Félix Díaz (Boxer)

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Manuel Félix Díaz Guzman (* 10. Dezember 1983 in Santo Domingo) ist ein Boxer aus der Dominikanischen Republik. Er wurde 2008 in Peking Olympiasieger im Halbweltergewicht.

Werdegang[Bearbeiten]

Amateur[Bearbeiten]

Félix Díaz wuchs in einem Armenviertel in Ost Santo Domingo in der Dominikanischen Republik auf. Der junge Farbige kam dort zum Boxen und kämpfte zunächst im Leichtgewicht (bis 60 kg Körpergewicht) und wechselte 2005 in das Halbweltergewicht (bis 64 kg Körpergewicht). Bei einer Größe von 1,65 m wiegt er dabei ca. 65 kg.

Die internationale Boxerlaufbahn von Félix Díaz begann im Jahre 2002 bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Santiago de Cuba. Er besiegte dort im Leichtgewicht den US-Amerikaner Karl Dargan, unterlag aber im Achtelfinale dem Russen Dawid Arustamjan und belegte den 9. Platz. Im selben Jahr holte er sich dann in San Salvador den Titel bei den Zentralamerikanischen und Karibischen Spielen. Er landete dort drei vorzeitige Siege über Stanley Méndez aus Costa Rica, Jesús González aus Mexiko und Alexander de Jesús aus Puerto Rico. Schließlich gewann er 2002 auch das Turnier Batalle de Carabobo in Valencia/Venezuela mit einem Sieg im Finale des Leichtgewichtes über Wilfredo López aus Venezuela.

2003 nahm Félix Díaz an den Panamerikanischen Spielen in Santo Domingo teil und kam im Leichtgewicht auf den dritten Platz. Er besiegte dort Ramiro Quinones aus Ecuador und Matias Ferreira aus Argentinien nach Punkten, unterlag aber im Halbfinale gegen Weltmeister Mario Kindelán aus Kuba nach Punkten. Er hielt sich in diesem Kampf gegen den überragenden Boxer Kindelán ausgezeichnet, denn er unterlag nur mit 12:16 Wertungspunkten.

Im Jahre 2004 belegte Félix Díaz beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Athen in Tijuana/Mexiko im Leichtgewicht den zweiten Platz, wobei er zum Endkampf gegen Vicente Escobedo aus den Vereinigten Staaten nicht mehr antreten konnte. Der zweite Platz reichte aber für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 aus. In Athen traf er nach einem Freilos im Achtelfinale auf Serik Scheylelow aus Kasachstan, gegen den er nach Punkten unterlag. Er kam damit auf den neunten Platz.

2006 nahm Félix Díaz im heimischen Santo Domingo am Independence Cup teil. Er startete nunmehr im Halbweltergewicht. Er gewann dieses Turnier mit Siegen über Julio de Jesús Rodriguez, Dom. Rep., Myke Carvalho aus Brasilien und Francisco Contreres, Dom. Rep. Bei der Copa Romana 2006 in La Romana belegte er mit einem Sieg über Carlos Espinosa aus Ecuador und einer Niederlage gegen Kevin Bizier aus Kanada den dritten Platz.

2007 nahm er wieder am Independence Cup in Santo Domingo teil. Dabei verlor er im Halbweltergewicht nach einem Sieg über Myke Carvalho im Finale gegen den kubanischen Meister Innocente Fiss nach Punkten. Den zweiten Platz belegte er auch bei der Copa Romana 2007, als er nach Siegen über seine Landsleute Juan Carlos Abreu, José Antonio Rodriguez und Euris Bernardo im Finale wegen einer Verletzung nicht mehr gegen Rafael González aus Venezuela antreten konnte. Bei den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro siegte er zunächst über Gumersindo Carrasco aus Argentinien durch Abbruch in der zweiten Runde, musste aber im Viertelfinale eine Niederlage gegen Innocente Fiss hinnehmen, die mit 12:13 Wertungspunkten allerdings äußerst knapp war. 2007 nahm er dann auch noch an der Weltmeisterschaft der Amateure in Chicago teil. Er gewann dort seinen ersten Kampf über Su Hsiao Ken aus Taiwan, unterlag aber im nächsten Kampf gegen Masatsugu Kawachi aus Japan knapp nach Punkten (14:15), schied aus und kam in der Endabrechnung nur auf den 17. Platz.

Das Olympiajahr 2008 begann Félix Díaz wieder mit einem Start beim Independence Cup. Er siegte dort über Kevin Bizier durch Abbruch in der dritten Runde, gewann dann über Ualace Almeida aus Brasilien und Leonardo Castillo, Dom. Rep. nach Punkten und unterlag im Endkampf dem kubanischen Meister Rosniel Iglesias knapp nach Punkten (3:4). Anschließend nahm er in Port of Spain auf Trinidad am ersten amerikanischen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Peking teil. Er schaffte dort diese Qualifikation nicht, denn er unterlag gleich in seinem ersten Kampf gegen Aaron Hassette aus Trinidad nach Punkten. Das folgende Qualifikations-Turnier in Guatemala-Stadt bot ihm dann die letzte Gelegenheit, sich doch noch für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Mit einem KO-Sieg in der ersten Runde über Nicolas Silva aus Uruguay und Punktsiegen über Leonardo Carillo aus Kolumbien (10:9) und Myke Carvalho (8:6) schaffte er dann die Olympia-Qualifikation tatsächlich doch noch.

Im Juni 2008 testete Félix Díaz dann seine Form, in die er vom kubanischen Trainer der dominikanischen Box-Nationalmannschaft Pedro Luis Díaz gebracht worden war, beim Turnier um den Goldenen Gürtel (Golden Belt) im rumänischen Constanța. Dabei bewies er seine hervorragende Form, denn er gewann dieses Turnier mit einem Abbruchsieg in der vierten Runde über Traian Lupu aus Rumänien, einem Abbruchsieg in der zweiten Runde über Baqtychan Koschabekow aus Kasachstan und einem Punktsieg über Alexander Iwanow aus Russland.

Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann er gegen Eduard Hambardzumjan aus Armenien nach Punkten (11.4), hatte dann in seinem nächsten Kampf gegen John Joe Joyce aus Irland etwas Glück, denn er gewann diesen Kampf bei Punktgleichstand von 11:11 nur umstritten durch die gezählte Gesamttrefferzahl. Anschließend gewann er über Morteza Sepahvandi aus dem Iran nach Punkten (11:6). Seinen Halbfinalkampf gegen Alexis Vastine aus Frankreich gewann Felix Diaz unter kontroversen Umständen mit 12:10 Punkten. Alexis Vastine und die französischen Trainer warfen dabei dem Kampfgericht vor, Vastine kurz vor Beendigung des Kampfes eine unberechtigte Verwarnung ausgesprochen zu haben, die Felix Diaz zwei zusätzliche Punkte einbrachte und damit genau die zwei Punkte Vorsprung, mit denen er den Kampf gewann. Im Finale gegen den Olympiasieger von 2004 im Halbweltergewicht Manus Boonjumnong aus Thailand überraschte Félix Díaz die gesamte Fachwelt, denn er erwies sich dem routinierten Boonjumnong klar überlegen und gewann mit einem sicheren 12:4-Punktsieg die olympische Goldmedaille.

Nach den Olympischen Spielen 2008 wechselte Felix Diaz ins Profilager.

Profi[Bearbeiten]

Díaz gewann seine ersten zwölf Kämpfe, sechs davon durch KO. Darunter war jedoch kein Titelkampf.

Länderkämpfe[Bearbeiten]

  • 2008 in Chattanooga, USA gegen Dom. Rep., Hw, Punktniederlage gegen Daniel O'Connor (10:21)

Meisterschaften der Dom. Rep.[Bearbeiten]

  • 2007, Finale Hw, Punktsieger über Ricardo Garcia

Quellen[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den Jahren 2002 bis 2008,
  • Webseite „www.amateur-boxing.strefa.pl“,
  • Webseite „sports123.com“,
  • Webseite „results.bejing2008.cn“