FC Bologna

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FC Bologna
Vereinslogo des FC Bologna
Voller Name Bologna Football Club 1909 S.p.A.
Ort Bologna
Gegründet 3. Oktober 1909
Vereinsfarben rot-blau
Stadion Stadio Renato Dall’Ara
Plätze 39.444
Präsident ItalienItalien Marco Pavignani
Trainer ItalienItalien Davide Ballardini
Homepage bolognafc.it
Liga Serie A
2012/13 13. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Bologna (offiziell Bologna Football Club 1909) ist ein italienischer Fußballklub aus der emilianischen Stadt Bologna.

In der Zeit von 1925 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs gehörte er mit sechs gewonnenen Meistertiteln und zwei Siegen im Mitropapokal zu den erfolgreichsten italienischen und auch europäischen Fußballvereinen. Nach dem Krieg konnte der Klub nicht mehr an die Erfolge anknüpfen; die siebte und letzte Meisterschaft gelang ihm im Jahr 1964.

Geschichte[Bearbeiten]

Der FC Bologna wurde am 3. Oktober 1909 als Bologna Foot Ball Club gegründet. Zu dieser Zeit wurden die italienischen Meister noch in Finalrunden ermittelt, die über den Gruppensieg in regionalen Spielklassen erreicht werden konnten. Ab den frühen 1920er Jahren etablierte sich Bologna unter Trainer Hermann Felsner zwar in der Region Emilia-Romagna, konnte sich aber auf nationaler Ebene letztendlich nicht durchsetzen. Ab der Spielzeit 1923/24 zeichnete sich in Italien ein immer geordneterer Spielbetrieb ab, die einzelnen Ligen umfassten größere Regionen und in der 1. Liga Nord (Gruppe B) kristallisierte sich mit dem FC Bologna eine dominierende Mannschaft heraus. So erzielte der Klub mit dem Erreichen des Nord-Finales (der Sieger spielte dann im Meisterschafts-Endspiel gegen den Sieger aus dem Süden) im Juni 1924 den zunächst größten Vereinserfolg. Gegen den Sieger der 1. Liga Nord (Gruppe A), dem CFC Genua, unterlag Bologna im Hinspiel mit 0:1. Im Rückspiel auf eigenem Platz konnte schließlich sportlich kein Ergebnis erzielt werden, weil das Spiel in der 84. Minute beim Stand von 1:1 nach Ausschreitungen abgebrochen werden musste und der spätere Meister aus Genua zum 2:0-Sieger erklärt wurde.

In der darauffolgenden Saison kam es zwischen beiden Mannschaften zur Revanche. Wieder setzte sich in der 1. Liga Nord der FC Bologna in der Gruppe B und der AC Genua in der Gruppe A durch. Die Auseinandersetzung begann am 24. Mai 1925 und endete für Bologna mit einer 1:2-Heimniederlage, für die sich genau eine Woche später in Genua mit einem 2:1-Auswärtssieg revanchierten. Ein Entscheidungsspiel in Mailand sollte am 7. Juni einen Sieger ermitteln, endete aber nach Verlängerung ebenso unentschieden (2:2) wie das zweite Entscheidungsspiel in Turin am 5. Juli (1:1). So wurde am 9. August, inzwischen waren rund zehn Wochen seit dem ersten Spiel vergangen, in Mailand erneut ein Entscheidungsspiel angesetzt, das am frühen Morgen um 7:00 Uhr ohne Zuschauer angepfiffen wurde. Am Ende setzte sich Bologna mit 2:0 durch und errang im gleichen Monat durch wesentlich unspektakulärere Finalspiele gegen ALBA Rom (4:0 H, 2:0 A) die erste italienische Meisterschaft.

Der FC Bologna war endgültig ein gefürchteter Gegner und die heimische Spielstätte eine Festung. Nach dem Meistertitel gewann er in der Saison 1925/26 alle seine elf Heimspiele (bei 46:4 Toren) und erreichte zwei Punkte vor dem FC Turin (der seinerseits ebenfalls alle elf Heimspiele gewann) wieder das Endspiel im Norden. Nach einem 2:2 zuhause und einem 0:0 auswärts musste Bologna fast genau ein Jahr nach dem entscheidenden Sieg gegen Genua wieder zur Entscheidung nach Mailand, wo es dieses Mal mit 1:2 knapp Juventus Turin unterlag.

1926 erfolgte die Umbenennung des Klubs in Associazione Giocare Calcio Bologna (AGC Bologna).

Im Jahr 1929, Bologna war gerade im Entscheidungsspiel in Rom gegen den FC Turin zum zweiten Mal italienischer Meister geworden, wurde die nationale Fußballliga Serie A mit 18 Mannschaften gegründet. Diese sollte den komplizierten Modus der Vorentscheidungen auf regionaler Ebene und die sich hinziehenden Auseinandersetzungen in Entscheidungsspielen beenden. Das neue Spielsystem bewährte sich und die AGC Bologna etablierte sich auch hier sofort in der vorderen Tabellenhälfte. In den späten 1930er und Anfang der 1940er Jahre erlebte Bologna mit vier gewonnen Meistertiteln (1936 bis 1941) die erfolgreichste Zeit seiner Vereinsgeschichte.

Der Krieg beendete diese Ära und der FC Bologna, wie sich der Verein nach Kriegsende wieder nannte, fand nach dessen Ende nicht mehr zur alten Stärke zurück. Lediglich am Anfang der 1960er Jahre gelang dem Klub wieder für einige Jahre der Sprung ins obere Tabellendrittel. Zur Saison 1961/62 trat der Verein erstmals unter dem noch heute verwendeten Namen FC Bologna zum Meisterschaftsbetrieb an, zuvor war der Verein lange unter dem Namen AGC Bologna bekannt gewesen. Mit dem neuen Namen konnte man 1964 sogar noch einmal den Meistertitel gewinnen. Danach begann aber wieder einer schleichender Übergang ins Mittelmaß, wenngleich in den Jahren 1970 und 1974 im italienischen Pokalwettbewerb zwei weitere Vereinserfolge zu verzeichnen waren. In der Meisterschaft folgten dagegen ab 1977 chronische Sorgen um den Klassenerhalt, die 1982 im erstmaligen Abstieg in die Serie B gipfelten. Erst seit 1996 spielte der FC Bologna wieder durchgehend in Italiens höchster Spielklasse und bestätigte jährlich eine Position im Mittelfeld, ehe er 2005 wieder in die Serie B abstieg. In der Serie B Saison 2007/2008 gelang als Tabellenzweiter erneut der Aufstieg in die Serie A.

Die internationalen Erfolge des FC Bologna sind überschaubar. Nach dem nationalen Titelgewinn im Jahr 1964 erreichte der Klub die bis heute einzige Teilnahme am Europapokal der Landesmeister, aus dem sie unglücklich ausschieden. Eine 0:1-Niederlage beim RSC Anderlecht konnten die Italiener mit einem 2:1 im Rückspiel noch ausgleichen und im Entscheidungsspiel auch ein 0:0 erzwingen. Der seinerzeit noch übliche Losentscheid endete daraufhin jedoch zum Verdruss der Italiener mit einem Weiterkommen der belgischen Mannschaft. Dieses Pech wiederholte sich zwei Jahre später im UEFA-Pokal, als gegen Leeds United der 1:0-Heimerfolg durch die Engländer im Rückspiel ausgeglichen wurde, das Los aber erneut zu Gunsten des Gegners entschied. 1968 gelang den Italienern mit dem Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales, in dem sie nach einem 2:3 bei Ferencváros Budapest zu Hause über ein 2:2 nicht hinaus kamen, der größte internationale Erfolg, der mit dem erneuten Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales 1998/1999 nach Qualifikation über den UI-Cup wiederholt werden konnte.

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten]

1909–1919 kein Trainer
1920–1931 ÖsterreicherÖsterreicher Hermann Felsner
1931–1932 UngarUngar Gyula Lelovics
1932 UngarUngar József Nagy
1932–1933 Brasilien 1889Brasilien Achille Gama
1933–1934 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Pietro Genovesi (techn. Kommission)
1934 UngarUngar Lajos Kovács
1934–1938 UngarUngar Árpád Weisz
1938–1942 ÖsterreicherÖsterreicher Hermann Felsner
1942–1943 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Mario Montesanto
1945–1946 ÖsterreicherÖsterreicher Alexander Popovich
1946 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Pietro Genovesi (techn. Kommission)
1946–1947 Ungarn 1946Ungarn József Viola
1947–1948 Ungarn 1946Ungarn Gyula Lelovics
1948–1949 ÖsterreicherÖsterreicher Anton Cargnelli
1949–1951 EngländerEngländer Edmond Crawford
1951 UruguayerUruguayer Raffaele Sansone
1951–1952 ItalienerItaliener Giuseppe Galluzzi
1952 Ungarn 1949Ungarn Gyula Lelovics
1952–1956 ItalienerItaliener Gipo Viani
1956–1957 ItalienerItaliener Aldo Campatelli
1957 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Ljubo Benčić
1957–1958 UngarUngar György Sárosi
1958–1959 ItalienerItaliener Alfredo Foni
1959–1961 ItalienerItaliener Federico Allasio
1961–1965 ItalienerItaliener Fulvio Bernardini
1965 ItalienerItaliener Manlio Scopigno
1965–1968 ArgentinierArgentinier Luis Carniglia
1968 ItalienerItaliener Gipo Viani
1968–1969 ItalienerItaliener Cesarino Cervellati
1969 ItalienerItaliener Oronzo Pugliese
1969–1972 ItalienerItaliener Edmondo Fabbri
1972–1976 ItalienerItaliener ArgentinienArgentinien Bruno Pesaola
1976–1977 ItalienerItaliener Gustavo Giagnoni
1977 ItalienerItaliener Cesarino Cervellati
1977–1979 ItalienerItaliener ArgentinienArgentinien Bruno Pesaola
1979 ItalienerItaliener Marino Perani
1979 ItalienerItaliener Cesarino Cervellati
1979–1980 ItalienerItaliener Marino Perani
1980–1981 ItalienerItaliener Luigi Radice
1981–1982 ItalienerItaliener Tarcisio Burgnich
1982–1982 ItalienerItaliener Francesco Liguori
1982 ItalienerItaliener Alfredo Magni
1982–1983 ItalienerItaliener Paolo Carosi
1983 ItalienerItaliener Cesarino Cervellati
1983–1984 ItalienerItaliener Giancarlo Cadè
1984 ItalienerItaliener Nello Santin
1984–1985 ItalienerItaliener Bruno Pace
1985–1986 ItalienerItaliener Carlo Mazzone
1986–1987 ItalienerItaliener Vincenzo Guerini
1987 ItalienerItaliener Giovan Battista Fabbri
1987–1990 ItalienerItaliener Luigi Maifredi
1990–1990 ItalienerItaliener Franco Scoglio
1990–1991 ItalienerItaliener Luigi Radice
1991 ItalienerItaliener Luigi Maifredi
1991–1992 ItalienerItaliener Nedo Sonetti
1992–1993 ItalienerItaliener Eugenio Bersellini
1993 ItalienerItaliener Aldo Cerantola
1993 ItalienerItaliener Romano Fogli
1993 ItalienerItaliener Alberto Zaccheroni
1993–1994 ItalienerItaliener Edoardo Reja
1994–1998 ItalienerItaliener Renzo Ulivieri
1998–1999 ItalienerItaliener Carlo Mazzone
1999 ItalienerItaliener Sergio Buso
1999–2003 ItalienerItaliener Francesco Guidolin
2003–2005 ItalienerItaliener Carlo Mazzone
2005 ItalienerItaliener Renzo Ulivieri
2005–2006 ItalienerItaliener Andrea Mandorlini
2006–2007 ItalienerItaliener Renzo Ulivieri
2007 ItalienerItaliener Luca Cecconi
2007–11/2008 ItalienerItaliener Daniele Arrigoni
11/2008–04/2009 SerbienSerbien Siniša Mihajlović
04/2009–10/2009 ItalienerItaliener Giuseppe Papadopulo
10/2009–08/2010 ItalienerItaliener Franco Colomba
2010–2011 ItalienerItaliener Alberto Malesani
2011 ItalienerItaliener Pierpaolo Bisoli
2011–2013 ItalienerItaliener Stefano Pioli
2014– ItalienerItaliener Davide Ballardini

Vereinserfolge[Bearbeiten]

Vereinsrekorde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FC Bologna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien