Merseburg geschenkt, jedoch hatte es zwischenzeitlich Markgraf Thietmar an sich gerissen, sodass nun sein Sohn Otto II. es dem Bischof wieder zurückgab.[2]
Am 1. Juli 1988 wurde das Gebiet des ehemaligen Ortes in die Gemeinde Knautnaundorf umgegliedert. Später wurde es nach Zwenkau umgegliedert. Knautnaundorf wurde von Leipzig eingemeindet.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Julius von Pflug (1499–1564), Bischof von Naumburg
[Bearbeiten] Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Georg von Werthern (Politiker) (1700–1768), starb hier auf seinem Gut
[Bearbeiten] Literatur
- Cornelius Gurlitt: Eythra. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 17.
- Eythra. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 2. Band, Zwickau 1815, S. 590.
[Bearbeiten] Weblinks
- Private Homepage zum ehemaligen Ortsteil Eythra
- Eythra im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Stäuble/Campen 1999 H. Stäuble/I. Campen, Vor 7083 Jahren gebaut. Nicht mehr der neueste Brunnen und auch nicht mehr der älteste! In: J. Oexle (Hrsg.), Archäologie aktuell 5/1997 5 (Dresden 1999) 96–105.
- ↑ CDS, I A1, 23
51.23333333333312.3Koordinaten: 51° 14′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O