Fürstentum Katalonien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Fürstentum Katalonien (katalanisch: „Principat de Catalunya“ oder einfach „Principat“) ist der historische Name für den katalanischen Teil der Staatsgemeinschaft Krone Aragon.

Die Staatsgemeinschaft war durch den Heiratsvertrag entstanden, den König Ramiro II. von Aragon 1137 für seine damals einjährige Tochter Petronella mit Raimund Berengar, dem Grafen von Barcelona abschloss. Raimund Berengar übernahm die Regierung im Königreich Aragón für seine Verlobte. Er führte die Titel Príncipe de Aragón (Fürst von Aragonien) und Conde de Barcelona (Graf von Barcelona).[1] Die Nachfahren waren in Personalunion Könige von Aragón und Grafen von Barcelona, wobei sich die alten Grenzen der Grafschaft zwischenzeitlich verwischt hatten und bereits eine neue territoriale Einheit entstanden war: Katalonien. Von da an findet man den Namen „Fürstentum Katalonien“ zur Bezeichnung der Territorien die in den Cortes von Katalonien vertreten waren. Die Bezeichnung wurde noch unter der Herrschaft der Bourbonen bis weit in das 19. Jahrhundert verwendet. Erst die Republikaner lehnten den Namen wegen der Nähe zur Monarchie ab.

Das „Fürstentum Katalonien“ beschreibt das historische Kernland Kataloniens und beinhaltet die heutige Autonome Gemeinschaft Katalonien in Spanien, das nach dem Pyrenäenfrieden 1659 abgetrennte Nordkatalonien in Frankreich und den Landstreifen Franja de Ponent in der heutigen Autonomen Gemeinschaft Aragon in Spanien.

Das Fürstentum heute[Bearbeiten]

Katalanische Nationalisten betrachten Katalonien als eine Nation ohne Staat – aber mit dem Fürstentum als Bezugsterritorium.

Im Autonomiestatut von Katalonien wird das „Principat de Catalunya“ nicht ausdrücklich erwähnt, das „Principat“ ist aber als traditionelle Bezeichnung noch heute gegenwärtig – wenn auch meist synonym zur „Autonomen Gemeinschaft Katalonien“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Antonio Ubieto Arteta: Historia de Aragón – Creación y Desarollo de la Corona de Aragón. 1, Anubar Ediciones, Zaragoza 1987, ISBN 84-7013-227-X, S. 157 (spanisch, online, abgerufen am 23. März 2015).

Ergänzende Themen[Bearbeiten]