Fürstenberg (Baar)

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Fürstenberg
Alter Stich des Fürstenberges, Anfang 19. Jahrhundert

Alter Stich des Fürstenberges, Anfang 19. Jahrhundert

Höhe 918,2 m
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Koordinaten 47° 53′ 27″ N, 8° 33′ 37″ O47.89088.5602918.2Koordinaten: 47° 53′ 27″ N, 8° 33′ 37″ O
Fürstenberg (Baar) (Baden-Württemberg)
Fürstenberg (Baar)
Typ Zeugenberg
Blick vom Fürstenberg über Hondingen bis zu den Alpen

Der Fürstenberg ist ein 918,2 m hoher Zeugenberg auf der Baar in Baden-Württemberg. Er liegt über dem gleichnamigen Ortsteil Fürstenberg von Hüfingen, als vorderster Berg der „Länge“, die ihrerseits zum Baarjura zwischen Schwäbische Alb und Schwarzwald bzw. Randen und Schweizer Jura gehört. Der Name des Berges (und auch der Adelsfamilie) leitet sich also nicht von den späteren Fürsten von Fürstenberg ab, sondern von diesem „fürdersten Berg“.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich lag die Stammburg der Grafen von Fürstenberg, die Burg Fürstenberg, auf der Bergkuppe. Das Adelsgeschlecht ist eine Seitenlinie der Grafen von Urach. Graf Heinrich I. von Urach legte Mitte des 13. Jahrhunderts seinen Sitz auf den Fürstenberg und nannte sich fortan nach dem Berg „Graf von Fürstenberg“. Da während des Bauernkrieges auch unter den Fürstenberger Bürgern viele Aufständische waren, verließen die Fürsten von Fürstenberg den Berg wieder. Auf der Bergkuppe des Fürstenberges befand sich eine Stadt, die am Morgen des 18. Juli 1841 aufgrund eines vermutlich durch Funkenflug ausgelösten und durch stürmische Winde stark angefachten Feuers völlig abbrannte und am Bergfuß wieder aufgebaut wurde.

Längeschloss[Bearbeiten]

Auf der sich nach Osten erstreckenden Hochfläche, der Länge ließ von 1766 bis 1768 Fürst Joseph Wenzel von Fürstenberg ein Jagdschloss nach Plänen von F.J.Salzmann errichten, das Schloss Länge. Es wurde 1840 auf Abbruch verkauft, heute ist davon nichts mehr zu sehen.[1]

Heutige Situation[Bearbeiten]

Augustinuskapelle auf dem Fürstenberg

Heute finden sich neben den Friedhofsresten und Mauergräben der ehemaligen Burgstadt eine 1964 errichtete offene Stufengiebel-Kapelle (formaler Bezug zu traditionellen Bauernhäusern auf der Baar) zu Ehren des verstorbenen Kurienkardinals Augustin Bea, der aus dem nahe gelegenen Riedböhringen stammt.

Das aussichtsreiche Gipfelplateau (mit Blick über Baar, Schwarzwald und Schweizer Alpen) ist beliebtes Wanderziel und Startpunkt für Drachen- und Gleitschirmflieger.

Seit Sommer 2012 führt ein historischer Lehrpfad rund um die Kuppe des Fürstenberges. Zahlreiche Schautafeln geben Informationen zu Geologie, Botanik und Besiedelung des Berges.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Vetter, Die Geschichte der Stadt Fürstenberg, S.175, mit Ansicht und Plan