FC Ingolstadt 04

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FC Ingolstadt 04
Logo
Voller Name Fußballclub Ingolstadt 04 e. V.
(Hauptverein)
FC Ingolstadt 04 Fussball GmbH
(Spielbetrieb Profifußball)
Ort Ingolstadt, Bayern
Gegründet 5. Februar 2004
Vereinsfarben schwarz-weiß-rot
Stadion Audi-Sportpark
ESV-Stadion (II)
Plätze 15.000
11.418 (II)
Vorstand Peter Jackwerth
Trainer Ralph Hasenhüttl
Homepage www.fcingolstadt.de
Liga 2. Bundesliga, Regionalliga Bayern (II)
2012/13 13. Platz
8. Platz (II)
Heim
Auswärts

Der FC Ingolstadt 04 (offiziell: Fußballclub Ingolstadt 04 e. V.) ist ein reiner Fußballverein aus der bayerischen Stadt Ingolstadt. Er entstand am 1. Juli 2004 durch die Ausgliederung der Fußballabteilungen der Vereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt. In der Saison 2013/14 spielt der FC Ingolstadt in der 2. Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte der Vorgängervereine[Bearbeiten]

MTV 1881 Ingolstadt[Bearbeiten]

Wappen des MTV Ingolstadt

Die Fußballabteilung des MTV wurde am 24. März 1905 gegründet und spielte in den Farben Lila und Weiß. Die Mannschaft gehörte 1966/67, 1969–78, 1980–85, 1987–92, 1994/95 und 2000–02 der Bayernliga an. Als deren Vizemeister durfte sie 1978 in die 2. Bundesliga Süd aufsteigen, da der Erstplatzierte 1. FC Haßfurt verzichtete, stieg aber nach nur zwei Jahren wieder ab. Das Stadion des MTV am Kreuztor war auch Austragungsstätte der Regionalliga-Heimspiele des FC 04. Der Aufstieg in 2. Bundesliga machte allerdings einen Umzug in das ESV-Stadion erforderlich (siehe unten).

ESV Ingolstadt[Bearbeiten]

Wappen des ESV Ingolstadt

Bei der Gründung 1919 hieß der Verein FC Viktoria Ingolstadt, ab Oktober 1921 VfR Ingolstadt. Am 6. Juni 1925 wurde die Fusion mit der Spielvereinigung aus Ringsee, einem bis 1961 eigenständigen Teil Ingolstadts südlich der Donau, zum VfB Ingolstadt-Ringsee vollzogen. Dessen Fußballmannschaft war als Mitglied der Gauliga Bayern von 1936 bis 1938 sogar erstklassig. Die Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte am 28. Dezember 1946 unter der Bezeichnung VfL Ingolstadt-Ringsee, über Erster-SV Ingolstadt-Ringsee (ab 1. Juni 1951) änderte man den Namen schließlich Ende 1953 in Eisenbahner-Sportverein Ingolstadt-Ringsee e. V.; so heißt der Restverein noch heute. Vereinsfarben sind Schwarz und Weiß. Der ESV gehörte 1962-66, 1968-72 und 1979-81 der jeweils zweithöchsten Spielklasse (2. Liga Süd, Regionalliga Süd, 2. Bundesliga Süd) an, 1979/80 kam es in der 2. Bundesliga Süd zu Lokalderbys mit dem MTV. Im Anschluss an Bayernligameisterschaft und Aufstieg 1979 konnte nach Finalspielen gegen Hertha Zehlendorf auch noch die deutsche Amateurmeisterschaft gefeiert werden. Nach dem Abstieg aus der Bayernliga 1986 war der Verein in den letzten Jahren in unterklassigen Ligen versunken.

Sportliche Entwicklung nach der Fusion[Bearbeiten]

Im ersten Bayernliga-Jahr 2005 wurde der direkte Aufstieg in die Regionalliga angepeilt, am Ende lag man allerdings hinter der SpVgg Bayreuth nur auf Platz zwei, wodurch sich der Aufstieg noch um ein Jahr verschob. Nachdem man 2006/07 die Regionalliga halten konnte, lautete die Zielsetzung für den FC Ingolstadt 04 in der zweiten Regionalliga-Saison 2007/08 das Erreichen der Qualifikation für die neue 3. Liga, nach Möglichkeit sogar der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zur Winterpause bekräftigte Trainer Jürgen Press dann erstmals öffentlich, dass er die zweite Liga anvisiere, doch die Verantwortlichen des FCI beurlaubten Press am 1. Januar 2008 überraschend mit sofortiger Wirkung. Weder verfüge Press über ein gutes Auftreten in der Öffentlichkeit, noch glaube der Aufsichtsrat des Vereins, dass die Qualifikation zur zweiten Liga unter seiner Führung möglich sei, hieß es. Drei Tage später wurde mit Thorsten Fink der neue Trainer vorgestellt.

Unter ihm stieg Ingolstadt am 31. Mai 2008 durch ein 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching dann in die zweite Liga auf. Nachdem die Hinrunde der ersten Zweitliga-Saison mit dem zwölften Tabellenplatz abgeschlossen wurde, man in der Rückrunde jedoch elf Spiele lang sieglos blieb und auf einen Abstiegsplatz abrutschte, wurde Trainer Thorsten Fink am 21. April 2009 beurlaubt.[1][2] Am 5. April war Fink vom Verein noch eine Jobgarantie bis zum Saisonende zugesichert worden, wobei sich das Aufsichtsratmitglied Andreas Schleef am 17. April in einem Interview äußerte, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn mehr mache.[3][4] Als Interimscheftrainer fungierte für wenige Tage Michael Wiesinger, der bis dahin die U23 trainiert hatte. Am 26. April wurde Horst Köppel neuer Cheftrainer[5], unter dem jedoch die Serie siegloser Spiele andauerte. Am 32. Spieltag war der Abstieg durch eine 0:1-Heimniederlage gegen den FC St. Pauli endgültig besiegelt.

Am 9. November 2009 wurde Horst Köppel nach einer Heimniederlage gegen Wuppertal vom Verein als Cheftrainer freigestellt. Das Training übernahm Co-Trainer Michael Wiesinger.[6] Am Ende der Drittligasaison 2009/10 belegte die Mannschaft den dritten Platz und spielte in zwei Relegationsspielen gegen Hansa Rostock um einen Platz in der 2. Bundesliga. Der FCI gewann beide Spiele (1:0 zu Hause, 2:0 in Rostock) und schaffte damit den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Der Start in die Saison 2010/2011 misslang allerdings deutlich. Nach elf Spielen belegte der FC Ingolstadt mit lediglich vier Punkten den letzten Platz in der Tabelle. Nach einer 1:2-Niederlage gegen Energie Cottbus am 11. Spieltag wurde Trainer Michael Wiesinger zusammen mit seinem Co-Trainer Uwe Wolf von seinen Aufgaben freigestellt und entlassen. Als Nachfolger wurde am 7. November 2010 Benno Möhlmann vorgestellt. Neuer Co-Trainer an seiner Seite wurde Sven Kmetsch. Fast genau ein Jahr später trennte sich der Verein von Cheftrainer Möhlmann und seinem Co-Trainer Kmetsch.[7] Zu diesem Zeitpunkt stand der FC Ingolstadt mit lediglich 9 Punkten aus 14 Spielen auf Platz 18 der Tabelle. Bereits am 10. November wurde mit Tomas Oral ein neuer Trainer präsentiert. Mit ihm zusammen wurde ebenfalls Thomas Linke als neuer Sportdirektor vorgestellt.

Nach einer insgesamt durchwachsenen Spielzeit 2012/13 mit dem 13. Platz als Schlussplatzierung wurde am 28. Mai 2013 Tomas Oral vom Verein entlassen. Als Nachfolger für die Saison 2013/14 wurde Marco Kurz verpflichtet, der zuvor für die TSG 1899 Hoffenheim tätig gewesen war und 2010 den 1. FC Kaiserslautern in die erste Bundesliga geführt hatte. Schon nach neun Spieltagen – nach der siebten Niederlage und auf dem letzten Tabellenplatz stehend – trennte sich der Verein am 30. September wieder von Marco Kurz.[8] Am 4. Oktober 2013 verpflichtete der Verein als neuen Cheftrainer den Österreicher Ralph Hasenhüttl.[9]

Organe[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

  • Peter Jackwerth, Vorsitzender des Vorstandes
  • Andreas Schleef, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
  • Hans Friedl, Koordination Jugend/ Damen
  • Martin Wagener, Mitglied des Vorstandes
  • Rita Wagner, Finanzen
  • Toni Obermeier, Marketing
  • Harald Schafbauer, Mitgliederverwaltung
  • Dieter Kaluza, Technische Organisation
  • Peggy Stecher, Schriftführerin

Aufsichtsrat[Bearbeiten]

  • Frank Dreves (Vorstand für Produktion bei der Audi AG)
  • Peter Jackwerth (Mitgründer und ehem. Geschäftsführer des Zeitarbeitsunternehmens TUJA)
  • Andreas Schleef (ehemaliger Vorstand für Personal bei der Audi AG)
  • Alfred Lehmann (Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt)
  • Harald Schafbauer (ehemaliger Fußball-Abteilungsleiter des ESV Ingolstadt)
  • Martin Wagener (Leiter des zentralen Rechtswesens der Audi AG)

Geschäftsführung[Bearbeiten]

Lizenzspielerabteilung[Bearbeiten]

  • Sportdirektor: Thomas Linke
  • Chef-Trainer: Ralph Hasenhüttl
  • Co-Trainer: Michael Henke
  • Torwart-Trainer: Brano Arsenovic
  • Fitnesstrainer: Jens Strußenberg
  • Reha- und Athletiktrainer: Jörg Mikoleit
  • Mannschaftsarzt: Florian Pfab
  • Physiotherapeut: Christian Haser
  • Physiotherapeut: Benjamin Sommer
  • Physiotherapeut: Hermann Eikam
  • Equipment-Manager: Matthias Zinner
  • Teamkoordination: Barbara Briegl

Stadion[Bearbeiten]

Bezirkssportanlage Süd-Ost (ESV-Stadion, ehemals Tuja-Stadion)[Bearbeiten]

Haupttribüne
  • Bezirkssportanlage Südost, Geisenfelder Straße 1, 85053 Ingolstadt
  • Kapazität: 11.418 Plätze
  • Am 23. November 2007 erfuhren die Verantwortlichen des FC Ingolstadt, dass im Falle eines Aufstiegs in die 3. oder 2. Liga ein Umzug vom MTV- in das ESV-Stadion unumgänglich sei. Nur dort seien, so teilte der DFB mit, die strengen Voraussetzungen zu erfüllen, die der Deutsche Fußball-Bund für die neue 3. Liga ausgerufen hatte. Das MTV-Stadion käme allein schon wegen der Zuschauerkapazität nicht in Frage, da für die 3. Liga 10.000 Plätze gefordert sind. Im MTV-Stadion zu spielen sei "wie mit einem Fiat auf einer Ferrari-Strecke", so Kißlinger im Donaukurier. Das in die Jahre gekommene ESV-Stadion im Stadtteil Ringsee war jedoch nur eine Zwischenstation.

Audi Sportpark[Bearbeiten]

Audi-Sportpark Ingolstadt
Im Bau
  • Spielort des FC Ingolstadt 04 seit der Saison 2010/11
  • Am Sportpark 1, 85053 Ingolstadt
  • Kapazität: 15.734 Plätze
  • Eröffnung am 24. Juli 2010
  • Ein neues, vollüberdachtes Stadion unter dem Arbeitstitel „Audi-Sportpark“ mit Platz für 15.000 Zuschauer (9.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze) wurde auf dem ehemaligen Bayernoil-Raffineriegelände im Osten Ingolstadts fertiggestellt.[10] Für die Baukosten in Höhe von ca. 25 Millionen Euro, an denen sich der in Ingolstadt ansässige Automobilhersteller und Trikotsponsor Audi mit 5 Millionen Euro für die Namensrechte am Stadion beteiligte, hatte die Stadt Ingolstadt eine Ausfallbürgschaft übernommen.[11]. Die Audi AG übt zudem einen erheblichen Einfluss auf die Vermarktung von Werbeplattformen und Verwertungsrechten (Ticketing, Merchandising) der FC Ingolstadt 04 Fussball GmbH aus.

Ausrüster[Bearbeiten]

Trikotsponsoren[Bearbeiten]

Bilanz[Bearbeiten]

1. Mannschaft[Bearbeiten]

Saison Pos. Liga DFB-Pokal
2004/05 Klassenerhalt 2 Bayernliga
2005/06 Aufstieg 1 Bayernliga 1. Runde 1. FC Saarbrücken: 4:5 i. E.
2006/07 Klassenerhalt 5 Regionalliga Süd
2007/08 Aufstieg 2 Regionalliga Süd
2008/09 Abstieg 17 2. Bundesliga 1. Runde Hamburger SV: 1:3
2009/10 Aufstieg 3 3. Liga 1. Runde FC Augsburg: 1:3
2010/11 Klassenerhalt 14 2. Bundesliga 2. Runde Karlsruher SC: 2:0 1899 Hoffenheim: 0:1
2011/12 Klassenerhalt 12 2. Bundesliga 2. Runde FC Oberneuland: 4:1 FC Bayern München: 0:6
2012/13 Klassenerhalt 13 2. Bundesliga 1. Runde VfR Aalen: 0:3
2013/14 2. Bundesliga Achtelfinale SF Baumberg: 4:1 FSV Frankfurt: 2:0 VfL Wolfsburg: 1:2
2014/15 1. Runde
Klasse
1
2
3
4
5
6

2. Mannschaft[Bearbeiten]

Saison Pos. Liga
2004/05 Klassenerhalt 5 Bezirksoberliga Oberbayern
2005/06 Aufstieg 2 Bezirksoberliga Oberbayern
2006/07 Klassenerhalt 6 Landesliga Bayern-Süd
2007/08 Klassenerhalt 2 Landesliga Bayern-Süd
2008/09 Klassenerhalt 6 Bayernliga
2009/10 Klassenerhalt 6 Bayernliga
2010/11 Aufstieg 2 Bayernliga
2011/12 Klassenerhalt 9 Regionalliga Süd
2012/13 Klassenerhalt 8 Regionalliga Bayern
2013/14 Regionalliga Bayern

Kader 2013/14[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Ramazan Özcan 1 ÖsterreicherÖsterreicher
André Weis 33 DeutscherDeutscher
Leon Jessen 2 DäneDäne
Andre Mijatović 4 KroateKroate
Danilo Soares Teodoro 15 BrasilianerBrasilianer
Danny da Costa 21 DeutscherDeutscher
Ralph Gunesch 26 DeutscherDeutscher
Alfredo Morales 6 DeutscherDeutscher
Christoph Knasmüllner 7 ÖsterreicherÖsterreicher
Roger 8 BrasilianerBrasilianer
Collin Quaner 11 DeutscherDeutscher
Andreas Buchner 16 DeutscherDeutscher
Malte Metzelder 19 DeutscherDeutscher
Pascal Groß 20 DeutscherDeutscher
Reagy Ofosu 23 DeutscherDeutscher
Tamás Hajnal 30 UngarUngar
Marvin Matip 34 DeutscherDeutscher
Almog Cohen 36 IsraeliIsraeli
Moritz Hartmann 9 DeutscherDeutscher
Manuel Schäffler 17 DeutscherDeutscher
Christian Eigler 18 DeutscherDeutscher
Karl-Heinz Lappe 25 DeutscherDeutscher
Philipp Hofmann 28 DeutscherDeutscher
Caiuby 31 BrasilianerBrasilianer

Transfers zur Saison 2013/14[Bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2013

Abgänge

Sommer 2013

Winter 2013/14

Regionalligakader 2011/12[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Thomas Reichlmayr
Aaron Siegl
Matthias Haas
Marcel Hagmann
Mathias Heiß
Ralf Keidel
Daniel Kremer
Michael Mayr
Luka Marino Odak
Alessandro Alfieri
Thomas Berger
Fabian Galm
Stanislaus Herzel
Steffen Jainta
Stefan Müller
Manuel Ott
Tobias Strobl
Azur Velagic
Patrick Walleth
Florian Wenninger
Abdel Abou Khalil
Karl-Heinz Lappe *
Mario Staudigl
* Lizenzspieler

Transfers zur Saison 2012/13 Regionalliga[Bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2012

Abgänge

Sommer 2012

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

Seit 2012 besitzt der Verein ein Maskottchen namens Schanzi, das einen roten Drachen darstellt.[13]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker.de FCI trennt sich von Fink, kicker online vom 21. April 2009
  2. FCI trennt sich von Fink, donaukurier.de vom 21. April 2009
  3. donaukurier.de FC Ingolstadt: Fink bleibt definitiv bis zum Saisonende
  4. donaukurier.de „Alles wird weich gespült“
  5. donaukurier.de Horst Köppel ist neuer Trainer des FC Ingolstadt
  6. www.focus.de Ingolstadt stellt Köppel frei
  7. focus.de: Ingolstadt feuert Trainer Benno Möhlmann Artikel vom 9. November 2011
  8. Süddeutsche: [1] Artikel vom 1. Oktober 2013
  9. Ralph Hasenhüttl soll FC04 aus der Krise führen. In: donaukurier.de. Donaukurier, 4. Oktober 2013, abgerufen am 8. Oktober 2013.
  10. donaukurier.de FC Ingolstadt setzt auf den „Zebra“-Dompteur
  11. donaukurier.de Die Stadt bürgt nicht nur für die Fußballer
  12. aksam.com.tr: Çaykur Rize'den 3.5 yıllık imz(abgerufen am 21. Januar 2014)
  13. Hinweis in: RevierSport 12/2013, S. 46