Fügen (Zillertal)
| Fügen | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Schwaz | |
| Kfz-Kennzeichen: | SZ | |
| Fläche: | 6,64 km² | |
| Koordinaten: | 47° 21′ N, 11° 51′ O47.34852777777811.85545Koordinaten: 47° 20′ 55″ N, 11° 51′ 0″ O | |
| Höhe: | 545 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.838 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 578 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6263 | |
| Vorwahl: | 05288 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 09 09 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 58 6263 Fügen |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Walter Höllwarth (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (15 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Fügen im Bezirk Schwaz | ||
Fügen im Zillertal |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Fügen ist eine Gemeinde mit 3838 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.
Fügen gilt als Hauptort des vorderen Zillertals. Der Ort liegt auf dem breiten Murkegel des Rischbachs. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem als Haufendorf angelegten Zentrum noch die Weiler Gagering im Norden, Kapfing im Süden, am Finsingbach in einer Mulde liegend die einstige Industriesiedlung Kleinboden und Haidach am Berghang. Zu Fügen gehört auch noch ein Teil von Finsing.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde Fügen besteht aus dem Hauptort Fügen mit 2.264 Einwohnern (Stand 2001) und den Ortschaften Gagering im Norden mit 88 Einwohnern, Kapfing im Süden mit 789 Einwohnern und Kleinboden im Südwesten mit 269 Einwohnern.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden Fügens sind Bruck am Ziller, Fügenberg, Hart im Zillertal, Schlitters und Uderns.
Geschichte [Bearbeiten]
1982 gefundene Urnengräber in Kapfing belegen eine frühe Besiedlung während der Bronzezeit. Finsing wurde bereits 927 als "Funzina" urkundlich genannt, Fügen selbst erst zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Fügen gehörte kirchlich zur Diözese Brixen, staatsrechtlich jedoch bis 1803 zum Erzstift Salzburg. Einige Zeit war Fügen "Dingstätte" des salzburgerischen Gerichts Zell.
Die große Not des Dreißigjährigen Krieges führte am 19. Mai 1645 zum Aufstand der Fügener Bauern gegen ihren Landesfürsten, den Salzburger Erzbischof, dem sie zinspflichtig waren. Diesem Aufstand schlossen sich alle Zillertaler Bauern an, die dem Salzburger Erzbischof unterstanden.
1678 wurde ein eigener Richter für das salzburgische Gericht Fügen eingesetzt, das 1849 als Bezirksgericht bezeichnet wurde. 1923 wurde Fügen dem Bezirksgericht Zell am Ziller zugeteilt.
Bedeutung erhielt Fügen seit dem 15. Jahrhundert als industrielles Zentrum des Tals, hier wurden Kanonenkugeln und Harnischbleche sowie Eisenbleche erzeugt. 1697 errichtete das Fügener Eisenunternehmen eine Eisenhütte in Kiefersfelden (Bayern). Die Betriebe mussten Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund der Konkurrenz eingestellt werden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museum [Bearbeiten]
Exponate aus der Geschichte des Ortes werden im Heimatmuseum gezeigt.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Wirtschaft ist durch Landwirtschaft, Handel, Gewerbe, Industrie und nicht zuletzt Tourismus geprägt. Fügen als zweisaisonaler Tourismusort profitiert dabei von den beiden Skigebieten Hochfügen-Hochzillertal und Spieljoch. Unternehmen mit überregionaler Bedeutung sind Möbel-Wetscher und Binder Holz. Am Stammsitz der Firma Binder Holz werden ca. 1 Million fm Jahreseinschnittleistung und 250.000 m³ Hobelware pro Jahr erzeugt. Mit ca. 1.300 Mitarbeitern ist Binder einer der größten Sägewerksbetriebe Europas. Die Massivholz-Produktpalette reicht von Dimensionsholz, Hobelware, ein- und mehrschichtig verleimten Massivholzplatten, Brettschichtholz, MDF-Platten sowie Brettsperrholz bis hin zu Holzbriketts und Holzpellets. Die Holztransporte werden in Normalspurwaggons, die auf schmalspurigen Rollwagen aufgebockt werden, über die Zillertalbahn durchgeführt. Binder betreibt neben der Schnittholzproduktion im Stammwerk in Fügen weitere Werke in Jenbach, St. Georgen bei Salzburg, Hallein, Unternberg sowie im bayerischen Kösching.
Verkehr [Bearbeiten]
Fügen liegt an der Zillertalstraße, vom Ortskern aus führt eine Bergstraße über den Fügenberger Ortsteil Pankrazberg auf der Hochfügen-Straße zu dem knapp 1480 hoch gelegenem Wintersportort Hochfügen. In der Gemeinde liegen zudem auch drei Haltestellen der Zillertalbahn, nämlich Gagering, Fügen-Hart und Kapfing.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Hans Binder (* 1948), Sägewerksbetreiber und Autorennfahrer
- Ludwig Dornauer (* 1953), Schauspieler
- Raimund Margreiter (* 1941), Chirurg
- Andreas Mauracher (1758–1824), Tischler und Orgelbauer
- Ludwig Mayer (1896–1969), Bürgermeister und Abgeordneter (ÖVP)
- Franz Xaver Nißl (1731–1804), Bildhauer
- Rudolf Nissl (1870–1955), Maler
- Armin Pfister (* 1983), Rennrodler
- Daniel Pfister (* 1986), Rennrodler
- Manuel Pfister (* 1988), Rennrodler
- Leonhard Posch (1750–1831), Wachsbossierer, Medailleur und Bildhauer
- Josef Georg Schmalz (1804–1845), Dramatiker, Spielleiter und Köhler
- Max Tribus (1900–1983), Regisseur und Dramatiker
Bilder [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite der Gemeinde
- Geschichte-Tirol: Fügen/Fügenberg
- Gemeindedaten von Fügen (Zillertal). In: Statistik Austria.
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