Fédération Internationale de Volleyball

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Fédération Internationale de Volleyball
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Gründung: 1947
Gründungsort: Paris
Präsident: Wei Jizhong
Vereine (ca.): 220
Verbandssitz: Lausanne
Homepage: www.fivb.org

Die Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) ist der Dachverband aller nationalen Sportverbände für Volleyball und Beachvolleyball. Seit 1984 befindet sich der Hauptsitz in Lausanne, der Verband ist Verein nach schweizerischem Gestetz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Im April 1947 trafen sich die Repräsentanten von 14 Nationalverbänden im Grand Hotel in Paris, nachdem mehrere europäische Vertreter die Gründung eines internationalen Verbandes angeregt hatten. Unter der Führung des französischen delegierten Paul Libaud wurde die FIVB gegründet. Zum ersten Präsidenten wurde Paul Libaud gewählt er blieb 37 Jahre lang im Amt und wurde erst 1984 abgelöst.

Bei der Gründung waren folgende Länder vertreten:

[Bearbeiten] Meisterschaften

Die ersten Weltmeisterschaften der Männer wurden 1949 ausgetragen und 1952 die der Damen. Durch die ersten internationalen Meisterschaften stieg auch das Interesse an der Sportart Volleyball. Die Zahl der Volleyballspieler stieg stetig und dadurch entstanden neue Nationalverbänder, die der FIVB beitraten.

Bei der Sitzung des IOC 1959 in München wurde beschlossen Volleyball in das Programm der Olympischen Spiele aufzunehmen. Die ersten olympischen Goldmedaillen gingen bei den Herren an die UdSSR und bei den Damen an Japan.

Im Jahr 1969 wurde der World Cup eingeführt, der seit 1991 als Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele gilt.

Anfang der neunziger wurden zwei weitere jährliche Wettbewerbe eingeführt für die Herren die Weltliga und bei den Damen der World Grand Prix.

Die Disziplin Beachvolleyball wurde 1996 in das Olympische Programm aufgenommen.

[Bearbeiten] Mitglieder

Von den anfangs 14 Gründungsmitgliedern stieg die Zahl der Mitglieder des Verbands im Jahr 1955 auf 45 und im Jahr 1968 waren es bereits 101. Bis heute haben sich 220 nationale Verbände, verteilt über alle Kontinente der FIVB angeschlossen.

[Bearbeiten] Präsidenten

Nachdem der Mexikaner Rubén Acosta Hernandez das Amt des Präsidenten von Libaud 1984 übernommen hatte, zog der Verband nach Lausanne und intensivierte seine Bemühungen um die weltweite Verbreitung des Volleyballs. Im Juni 2008 trat Acosta vorzeitig von seinem Amt zurück. Neuer Präsident wurde der bisherige Vize Wei Jizhong aus China.

[1]

[Bearbeiten] Aufgaben

Aufgabe der FIVB ist die Aufsicht über alle Formen von Volleyball und Beachvolleyball. Die FIVB ist vor allem für die weltweite Planung und Organisation von Volleyball-Ereignissen zuständig. Dabei arbeitet sie oft mit anderen internationalen Verbänden wie dem IOC zusammen. Der Weltverband legt Qualifikationsprozeduren und Wettbewerbsbestimmungen für Turniere fest und entscheidet über speziellere Fragen wie Mannschaftsaufstellungen und Auswechselregeln.

Die FIVB ist für einheitliche Volleyball-Regeln verantwortlich. Um den Sport attraktiver zu gestalten (auch für Medien und Sponsoren), wurden in den letzten Jahren einige Regeländerungen vorgenommen. Diese reichen von Bestimmungen bezüglich Kleidung bis zur grundsätzlichen Umstellung der Zählweise.

Die FIVB ist die oberste internationale Autorität im Volleyball und kann unter anderem über Doping, Spielertransfers und Änderungen der Nationalität entscheiden. Der Verband veröffentlicht Weltranglisten, die als Basis für Setzlisten in internationalen Wettbewerben benutzt werden.

Die FIVB organisiert folgende Wettbewerbe:

Der Verband ist auch an der Organisation weiterer Ereignisse mit internationaler Bedeutung beteiligt, z. B. Qualifikationen für Olympische Spiele und Weltmeisterschaften.

Durch die Anwerbung von Medienpartnern und Sponsoren bemüht sich die FIVB um eine weltweite Verbreitung des Volleyballs. Zu diesem Zweck unterhält sie auch spezielle Programme. Dazu zählen die Einrichtung von Entwicklungszentren in Gegenden, wo der Sport noch nicht populär ist und die Unterstützung für Organisation, die die Qualität internationaler Standards nicht erreichen.

[Bearbeiten] Organisation

Die einzelnen Kontinentalverbände des FIVB

Die FIVB besitzt eine umfassende administrative Struktur. Dazu gehören ein Board of Administration, ein Exekutivkomitee und einige Kommissionen und Räte, die sich mit speziellen Themen wie Medizin, Schiedsrichter, Turniere und Finanzen beschäftigen.

Die FIVB hat den Vorsitz über fünf Kontinentalverbände.

Kontinent
Verband
Mitglieder
Kürzel
Afrika Confédération Africaine de Volleyball
53
CAVB
Asien und Ozeanien Asian Volleyball Confederation
65
AVC
Europa Confédération Européenne de Volleyball
56
CEV
Nord- und Mittelamerika, Karibik North, Central America and Caribbean Volleyball Confederation
34
CEV
Südamerika Confederación Sudamericana de Voleibol
12
CSV

[Bearbeiten] Kritik

Präsident Ruben Acosta Hernandez musste sich bereits mehrmals wegen vermeintlicher Vorteilsnahme bei Abschlüssen von Sponsorenverträgen und des Vorwurfs der Bilanzfälschung vor Gericht verantworten. Bislang wurde er jedoch stets freigesprochen.[2] Dennoch wurde im November 2006 auf Initiative des ehemaligen FIVB-Generalsekretärs Jean-Pierre Seppey der Konkurrenzverband FIABVB gegründet.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. FIVB Press Release, Dr. Acosta is leaving the presidency of the FIVB; Mr. Wei Jizhong (China) will take charge during the interim period until 2012, 17. Juni 2008
  2. NZZ online, Freispruch für Ruben Acosta
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