Fürth

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Fürth in Franken, weitere Bedeutungen unter Fürth (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Fürth
Fürth
Deutschlandkarte, Position der Stadt Fürth hervorgehoben
49.47833333333310.990277777778294Koordinaten: 49° 29′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Höhe: 294 m ü. NHN
Fläche: 63,35 km²
Einwohner: 119.808 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1891 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 90762–90768
Vorwahl: 0911
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 63 000
Stadtgliederung: 3 Stadtbezirke mit
18 Statistischen Bezirken
Adresse der
Stadtverwaltung:
Königstraße 88
90762 Fürth
Webpräsenz: www.fuerth.de
Oberbürgermeister: Thomas Jung (SPD)
Lage der Stadt Fürth in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Fürth (fränkisch: Färdd) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken, und bildet zusammen mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, das das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ (Ballungsgebiet) bildet und eines der 23 Oberzentren in Bayern ist. Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte die Europäische Metropolregion Nürnberg, eine von 11 Metropolregionen in Deutschland.

Der oft in Verbindung mit dem Ortsnamen verwendete Slogan „Fränkisches Jerusalem“ entstammt dem gleichnamigen Dokumentarfilm des Jahres 1987 von Friedrich R. Zeilinger. Er greift eine judenfeindliche Fürth-Verspottung Moritz Gottlieb Saphirs[2] aus dem 19. Jahrhundert auf und verwandelt sie zum Ehrentitel.[3]

Geografie[Bearbeiten]

Rathaus
Fürth vom Rathausturm aus gesehen, rechts die Michaeliskirche

Der historische Stadtkern befindet sich östlich und südlich der Flüsse Rednitz und Pegnitz, die nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammenfließen. Westlich der Stadt, jenseits von Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, steigt der Fürther Stadtwald an. Östlich der Stadt liegt in etwa gleicher Höhe die Stadt Nürnberg. Nördlich dehnt sich das fruchtbare, teilweise zum Stadtgebiet gehörende Knoblauchsland aus. Südlich der Stadt findet man ein Mischgebiet aus breiten Autostraßen, Kanal und Flussauen.

Der höchste Geländepunkt ist der Steinbruch in Burgfarrnbach mit 392,7 m ü. NN, der niedrigste Geländepunkt liegt im Regnitztal an der Stadtgrenze zu Erlangen auf 277,0 m ü NN, das Rathaus im Stadtzentrum liegt auf 294,9 m ü NN.[4]

Die Fläche des Stadtgebietes beträgt 63,36 km², die Länge der Stadtgrenze 50,05 Kilometer. Der Abstand zwischen dem östlichsten und dem westlichsten Punkt des Fürther Stadtgebietes beträgt 9,835 Kilometer, zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt 11,704 Kilometer.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Fürth, sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Erlangen und Nürnberg (beide kreisfrei), Oberasbach, Zirndorf, Cadolzburg, Seukendorf, Veitsbronn und Obermichelbach (alle Landkreis Fürth).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Gliederung Fürths in Stadtbezirke und Stadtteile siehe: Liste der Stadtbezirke und statistischen Bezirke von Fürth.

Fürth besteht neben dem Hauptort aus 20 weiteren Ortschaften:

Geschichte[Bearbeiten]

Briefmarke 1000 Jahre Fürth
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Fürth

Die in einer Urkunde vom 1. November 1007 erstmals genannte Ansiedlung Fürth bestand vermutlich schon seit längerer Zeit, als Kaiser Heinrich II. in diesem Jahr den Ort dem neu gegründeten Domkapitel Bamberg vermachte. Der Name „Fürth“ leitet sich von „Furth“ ab, da erste Siedlungen um eine Furt im Rednitzgrund entstanden. Das in den folgenden Jahren zugesprochene Marktrecht ging bereits unter Heinrich III. an das benachbarte Nürnberg verloren. Auch wenn ab 1062 in Fürth wieder Markt abgehalten werden durfte, so war bereits in dieser Zeit Nürnberg von größerer Bedeutung.

In den folgenden Jahrhunderten lag die Herrschaft über die Stadt zu unterschiedlichen Teilen und in wechselnden Ausgestaltungen bei dem Bamberger Domstift, den Nürnberger Burggrafen (ansbachisch) und der Reichsstadt Nürnberg. Unter diesen Bedingungen blieb es lange Zeit bei einer stark bäuerlichen Prägung des Gemeinwesens, das um 1600 wohl erst zwischen 1000 und 2000 Einwohner aufweisen konnte. Im Dreißigjährigen Krieg ereignete sich 1632 bei Fürth die Schlacht an der Alten Veste, 1634 wurde Fürth bis auf wenige Häuser niedergebrannt. Bedeutend war der Einfluss der Industrialisierung. 1835 fuhr mit dem Adler die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen wurden nach Fürth eingemeindet:[5]

  • 1. Januar 1899: der westliche Teil der Gemeinde Höfen mit dem Gemeindeteil Weikershof (liegt im Süden an der Schwabacher Straße)
  • 1. Januar 1900: die Gemeinde Poppenreuth (liegt östlich des historischen Kerns, auf der anderen Seite der Pegnitz)
  • 1. Januar 1901: die Gemeinde Dambach (liegt westlich der heutigen Südstadt) sowie Unterfürberg, Oberfürberg
  • 1. Januar 1918: Atzenhof (liegt im Nordwesten, am rechten Ufer der Zenn zwischen Unterfarrnbach und Vach)
  • 1. Januar 1918: die Gemeinde Unterfarrnbach (liegt im Westen, am Ufer des Farrnbach)
  • 3. Dezember 1923: die Gemeinde Burgfarrnbach (nordwestlich, jenseits des Kanals, nicht mit Fürth zusammengewachsen)
  • 1. Juli 1927: die Gemeinde Ronhof

Im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform:

  • 1. Juli 1972: die Gemeinde Sack mit Bislohe, das nördlich im Knoblauchsland liegt und in amtlichen Dokumenten nicht separat aufgeführt wird
  • 1. Juli 1972: die Gemeinde Stadeln
  • 1. Juli 1972: die Gemeinde Vach (liegt nördlich von Fürth, westlich des Flusses Regnitz und des Baches Zenn, am westlichen Ortsrand führt der Main-Donau-Kanal entlang)
  • 1. Juli 1972: aus der Gemeinde Boxdorf die Gemeindeteile Herboldshof und Steinach

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1600

Die Einwohnerzahl von Fürth wuchs im Mittelalter und am Anfang der Neuzeit wegen der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam. Im Dreißigjährigen Krieg verlor die Stadt etwa die Hälfte ihrer Bewohner. Als kroatische Soldaten 1634 Fürth anzündeten, brannte der Ort mehrere Tage lang und wurde dabei fast vollständig zerstört. Am Ende des Krieges lebten in der Stadt nur noch 800 Menschen. 1685 siedelten sich Hugenotten und reformierte Christen aus Frankreich in Fürth an. 1700 war der Wiederaufbau abgeschlossen, und die Bevölkerungszahl stieg auf rund 6000.

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann ein starkes Bevölkerungswachstum. 1800 hatte Fürth 12.000 Einwohner, bis 1895 vervierfachte sich diese Zahl auf 47.000. Im Jahre 1950 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Im März 2011 lebten in der Stadt nach Information des Statistischen Amts über 115.200 Menschen.[6] Damit ist Fürth nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie die siebtgrößte Stadt Bayerns.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1818 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter[7] beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst (Städtestatistik Fürth). Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1604 1.600
1648 800
1700 6.000
1795 12.000
1809 12.438
1818 12.700
1. Juli 1830¹ 13.900
1. Dezember 1840¹ 15.100
3. Dezember 1852¹ 16.700
3. Dezember 1855¹ 17.341
3. Dezember 1858¹ 18.241
3. Dezember 1861¹ 19.100
3. Dezember 1864¹ 21.100
3. Dezember 1867¹ 22.500
1. Dezember 1871¹ 24.580
Jahr Einwohner
1. Dezember 1875¹ 27.360
1. Dezember 1880¹ 31.063
1. Dezember 1885¹ 35.455
1. Dezember 1890¹ 43.206
2. Dezember 1895¹ 46.726
1. Dezember 1900¹ 54.144
1. Dezember 1905¹ 60.635
1. Dezember 1910¹ 66.553
1. Dezember 1916¹ 56.967
5. Dezember 1917¹ 57.282
8. Oktober 1919¹ 68.162
16. Juni 1925¹ 73.693
16. Juni 1933¹ 77.135
17. Mai 1939¹ 82.315
31. Dezember 1945 86.515
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946¹ 95.369
13. September 1950¹ 99.890
25. September 1956¹ 98.643
6. Juni 1961¹ 98.332
31. Dezember 1965 96.125
27. Mai 1970¹ 94.774
31. Dezember 1975 101.639
31. Dezember 1980 99.088
31. Dezember 1985 97.331
25. Mai 1987¹ 97.480
31. Dezember 1990 103.362
31. Dezember 1995 108.418
31. Dezember 2000 110.477
31. Dezember 2005 113.459
31. Dezember 2006 113.767
Jahr Einwohner
31. Dezember 2007 114.130
31. Dezember 2008 113.661
31. Dezember 2009 114.044
31. Dezember 2010 114.628
31. Dezember 2011 116.317
31. Dezember 2012 118.358
19. Juni 20131 118.544
25. November 2013[8] 120.000

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen und Weltanschauungen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Westturm der Kirche St. Michael
Auferstehungskirche

Fürth zählte anfangs zum Bistum Würzburg, ab 1007 zum Bistum Bamberg. 1524 wurde zusammen mit der Stadt Nürnberg die Reformation eingeführt, so dass Fürth über viele Jahre eine protestantische Stadt war. Die lutherischen Geistlichen der Stadt wurden von St. Lorenz in Nürnberg präsentiert. Da neben der Reichsstadt Nürnberg u. a. auch die Dompropstei Bamberg die Stadtherrschaft ausübte, gab es jedoch stets Katholiken – wenn auch zahlenmäßig nur sehr wenige – in der Stadt. So wurden z. B. der dompropsteiliche Amtmann und seine Bediensteten vom Deutschordenshaus Nürnberg her betreut.

Nach 1792 wurden die protestantischen Gemeinden Fürths dem königlich-preußischen Konsistorium in Ansbach unterstellt, und nach dem Übergang der Stadt an Bayern wurden sie Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Kirchengemeinden gehörten dann zum Dekanat Zirndorf. 1885 wurde Fürth Sitz eines eigenen Dekanats, das heute zum Kirchenkreis Nürnberg gehört.

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1829 konnte die erste katholische Kirche der Stadt seit der Reformation geweiht werden, die Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“.[9] Später entstanden weitere Pfarrgemeinden, die zunächst zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg gehörten. 1961 wurde Fürth Sitz eines eigenen katholischen Dekanats innerhalb des Erzbistums.

Das Verhältnis der Protestanten zu den Katholiken betrug im 20. Jahrhundert etwa zwei zu eins.

Judentum[Bearbeiten]

Die ersten Belege über jüdische Einwohner in Fürth finden sich bereits im ältesten noch erhaltenen Gerichtsbuch der Stadt aus dem Jahr 1440; eine jüdische Gemeinde existierte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. 1528 gestattete Markgraf Georg der Fromme von Ansbach zwei Juden, sich gegen Schutzgeld für sechs Jahre in der Stadt niederzulassen. Ab 1556 wurde der Zuzug von Juden auch auf dem Domstift Bamberg unterstellten Gebiet der Stadt bewilligt.

Im 17. Jahrhundert gab es eine Gemeinde-Talmudschule, die ein hohes Ansehen genoss. 1607 wurde der erste jüdische Friedhof angelegt, 1617 eine Synagoge errichtet und 1653 das erste jüdische Krankenhaus Deutschlands eröffnet. 1670 wurden viele Juden aus Wien aufgenommen, so dass es 1716 etwa 400 jüdische Familien in der Stadt gab. 1807 betrug der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung 19 Prozent. 1824 wurde die Talmudschule durch die bayerischen Behörden geschlossen.

1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule. Die höchste Zahl jüdischer Bürger wurde 1880 mit ca. 3300 erreicht. Im Jahr 1938 wurde die Synagoge bei den Novemberpogromen 1938 zerstört und der trotz der Repressionen verbliebene Teil der jüdischen Bevölkerung ab 1941 überwiegend in Vernichtungslager deportiert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Fürth ein DP-Lager für jüdische „displaced Persons“ eingerichtet. Das Lager, in dem Ende 1945 bereits 850 Bewohner lebten, wurde im Juli 1950 aufgelöst. Die heutige Israelitische Kultusgemeinde Fürth befindet sich in der Blumenstraße 31. Sie hat etwa 475 Mitglieder, die sich überwiegend aus Juden der ehemaligen GUS-Staaten zusammensetzen.

Humanisten[Bearbeiten]

Ein Teil konfessionsloser Menschen ist im Humanistischen Verband Bayern organisiert, einer Weltanschauungsgemeinschaft nichtreligiöser Menschen. Der Verband betätigt sich in Fürth, neben seiner weltanschaulichen Arbeit, als Träger mehrerer Kindertagesstätten, Kindergärten und Horte sowie einer reformpädagogischen Humanistischen Grundschule.[10][11] Mit der bundesweit ersten weltlich-humanistischen Grundschule in Fürth lebt die 1933 von den Nationalsozialisten zerschlagene weltliche Schulbewegung[12] neu auf.

Natur[Bearbeiten]

Pegnitz (Fluss), eine 2003 neu angelegte Flussschleife, von Nordosten
Steinbruch im Fürther Stadtwald

Der Stadtökologische Lehrpfad wurde 1999 eingerichtet (drei Kilometer, zehn Stationen) und 2003 um eine Route B (sieben Kilometer, zehn Stationen) erweitert. Ausgangspunkt beider Touren ist die U-Bahn-Station Stadthalle. Im Verlauf des Lehrpfads werden einzelne Lebensräume in ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt (z. B. Kirchhof St. Michael, Städtischer Friedhof, Scherbsgraben); es wird auf die Ausweisung bestimmter Flächen als Landschaftsschutzgebiet und auf die Problematik umweltverändernder Maßnahmen wie Flussbegradigungen hingewiesen.

Die Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 1766 Stunden pro Jahr.

Die Gustav-Adolph-Quelle liegt bei Weikershof, gleich an der Rednitz. Sie wurde 2000 wiederbelebt und mit einem Pavillon ausgestattet. Bis in die 1980er wurde die Quelle mit ihrem 19 Grad warmen Wasser für ein Schwimmbad genutzt, nach dessen Abriss floss das Wasser, immerhin 160 Liter pro Minute, ungenutzt in den Fluss.

Aufgrund des schwachen Schwefelwasserstoffgeruchs wird die Quelle auch Gaggerlasquelle (fränkischer Dialekt für „Eierquelle“) genannt.

Der 560 Hektar große Fürther Stadtwald ist Heimat seltener Tierarten und deshalb ein besonderes Schutzgebiet von Europäischem Interesse im Natura 2000-Habitatnetz.[13] Der Wald besteht großteils aus Kiefern durchmischt mit Laubbäumen. In den Steinbrüchen im Fürther Stadtwald wurde der Burgsandstein bis ins Mittelalter als wichtiger Baustoff abgebaut. Im Stadtwald leben unter anderem verschiedene Fledermausarten (Braunes Langohr, Fransenfledermaus und Wasserfledermaus) sowie der Schwarzspecht.[14]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Fürth zeigt in Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün. Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist.

Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die „Dreiherrschaft“ während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt, umgeben von einem grünen Eichenzweig, zeigte. Dieses Wappen wurde über 100 Jahre lang geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß (oben) und Grün (unten) vereinfacht.

Stadtrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat 2014‒2020
27
12
6
2
2
1
1
27 12 
Von 51 Sitzen entfallen auf:

Unter den Sitzen der SPD befindet sich der des Oberbürgermeisters.

Der Stadtrat der Stadt Fürth setzt sich aus 50 Stadträten und dem Oberbürgermeister zusammen. Mit 26 Stadträten plus Oberbürgermeister verfügt die Fraktion der SPD über eine absolute Mehrheit. Zweitgrößte Fraktion ist die CSU mit 12 Mitgliedern. Die kleinste Fraktion mit sechs Stadträten bilden die Grünen. Daneben gibt es Einzelstadträte der Freien Wähler (2 Stadträte), Linken (2 Stadträte), FDP, Republikaner. (Stand: 2014[15])

CSU SPD Grüne FDP Freie Wähler REP Linke Gesamt
2002 18 24 3 1 3 1 50 Sitze
2008 13 28 4 1 1 1 2 50 Sitze
2014 12 26 6 1 2 1 2 50 Sitze[15]

Die Freien Wähler traten 2002 als Bürger-Liste an.

Stadtoberhäupter[Bearbeiten]

Die Stadt wurde bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem dompropsteilich-bambergischen Amtmann geleitet. Aus der Stadt wurden zwei Bürgermeister gewählt, bis 1697 vier, ab 1718 acht. Ihnen standen „Vorsteher“ zur Seite.

Nach dem Übergang an Bayern wurde Fürth 1806 eine Stadt II. Klasse und direkt der Kreisverwaltung unterstellt. Später bezeichnete man solche Städte als „kreisfrei“. Ab 1818 wurde Fürth eine Stadt I. Klasse und somit von einem 1. Bürgermeister geleitet, dem ein 2. Bürgermeister zur Seite stand. Seit 1. Januar 1908 trägt der 1. Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Seit 2002 ist Thomas Jung (Politiker, 1961)|Thomas Jung]] (SPD) Oberbürgermeister.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Fürth unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Region Renfrew (ehemals Paisley) in Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1969
  • FrankreichFrankreich Limoges (Frankreich), seit 1992, seit 2003 das Limoges- und Limousinhaus in Fürth
  • TurkeiTürkei Marmaris (Türkei), seit 1995
  • GriechenlandGriechenland Xylokastro (Griechenland), seit 2001 Städtefreundschaft und seit 2006 Partnerstadt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Spielwarenindustrie ist in Fürth ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor; vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen ist auf diesem Sektor alles vertreten.

Eine große Bedeutung hatte in Fürth früher auch das Brauwesen. Die fünf größten Brauereien waren Humbser, Geismann, Grüner, Evora & Meyer und Berg Bräu. Um das Jahr 1900 herum rangierte Fürth als Bierstadt sogar vor München.

Die Quelle GmbH, bis zu ihrer Liquidation größtes Versandhaus Europas, hatte in Fürth ihren Hauptsitz. In der Nachkriegszeit gründete Grundig in Fürth sein Imperium (Radiomodell Heinzelmann; Selbstbausatz. Siehe auch Rundfunkmuseum Fürth). Außerdem wurde 1926 die Firma uvex in Fürth gegründet, die seitdem ihren Hauptsitz in Fürth hat.

Bei der Energieversorgung setzt Fürth zunehmend auf Solarenergie. Fürth ist Sitz des gemeinnützigen Solarinformations- und Demonstrationszentrums Solid. Bereits Ende 2004 wurden durch Photovoltaikanlagen tagsüber bei Sonnenschein durchschnittlich zwei Megawatt Leistung erzeugt, die über den örtlichen Energieversorger infra Fürth in das Netz eingespeist wurden. Die Anlage auf der ehemaligen Restmülldeponie in Atzenhof produzierte mit fast einem Megawatt Leistung den Hauptanteil. Ende Dezember 2013 waren 838 Photovoltaikanlagen mit 19,2 MW maximaler Leistung in Betrieb.

An der Regnitz, kurz hinter dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, wurde 2003 ein neues Pumpwerk errichtet, das die künstliche Beregnung des nordöstlich gelegenen Knoblauchslands sicherstellen soll.

Im Jahr 2010 wurden die Bereiche „Zentralverwaltung“ und „Statistik“ (ca. 250 Mitarbeiter) des Bayerischen Landesamts für Statistik nach Fürth in die Räume der ehemaligen Quelle-Hauptverwaltung umgesiedelt. Das Gebäude wird seit 2012 schrittweise saniert.[16] Mittelfristig ist geplant, den Hauptsitz des Amtes nach Fürth zu verlegen.

Verkehr[Bearbeiten]

Flughäfen[Bearbeiten]

Karte des europäischen Luftverkehrs 1924 aus dem Nordisk familjebok

1914 entstand in Atzenhof ein Flugplatz für das dritte bayerische Armee-Korps, der in den folgenden Jahren noch ausgebaut wurde. Vom hohen Stellenwert der Fliegerei im Ersten Weltkrieg zeugt die Architektur der Flugwerft.

Als „Flughafen Fürth-Nürnberg“ wurde der Flugplatz nach dem Ersten Weltkrieg in die Liste der internationalen Flughäfen aufgenommen. Dies bewahrte ihn vor der völligen Demontage. Der „Flughafen Fürth-Nürnberg“ war der achtgrößte unter den 88 deutschen Flughäfen. Als die Junkers-Werke zunächst ihre zentrale Reparaturwerkstatt und später die Endmontagen ihrer Flugzeuge aus Dessau nach Fürth verlegten, stieg die Bedeutung des Flughafens weiter.

Mit Fürth eng verbunden sind die ersten Ganzmetallflugzeuge Junkers F 13 und Junkers G 24. Die Stadt Nürnberg übernahm 1928 den Hauptanteil am Flughafenbetrieb. Bis zum Ende des zivilen Flugbetriebs in Atzenhof im Jahr 1933 hieß der Flugplatz „Nürnberg-Fürth“, er wurde durch einen größeren Flughafen am Nürnberger Marienberg abgelöst.

Durch die Nationalsozialisten wurde der Flughafen weiter ausgebaut und als Fliegerschule genutzt. Dabei entstanden zwei große Hallen, eine neue Werft, ein Befehls- und ein Feuerwehrgebäude. Nach der Besetzung Fürths durch die alliierten Truppen bis 1993 nutzte die US Army das Gelände als Kaserne. Später entstand, noch durch die US-Armee, ein Golfplatz auf dem Gelände der Monteith Barracks, und die historischen Gebäude wurden instand gesetzt.

Nachdem der Nürnberger Flughafen am Marienberg im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde der ehemalige Werkflugplatz der Firma Bachmann & Blumenthal auf der Hardhöhe als provisorischer Flughafen Nürnberg/Fürth eingerichtet und vom 2. Januar 1950 bis zum 6. April 1955 genutzt.[17]

Bahn[Bearbeiten]

Stadtverkehr[Bearbeiten]

Stadtbus der infra Fürth
Fürth ist über die Linien S1 und U1 mit acht Haltepunkten an das Schnellbahnnetz im Großraum Nürnberg angebunden

Für den Stadtverkehr ist die infra fürth verkehr gmbh (infra) zuständig, die acht Buslinien, zwei Nachtbuslinien und, gemeinsam mit der Verkehrs-AG Nürnberg, eine U-Bahnlinie sowie jeweils eine weitere Buslinie und Nachtbuslinie betreibt. Alle diese Linien sind Teil des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg.

Es stehen außerdem zahlreiche Parkplätze und Parkhäuser zur Verfügung. 2004 wurde für 6,2 Millionen Euro das Parkhaus an der Mathildenstraße gebaut und Anfang 2005 in Betrieb genommen, obwohl der verfügbare Parkraum schon 2003 nicht ausgelastet war.

Medien[Bearbeiten]

In Fürth erscheinen als Tageszeitung die Fürther Nachrichten. Das Blatt erschien erstmals 1946 als Seite mit Lokalmeldungen in den Nürnberger Nachrichten und erscheint heute unter eigenem Namen, erweitert aber die Nürnberger Nachrichten um einen aus ein bis zwei Zeitungsbüchern bestehenden Lokalteil für Stadt und Landkreis Fürth. Freitags erscheinen zusätzlich die Fürther Landkreisnachrichten, sie entstanden 1979 aus den ehemaligen Lokalteilen Steiner Nachrichten und Zirndorfer Nachrichten. Das Produkt wird verantwortet vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co.

Seit 2003 befindet sich der Sitz von Verlag und Redaktion der regionalen Motorradzeitung „ZWEIRAD“ im Fürther Vorort Braunsbach.

Seit 2007 besteht das lokale Online-Nachschlagewerk FürthWiki mit nahezu 3.000 Artikeln (Stand: Mai 2012).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Am 26. Oktober 1927 gründete Gustav Schickedanz das Versandhaus Quelle. Die heutige Versicherungsgruppe Ergo Direkt Versicherungen ging 1984 aus dem damaligen Einzelhandelskonzern Quelle hervor. Die Grundig AG unterhielt von ihrer Gründung bis Mitte 2000 ihren Hauptsitz, zeitweise die gesamte Produktentwicklung sowie mehrere Fertigungsstandorte in Fürth. Die Verbundenheit zeigte sich im Konzernlogo, welches lange Zeit ein gekröntes Stadtwappen war.

Seit 1967 ist in Sack der Sitz des weltweit beliefernden Zentrallagers der BSH (Bosch Siemens Hausgeräte GmbH).

Die ehemalige Zentrale von Grundig an der Kurgartenstraße (vormals Fürths erstes Thermalbad) wurde zum Technologiepark Uferstadt Fürth umgebaut, in der das Technikum Neue Materialien, ein Fraunhofer-Institut, Sellbytel, die Computec Media AG, das IT Dienstleiungsunternehmen Atos sowie das Rundfunkmuseum einen Standort gefunden haben. Der Sport- und Arbeitsschutzartikelhersteller Uvex unterhält seine Zentrale sowie die Fertigung in der Stadt. Siemens, beheimatet in München, ist an mehreren Standorten in Fürth zu finden.

Die Spielzeugproduzenten Simba-Dickie-Group und Bruder sind in Fürth beheimatet. Der aus der Dynamit Nobel AG hervorgegangene Munitionshersteller Ruag Ammotec hat in Fürth-Stadeln seinen Sitz und einen Produktionsstandort.

Fürth ist der Sitz der Verwaltung und des Logistikzentrums der Tucher Bräu, bis 2008 war die Brauerei Humbser an der Schwabacher Straße auch deren einziger aktiver Brauort. Die LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG (Folien, Hologramme, Heißprägetechnik) an der Schwabacher Straße ist heute einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Die aus dem Unternehmen Flabeg verselbständigte Centrosolar Group ist einer von weltweit zwei Herstellern von nanobeschichtetem PV-Modulglas und fungiert gleichzeitig als Namensgeber der Centrosolar-Gruppe, die aus sieben Unternehmen besteht.

Bildung[Bearbeiten]

Fürth wurde 2007 vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft zum 1000-jährigen Jubiläum der Titel Wissenschaftsstadt verliehen.[18]

In der Stadt Fürth gibt es insgesamt 22 Grund- und Hauptschulen. Außerdem drei Gymnasien (in der Gründungsreihenfolge): Das Hardenberg-Gymnasium (1833), das Heinrich-Schliemann-Gymnasium (1896) und das Helene-Lange-Gymnasium (1907). Mit der Hans-Böckler-Schule und der Leopold-Ullstein-Realschule existieren zwei Realschulen und eine Wirtschaftsschule, außerdem drei Staatliche Berufsschulen und die Förderzentren Nord und Süd. Fürth ist auch Standort einer von einem Zweckverband betriebenen Fach- und Berufsoberschule, der Max-Grundig-Schule. Das Klinikum Fürth betreibt Berufsfachschulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege, die Hans-Weinberger-Akademie der Arbeiterwohlfahrt e. V. hat in Fürth ihre größte Niederlassung in Bayern mit Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe und einer Abteilung für Fort- und Weiterbildungen in der Altenpflege.

Fürth ist seit der Gründung des Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Ende 2004 Universitätsstadt. 2012 wurde die Wilhelm-Löhe-Hochschule für angewandte Wissenschaften eröffnet, die Studiengänge im Gesundheits- und Sozialbereich anbietet.

Mit dem Thema „Werkstoff Zukunft“ gehört Fürth zusammen mit Nürnberg und Erlangen zu den zehn deutschen Städten zum Treffpunkt der Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2009.

Kommunale Einrichtungen[Bearbeiten]

Hallen- und Freibad am Scherbsgraben: Im Freien gibt es ein 50-Meter-Becken (mit acht Bahnen), ein großes zweigeteiltes Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielen und einer kleinen Rutsche und ein achteckiges Sauna-Freibecken. Hallenbad in Stadeln: Ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken.

Das über 50 Jahre alte Freibad wurde komplett saniert. Daraus entstand ein Erlebnisfreibad mit Rutschanlage. Man entfernte den Sprungturm und öffnete das Freibad am 24. Juni 2006 mit eingeschränktem Betrieb. Dazu gesellte sich das Ende 2007 eröffnete Thermalbad Fürthermare. Die Hallenbäder, das neue Thermalbad und das Freibad wurden komplett privatisiert und firmieren jetzt als Bäderland Fürth.[19]

Die Bestände der Städtischen Volksbücherei (Vobü) Fürth und Zweigstellen können seit Ende 2003 über das Internet abgefragt werden. Der Ortsteil Burgfarrnbach verfügt über eine Stadtbücherei und ein Stadtarchiv.

Öffentliche Sicherheit[Bearbeiten]

Für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Fürths sind folgende Institutionen zuständig:

Der Rettungsdienst wird durch die Hilfsorganisation Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) gestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadttheater Fürth

Theater, Comödie und Kulturforum[Bearbeiten]

An drei Spielorten bietet das Stadttheater Fürth spartenübergreifend Theater- und Musikveranstaltungen. Mit dem „3-Stufen-Modell“ bestehend aus Gastspielen, Koproduktionen und Eigenproduktionen präsentiert das Stadttheater Fürth Schauspiel, Musiktheater, Tanz, Konzerte und Kinder- und Jugendtheater.

Das Gebäude wurde 1902 von den Wiener Theaterarchitekten Fellner und Helmer erbaut, die sich an Formen der italienischen Renaissance und des Barock orientierten. Das Fürther Stadttheater hat große Ähnlichkeiten mit dem von den gleichen Architekten erbauten Stadttheater der ukrainischen Stadt Czernowitz.

Die Comödie Fürth im Jugendstilbau Berolzheimerianum wurde von den fränkischen Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau gegründet. Beide sind national bekannt in ihren Paraderollen von Waltraud und Mariechen in Fürther Mundart. Die Comödie Fürth fungiert dazu als Spielstätte von Ensembles anderer renommierter deutscher Boulevardtheater.

Neben den etablierten Veranstaltungsstätten entwickelte sich seit 1989 das Kulturforum Fürth. Im alten Schlachthof finden sich unter anderem das kommunal geförderte Programmkino „Ufer-Palast“ der Kino-Kooperative Fürth e. V. und zwei Sälen. Das Kulturforum ist auch die bevorzugte Spielstätte der Bühne Erholung 27, einem Amateurtheaterverein.

Im Jahre 2002 wurde der Schlachthof komplett saniert und zum heutigen Kulturforum Fürth umgebaut. Auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs, am Flussufer der Rednitz nahe der Fürther Altstadt gelegen, befindet sich das Kulturforum Fürth mit zwei Spielstätten und einem Programm aus Konzerten, Kleinkunst und Kabarett, Literatur und Lesungen, bildender Kunst, Filmen (Programmkino Uferpalast), Theaterinszenierungen, sonstigen Veranstaltungen (wie z. B. Figurentheaterfestival, Internationales Klezmerfestival).

Gastronomie und Einzelhandel[Bearbeiten]

Gustavstraße

Fürths Kneipenmeile befindet sich in der Gustavstraße, nahe dem Rathaus im historischen Ortskern der Stadt. Dort reihen sich beidseitig kleine Kneipen, Cafés und Cocktail-Bars, aber auch Restaurants mit fränkischer Küche aneinander.

Der 1895 errichtete Geismannsaal (Zugang Alexanderstraße) war der bedeutendste und größte Saalbau in Fürth. In ihm kam der berühmte Poculator (ein Starkbier) zur Ausschank. Der Geismannsaal wurde 1982 abgerissen, um dem Einkaufszentrum City-Center Fürth Platz zu machen.

Weitere Einkaufsmöglichkeiten bieten hauptsächlich die Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt, zwei Einkaufszentren und die Wochenmärkte.

Stadtbild[Bearbeiten]

Detailaufnahme des Gauklerbrunnens am Grünen Markt
Gesamtansicht des Grünen Marktes mit Gauklerbrunnen

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Deutschland wurde Fürth im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe vergleichsweise wenig, zu etwa zwölf Prozent, zerstört (Luftangriffe auf Fürth). Dadurch ist das historische Stadtbild weitgehend erhalten geblieben, nur an wenigen Stellen wurde es durch moderne Zubauten gestört (z. B. die Hochhäuser am Bahnhof, Stadtsanierung südlich der Königstraße 1978/79, Stadthalle auf dem Gänsberg). Gemessen an der Einwohnerzahl besitzt Fürth die vierthöchste Dichte an Baudenkmälern unter den deutschen Großstädten (17 auf 1000 Einwohner).

Mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts prägen das Bild der Innenstadt. In der Altstadt im Bereich der Stadtkirche St. Michael befinden sich auch Ensembles aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Hervorzuheben ist die Hornschuchpromenade und die Königswarterstraße mit vielfältig gestalteten Wohnmietshäusern der Gründerzeit und des Jugendstils. Das historische Stadtbild setzt sich bis in die Südstadt fort, allerdings finden sich hier eher ehemalige Mietshäuser für Arbeiter, was sich in einer weniger prächtigen Fassadengestaltung niederschlägt.

Das im italienischen Stil zwischen 1840 und 1850 erbaute Fürther Rathaus erinnert stark an den Palazzo Vecchio in Florenz und ist das Wahrzeichen der Stadt.

Museen[Bearbeiten]

  • Der Hauptstandort des Jüdischen Museums Franken wurde 1999 in Fürth eröffnet. Im Kernbestand geht das Haus bis ins 17. Jahrhundert zurück; es war bis ins späte 19. Jahrhundert im Besitz jüdischer Familien. Stuckdecken, eine historische Laubhütte und ein Ritualbad im Keller haben sich erhalten. In einer Dauerausstellung präsentiert das Museum die Geschichte und Kultur der Juden in Franken. Anhand von Sonderausstellungen eröffnet das Museum neue Einblicke in die fränkisch-jüdische Geschichte sowie in die allgemeine jüdische Kultur. Dem Museum sind mit der Literaturhandlung Rachel Salamander eine Buchhandlung sowie ein Café angeschlossen.
  • Fürther Rundfunkmuseum
  • Stadtmuseum Fürth, seit 2010 offiziell Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard (im alten Leopold-Ullstein-Schulhaus, Ottostraße)
  • Seit Ende 2002 gibt es mit der kunst galerie fürth in den Räumen der alten Kreissparkasse Fürth einen Ausstellungsort der Stadt für moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen.
  • Historische Sammlung Dialysetechnik im Jakob-Henle-Haus.

Kirchengebäude[Bearbeiten]

Michaeliskirche

Die älteste erhaltene Kirche Fürths ist die evangelische Kirche St. Michael. Sie stammt im Wesentlichen aus gotischer Zeit, wurde jedoch später mehrfach umgebaut. An ihren Langhaussaal mit einem unsymmetrisch einbezogenen mächtigen Westturm schließt sich im Osten ein gestreckter polygonal gebrochener Chor an. Der stimmungsvolle Innenraum geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Als Besonderheit ist ein Sakramentshaus (um 1500) anzuführen.

Die katholische Kirche Unsere Liebe Frau (1824–1828) ist ein Bauwerk des Klassizismus, ebenso die evangelische Auferstehungskirche (1825/26) im heutigen Stadtpark, die als ehemalige Friedhofskirche nord-südlich ausgerichtet ist. Erst durch die Entdeckung der Planzeichnung 2001 steht fest, dass Leo von Klenze der Architekt der Kirche Unsere Liebe Frau ist.[20]

In der Südstadt befinden sich die neugotische Kirche St. Paul und die neubarocke Kirche St. Heinrich und Kunigunde. Außerdem gibt es auf der Hardhöhe die katholische Pfarrei Christkönig mit einem Kirchenbau aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Bedeutende Kirchenbauten gibt es auch in den anderen Stadtteilen, insbesondere die heute evangelische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Poppenreuth; sie war bis ins 13. Jahrhundert Mutterkirche von St. Sebald in Nürnberg.

Profane Baudenkmäler[Bearbeiten]

Lochnersches Gartenhaus von SSW, 8. August 2004
Häuser im Stil des Historismus an der Hornschuchpromenade

Der restaurierte Liershof wurde 1621 (dat.) als zweigeschossiger Quaderbau mit hohen Giebelwänden und zweistöckigem Zwerchhaus aus Fachwerk errichtet. Um 1700 entstand das Lochnersche Gartenhaus (Theaterstraße 33), dem wohl 1750 (dat.) der polygonale Treppenturm angefügt wurde.

Das zwischen 1830 und 1834 erbaute Schloss Burgfarrnbach gehört zu den größten klassizistischen Schlossanlagen in Süddeutschland und beherbergt heute das Stadtarchiv. Es wurde im Auftrag der Grafen Pückler-Limburg vom Königlich Bayerischen Bauinspektor Leonhard Schmidtner an der Stelle des ehemaligen Wasserschlosses in Burgfarrnbach errichtet.

Das Fürther Rathaus, mit seinem 55 m hohem Turm im italienischen Stil, wurde von Georg Friedrich Christian Bürklein unter Mitwirkung von Eduard Bürklein, beides Schüler Friedrich von Gärtners, 1840–1850 errichtet. Der Turm ist eine angepasste Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Bau des Rathauses war Folge der Erhebung zur Stadt II. Klasse, d. h. der Verleihung des Rechts auf eine eigene Verwaltung. In der Zeit des alten Reichs (vor 1806) hatte jeder der drei Herren Fürths (Dompropst von Bamberg, Rat von Nürnberg, Markgraf von Ansbach) seine Repräsentanz in Fürth (Amtshaus – heute Supermarkt am Grünen Markt, St. Michaels-Kirche, Geleitshaus – 1799 durch Neubau ersetzt, welcher der Flächensanierung zum Opfer fiel). Das vom Besitzer sogenannte „ehemalige Rathaus“ 300 m südwestlich der Michaelskirche ist das alte Schießhaus (Haus der Schützengesellschaft), in dessen Obergeschoss sich die „ganze Gemein“ versammelte, falls sie sich ohne Aufsicht des dompropsteilichen Amtsmanns treffen wollte. Zur „ganzen Gemein“ gehörten alle Bürger, d. h. alle Grundbesitzer und Gewerbetreibende.

Schön Klinik mit Hotelpyramide

Das Empfangsgebäude des historischen Bahnhofs, welches Eduard Rüber entwarf, wurde 1863/1864 errichtet.

Den ehemaligen Schlachthof, jetzt Kulturforum, findet man unterhalb der Stadthalle, direkt an der Rednitz. An der Schwabacher Straße erstreckt sich die Brauerei Humbser, heute Tucher, mit Gebäuden vom beginnenden 20. Jahrhundert und dem bedeutenden Jugendstil-Sudhaus von 1912.

Östlich des Main-Donau-Kanals befindet sich auf dem Gelände der 1994 eröffneten EuromedClinic die schon aus größerer Entfernung sichtbare Hotelpyramide mit einer gläsernen Außenfassade.

Der am Grünen Markt gelegene Gauklerbrunnen, 2004 von Harro Frey geschaffen, ist der jüngste Brunnen der Stadt; er setzt sich aus drei eigenständigen Figurengruppen zusammen, von denen zwei durch Wasserelemente verbunden sind.

Parkanlagen[Bearbeiten]

Stadtpark Fürth

Entlang der Pegnitz erstreckt sich der in die Auen übergehende Stadtpark. Neben Spazierwegen und Bänken bietet der Park u. a. Ententeiche, einen Kinderspielplatz, einen Minigolfplatz, einen Rosengarten, eine ca. 2001 angelegte Streuobstwiese, diverse Denkmäler sowie einen botanischen Schulgarten.

Im Herbst 2004 wurde der Südstadtpark auf einem ehemaligen Kasernengelände dem Publikum übergeben.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Südstadtpark von Nordwesten
  • Mai: Bürgerfest Burgfarrnbach
  • Frühjahr: Grafflmarkt
  • Sommer: Ende Juli bis Mitte August: Sommernachtspiele Schloss Burgfarrnbach
  • Sommer: Beach-Volleyball-Turnier auf der Fürther Freiheit
  • Sommer: Fürth Festival in der ganzen Innenstadt
  • Sommer: Sommerfest auf der Hardhöhe
  • Sommer: Kirchweihfeste in den verschiedenen Orts- und Stadtteilen
  • Sommer: Metropolmarathon
  • Herbst: Grafflmarkt
  • September/Oktober: Michaeliskirchweih, eine der größten und bedeutendsten Straßenkirchweihen Bayerns und gleichzeitig größtes und bedeutendstes Volksfest der Stadt, seit mehr als 800 Jahren (Beginn: Samstag nach Michaeli (= 29. September))
  • Oktober: Die Lange Nacht der Wissenschaften (seit 2003 im Zweijahres-Turnus)
  • Dezember: Weihnachtsmarkt auf der Fürther Freiheit
  • Dezember: Altstadtweihnacht des Altstadtvereins auf dem Waagplatz.

Preise der Stadt Fürth[Bearbeiten]

Seit 1970 verleiht die Stadt den Kulturpreis der Stadt Fürth und den Kulturförderpreis. 1996 kam zu Ehren ihres großen Sohnes der Jakob-Wassermann-Literaturpreis dazu. Seit 2012 ergänzt der Sonderpreis Kultur die Liste der Kunstpreise. Ebenfalls im Jahre 2012 wurde der jährlich zu vergebende Louis-Kissinger-Preis für herausragende Pädagogen an Fürther Schulen gestiftet.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Bekannt geworden ist Fürth in der Sportwelt durch den Traditionsverein und dreifachen deutschen Fußballmeister SpVgg Fürth (nach dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth lautet der Vereinsname heute SpVgg Greuther Fürth). Der Verein spielte in der Saison 2012/13 in der Bundesliga. Das Stadion am Laubenweg befindet sich im Stadtteil Ronhof und geht auf die bereits 1910 als „Sportpark am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentralfriedhof“ von der Spielvereinigung errichtete Spielstätte zurück. Das Gelände war damals die größte Sportplatzanlage Deutschlands,[21] und das „Kleeblatt“ gehört damit bundesweit zu den am längsten am selben Ort spielenden Traditionsvereinen.[22]

Berühmte Leichtathleten wie den Olympiasieger Bernd Kannenberg, den Weltmeister Patriz Ilg sowie die Olympioniken Florian Schwarthoff und Nico Motchebon brachte der LAC Quelle Fürth hervor.

Die Baseball-Mannschaft Fürth Pirates stieg im Jahr 2002 in die erste Baseball-Bundesliga auf und wurde bereits in der Saison 2004 Deutscher Vizemeister.

Der Snookerverein SSC Fürth spielt derzeit in der 1. Bundesliga Snooker und ist Ausrichter des jährlich stattfindenden Paul Hunter Classics.

Freizeit[Bearbeiten]

Graupappeln am Grillplatz südwestlich der Altstadt

Bis in die 1950er Jahre bestand unterhalb der Bahnlinie Richtung Erlangen/Würzburg seit der Jahrhundertwende ein von der Rednitz gespeistes Naturbad. Erhalten sind im nördlichen Rednitz-Uferbereich flussaufwärts und flussabwärts der Brücke zum Grillplatz zwei getrennte Einstiegsportale für Knaben und Mädchen. Der unmittelbar daneben liegende Waldmanns-Weiher wurde für das Naturbad mitbenutzt.

Minigolfplätze gibt es im Stadtpark, am Rhein-Main-Donau-Kanal bei Burgfarrnbach und an der Pegnitz, kurz vor dem Zusammenfluss mit der Rednitz unterhalb des Stadtfriedhofes.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Berühmte Persönlichkeiten aus Fürth sind unter anderem der Pathologe und Arzt Jakob Henle, der Schriftsteller Jakob Wassermann, der Politiker und Bundeskanzler Ludwig Erhard, der Politiker und US-Außenminister Henry Kissinger, der österreichische Neuropädiater und Autor Andreas Rett.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Ohm: Fürth. Geschichte der Stadt, Fürth: Verlag Jungkunz 2007, ISBN 978-3-9808686-1-7
  • Bernd Windsheimer: Geschichte der Stadt Fürth, München 2007, ISBN 978-3-406-55821-4
  • Bernd Noack: Mit Licht und Schatten gepflastert – Elf literarische Erkundungen in Fürth, Schrenk Verlag, Gunzenhausen 2007, ISBN 978-3-924270-49-0.
  • Wolfgang Wüst: Kleeblatt Fürth. Konsensfindung und Herrschaftsteilung als Herausforderung für die gesellschaftliche Entwicklung vor 1800, in: Barbara OHM (Hrsg.), Die Universität Erlangen zu Gast im Geschichtsverein Fürth. Vorträge zur Fürther Geschichte (Fürther Geschichtsblätter 2,3,4/ 2007) Fürth 2007, S. 17–36.
  • Ralf Nestmeyer: Nürnberg, Fürth, Erlangen. Reisehandbuch. Michael Müller, Erlangen 2012, ISBN 978-3-89953-710-9.
  • Barbara Ohm: Durch Fürth geführt, Band 1: Die Stadt zwischen den Flüssen, Fürth 1991, Band 2: Die Stadt jenseits der Flüsse, Fürth 1999, Band 3: Auf den Spuren der Fürther Juden, Fürth 2005.
  • Katrin Bielefeldt: Geschichte der Juden in Fürth. Jahrhundertelang eine Heimat. Historische Spaziergänge. Bd 3. Hrsg. von Geschichte Für Alle e. V. Sandberg-Verlag, Nürnberg 2005, ISBN 3-930699-44-3.
  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern. Bd I. Franken. Deutscher Kunstverlag, München ²1999, S.363 ff., ISBN 3-422-03051-4
  • Heinrich Habel: Stadt Fürth, Denkmäler in Bayern, Bd. 61, München 1994.
  • Gerd Walther (Hrsg.): Fürth – Die Kleeblattstadt. Rundgänge durch Geschichte und Gegenwart. Städtebilder-Verl., Fürth 1991, ISBN 3-927347-22-1
  • Michael Zeller: Mein Traum vom Dulden. Eine deutsch-jüdische Begegnung der anderen Art. Edition Klaus Isele, Eggingen 1991. ISBN 3-925016-79-1
  • Andrea Sommer: Die Fürther Südstadt. 4 Teile. in: Fürther Heimatblätter. Hrsg. vom Verein für Heimatforschung Alt-Fürth. NF 39.1989, S. 1, NF 40.1990, S. 1, NF 40.1990, S. 81 und NF 41.1991, S. 10.
  • Gerd Walther: Die Fürther Altstadt rund um Sankt Michael. Fürth 1990, ISBN 3-927347-21-3
  • Werner J. Heymann (Hrsg.): Kleeblatt und Davidstern. Aus 400 Jahren jüdischer Vergangenheit in Fürth, Emskirchen 1990.
  • Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Bd. 5. Bayerisches Städtebuch. T 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Kohlhammer, Stuttgart 1971.
  • Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichts-Lexikon. Fürth 1968.
  • Johannes Wilkes: Fürth ist sexy. Mönau-Verlag Erlangen 2011. ISBN 978-3-936657-61-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fürth – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Fürth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Fürth – Nachricht
 Wikivoyage: Fürth – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Fürth, dieses bayerische Jerusalem (in M. G. Saphir’s humoristische Schriften. I. Bd. Eine Eroberung).
  3. Jim G. Tobias (Hrsg.): Vorübergehende Heimat im Land der Täter. Jüdische DP-Camps in Franken 1945–1949. Antogo, Nürnberg 2002, ISBN 3-9806636-3-9, S. 237.
  4. a b Stadt Fürth, Stadtplanungsamt, Abteilung Vermessung: Stadtplan. Fürth, 2007
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 601
  6. Stadt Fürth; „Kleeblatt wächst und wächst“
  7. Statistische Jahrbücher der Stadt Fürth (PDFs)
  8. Fürther Nachrichten: Jasmin Redelberger knackt die 120000-Marke
  9. „Zur Geschichte der katholischen Kirche in Fürth und der Pfarrei U. L. Frau“
  10. Einrichtungen gelistet beim HVD Bayern
  11. Konzept der Humanistischen Grundschule als pdf-Datei
  12. Humanisten im Fokus - Widerstand einer vielfältigen Bewegung, Website zum Berliner Themenjahr Zerstörte Vielfalt, 1933-1938-1945
  13. Thomas Jung: Hier schreibt der OB. Juli 2004.
  14. Europäische Umweltagentur: Fürther und Zirndorfer Stadtwald.
  15. a b http://www.kommunalwahl2014.bayern.de/tabg3563000.html Kommunalwahl 2014
  16. Landesamt für Statistik bleibt im Quelle-Haus, in: Nürnberger Zeitung, 6. Juli 2011. Abgerufen am 3. August 2011.
  17.  Ohm, Barbara, Stadt Fürth (Hrsg.): Fürth: Geschichte der Stadt. Jungkunz der verlag, Fürth 2007, ISBN 978-3-9808686-1-7, S. 320.
  18. http://www.fuerth.de/desktopdefault.aspx/tabid-473/816_read-15915/ Fürth ist Wissenschaftsstadt
  19. Bäderland Fürth
  20. Johannes Goecke: Späte Ehre für Unsere Liebe Frau. In: Fürther Nachrichten. 8. August 2007, S. 3. bzw. online
  21. Geschichte der Sportanlagen in Ronhof
  22. Christoph Biermann: Ein Blick auf die Tabelle, in Die Zeit, online