FC Bohemians Prag

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Bohemians Prag
Logo
Voller Name FC Bohemians Praha, a.s.
Gegründet 1905
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion SK Prosek Praha
Lovosická 559, Praha 9
Plätze 4.000
Präsident Michal Vejsada
Homepage bohemianspraha.cz
Liga III. třída - skupina B
2008/09 kein Spielbetrieb

Der FC Bohemians Prag ist ein tschechischer Fußballverein aus der Landeshauptstadt Prag. Seit 2005 läuft gegen den Klub ein Insolvenzverfahren. Infolgedessen entstand aus einer Faninitiative ein Nachfolgeklub namens Bohemians 1905. Darüber hinaus eignete sich der FC Střížkov Praha 9 2005 die entsprechenden Namensrechte an und benannte sich in FK Bohemians Prag um. Nach Anmeldung der Insolvenz nahm der FC Bohemians Prag dreieinhalb Jahre lang nicht am Spielbetrieb teil. Zur Saison 2009/10 meldete Präsident Michal Vejsada eine Mannschaft in der untersten Prager Spielklasse, der III. třída, an. Es gehört noch ein Unihockeyverein dazu, welcher den gleichen Namen trägt.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Gründung und Australientournee[Bearbeiten]

Mannschaft des AFK Vršovice im Jahr 1906

1905 wurde im Prager Vorort Vršovice ein Sportklub namens AFK Vršovice gegründet. Von der Gründung an nahm der AFK Vršovice unregelmäßig an Wettbewerben des tschechischen Fußballverbandes teil. 1927 unternahm der AFK Vršovice eine über zweimonatige Tournee nach Australien, in deren Rahmen die Mannschaft 20 Spiele (15 Siege, zwei Remis und drei Niederlagen) absolvierte. Da die Australier einen Prager Vorort Vršovice nicht kennen konnten, trat der Klub unter der Bezeichnung Bohemians, also Böhmen auf.

Nach der Rückkehr entschloss sich der AFK, Bohemians als Vereinsnamen beizubehalten, der Name wird in Tschechien mit Betonung auf der ersten Silbe ausgesprochen: [ˈbɔhɛmɪans]. Die Regierung von Queensland hatte den Bohemians ein Kängurupaar geschenkt, und so zierte fortan ein solches Tier das neue Vereinswappen. Bald darauf hatte die Elf einen neuen Spitznamen, Klokani (zu deutsch: Kängurus).

Vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Klub zwischen 1925 und 1935 sowie zwischen 1940 und 1944 in der höchsten Spielklasse vertreten und gewann 1942 den mittelböhmischen Pokal. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Bohemians mit kleineren Unterbrechungen (1952 bis 1953, 1955 bis 1957, 1965/66, 1968/69, 1971 bis 1972) nahezu immer der 1. Liga an.

Titelgewinn 1983[Bearbeiten]

Logo des Klubs zum Zeitpunkt des Meisterschaftsgewinns 1983

Den größten Erfolg feierte die in grün-weißen Trikots spielende Mannschaft 1983, als sie tschechoslowakischer Meister wurde. Trainer der Meistermannschaft war Tomáš Pospíchal. Ein Jahr zuvor hatte Bohemians den tschechischen Pokal gewonnen, war dann allerdings im Finale um den tschechoslowakischen Pokal im Elfmeterschießen an Slovan Bratislava gescheitert. Einige Jahre nach dem Titelgewinn konnte man sich im oberen Tabellendrittel festhalten, Ende der 1980er Jahre spielten die Kängurus bereits gegen den Abstieg, der in der Saison 1992/93 nicht mehr verhindert werden konnte.

In Tschechien[Bearbeiten]

In der neuen tschechischen Liga hatte Bohemians einen schweren Stand. Die Premierensaison 1993/94 beendete man auf Rang 14; Rang 15 im Folgejahr bedeutete den erneuten Abstieg. Nach nur einer Spielzeit waren die Grün-Weißen wieder zurück, aber Konsequenz des letzten Tabellenplatzes 1996/97 war der wiederholte Abstieg. Dieses Mal dauerte die Rückkehr zwei Jahre, aber in der Abschlusstabelle der Saison 1999/2000 sprang überraschenderweise Platz Sieben heraus. Ein Jahr später war es Platz Acht und 2002 gar ein vierter Rang. 2002/03 sollte für Bohemians ein schweres Jahr werden, an dessen Ende der Abstieg stand. In der 2. Liga 2003/04 wurde der anvisierte Wiederaufstieg nur knapp verfehlt; drei Punkte fehlten in der Endabrechnung.

Insolvenz 2005[Bearbeiten]

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Im Winter 2004/05 wurden jedoch alle sportlichen Ergebnisse Nebensache, denn jahrelange Misswirtschaft hatte den Verein zur Zahlungsunfähigkeit geführt. Vor Rückrundenbeginn wurde der FC Bohemians Praha aus der zweiten Liga ausgeschlossen und seine Vorrundenergebnisse wurden annulliert. Der Verein stand vor dem Aus. Drei Millionen Kronen Strafe sollte der Verein für den Ausschluss zahlen, was gleichzeitig die Bedingung für ein Weiterspielen in der 3. Liga ab der Saison 2005/06 sein sollte. Andernfalls, also bei Nichtbezahlen dieser Summe, bliebe nur noch ein Start in der untersten Liga Tschechiens als letzte Lösung. Der Verein stand im Frühjahr 2005 ohne Herrenmannschaft da.

Ein Insolvenzverwalter übernahm die Leitung des FC Bohemians und versuchte den Gläubigern ihr Geld zukommen zu lassen. Allerdings besaß der Verein zu diesem Zeitpunkt nahezu keinerlei Vermögenswerte mehr. Während in diesen Wochen die Zukunft des Vereins auf des Messers Schneide stand, verlieh der Gesamtverein TJ Bohemians Praha, aus dem sich der FC Bohemians Anfang der 1990er Jahre selbstständig gemacht hatte, die Bezeichnung Bohemians sowie das Wappen mit dem Känguru, beides befand sich in dessen Besitz, an den Drittligisten FC Střížkov Praha 9, der sich den Namen FC Bohemians Praha bei der zuständigen Behörde eintragen ließ.

Namensstreit[Bearbeiten]

Zum Saisonstart schwelte der Konflikt um den Vereinsnamen FC Bohemians Praha wieder auf. Der tschechische Fußballverband machte deutlich, dass er nur einen Verein namens Bohemians in seinen Ligen akzeptieren würde, und zwar jenen, der die Tradition der Vorgänger weiterführen würde. In den Augen der Verbandsfunktionäre war dies eindeutig der AFK Vršovice a.s., der etwa einen Monat vor Saisonstart seinen Namen auf Bohemians 1905 a.s. geändert hatte. Da sich der FC Střížkov Praha 9 weigerte, seine Umbenennung auf FC Bohemians Praha rückgängig zu machen, wurde er kurzerhand vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Als der Präsident des FC Střížkov Praha 9, Karl Kapr, mit einer Berufung beim Verband keinen Erfolg hatte, klagte er bei einem Zivilgericht. Das ordnete per einstweiliger Verfügung die Wiedereingliederung des FC Bohemians Praha (vormals FC Střížkov Praha 9) in den laufenden Spielbetrieb ein.

Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Bisher fehlen in der Übersicht die Intertoto-Wettbewerbe 1974, 1975, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985 und 1987

Saison Bewerb Gegner Hinspiel Rückspiel Gesamt
1960 Mitropapokal Österreich LASK Linz 3:1 (A) 3:1 (H) 6:2
1961 Mitropapokal Österreich FK Austria Wien 1:2 (H)
Mitropapokal Italien FC Bologna 1:3 (H)
Mitropapokal Italien Sampdoria Genua 1:1 (A)
1962/63 Intertoto-Cup (Gruppenphase) Ungarn 1957Ungarn Ujpest Budapest 2:3 (H) 2:2 (A)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) Frankreich Stade Francais 2:3 (H) 1:2 (A)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) Italien AC Mantova 1:3 (H) 3:2 (A)
1967 Intertoto-Cup (Gruppenphase) Schweden IFK Göteborg 1:3 (H) 1:2 (A)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) DDR FC Carl Zeiss Jena 1:1 (H) 0:1 (A)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) Schweiz Young Fellows Zürich 4:0 (H) 5:1 (A)
1969/70 Mitropapokal (1. Runde) Österreich FK Austria Wien 1:2 (A) 1:2 (H) 3:4
1975/76 UEFA-Pokal (1. Runde) Ungarn 1957Ungarn Honved Budapest 1:2 (H) 1:1 (A) 2:3
1979/80 UEFA-Pokal (1. Runde) Deutschland FC Bayern München 0:2 (H) 2:2 (A) 2:4
1980/81 UEFA-Pokal (1. Runde) Spanien Sporting Gijón 3:1 (H) 1:2 (A) 4:3
UEFA-Pokal (2. Runde) England Ipswich Town 0:3 (A) 2:0 (H) 2:3
1981/82 UEFA-Pokal (1. Runde) Spanien FC Valencia 0:1 (H) 0:1 (A) 0:2
1982/83 UEFA-Pokal (1. Runde) Österreich FC Admira/Wacker 5:0 (H) 2:1 (A) 7:1
UEFA-Pokal (2. Runde) Frankreich AS Saint-Étienne 0:0 (A) 4:0 (H) 4:0
UEFA-Pokal (Achtelfinale) Schweiz Servette Genf 2:2 (A) 2:1 (H) 4:3
UEFA-Pokal (Viertelfinale) Schottland Dundee United 1:0 (H) 0:0 (A) 1:0
UEFA-Pokal (Halbfinale) Belgien RSC Anderlecht 0:1 (H) 1:3 (A) 1:4
1983/84 Europapokal der Landesmeister (1. Runde) Türkei Fenerbahçe Istanbul 1:0 (A) 4:0 (H) 5:0
Europapokal der Landesmeister (Achtelfinale) Österreich SK Rapid Wien 2:1 (H) 0:1 (A) 2:2
1984/85 UEFA-Pokal (1. Runde) Zypern Apollon Limassol 6:1 (H) 2:2 (A) 8:3
UEFA-Pokal (2. Runde) Niederlande Ajax Amsterdam 0:1 (A) 1:0 n.V. (H) 1:1, 4:2 i.E.
UEFA-Pokal (Achtelfinale) England Tottenham Hotspur 0:2 (A) 1:1 (H) 1:3
1985/86 UEFA-Pokal (1. Runde) Ungarn 1957Ungarn Győri ETO FC 1:3 (A) 4:1 n.V. (H) 5:4
UEFA-Pokal (2. Runde) Deutschland 1. FC Köln 0:4 (A) 2:4 (H) 2:8
1986/87 Mitropapokal (Halbfinale) Ungarn 1957Ungarn Vasas Budapest 1:0
Mitropapokal (Finale) Italien Ascoli Calcio 0:1
1991 Mitropapokal (Gruppenphase) Italien Pisa Calcio 0:0
Mitropapokal (Gruppenphase) Jugoslawien Rad Belgrad 4:2
1987/88 UEFA-Pokal (1. Runde) Belgien KSK Beveren 0:2 (A) 1:0 (H) 1:2

Australientournee 1927[Bearbeiten]

Im Jahr 1927 unternahm der AFK Vršovice unter der Bezeichnung Bohemians eine ausgedehnte Tour nach Australien. Abfahrt war am 10. April 1927 aus dem Hafen von Neapel, zurück fuhr die Mannschaft am 4. Juli von Perth aus, Prag erreichte sie am 30. Juli 1927.

Ursprünglich hatte 1926 die tschechoslowakische Nationalmannschaft eine Einladung des australischen Verbandes bekommen, sagte aber wegen des großen Risikos einer solchen Reise ebenso ab wie Slavia Prag und Viktoria Žižkov. So stiegen am 7. April 1927 16 Spieler des AFK Vršovice in den Zug Richtung Neapel. Die beiden Torhüter waren dabei nur ausgeliehen: Antonín Kulda von Rapid Vinohrady und Šejbl von Bubenec. Der Stammtorwart Bělík musste seinen Armeedienst ableisten und wurde nicht freigestellt. Die 14 Feldspieler waren: Krejčí und Kašpar in der Abwehr, Hoffmann, Pinc und Průšek im Mittelfeld, Wimmer, Mašat, Knížek, Rubeš, Špic im Angriff sowie die Ersatzspieler Kučera, Hybš, Havlín sowie Eisner. Begleitet wurde die Mannschaft von zwei Funktionären: Reiseleiter Zdislav Prager und Sekretär Zdeněk Kalina.

Die Seefahrt begann am 10. April in Neapel, 23 Tage war die Mannschaft mit dem italienischen Dampfschiff Orsova unterwegs, ehe man mit Zwischenstopp in Port Said die Stadt Colombo auf Ceylon erreichte. Dort absolvierte man ein Spiel gegen eine britische Militärmannschaft, das die Bohemians nach 1:2 Rückstand mit 4:2 gewannen.

In Brisbane bekam die Mannschaft von der Regierung des Bundesstaates Queensland ein Kängurupaar überreicht, das für den tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomáš Garrigue Masaryk bestimmt war. Masaryk nahm die Tiere später nur symbolisch an und schenkte sie dem Zoo Prag.

Die Australientournee war für den Verein so identitätsstiftend, das aus der pragmatischen Bezeichnung Bohemians der neue Vereinsname wurde und ein Känguru fortan das Vereinswappen zierte.

Datum Ort Gegner Ergebnis Anmerkungen
23. April Colombo, Ceylon Auswahl britischer Soldaten 4:2
5. Mai Perth Auswahl Westaustraliens 11:3 Perth Oval
7. Mai Perth Auswahl Westaustraliens 6:4 Cottesloe Oval
11. Mai Adelaide Auswahl Südaustraliens 11:1
14. Mai Adelaide Australische B-Nationalmannschaft 2:1
18. Mai Melbourne Auswahl des Bundesstaates Victoria 1:0
21. Mai Melbourne Australische B-Nationalmannschaft 4:1
25. Mai Wagga Wagga Auswahl der südlichen Bezirke von New South Wales 9:0
28. Mai Sydney Auswahl des Bundesstaates New South Wales 4:5 Showground
1. Juni Wollongong Auswahl der Region Illawarra 2:1 Woonona Ground
4. Juni Newcastle Auswahl der nördlichen Bezirke von New South Wales 4:3
6. Juni Sydney Australische Fußballnationalmannschaft 6:4 Showground
8. Juni Maitland Auswahl der Städte Maitland und Cessnock 1:3
11. Juni Brisbane Auswahl des Bundesstaates Queensland 2:3 Exhibition Ground
15. Juni Ipswich Queensland „Country“ 5:3
18. Juni Brisbane Australische Fußballnationalmannschaft 5:5 Exhibition Ground
21. Juni Newcastle Auswahl der nördlichen Bezirke von New South Wales 5:2
22. Juni Sydney AC Metropolitan 5:3
25. Juni Sydney Australische Fußballnationalmannschaft 4:4
2. Juli Perth Auswahl Westaustraliens 3:2 Fremantle Oval

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Spieler Position Zeitraum Anmerkungen
Karel Bejbl Stürmer 1925; 1926; 1928–1935 Nationalspieler, späterer Nationaltrainer der Tschechoslowakei
Premysl Bicovský Mittelfeldspieler 1976–1983 Nationalspieler, später Trainer
Pavel Chaloupka Mittelfeldspieler 1979–1989 Nationalspieler
Karol Dobiaš Abwehrspieler 1977–1980 Nationalspieler, späterer Erstligatrainer
Vladimír Hruška Stürmer 1978/79; 1981–1988 Nationalspieler
Zdenek Hruška Torhüter 1976–1985; 1988/89 24-facher Nationalspieler, WM-Teilnehmer 1982, später Trainer
František Jakubec Abwehrspieler 1978–1986; 1989/90 25-facher Nationalspieler
Václav Jíra Mittelfeldspieler 1945–1954 später Trainer und Funktionär
Ladislav Kareš Stürmer 1941–1944 86 Erstligatore, zweifacher Nationalspieler
Stanislav Levý Abwehrspieler 1979–1988 Nationalspieler, später Trainer
Jirí Ondra Linksverteidiger 1978–1987 20-facher Nationalspieler
Antonín Panenka Mittelfeldspieler 1967–1981 Nationalspieler, später Co-Trainer, heute Präsident
Zdenek Prokeš Abwehrspieler 1974–1985 19-facher Nationalspieler
Jirí Rubaš Abwehrspieler 1942–1944; 1946–1954 Nationalspieler, später Trainer

Stadion[Bearbeiten]

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Erst 1912 fand der AFK Vršovice, nach mehreren Jahren auf diversen Plätzen, in der Nähe der Fabrik „Waldes“ dauerhaft Heimat auf einem Platz, der bald Ďolíček, also Mulde, genannt wurde. Dieser befand sich in der Nähe des späteren Stadions Eden des SK Slavia Praha. Am 27. März 1932 wurde das Danner-Stadion (im Original Dannerův Stadion) eröffnet, das auch heute noch als Heimspielstätte Bohemians' dient.

Das nach dem Vereinsvorsitzenden Zdeněk Danner benannte Stadion fasste anfangs 18.000 Zuschauer. Da das kommunistische Regime die Bezeichnung Dannerův Stadion nicht duldete, übertrugen die Zuschauer den Namen „Ďolíček“ vom alten Platz auf das neue Stadion. Auch bedingt durch die Enge des Platzes wurde im Laufe der Zeit wenig am Stadion verändert. Die große, überdachte Sitzplatztribüne steht heute noch in wenig veränderter Form.

1996 wurde vor einem Tina-Turner-Konzert die Hintertortribüne auf der Straßenbahnseite abgerissen. Anfang des 21. Jahrhunderts drohte der Wegzug der Bohemians aus ihrer historischen Spielstätte, die einem Immobilienkonsortium namens Bohemians Real gehört, der mit dem Verein nichts gemeinsam hat. Nach Umbauarbeiten 2003 verringerte sich die Kapazität von ca. 13.000 auf etwa 9000 Plätze.

Vereinsnamen[Bearbeiten]

AFK Vršovice wurde 1905 gegründet. Nach einer Australientournee benannte sich der Verein 1927 in AFK Bohemians um. 1941 folgte eine Umbenennung in AFK Bohemia; 1945 kehrte man zu AFK Bohemians zurück. Ab da gab es zahlreiche Umbenennungen: 1949 in Sokol Železničáři Bohemians, 1951 in Sokol Železničáři Praha, 1952 in Spartak Praha Stalingrad, 1962 in TJ ČKD Praha, 1965 in TJ Bohemians Praha, 1993 in FC Bohemians Praha, 1999 in CU (Commercial Union) Bohemians Praha, 2002 wieder in FC Bohemians Praha.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Pavel Skramlík: Bohemians ČKD Praha. 80 let zelenobílé kopané 1905–1985. Praha, 1985
  • Miloslav Jenšík: Zelenobílé století. Bohemians 1905–2005. Praha, 2005, ISBN 80-86328-93-7