Fünf Höfe

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Eingang zu den Fünf Höfen an der Theatinerstraße
Stahlkugel „Sphere“ von Ólafur Elíasson im Viscardihof

Die Einkaufspassage Fünf Höfe in der Münchener Innenstadt (im Bereich Salvator-, Theatiner-, Kardinal-Faulhaber-Straße u. a.) entstand von 1998 bis 2003 nach der Entkernung eines Gebäudekomplexes der HypoVereinsbank. 2004 wurden die Fünf Höfe an die DIFA (heutiger Name: Union Investment Real Estate AG) verkauft, seither lautet der offizielle Name CityQuartier Fünf Höfe.

Allgemeines[Bearbeiten]

Insgesamt bieten die Fünf Höfe ihren Besuchern auf rund 14.000 m² rund 60 Ladengeschäfte und auf rund 2.500 m² acht Cafés und Restaurants. Sie umfassen auch die Hypo-Kunsthalle (ca. 3.200 m² Grundfläche), die temporäre Ausstellungen zu wechselnden Themen, Künstlern und Epochen zeigt.

Daneben gibt es 24.300 m² Bürofläche sowie rund 3.200 m² Wohnungen, die von den Passagen aus kaum wahrnehmbar sind.

Das Ensemble gilt als weltstädtisch-elegant bis unterkühlt. Es wurde von Geschäften und Lokalen vornehmlich der gehobenen Preisklassen bezogen.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Der Plan für die Neugestaltung des gesamten Blocks war 1994 der erste internationale Wettbewerbserfolg der Basler Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Bauherr war die durch die HVB Immobilien AG (eine Tochtergesellschaft der seinerzeitigen HypoVereinsbank) vertretene Fünf Höfe GmbH & Co KG,

Bei weitgehender Erhaltung der Fassaden und Gebäudeteile des Altbestands bauten Herzog & de Meuron den bis dahin geschlossenen Altstadtblock im Inneren radikal um, entkernten ihn und gestalteten ihn zu einem Ensemble aus Höfen und Passagen mit unterschiedlichen Durch- und Einblicken, wobei jeder Hof seinen eigene Charakter haben sollte. Im ersten Bauabschnitt, der am 8. Februar 2001[1] abgeschlossen wurde, entstanden nach ihren Entwürfen der Perusa- und Portiahof, sowie die Pranner- und ein Teil der Salvatorpassage und die Hypo-Kunsthalle. Der Architekt Ivano Gianola entwarf den Maffeihof und gestaltete das südlich der Fünf Höfe gelegene Areal zum Schäfflerhof. Im zweiten Bauabschnitt, der am 19. März 2003[2] eingeweiht wurde, gestaltete das Münchner Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht die Fassade zur Salvatorstraße.

Kunst[Bearbeiten]

Einige der Höfe und Passagen sind mit Kunstwerken ausgestattet:

  • In der Salvatorpassage wurden die „Hängenden Gärten“ von Tita Giese installiert.
  • In der Prannerpassage sind in Wände und Decke auf 317 m² von der Mayer’schen Hofkunstanstalt gefertigte Glaspaillettenmosaike aus rundgeschliffenem klarem Fensterglas[3] so in den grauen Sichtbeton eingelegt, dass sich Glitzereffekte ergeben.
  • Im Viscardihof ist die von Ólafur Elíasson gestaltete „Sphere“ angebracht, eine große, hängende Kugel aus Stahlgeflecht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nicolette Baumeister: Architektur neues München. Münchner Baukultur 1994–2004. Verlagshaus Braun, Berlin 2004, ISBN 3-935455-50-X, S. 12.
  • Christoph Hölz, Gabriele Schubert: Münchens neue Altstadt. Schäfflerhof – Fünf Höfe. Bayerische Hypo- und Vereinsbank, München 2003, ISBN 3-930184-30-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Fuenf_Hoefe_in_der_Muenchener_Innenstadt_eroeffnet_8367.html
  2. http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Zweiter_Bauabschnitt_der_Fuenf_Hoefe_in_Muenchen_eingeweiht_13163.html
  3.  Gabriel Mayer (Hrsg.): Mayer'sche Hofkunstanstalt: Architektur, Glas, Kunst. Hirmer-Verlag, München 2013, ISBN 978-3777456010, S. 102.

48.14027777777811.575277777778Koordinaten: 48° 8′ 25″ N, 11° 34′ 31″ O