Fürstenhaus Reuß

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Das Haus Reuß, ursprünglich kaiserliche Vögte, später Herren, dann Grafen und die ältere Linie, und nur diese, seit 1778 Reichsfürsten, die jüngeren Linien folgten zu unterschiedlichen Zeiten nach, hat mit verschiedenen Linien im Osten des heutigen Landes Thüringen, dem thüringischen Vogtland geherrscht und existiert trotz des Aussterbens des Großteils der ehedem vorhandenen Linien als Adelsdynastie noch heute.

Die reußischen Territorien im 18. Jahrhundert
Grün: Reuß ältere Linie (Greiz, Burgk)
Rot: Reuß-Gera (mit Saalburg)
Gelb: Reuß-Schleiz
Braun: Reuß-Lobenstein

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die Anfänge

Ahnherr des Geschlechtes der Reuß war Heinrich der Fromme vom Gleißberg († um 1120), der von Kaiser Heinrich IV. als Vogt mit Gera und Weida belehnt wurde. Sein Enkel Heinrich II. der Reiche († 1200) erwarb Plauen. Die Erben teilten mehrfach, einige Besitztümer gingen auch an Kursachsen und an Nürnberg.

Die Vorfahren des reußischen Fürstenhauses waren im 12. Jahrhundert kaiserliche Vögte im Sorbenland (Vogtland) und wurden allmählich selbständig. Ihr Gebiet war einst erheblich größer und umfasste das was heute im allgemeinen als Vogtland verstanden wird, also der ganz aktuelle sächsische Vogtlandkreis mit der Hauptstadt Plauen, das fränkische Vogtland mit Hof und Selb und nicht zuletzt das böhmische Vogtland mit Asch. 1209 erfolgte eine Teilung in 3 Linien: Weida, Plauen und Greiz, die sich mit dem Tod des kinderlosen Greizer Vogtes erledigte. 1238 spaltete sich die Plauener Linie in die Linie von Plauen und die Linie der Vögte von Gera. Bei den Vögten von Plauen kam es 1306 zu einer weiteren Spaltung: in die ältere Linie von Heinrich dem Böhmen, der späteren burggräflichen Linie, und der jüngeren Linie unter Heinrich dem Reußen, die so genannten Reußen von Plauen zu Greiz. Die Linie der Vögte von Weida starb 1531 aus, Weida fiel an Kursachsen (Ernestiner). Die Linie der Vögte von Gera starb 1550 aus. Die gerischen Herrschaften fielen an Burggraf Heinrich IV. aus der älteren Plauener Linie. Den Reußen gehörte ursprünglich nur die Herrschaft Greiz und einzelne Landstücke im heutigen sächsischen Vogtland. Erst nach dem Urteil von Wien vom 28. September 1560 erhielten sie ihre während des Schmalkaldischen Krieges verlorene Herrschaft Greiz zurück. Außerdem erhielten sie Teile von Gera, Schleiz und Lobenstein. Nach Aussterben der burggräflichen Linie 1572 bekamen die Reußen durch ihre Mitbelehnung an diesen Ländereien alle Besitzungen der Burggrafen, wobei Streitereien in Folge Pfandverschreibungen der Burggrafen bis 1590 andauerten.

[Bearbeiten] Der Name „Reuß“

Der Name Reuß – früher Ruzze oder Reusse geschrieben – lässt zunächst eine östliche Herkunft des Geschlechtes vermuten. Er erscheint zuerst im 12. Jahrhundert beim Burggrafen Heinrich I. (1143–1163), der von seiner Grafschaft Plauen aus erfolgreich gegen die Ruthenen in Böhmen kämpfte, und sich den Beinamen „der Ruzze“ als eine Art Siegeszeichen zulegte.

Nach anderer, genealogischer Lesart soll der Name Reuß von ruthenischer Verwandtschaft stammen. Heinrich I. von Plauen, auch Heinrich Ruthenus († vor 1295) heiratete 1289 Jutta von Schwarzburg († 1329), die eine Enkelin des galizischen Königs Daniel von Halicz und Tochter der galizischen Fürstin Sofia von Halicz († 1287), verheiratet mit Günther IV. von Blankenburg und Schwarzburg († 1278), war. Wegen seiner Heirat mit Jutta wurde Heinrich I. jedenfalls ab 1289 Ruze genannt, um ihn von seinem gleichnamigen Bruder zu unterscheiden, der Bohemus genannt wurde.

[Bearbeiten] Der Deutsche Orden

Aus dem älteren Haus der Vögte zu Plauen: Mehrere Herren von Plauen sind bekannt geworden als Streiter für den Deutschen Orden:

Aus dem jüngeren Haus der der Vögte zu Plauen, den Vögten und Herren Reußen von Plauen zu Greiz

[Bearbeiten] Die Spaltung der Reußen

1564 teilten die Reußen ihr Herrschaftsgebiet im Rahmen einer Erbteilung in die Linien Reuß mittlere Linie mit der Herrschaft Obergreiz, Reuß ältere Linie mit der Herrschaft Untergreiz und Reuß jüngere Linie mit der Herrschaft Gera. Während die mittlere Linie 1616 ausstarb und deren Gebiet auf die beiden anderen Linien aufgeteilt wurde, erfuhren die anderen beiden Linien eine ganze Reihe von Teilungen. Es entstanden kleinste Herrschaften, die oft nicht einmal den Umfang eines Amtes besaßen. Um 1700 war der Höhepunkt der Zersplitterung mit zehn reußischen Herrschaften der beiden Linien erreicht. 1690 wurde daher statt der gleichberechtigten Erbfolge das Erbrecht des Erstgeborenen (Primogenitur) eingeführt.

Die ältere Linie mit Reuß-Untergreiz (1564–1768, zwischen 1583 und 1596 aufgeteilt auf Untergreiz I und Untergreiz II) spaltete sich in Reuß-Obergreiz (seit 1625), Reuß-Burgk (1596–1640 und 1668–1697), Reuß-Rothenthal (1668–1698) und Reuß-Dölau (1616–1643 und 1694–1698)

Die jüngere Linie mit Reuß-Gera (1564–1802) spaltete sich in Reuß-Schleiz (seit 1647), Reuß-Saalburg (1647–1666), Reuß-Lobenstein (1647–1824), Reuß-Hirschberg (1678–1711), Reuß-Ebersdorf (1678–1848) und die nicht-souveränen Nebenlinien Reuss-Selbitz (1718–1824) und Reuss-Köstritz (seit 1693).

Heinrich XI. zu Obergreiz vereinigte 1768 Reuß ältere Linie Obergreiz mit Reuß ältere Linie Untergreiz zur Grafschaft Reuß älterer Linie und Heinrich LXII. von Reuß-Schleiz fasste alle Äste der jüngeren Linie 1848 zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie zusammen.

Auf dem Wiener Kongress 1815 wurden die Reußen von Georg Walter Vincent von Wiese vertreten.

[Bearbeiten] Das Haus Reuß seit 1918

Mit Fürst Heinrich XXIV. starb 1927 die ältere Linie in Greiz aus. Aber auch der Sohn des letzten Fürsten Heinrich XXVII. der jüngeren Linie, Erbprinz Heinrich XLV., starb 1945 im Alter von 50 Jahren kinderlos. Er wurde vom sowjetischen Militär verschleppt und kam vermutlich im Internierungslager Buchenwald ums Leben. Allerdings hatte Heinrich XLV., als letzter männlicher Nachfahre der Linie Reuß-Schleiz, schon 1935 Prinz Reuß Heinrich I. aus der nichtregierenden jüngeren Nebenlinie Reuß-Köstritz adoptiert.

Die Söhne Heinrichs I. prozessieren seit Anfang der neunziger Jahre um die Rückübertragung von Eigentum des Hauses Reuß, insbesondere mit der Argumentation, dass Heinrich XLV., der Mitglied der NSDAP war und bis 1944 in der Wehrmacht diente, auch einen britischen Pass hatte und somit auch britischer Staatsbürger war, also nicht enteignet werden durfte. Der Volksstaat Reuß hatte nämlich im Dezember 1919 einen Vergleich mit Fürst Heinrich Reuß XXVII. geschlossen. Danach verblieben dem Haus Reuß geschätzte Werte von 34 Millionen Reichsmark, wie zum Beispiel vom Fürstentum Reuß jüngerer Linie Schloss Osterstein, der Küchengarten in Gera, Schloss Ebersdorf, das Münzkabinett und die Waffensammlung, die Schlossbibliotheken in Schleiz und Osterstein, Nutzungsrechte am Schleizer Schloss und 5285 ha Wald. Vom Fürstentum Reuß älterer Linie verblieben dem ehemaligen Landesherren Schloss, Kammergut und Forstrevier Burgk mit 1500 ha Fläche, sowie Nutzungsrechte am Schloss Greiz.

Reuß-Köstritz ist die letzte lebende Linie des Hauses Reuß, deren Existenz aufgrund vieler männlicher Nachkommen auf lange Sicht als gesichert betrachtet werden kann.

Der Name der Reußen lebt noch heute unter anderem in der Bezeichnung eines Geraer Gymnasiums als Rutheneum fort.

[Bearbeiten] Zählung der Reußen

Sämtliche männlichen Familienmitglieder des Hauses Reuß führten und führen den Vornamen Heinrich. Diese seltsame Regelung wurde 1668 durch Hausgesetz festgeschrieben, ebenso wie die Festlegung, dass im Falle des Aussterbens einer der beiden Linien das Land an die andere fallen sollte. Die Tradition des einheitlichen Vornamens bestand aber bereits seit 1200, vermutlich um damit den Stauferkaiser Heinrich VI. zu ehren, der Heinrich den Reichen von Weida († 1209) zum quedlinburgischen Stiftsvogt erhoben hatte.

[Bearbeiten] bis zur Hauptteilung

Die ersten Reußen zählten logisch nach Reihenfolge der Geburt innerhalb ihrer Linien. Bei Gründung einer neuen Linie begann die Zählung wieder mit eins. So bei den Vögten von Gera, den Vögten von Plauen, den Burggrafen von Meißen und den Herren von Reuß. Letztere zählten so weiter bis zur Teilung der drei Hauptlinien. Um enorm hohe Ordnungszahlen zu vermeiden, begannen die ältere und jüngere Linie mit einer neuen Regelung der Zählweise, die mittlere zählte noch logisch bis zu ihrem baldigen Aussterben mit Heinrich XVIII. 1616 weiter.

[Bearbeiten] Ältere Linie

Anfänglich begann man hier in jeder neuen Generation mit eins zu beginnen. Diese Regel wurde später auch für beide inzwischen entstandenen Äste angewandt. Eine erste Serie beginnt mit Heinrich I. zu Greiz-Burgk (*1632) und endet mit Heinrich XVI. zu Greiz-Dölau (*1678); die zweite Serie beginnt mit Heinrich I. zu Greiz (*1693). Nach dem Aussterben des älteren Astes 1768, wird mit Heinrich XI. Fürst Reuß zu Greiz († 1800), keine neue Serie begonnen, sondern wieder ganz gewöhnlich innerhalb der Linie in der Reihenfolge der Geburt weitergezählt.

[Bearbeiten] Jüngere Linie

Die Söhne von Heinrich Posthumus sind nummeriert von I. bis X., seine Enkelsöhne durch alle drei Linien in der Reihenfolge ihrer Geburt, ebenso in den weiteren Generationen bis zu Heinrich XXIX. zu Ebersdorf (*1699). Die nächste Generation (mit Ausnahme von Heinrich XXX. zu Gera) beginnt eine neue Serie mit Heinrich I. zu Schleiz (*1695) bis zu Heinrich XXV. zu Köstritz (*1800). Die neuen Serien beginnen jeweils mit Beginn eines neuen Jahrhunderts; die dritte im 19. Jahrhundert mit Prinz Heinrich I.Reuss Köstritz (*1803), die vierte mit Prinz Heinrich I. Reuß Köstritz (*1910).

[Bearbeiten] Die Territorien

Die folgende Übersicht enthält die Gebietszugehörigkeit zu einzelnen Häusern der Reußen. Die Farben richten sich dabei nach der ersten Teilung im Jahr 1564. Die Häuser der älteren Linie sind in blauen, die der mittleren Linie in grünen und die der jüngeren Linie in roten Farbtönen gehalten.

ab
Jahr
Untergreiz I Untergreiz II Rothenthal Obergreiz Schleiz Dölau Burgk Saalburg Ebers-
dorf
Hirsch-
berg
Loben-
stein
Gera
1564 Untergreiz Obergreiz   Gera
1583 Untergreiz I Untergreiz II Obergreiz   Gera
1590 Untergreiz I Untergreiz II Obergreiz von allen Häusern gemeinsam verwaltet Gera
1596 Untergreiz Obergreiz (Obergreiz-)Schleiz Burgk 1 Gera
1616 Greiz Gera Dölau Burgk Gera
1625 Untergreiz Obergreiz Gera Dölau Burgk Gera
1636 Untergreiz Obergreiz Gera Burgk Gera
1640 Untergreiz Obergreiz Gera Obergreiz Untergreiz Gera
1647 Untergreiz Obergreiz Schleiz Obergreiz Untergreiz Saalburg Lobenstein Gera
1666 Untergreiz Obergreiz Schleiz Obergreiz Untergreiz Gera Lobenstein Gera
1668 Untergreiz Rothenthal Obergreiz Schleiz Obergreiz Burgk Gera Lobenstein Gera
1678 Untergreiz Rothenthal Obergreiz Schleiz Obergreiz Burgk Gera Ebers-
dorf
Hirsch-
berg
Loben-
stein
Gera
1694 Untergreiz Rothenthal Obergreiz Schleiz Dölau Burgk Gera Ebers-
dorf
Hirsch-
berg
Loben-
stein
Gera
1697 Untergreiz Rothenthal Obergreiz Schleiz Dölau Untergreiz Gera Ebers-
dorf
Hirsch-
berg
Loben-
stein
Gera
1698 Untergreiz Obergreiz Schleiz Obergreiz Untergreiz Gera Ebers-
dorf
Hirsch-
berg
Loben-
stein
Gera
1711 Untergreiz Obergreiz Schleiz Obergreiz Untergreiz Gera Ebersdorf Loben-
stein
Gera
1778 Reuß ältere Linie Schleiz Reuß ältere Linie Gera Ebersdorf Loben-
stein
Gera
1802 Reuß ältere Linie Schleiz Reuß ältere Linie Schleiz 2 Ebersdorf Loben-
stein
Schleiz 2
1824 Reuß ältere Linie Schleiz Reuß ältere Linie Schleiz Lobenstein-Ebersdorf Schleiz
1848 Reuß ältere Linie Reuß jüngere Linie Reuß ältere Linie Reuß jüngere Linie

1 Nachdem 1596 die Verteilung der neugewonnenen Ländereien beschlossen worden war, übernahm das Haus Untergreiz I das Haus Burgk und verkaufte das eigene Gebiet an Untergreiz II.

2 Nach dem Aussterben der Linie Reuß zu Gera ging von dem Land zunächst eine Hälfte an Reuß-Schleiz und die andere Hälfte an Reuß-Lobenstein und Reuß-Ebersdorf. Kurze Zeit danach wurde nahezu das ganze Land von Reuß-Schleiz übernommen.

[Bearbeiten] Erklärung des Diagramms

[Bearbeiten] 1564-1616

1564: Dreifacher Teilung Reußerland:

  • Ältere Linie: Untergreiz (teilt sich 1583 Untergreiz I und Untergreiz II).
  • Mittlere Linie: Obergreiz.
  • Jüngere Linie: Gera.

1590: Schleiz aus einer Erbschaft der Familie Reuß zugefallen, bis 1596 gemeinsam verwaltet.
1596: Teilung des bisher gemeinsam verwalteten Schleiz zwischen den drei Linien:

Sowohl die ältere als auch die jüngere Linie besitzen jetzt je zwei von einander getrennte Gebiete:

  • Ältere Linie: Untergreiz und Burgk,
  • Jüngere Linie: Gera und Saalburg.

Weil durch die Teilung Schleiz die Gebiete der drei Linien vergrößert worden sind, finden gleich nach dem Zufallen der Erbschaft 1596 weitere Teilungen der älteren und mittleren Linie statt:

  • Ältere Linie: der Herr Untergreiz I wird Herr von Burgk und verkauft Untergreiz I an Untergreiz II, das also wieder vereinigt ist zu Untergreiz. Es existieren jetzt zwei Herrschaften in der älteren Linie: Untergreiz und Burgk.
  • Mittlere Linie: Teilung zwischen Obergreiz und Schleiz, grenzten aneinander. Dies betrifft nur eine Teilung der Steuereinkünfte und keine staatsrechtliche Teilung.
  • Jüngere Linie teilt sich nicht und dort gibt es wie vorher zwei voneinander getrennte Gebiete Gera und Saalburg.

1616: Aussterben der mittleren Linie. Teilung der Erbschaft (Obergreiz und Schleiz):

  • Ältere Linie Burgk bekommt Dölau (teil Obergreiz) und teilt sich gleich danach in Burgk und Dölau.
  • Ältere Linie Untergreiz bekommt Obergreiz und nennt sich Greiz.
  • Jüngere Linie Gera bekommt Schleiz. Hier sind wie vorher noch immer zwei voneinander getrennte Gebiete (Gera und Saalburg/Schleiz)

[Bearbeiten] Reuß ältere Linie seit 1616

1616: Es existieren drei Herrschaften in der älteren Linie: Greiz, Dölau und Burgk.
1625: Teilung Greiz in Untergreiz und Obergreiz.
1636: Nach Aussterben fällt Dölau 1636 zurück an Burgk.
1640: Nach Aussterben Burgk 1640 Teilung Burgk zwischen Untergreiz und Obergreiz. Obergreiz und Untergreiz sind jetzt je zwei von einander getrennte Gebiete (also zusammen vier Gebiete).
1668: Dreifacher Teilung Untergreiz:

  • Untergreiz.
  • Burgk (nach Aussterben 1697 fällt Burgk zurück an Untergreiz (oder besser gesagt teilweise an Untergreiz und teilweise an Rothenthal, aber das ist nicht im Figur verarbeitet, diese Situation dauerte immerhin nur ein Jahr). Burgk war geographisch von Untergreiz/Rothental getrennt.
  • Rothental (nach Aussterben fällt Rothental 1698 zurück an Untergreiz). Untergreiz und Rothental grenzten aneinander.

1698 Untergreiz also wieder vereinigt: jetzt zwei geographisch voneinander getrennte Gebiete (Untergreiz/Rothenthal und Burgk).

1694 Teilung Obergreiz:

  • Obergreiz.
  • Dölau. Nach Aussterben Dölau fällt es schon 1698 zurück an Obergreiz. Diese Gebiete grenzten einander.

Vereinigung Obergreiz und Untergreiz zu Reuß ältere Linie: nach Aussterben Untergreiz fällt es 1778 zurück an Obergreiz. Alle Gebiete der älteren Linie sind jetzt vereinigt und Obergreiz nennt sich seitdem Reuß ältere Linie. Bis 1918 war das Fürstentum in zwei voneinander getrennte Gebiete geteilt (Greiz und Burgk).

[Bearbeiten] Reuß jüngere Linie (Gera) seit 1616

1616: Es existiert eine Herrschaft Gera, obwohl zwei voneinander getrennte Gebiete Gera und Saalburg/Schleiz. 1647: Vierfache Teilung Gera:

  • Schleiz.
  • Saalburg, fällt 1666 zurück an Gera.
  • Lobenstein.
  • Gera.

1678: Dreifache Teilung Lobenstein:

  • Ebersdorf.
  • Hirschberg: 1711 nach Aussterben Teilung zwischen Ebersdorf und Lobenstein.
  • Lobenstein.

1802 Aussterben der Linie Gera (und Saalburg). Gemeinsame Verwaltung Geras von Schleiz, Ebersdorf und Lobenstein.
1824 Nach Aussterben Lobenstein fällt Lobenstein an Ebersdorf, Staat nennt sich seitdem Lobenstein-Ebersdorf.
1848 Abdikation Fürst Lobenstein-Ebersdorf zugunsten Schleiz. Alle Gebiete jüngere Linie jetzt vereinigt unter Schleiz das sich seitdem Reuß jüngere Linie nennt. Bis 1918 war der Staat in zwei voneinander getrennte Gebiete gerteilt (1. Gera und 2. Schleiz, Saalburg, Lobenstein, Ebersdorf, Hirschfeld).

[Bearbeiten] Historische Karten

  • Georg F. Lotter: Historische Karte des Vogtlandes 1757, Das Vogtland. Reuss-Plauischen-Herrschaften, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1757/1998, ISBN 3-932554-09-4
  • Eduard Brossmann: Karte vom Oberlande der Fürstentumer Reuss 1901, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 2002, ISBN 3-936030-50-2

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] bekannte Familienmitglieder

[Bearbeiten] Literatur

  • Sigismund Stucke: Die Reußen und ihr Land - die Geschichte einer süddeutschen Dynastie. A -St. Michael 1984, ISBN 3-7053-1954-X

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Reuß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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