Félix-Charles Douay

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General Felix Douay

Félix-Charles Douay (* 14. August 1816; † 4. Mai 1879) war ein französischer General.

Leben[Bearbeiten]

Mit 16 Jahren trat Douay 1832 als einfacher Soldat in die französische Armee ein und wurde bereits sechs Jahre später zum Leutnant befördert. 1855 avancierte Douay zum Oberst und nahm als solcher unter Marschall Adolphe Niel an verschiedenen französischen Feldzügen teil. Während der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 schwer verwundet, wurde Douay zum Brigadegeneral befördert.

Während des Mexikanischen Kriegs 1863 zum Divisionsgeneral ernannt, befehligte er eine Division in Paris. 1870 erhielt er das Kommando über das VII. Korps, das bei Belfort gebildet wurde. Da es bei Ausbruch des Kriegs noch nicht bereit war, konnte nur eine Division desselben an der Schlacht bei Wörth teilnehmen. Nach dem Rückzug Mac-Mahons vereinigte er sich mit diesem in Châlons-sur-Marne und zog unter seinem Befehl nach Metz. An der Schlacht von Sedan war Douay maßgeblich beteiligt: Er befehligte den rechten Flügel und verteidigte die Höhen von Illy und Floing.[1]

Nach seiner Rückkehr aus der deutschen Kriegsgefangenschaft erhielt er das Kommando des IV. Korps der die Kommunarden in Paris belagernden Armee, drang am 21. Mai 1871 zuerst in die Stadt ein, wurde 1873 zum Kommandeur des VI. Korps in Châlons-sur-Marne und 1879 zum Generalinspekteur ernannt und starb am 4. Mai 1879.

Sein älterer Bruder, Charles Abel Douay (1809-1870), fiel als Kommandeur der 2. Division im Korps Mac-Mahons am 4. August 1870 bei Weißenburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geoffrey Wawro: The Franco-Prussian War: The German Conquest of France in 1870-1871. Cambridge University Press, 2003, ISBN 0-521-58436-1.