FC 08 Homburg

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FC Homburg
Vereinswappen des FC 08 Homburg
Voller Name Fußball-Club 08
Homburg-Saar e.V.
Ort Homburg, Saarland
Gegründet 1. August 1908
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Waldstadion Homburg
Plätze 21.813
Vorstand Herbert Eder / Rafael Kowollik
Trainer Sebastian Stache (interim)
Homepage www.fc08homburg.de
Liga Regionalliga Südwest
2012/13 14. Platz
Heim
Auswärts

Der Fußball-Club 08 Homburg-Saar ist ein Fußballverein im saarländischen Homburg. Bundesweit bekannt wurde er durch seine Bundesligazugehörigkeit in den 1980er Jahren. In der Saison 2012/2013 spielt der FC Homburg in der Regionalliga Südwest. Zu den bekanntesten ehemaligen Spielern zählen Werner Kohlmeyer, Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, die 1954 den Weltmeistertitel erreichte, und Miroslav Klose.

Geschichte[Bearbeiten]

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Denkmal des FVH am alten Sportplatz auf dem Schloßberg

Der FC 08 Homburg wurde am 1. August 1908 als Fußball-Club Homburg 1908 im Gasthaus Hohenburg gegründet.[1][2] Wegen der damaligen Zugehörigkeit von Homburg zu Bayern, waren die Vereinsfarben zunächst blau-weiß.[3] In der zweiten Jahreshälfte 1910 erfolgte der Beitritt in den Verband Süddeutscher Fußball-Vereine.[4] Am 6. Oktober 1912 erfolgte das erste Punktspiel der Vereinsgeschichte (FC Homburg 08 – FC Viktoria 1906 Kaiserslautern 3:2) und am 13. Februar 1913 erfolgte am Amtsgericht Homburg die Eintragung ins Vereinsregister als Fußballverein Homburg, Pfalz e.V.[3]

Am 9. November 1932 trat der Athletiksportverein 1931 Homburg-Saar als Sparte dem FV Homburg bei.[5] Im Sommer 1936 erfolgte im Zuge der „Gleichschaltung“ der Zusammenschluss der drei Homburger Großvereine in zwei Etappen. Am 25. Juli 1936 stimmten die Mitglieder der beiden Fußballvereine FV Homburg und Sportclub Union fast einstimmig für den Zusammenschluss der beiden Vereine.[6] Am 27. August 1936 erfolgte dann die Verschmelzung der Fußballer mit dem Turnverein 1878/1910 Homburg/Saar zum Verein für Leibesübungen e.V. Homburg.[7] Der VfL Homburg wurde durch das Alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 aufgelöst.

Das erste Freundschaftsspiel bestritten die Fußballer nach dem Zweiten Weltkrieg am 27. Januar 1946 beim TSV Dudweiler unter dem Namen Sportverein Homburg. Ihren früheren Vereinsnamen durften sie wegen der Verordnung über Sportvereinigungen vom 6. Oktober 1945 nicht annehmen. Der Sportverein Homburg war anfangs ein reiner Fußballverein. Aufgrund der französischen Bestimmungen durften alle erlaubten Sportarten nur in einem Omnisportverein betrieben werden. Am 26. Januar 1949 erfolgte die Satzungslegung des Sportverein Homburg. Nach Lockerung der Bestimmungen traten die verschiedenen Sparten in der ersten Hälfte der 1950er Jahre aus dem SV Homburg aus.[3]

Am 23. Juli 1958 erfolgte anlässlich des 50-jährigen Bestehens die Umbenennung in Fußball-Club e.V. Homburg. Am 9. Juli 1966 erfolgte die Namensänderung in F.C. 08 Homburg-Saar e.V. In der Mitgliederversammlung vom 20. Dezember 1968 wurde der Vereinsname unbeabsichtigt in F.C. Homburg-Saar e.V. geändert. Bei der eingereichten Satzung wurde der Zusatz 08 vergessen. Die Änderung blieb lange Jahre unbemerkt. Am 16. Dezember 1976 wurde der Fehler korrigiert. Der Verein erhielt seinen bis heute gültigen Namen Fußball-Club 08 Homburg-Saar e.V. wieder.[3]

Spielstätten[Bearbeiten]

Erste Spielstätte war 1908 das Oval im Innenraum der Radrennbahn unterhalb der III. Pfälzischen Heil- und Pflegeanstalt. 1909 erfolgte der Bau des Sportplatzes auf dem Schlossberg.[3] Für 750 Mark erwarb der Verein eine Fläche von 8650 m² und baute in harter Arbeit ein Fußballfeld und später dazu eine überdachte Tribüne mit 216 Sitzplätzen.[8] Nach dem Zweiten Weltkrieg zog der Verein dann in das 1937 eingeweihte Waldstadion um, der vereinseigene Sportplatz auf dem Schlossberg wurde 1968 an die Stadt Homburg übertragen.

2. Bundesliga[Bearbeiten]

Der Verein war Gründungsmitglied der 2. Bundesliga Süd und belegte dort regelmäßig vordere Plätze. Die Erfolge waren mit der Person des Vorsitzenden Udo Geitlinger verbunden, der den Verein teilweise mit seinem privaten Vermögen finanzierte.

Bundesliga[Bearbeiten]

1986 stieg der FCH zum ersten Mal in die Bundesliga auf. In der ersten Saison wurde der Abstieg noch knapp in der Relegation gegen den FC St. Pauli vermieden, nach der zweiten Saison stieg der FCH als Vorletzter wieder ab. Dem unmittelbaren Wiederaufstieg folgte dann der erneute Abstieg, so dass die Saison 1989/90 die vorerst letzte Saison in der Bundesliga war.

Kondomhersteller als Sponsor[Bearbeiten]

Für die Saison 1987/88 hatte der Präsident Manfred Ommer den Kondomhersteller London als Hauptsponsor gewonnen (Vertragshöhe: DM 200.000). Der DFB zeigte sich empört und drohte mit Punktabzug, sodass die Homburger den Sponsorenschriftzug auf dem Trikot vorerst mit schwarzen Balken abdecken mussten. Der damalige Vorsitzende des DFB-Ligaausschusses Gerhard Mayer-Vorfelder wurde daraufhin scharf kritisiert (FDP-Stellungnahme: "Es war kaum zu erwarten, daß der selbsternannte Tugendwächter Mayer-Vorfelder über seinen kleinbürgerlichen Schatten springen würde."). Die 13. Kammer des Landgerichts Frankfurt am Main befand schließlich, dass die Kondomwerbung auf den Trikots weder gegen Sitte noch Moral verstoße, fortan liefen die Spieler unzensiert auf.

1995 bis 2012[Bearbeiten]

Im Jahre 1995 verabschiedete sich der FCH bis auf weiteres aus dem Profifußball. Als 17. der 2. Bundesliga stieg der Verein in die Regionalliga West/Südwest ab. In der Saison 1995/96 sorgte der FCH nochmals im DFB-Pokal für Furore. Nach Siegen gegen den FC St. Pauli, SV Sandhausen und TSV 1860 München scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale im ausverkauften Waldstadion 3:4 nach Verlängerung gegen den späteren Titelträger 1. FC Kaiserslautern.

Nachdem der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga zweimal knapp verpasst worden war, schloss der FCH 1998 einen Kooperationsvertrag mit dem Nachbarverein und Rivalen 1. FC Saarbrücken, wonach die besten Spieler von Homburg nach Saarbrücken abgegeben werden mussten. Wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten und nach Insolvenz wurde der FCH nach der Saison 1998/99 in die Oberliga Südwest zwangsversetzt. Seit 1999 spielte der FCH ununterbrochen in der ab der Saison 2008/09 nur noch fünftklassigen Oberliga, erst 2010 gelang der Wiederaufstieg in die Regionalliga West, aus der man postwendend ab- und wieder aufstieg, so dass die Mannschaft ab der Saison 2012/13 wieder in der Regionalliga spielte.

Die zweite Mannschaft des FCH spielt in der Landesliga Ost. Die Damen spielen, in Kooperation mit dem SV Beeden, in der Verbandsliga. Die Jugendabteilung nimmt mit 12 Mannschaften am laufenden Spielbetrieb teil (A-Jugend, 2x B-Jugend, B-Juniorinnen, 2x C-Jugend, 2x D-Jugend, 2 x E-Jugend, F-Jugend und G-Jugend).

DFB-Pokal[Bearbeiten]

Zwischen 1970 und 1995 erreichte der Verein dreimal das Viertelfinale.

Die größten Erfolge wurden in den 1970ern und Anfang der 1980er errungen. In der Saison 1975/76 kam der FCH bis ins Viertelfinale, in dem beim Hamburger SV verloren wurde. In der Saison 1977/78 traf der FCH am 15. Oktober 1977 auf den damaligen Weltpokalsieger FC Bayern München. Mit 3:1 besiegte der FC Homburg die Bayern, die mit prominenten Spielern wie Sepp Maier, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß angereist waren. 1979/80 kam der FCH erneut ins Viertelfinale, unterlag aber zu Hause erneut dem 1. FC Köln (1:4).

In der Saison 1991/92 durfte der FC Homburg in der Zweiten Hauptrunde nach München reisen und bezwang die Bayern nach Verlängerung mit 4:2. Dies war bis zum 2. März 2011 gleichzeitig die letzte Heimniederlage der Bayern im DFB-Pokal. 1992/93 verlor der FCH im Achtelfinale gegen den 1. FC Nürnberg erst im Elfmeterschießen.

Aufsehen erregte der FC Homburg noch einmal in der Saison 1995/96. Als Absteiger in die Regionalliga verlor der FCH das Viertelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern unglücklich mit 3:4 nach Verlängerung.

Saarlandpokal[Bearbeiten]

Im Saarlandpokal ist der FC Homburg jede Saison eine feste Größe und zählt regelmäßig zu den Favoriten. Nach den Finalsiegen 1983, 2001 und 2006 gewann man in der Saison 2007/08 das Finale gegen Borussia Neunkirchen mit 2:1 n.V. und qualifizierte sich somit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2008/09.

Aktueller Kader (Saison 2013/14)[Bearbeiten]

Name Rückennummer Nationalität
Torwart
Florian Hammel 1 DeutschlandDeutschland
Timo Nagel 12 DeutschlandDeutschland
Mirko Gerlinger 25 DeutschlandDeutschland
Edin Sancaktar 30 DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei
Abwehr
Christian Beisel 3 DeutschlandDeutschland
Andreas Gaebler 4 DeutschlandDeutschland
Ahmet Ayaloglu 19 TurkeiTürkei
Mike Baier 20 DeutschlandDeutschland
Oskar Mbele Mombo 23 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo
Patrik Ribeiro-Pais 24 PortugalPortugal DeutschlandDeutschland
Martin Kramer 28 DeutschlandDeutschland BrasilienBrasilien
Emil Noll 29 DeutschlandDeutschland Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo
Enis Hajri 31 TunesienTunesien
Mittelfeld
Abdullah Keseroğlu 5 TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland
Marc Buchmann 6 DeutschlandDeutschland
Lutz Radojewski 7 DeutschlandDeutschland
Giancarlo Pinna 8 ItalienItalien
Yannick Tewelde 10 DeutschlandDeutschland EritreaEritrea
André Kilian (C)Kapitän der Mannschaft 13 DeutschlandDeutschland
Carsten Lutz 14 DeutschlandDeutschland
Claudio Bellanave 17 DeutschlandDeutschland
Mario Klinger 22 DeutschlandDeutschland
Nino Lacagnina 27 ItalienItalien
Angriff
Dennis Gerlinger 9 DeutschlandDeutschland
Christopher Kullmann 11 DeutschlandDeutschland
Alban Ramaj 18 KosovoKosovo
Pascal Reinhardt 21 DeutschlandDeutschland

Trainer (Saison 2013/14)[Bearbeiten]

Funktion Name
Chef-Trainer Sebastian Stache (interim)
Co-Trainer n.n.
Torwart-Trainer Oliver Müller

Betreuer (Saison 2013/14)[Bearbeiten]

Funktion Name
Mannschaftsarzt Peter Junkes
Mannschaftsarzt Ernst Greiner
Physiotherapeut Marco Leinen
Physiotherapeut Michael Sonntag
Teamkoordinator Philipp Schmidt
Betreuer Stefan Kapitain
Betreuer Jürgen Hans

Erfolge[Bearbeiten]

  • Bezirksmeister 1913/14
  • Gaumeister Hinterpfalz und Aufstieg in die Kreisklasse (zweithöchste Spielklasse) 1926
  • Meister 1931/32
  • Meister der Bezirksklasse Saar 1939/40
  • Saarländischer Amateurmeister 1947/48 und 1956/57
  • Südwestdeutscher Amateurmeister 1956/57
  • Meister der 1. Amateurliga Saar 1965/66
  • Meister 2. Bundesliga 1985/86, Aufstieg in die Bundesliga
  • Deutscher Fußballmeister Amateure 1983
  • Meister der Oberliga Südwest 1981/82, 1983/84, 2009/10 und 2011/12
  • Saarlandpokalsieger 1982/83, 2000/01, 2005/06, 2007/08
  • DFB-Pokal Viertelfinale 1975/76, 1979/1980, 1995/1996

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Quelle: Vereinsarchiv und weltfussball.com.[9]

Trainer[Bearbeiten]

Quelle: Vereinsarchiv und weltfussball.com.[10]

  • 1937/1938 Voß
  • 1939 Neureuther
  •  ? Rösch
  • 19451949 Neureuther
  •  ? Germann
  •  ? Jaschok
  • 1956 Kugler
  •  ? Tiator
  •  ? Dreher
  • 1956/57 Franz Klees
  • 07.1957 – 06.1958 Karl Striebinger
  • 07.1958 – 03.1960 Ossi Müller
  • 04.1960 – 06.1960 Franz Klees
  • 07.1960 – 06.1965 Peter Momber
  • 07.1965 – 07.1970 Herbert Binkert
  • 08.1970 – 06.1971 Uwe Klimaschefski
  • 07.1971 – 06.1972 Kurt Sommerlatt
  • 07.1972 – 10.1972 Radoslav Momirski
  • 11.1972 – 06.1974 Uwe Klimaschefski
  • 07.1974 – 09.1974 Herbert Wenz
  • 09.1974 – 06.1980 Uwe Klimaschefski
  • 07.1980 – 08.1980 Harald Braner
  • 09.1980 – 03.1981 Siegfried Melzig
  • 03.1981 – 03.1981 Heinz Nitze
  • 04.1981 – 06.1981 Heinz Nitze/Albert Müller
  • 07.1981 – 09.1981 Heinz Nitze
  • 10.1981 – 06.1982 Albert Müller
  • 07.1982 – 10.1982 Stefan Abadschiew
  • 11.1982 – 06.1985 Albert Müller
  • 07.1985 – 08.1986 Fritz Fuchs
  • 08.1986 – 05.1987 Udo Klug
  • 05.1987 – 06.1987 Gerd Schwickert
  • 07.1987 – 10.1987 Uwe Klimaschefski
  • 10.1987 – 02.1988 Gerd Schwickert
  • 02.1988 – 05.1989 Slobodan Cendic
  • 05.1989 – 06.1989 Gerd Schwickert
  • 07.1989 – 04.1990 Josef Stabel
  • 04.1990 – 06.1990 Manfred Lenz
  • 07.1990 – 07.1992 Gerd Schwickert
  • 08.1992 – 12.1992 Hans-Ulrich Thomale
  • 01.1993 – 04.1994 Uwe Klimaschefski
  • 04.1994 – 06.1994 Manfred Lenz
  • 07.1994 – 04.1995 Ulrich Sude
  • 05.1995 – 06.1995 Manfred Lenz
  • 07.1995 – 05.1998 Ulrich Sude
  • 06.1998 – 12.1998 Werner Kartz
  • 12.1998 – 09.2001 Peter Rubeck
  • 09.2001 – 09.2001 Manfred Lenz
  • 09.2001 – 06.2008 Gerd Warken
  • 07.2008 – 06.2010 Jens Kiefer
  • 07.2010 – 11.2010 Alfred Kaminski
  • 11.2010 – 04.2011 Christian Hock
  • 04.2011 – 07.2011 Taifour Diane
  • 07.2011 – 04.2014 Christian Titz
  • 04.2014 – 000000 Sebastian Stache (interim)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homburger Zeitung vom 31. Juli 1909
  2. Gründungssatzung des SV Homburg vom 26. Januar 1949
  3. a b c d e Pressemappe 2012/2013 des FC 08 Homburg (PDF), Abschnitt Vereinschronik, S. 11, abgerufen am 29. Juli 2013
  4. Vereinsprofil Fußball-Club 08 Homburg-Saar e.V. auf der privaten Fanseite ludwigspark.de, abgerufen am 29. Juli 2013
  5. Homburger Zeitung vom 10. November 1932
  6. Homburger Zeitung vom 27. Juli 1936
  7. Homburger Zeitung vom 28. August 1936
  8. Stationen in der Geschichte des FCH, auf der privaten Website fch-archiv, abgerufen am 29. Juli 2013
  9. FC 08 Homburg: Spieler von A-Z, auf der Website weltfussball.com, abgerufen am 29. Julin 2013
  10. FC 08 Homburg: Trainer von A-Z, auf der Website weltfussball.com, abgerufen am 29. Julin 2013