FC St. Pauli

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FC St. Pauli
Vereinsemblem des FC St. Pauli
Voller Name Fußball-Club St. Pauli von 1910 e. V.
Ort Hamburg
Gegründet 15. Mai 1910
Vereinsfarben braun-weiß
Stadion Millerntor-Stadion
Plätze 29.063
Präsident Oke Göttlich
Trainer Ewald Lienen
Homepage www.fcstpauli.com
Liga 2. Bundesliga
2013/14 8. Platz
Heim
Auswärts
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions mit steinernem Vereinswappen vor dem Umbau 2007/08.
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions nach dem Neubau der Südkurve 2009.

Der FC St. Pauli (vollständiger Name: Fußball-Club St. Pauli von 1910 e. V.) ist ein Sportverein in Hamburg. Der Verein ist mit 19 Abteilungen in unterschiedlichen Disziplinen des Leistungs- und Breitensports aktiv. Die bekannteste und mitgliederstärkste aktive Vereinsabteilung ist die Männer-Fußballabteilung, deren erste Mannschaft in der Saison 2013/14 in der 2. Bundesliga spielt. Ihre Spielstätte, das Millerntor-Stadion, befindet sich auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli in der Nähe der Reeperbahn.

Abteilungen des Vereins[Bearbeiten]


In der Sportart Beachvolleyball wird der FC St. Pauli seit 2009 durch den Beachvolleyballer Mischa Urbatzka mit seinem Partner (in 2009 Florian Huth, ab 2010 Markus Böckermann) repräsentiert; diese Sportart bildet allerdings keine eigene Abteilung, sondern ist direkt dem Präsidium unterstellt.

Bis zum November 2013 besaß der FC St. Pauli auch noch eine American Football-Abteilung (FC St. Pauli Buccaneers), diese löste sich jedoch auf einer außerordendlichen Abteilungsversammlung auf, da die für den Spielbetrieb erforderliche Jugendabteilung nicht mehr gebildet werden konnte. Des Weiteren fand sich kein Abteilungsvorstand mehr. Dieses wurde den Vereinsmitgliedern am 27. November 2013 auf der Jahreshauptversammlung des Vereins mitgeteilt.[16]

Insgesamt hat der FC St. Pauli über 20.000 Vereinsmitglieder[17] und gehört damit zu den 15 größten Sportvereinen Deutschlands. Alle Sportabteilungen[18] mit Ausnahme der Profifußballer und der AFM (nur passive Mitglieder) besitzen als gemeinsames satzungsmäßiges Organ den Amateurvorstand, der insbesondere innerhalb des Vereins den Interessen der aktiven Amateure aller Altersgruppen Gehör verschaffen soll.

Fußball[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der FC St. Pauli war bis ins Jahr 1924 die Fußballabteilung (Spiel- und Sportabteilung) des Hamburg-St. Pauli Turnverein 1862 (gegründet am 1. Mai 1862 durch eine Fusion des MTV in Hamburg – Gründungsdatum 7. September 1852 – mit dem TV in St. Pauli und vor dem Dammthore – Gründungsdatum 7. September 1860). Offiziell gegründet wurde der FC St. Pauli am 15. Mai 1910, aber erst 1924 im Zuge der reinlichen Scheidung zwischen Turn- und Fußballvereinen als selbstständiger Klub in das Vereinsregister eingetragen. Seine Vereinsfarben sind Braun und Weiß. Die Mitgliederzahl liegt heute bei über 20.000.

Lange vor der Gründung der Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV wurde „auf“ St. Pauli bereits Fußball gespielt. Schon ab der ersten Saison 1895/96 wurden auf dem Heiligengeistfeld regelmäßig Punktspiele des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes ausgetragen, da der einzige andere zur Verfügung stehende Platz auf der kleinen Exerzierweide in Altona meist nicht ausreichte. 1900 trug der FC Victoria 1895 dort seine Heimspiele aus. Auch der FC Alemannia 1896 spielte auf dem Heiligengeistfeld und nahm für einige Jahre den Zusatz „St. Pauli“ in seinen Vereinsnamen auf. Durch den Bau eigener Plätze wurde das Heiligengeistfeld Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr für Punktspiele benötigt.

Im Jahre 1900 wurde der nur wenige Jahre bestehende FC St. Pauli 1900 gegründet, der einem unabhängigen Verband angehörte.

Im November 1906 wurden die Mitglieder des Hamburg St. Pauli TV 1862 zur Gründung einer Spielabteilung, in der insbesondere das Fußballspiel betrieben werden sollte, aufgerufen. Erst im Frühjahr 1907 meldeten sich genug Mitglieder, um auch eine Mannschaft bilden zu können. Bis zum Sommer des Jahres wurden, soweit bekannt, nur zwei Freundschaftsspiele ausgetragen.

In der Saison 1907/08 fanden bereits elf Freundschaftsspiele statt, überwiegend gegen Nichtverbandsvereine oder Reservemannschaften innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen. Von den elf Treffen konnten sieben gewonnen werden. Die folgende Saison 1908/09 sah die Bildung einer zweiten Mannschaft, aber auch die Reservemannschaft bestritt wie die erste Mannschaft nur Freundschaftsspiele. Insgesamt sollen beide Mannschaften rund ein Dutzend Begegnungen ausgetragen haben, wobei die Bilanz ausgeglichener ausfällt.

Die Saison 1909/10 begann mit Gesellschaftsspielen, aber im Herbst 1909 wurde die Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV in den Norddeutschen Fußball-Verband aufgenommen. Die erste Mannschaft wurde für die Rückrunde der 3a-Klasse im Bezirk III (Hamburg/Altona) zugeteilt, in der sich fast ausschließlich die dritten Teams der Klubs aus der höchsten Spielklasse befanden. Die Teilnahme erfolgte außer Konkurrenz, so wie es für später gemeldete Mannschaften derzeit üblich war. Der Punktspielauftakt am 30. Januar 1910 gegen die dritte Mannschaft des SC Germania 1887 endete mit einem 2:0-Sieg für den TV, obwohl er nur mit zehn Spielern antrat. Weniger glücklich verlief die Punktspielpremiere für die zweite Mannschaft, die der 3b-Klasse zugeteilt war; das erste Punktspiel bei der IV. Mannschaft des Eimsbütteler TV am 6. Februar 1910 endete mit einer 1:12-Niederlage.

Erstmals verließ der TV in dieser Saison auch die Hamburger Stadtgrenzen und trug dabei Freundschaftsspiele in Cuxhaven und in Dänemark aus, die allesamt mit Niederlagen endeten. Am 22. April 1910, also nach dreijährigem Bestehen der Abteilung und 18 Tage vor dem offiziellen Gründungsdatum, verfügte der Hamburg-St. Pauli TV bereits über vier Mannschaften, und die fünfte wurde gebildet. Insgesamt wurden 28 Spiele ausgetragen, wobei sechs Siegen 20 Niederlagen gegenüberstanden.

Für die Saison 1910/11 wurde die erste Mannschaft der 1c-Klasse zugeteilt, die aus zwei Staffeln bestand und in der sich keine Reservemannschaften befanden. Neben der zweiten Mannschaft nahmen auch erstmals die dritte und vierte Garnitur an den Meisterschaftsspielen teil. Das angestrebte Ziel, der Aufstieg in die höchste Spielklasse, gelang nicht. Im Gegenteil, die Leistungen stagnierten und ein Abwärtstrend setzte ein. Gute Spieler begannen den Verein zu verlassen und schlossen sich anderen Klubs an. Extrem groß war der Aderlass Ende Dezember 1912, als von den knapp 230 gemeldeten Spielern 57 den Verein am selben Tag verließen. Vor dem Ersten Weltkrieg entstand mit der St. Pauli SpVgg. eine lokale Konkurrenz, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt ihren Spielbetrieb wie der Hamburg-St. Pauli TV aufnahm.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges verhalf dem TV zu dem Sprung in die zweite Spielklasse: Da andere Klubs sich wegen Spielermangels von Meisterschaftsspielen zurückziehen mussten, konnten die Turner dank der Vizemeisterschaft in der 1c-Klasse aufrücken. 1915/16 wurde der Hamburg-St. Pauli TV Meister seiner Staffel. Für die Teilnahme an der Relegationsrunde wurde für den 7. Mai 1916 ein Entscheidungsspiel auf dem Victoria-Sportplatz an der Hoheluft gegen den SC Concordia 1907 angesetzt. Die Concorden hatten die Meisterschaft ihrer Staffel in überlegener Manier gewonnen: Alle 20 Punktspiele wurden siegreich mit einem Torsaldo von letztlich 155:13 beendet. Zur Pause führte der TV überraschend mit 1:0, musste sich am Ende aber mit 1:4 beugen.

1919 gelang der angestrebte Aufstieg in die höchste Spielklasse, die inzwischen in Norddeutsche Liga Hamburg/Altona umbenannte ehemalige 1a-Klasse. In einer einfachen Runde endeten die Turner auf dem dreizehnten und damit letzten Platz. Nur der Vorletzte, die SpVgg. 1903 Blankenese, konnte mit 2:1 geschlagen werden; die restlichen elf Begegnungen gingen alle verloren. Die größte Schlappe mit 0:9 wurde gegen den SC Victoria registriert, im allerersten Punktduell beider Klubs. Nach Beendigung der Einfachrunde wurde die Tabelle geteilt. Der TV spielte in der Abstiegsrunde, belegte bei sieben teilnehmenden Mannschaften den sechsten Platz und stieg somit gleich wieder ab. An lokaler Konkurrenz erstarkte der St. Pauli SV 1901, im Volksmund St. Pauli Sport genannt. Gegründet wurde der Verein als FC Britannia, nach Kriegsbeginn erst in FC Blücher, später dann in St. Pauli SV umbenannt und für Jahre erfolgreicher als der FC.

In den Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 entwickelte sich der FC St. Pauli zu einer so genannten „Fahrstuhlmannschaft“, die ständig zwischen der ersten und zweiten Spielklasse hin- und her pendelte. Da kein Trainer eingestellt wurde, konnte auch das oft vorhandene spielerische Potential nicht weiterentwickelt werden.

Entwicklung in jüngerer Zeit[Bearbeiten]

Nach der Saison 2002/03 stieg St. Pauli aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Nord ab und wäre beinahe noch direkt eine weitere Liga tiefer bis in die Oberliga Nord abgestiegen, da sich zum Saisonende eine Liquiditätslücke in Höhe von rund 1,95 Millionen Euro abzeichnete, deren Deckung gleichzeitig die entscheidende Lizenzierungsauflage des DFB im Zulassungsverfahren zur Regionalliga darstellte. Am 28. März 2004 wurde der Trainer Franz Gerber wegen anhaltender Erfolglosigkeit beurlaubt und der bisherige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der Zweiten Fußballmannschaft Andreas Bergmann zu seinem Nachfolger bestimmt. Ihm stand ab Sommer 2004 André Trulsen als Co-Trainer zur Seite. Am 20. November 2006 wurde Andreas Bergmann beurlaubt. Das Traineramt übernahm Holger Stanislawski. Trotz Querelen im Umfeld und der vorübergehenden Absetzung von Präsident Corny Littmann durch den Aufsichtsrat gelang dem Club unter seiner Ägide der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Juli 2007 gab die DFL jedoch bekannt, dass Stanislawski St. Pauli aufgrund der fehlenden Fußballlehrerlizenz nicht in der 2. Liga betreuen darf. Der bisherige Co-Trainer André Trulsen wurde daher zum Cheftrainer ernannt.

Erster großer Erfolg in der Spielzeit 2007/08 war der 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen in der ersten Pokalrunde, der gemeinsam mit den nach fünf Spieltagen erzielten neun Punkten einen guten Saisonstart bedeutete.

Die Saison 2009/10 beendete der FC St. Pauli als Tabellenzweiter in der 2. Bundesliga und Aufsteiger in die oberste Spielklasse. Diesen sportlichen Erfolg nahm der seit 2003 amtierende Präsident Littmann zum Anlass, während der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum seinen Rücktritt zu erklären, nachdem der Klub auch wirtschaftlich wieder auf einem soliden Fundament stand und die Stadionmodernisierung in vollem Gange war. Der Bundesliga-Aufsteiger musste nach nur einer Saison (2010/11) als Tabellenletzter den Weg zurück in die 2. Bundesliga antreten.

In der Saison 2011/12 schied St. Pauli nach einem 1:2 beim Regionalligisten Eintracht Trier bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals aus dem Wettbewerb aus.

In der Saison 2012/13 erreichte der FC St. Pauli die zweite Runde des DFB-Pokals durch einen 3:0-Sieg beim Offenburger FV (Oberliga Baden-Württemberg), in der man wegen einer 0:3-Niederlage beim Erstligisten VfB Stuttgart ausschied.

Saison 2013/14[Bearbeiten]

Die Saison 2013/14 war in der ersten Hälfte von erfolgreichem spielerischen Abschneiden und einem deshalb überraschenden Trainerwechsel gekennzeichnet: Anfang November wurde Michael Frontzeck nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand über seine Vertragsverlängerung beurlaubt; der zur Saison neu eingestellte Kotrainer Roland Vrabec übernahm zunächst vorläufig die Teamleitung. Nach vier Siegen in sechs Spielen wurde zum Beginn der Winterpause Vrabecs Vertragsverlängerung als Cheftrainer bis zum 30. Juni 2015 bekannt gegeben. Zwischenzeitlich hatte der Verein sogar den 3. (Relegations-)Platz in der Tabelle erreicht und überwinterte auf dem hoffnungsvollen 5. Platz. Noch am 25. Spieltag betrug – nach dem 2:0-Auswärtserfolg bei Fortuna Düsseldorf − der Rückstand auf Platz Drei nur ein Punkt; es durfte also weiter von der möglichen Relegation gegen den Hamburger SV geträumt werden. Da aus den folgenden Spielen bis zum Saisonende lediglich noch sechs Punkte eingefahren wurden, hieß es am Ende Platz Acht für die Kiezkicker. Insbesondere die Heimschwäche mit nur fünf Siegen am Millerntor hatte dazu beigetragen; in der Auswärtstabelle belegte die Mannschaft Platz Drei. Neben der sportlichen konnte auch eine bescheidene finanzielle Konsolidierung mit einem positiven Jahresabschluss erzielt werden. Der Stadionumbau wurde planmäßig fortgesetzt, zur vollständigen Erneuerung fehlt zur Zeit nur noch die Umgestaltung der Nordtribüne.

„Weltpokalsiegerbesieger“[Bearbeiten]

Am 6. Februar 2002 gewann der FC St. Pauli überraschend als Tabellenletzter der 1. Bundesliga mit 2:1 gegen den FC Bayern München im Millerntor-Stadion, woraufhin vom FC St. Pauli T-Shirts mit dem Aufdruck „Weltpokalsiegerbesieger“ auf der Vorderseite und den Namen der Spieler auf der Rückseite angefertigt wurden. Dies bezog sich darauf, dass der FC Bayern wenige Wochen zuvor den Weltpokal gewonnen hatte. Die Torschützen für St. Pauli waren Nico Patschinski und Thomas Meggle. Erst in der 87. Minute konnte Willy Sagnol für Bayern auf 2:1 verkürzen.[19]

Die Retterkampagne[Bearbeiten]

Durch mehrere bundesweit Aufsehen erregende Spendenaktionen gelang es Anhängern und Verein im Jahr 2003 innerhalb von nur drei Monaten gemeinsam weit mehr als die benötigten 1,95 Millionen Euro aufzutreiben und so den doppelten Abstieg innerhalb einer Saison in die Oberliga abzuwenden.

Einige Beispiele der durchgeführten Aktionen, welche allesamt unter dem Motto „Rettet den FC St. Pauli“ standen:

  • Der Verkauf von über 140.000 „Retter“-T-Shirts (Nettoerlös: rund 900.000 EUR) u. a. auf dem Hamburger Fischmarkt und der Reeperbahn sowie bei der Kieler Woche und diversen Konzerten
  • Der Verkauf des Jugendleistungszentrums am Brummerskamp an die Stadt Hamburg für 720.000 EUR
  • ein Benefizspiel unter dem Motto „Weltpokalsiegerbesieger gegen Weltpokalsieger“ gegen den FC Bayern München, der auf Gage und Kostenerstattung verzichtete, im Millerntorstadion (270.000 EUR)
  • Bargeldspenden von über 200.000 EUR
  • Bieraktionen „Astra trinken – St. Pauli retten“ (1 Euro pro Astrakasten, über 120.000 EUR) sowie die Aktion „Saufen für St. Pauli“ (die Kiez-Kneipen kassierten je ausgeschenktem Bier 50 Cent Soliaufschlag) brachte weitere 20.000 EUR ein
  • Im Millerntorstadion durchgeführte Kulturveranstaltungen: Jazzfestival, DJ-Soundclash, drei Freiluftkinoabende, „Finales Retterkonzert“
  • Dauerkartenverkauf: Während der Retterkampagne, als die Ligazugehörigkeit noch ungeklärt war, wurden 11.700 Dauerkarten verkauft.

Erfolge und bemerkenswerte Ereignisse[Bearbeiten]

  • 1947: Hamburger Meister
  • 1948: Norddeutscher Vizemeister, Vizemeister der Britischen Besatzungszone und Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft
  • 1949: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1950: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1951: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Gruppenspiele)
  • 1952: Niederlage im ersten Fußballspiel, das im Fernsehen übertragen wurde, dem DFB-Pokal (Heim)Spiel gegen Hamborn 07 (3:4)
  • 1954: Norddeutscher Vizemeister
  • 1964: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1966: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1972: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1973: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1977: 1. Platz in der 2. Bundesliga Nord und erster Aufstieg in die Bundesliga
  • 1981: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord, Deutscher Amateurvizemeister nach 0:2-Finalniederlage bei den Amateuren des 1. FC Köln
  • 1983: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord
  • 1984: 2. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1986: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1988: 2. Platz in der 2. Bundesliga und zweiter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1995: 2. Platz in der 2. Bundesliga und dritter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1995: Nach dem 1. Spieltag der neuen Saison Tabellenführer in der Bundesliga durch 4:2-Heimsieg gegen TSV 1860 München.
  • 2001: 3. Platz in der 2. Bundesliga und vierter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2002: 2:1-Heimsieg des Tabellenletzten FC St. Pauli gegen den FC Bayern München. Der Begriff des Weltpokalsiegerbesiegers wird geprägt.
  • 2006: Einzug als Regionalligist in das Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München, welches mit 0:3 verloren wurde
  • 2007: Meister der Regionalliga Nord und Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2010: 2. Platz in der 2. Bundesliga und fünfter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2011: 1:0-Auswärtssieg des Aufsteigers FC St. Pauli beim Hamburger SV. Erster Sieg im Hamburger Stadtderby seit 1977
  • 2011: 1:8-Heimniederlage des Aufsteigers FC St. Pauli gegen den FC Bayern München. Höchste Bundesliga-Heimniederlage in der Geschichte des Vereins.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]

Ab Ende Januar 1910 wurden die ersten Punktspiele ausgetragen, und der Verein pendelte zunächst innerhalb der Hamburger Ligen, da es bis 1933 (mit Ausnahme der Saison 1913/14, in der die NFV-Verbandsliga eingeführt wurde) keine überregionalen Ligen gab. 1919 gelang der Aufstieg in die Hamburger A-Klasse, die höchste Hamburger Liga – somit war der Verein damals zum ersten Mal „erstklassig“.
1934/35, 1936–40 sowie 1942–45 spielte der FC St. Pauli in der neu gegründeten erstklassigen Gauliga Nordmark und von 1942 bis Kriegsende in der Gauliga Hamburg. Nach dem Krieg trat der FC zunächst in der (erstklassigen) Stadtliga Hamburg an und gehörte von ihrer Gründung 1947 bis zu ihrer Auflösung 1963 zur Oberliga Nord, die ebenfalls die höchste Spielklasse war.
Als 1963 die Bundesliga ihren Spielbetrieb aufnahm, spielte St. Pauli in der zweitklassigen Regionalliga Nord, und zwar bis zu deren Auflösung 1974. Seitdem spielte der Verein überwiegend in der 2. Bundesliga, acht Jahre in der Bundesliga und auch einige Jahre drittklassig.

Abschlussplatzierungen von 1965 bis 2013

Seit 1922 spielte der FC St. Pauli in folgenden Ligen (I = höchste Spielklasse, II = zweithöchste Spielklasse, III = dritthöchste Spielklasse):

  • 1922/23–1925/26 Norddeutsche Liga (I)
  • 1926/27 A-Klasse Hamburg (II)
  • 1927/28 Norddeutsche Liga (I)
  • 1928/29 Runde der Zehn (I)
  • 1929/30 Bezirksliga Hamburg (II)
  • 1930/31–1932/33 Norddeutsche Oberliga (I)
  • 1933/34 Bezirksklasse Hamburg (II)
  • 1934/35 Gauliga Nordmark (I)
  • 1935/36 Bezirksklasse Hamburg (II)
  • 1936/37–1939/40 Gauliga Nordmark (I)
  • 1940/41–1941/42 1. Klasse Hamburg (II)
  • 1942/43–1944/45 Gauliga Hamburg (I)
  • 1945/46–1946/47 Stadtliga Hamburg (I)
  • 1947/48–1962/63 Oberliga Nord (I)
  • 1963/64–1973/74 Regionalliga Nord (II)
  • 1974/75–1976/77 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1977/78 Bundesliga (I)
  • 1978/79 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1979/80–1983/84 Amateuroberliga Nord (III)
  • 1984/85 2. Bundesliga (II)
  • 1985/86 Amateuroberliga Nord (III)
  • 1986/87–1987/88 2. Bundesliga (II)
  • 1988/89–1990/91 Bundesliga (I)
  • 1991/92 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1992/93–1994/95 2. Bundesliga (II)
  • 1995/96–1996/97 Bundesliga (I)
  • 1997/98–2000/01 2. Bundesliga (II)
  • 2001/02 Bundesliga (I)
  • 2002/03 2. Bundesliga (II)
  • 2003/04–2006/07 Regionalliga Nord (III)
  • 2007/08–2009/10 2. Bundesliga (II)
  • 2010/11 Bundesliga (I)
  • seit 2011/12 2. Bundesliga (II)

Besondere ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Deutsche A-Nationalspieler[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler als Teil der Traditionself des FC St. Pauli anlässlich des hundertjährigen Jubiläums im Mai 2010 (3:3 gegen den FC United of Manchester)
Stehend v.l.n.r.: Demuth, Box, Thomforde, Adrion, Dammann, Driller, Sturz, Gronau, Dahms?, Springer, Rahn, Kocian, Trulsen, Schulte
Hockend v.l.n.r.: Ippig, Golke, Bargfrede, Ottens, Zander, Hollerbach, Knäbel, Stanislawski, Klasnić, Mazingu-Dinzey, Sievers, Gunesch

Ausländische Nationalspieler[Bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler, die entweder lange für den FC St. Pauli spielten oder aufgrund persönlicher Leistung erwähnenswert sind:

  • Guy Acolatse kam vor der Saison 1963/64 aus Togo ans Millerntor. Acolatse war der erste Spieler schwarzer Hautfarbe aus Afrika im bezahlten deutschen Fußball.
  • Dirk Dammann – die Zuverlässigkeit in Person. Wirkte aufgrund seiner Größe immer etwas staksig, machte dies jedoch durch unbändige Einsatzkraft wett.
  • Martin Driller, erfolgreicher Stürmer und Ex-Freund von Regina Halmich. Hatte seinen wohl besten Auftritt im St. Pauli-Dress beim 4:4 gegen Schalke 04.
  • Walter Frosch, ein raubeiniger Abwehrspieler, spielte von 1976 bis 1982 bei St. Pauli. Bis heute gilt er weltweit als der Profifußballer mit den meisten gelben Karten in einer Saison.
  • Franz Gerber, „Schlangen-Franz“, bester St. Pauli-Torschütze seit Gründung der Bundesliga, Vater von Fabian Gerber. Mit 115 Treffern an achter Position in der Liste der Zweitliga-Rekordtorjäger.
  • André Golke, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze des FC St. Pauli.
  • Jürgen Gronau spielte nie für einen anderen Verein als den FC St. Pauli und ist heute in der Jugendabteilung tätig, in der auch sein Sohn aktiv ist.
  • Horst Haecks gehörte Ende der 1950er und Anfang der 1960ern zu den ganz großen Torjägern des FC St. Pauli. In der Saison 1963/64 traf er in 34 Spielen gleich 36 Mal das gegnerische Tor. 1966 musste Haecks seine Karriere verletzungsbedingt beenden.
  • Bernd Hollerbach, ehemaliger Metzger aus Franken, war ein Publikumsliebling, bis er durch den Wechsel zum Hamburger SV seinen Kredit bei den Fans der Millerntor-Elf gänzlich verspielte: aus deren Schlachtruf „Ho-ho-Hollerbach“ wurde „Ho-ho-Hochverrat“.
  • Volker Ippig, Torhüter, Stammtorhüter von 1986 bis September 1991 beim FC St.Pauli; lebte einige Zeit in den besetzten Häusern in der Hafenstraße; beendete nach 100 Pflichtspielen für den FC St. Pauli wegen einer Rückenverletzung im September 1991 seine aktive Karriere.
  • Thomas Meggle, Mittelfeldspieler, wechselte zur Saison 2005/06 zum dritten Mal ans Millerntor. Torschütze beim legendären 2:1 gegen Bayern München. Zurzeit als Trainer der Zweitligamannschaft beim FC St. Pauli tätig (Vertrag bis Saisonende 2017).
  • Dieter Schlindwein, genannt „Eisen-Dieter“, Vorstopper, der seine Karriere beim SV Waldhof Mannheim 07 begann und Anfang der 1990er Jahre Abwehrspieler bei St. Pauli war – allerdings ob einer verbalen Entgleisung gegenüber Leo Manzi bei den Fans umstritten.
  • Helmut Schön, 16 A-Länderspiele (1937–41), 17 Treffer. Absolvierte seine Länderspiele zu einer Zeit, als er Vereinsspieler des Dresdner SC war. In der Spielzeit 1949/50 bestritt der spätere Bundestrainer, der 1972 Europa- und 1974 Weltmeister wurde, einige Pflichtspiele im Dress des FC St. Pauli.
  • Otmar Sommerfeld, Rekordspieler der alten Oberliga Nord mit 362 Spielen, davon 227 zwischen 1951 und 1959 für St. Pauli, meist als Mittelläufer.
  • Holger Stanislawski, bis 30. Mai 2004 einziger noch aktiver St. Pauli-Stammspieler aus Bundesliga-Aufstiegszeiten. Ende Mai 2004 beendete er seine aktive Karriere, wurde danach Vizepräsident des Vereins und später Manager für den sportlichen Bereich. Nach der Beurlaubung Andreas Bergmanns war er als Manager und Trainer in Personalunion tätig, bis er die Position des Managers an Helmut Schulte abgab (der wiederum im Mai 2012 seinen Hut als Sportchef nehmen musste). Bis zum Saisonende 2010/2011 übte Holger Stanislawski das Traineramt aus.
  • Harald Stender – einmal St. Paulianer, immer St. Paulianer; der Außenläufer war von 1945 bis 1960 aktiv und ist der Spieler mit den meisten Einsätzen für den FC in der erstklassigen Oberliga.
  • Klaus Thomforde, das „Tier im Tor“. Letzter Einsatz am 6. Oktober 2001 (Abschiedsspiel „Klaus' letzte Parade“ als Sportinvalide). Anschließend wirkte der gelernte Steuerfachangestellte noch als Torwarttrainer sowie in der Vermarktung des Vereins mit (in der Saison 2006/07 für kurze Zeit Interimstrainer bei Holstein Kiel).
  • André Trulsen, Abwehr, spielte in den Jahren 1986–1991 sowie zwischen 1994 und 2002 für den Verein. Dazwischen Stationen beim 1. FC Köln und vor der Zeit bei St. Pauli in der Oberliga beim SV Lurup (Hamburg). Wurde in der Regionalliga-Saison 2004/2005 als Spieler für einige Einsätze in Liga- und Pokalspielen reaktiviert. Mit 177 Einsätzen Rekordspieler des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Die „Jahrhundert-Elf“[Bearbeiten]

Anlässlich des hundertjährigen Vereinsjubiläums wählten die Fans 2010 per Onlineabstimmung folgende Spieler:[20]

Vereinsoffizielle über die Jahre[Bearbeiten]

Kartencenter und Fanshop am Millerntor vor dem Umbau 2007/08

Die Präsidenten[Bearbeiten]

Der Vorstand des FC St. Pauli setzt sich satzungsgemäß aus dem Präsidenten und seinen bis zu vier Stellvertretern zusammen. Gewählt werden der Präsident auf Vorschlag des Aufsichtsrats und die Vizepräsidenten auf Vorschlag des Präsidentschaftskandidaten durch die Jahreshauptversammlung des Vereins. Ob Präsidiumsmitglieder haupt- oder ehrenamtlich tätig sind, entscheidet der Aufsichtsrat fallweise.

Zum Präsident wurde der Musik-Unternehmer Oke Göttlich vorgeschlagen [21] und am 16.11. gewählt [22]. Dem Vorstand gehören weiterhin an: Thomas Happe, Reinher Karl sowie Joachim Pawlik und Jochen Winand.

  • 1924–1931 Henry Rehder
  • 1931–1945 Wilhelm Koch
  • 1945–1947 Hans Friedrichsen
  • 1947–1948 Max Pestorf
  • 1948–1969 Wilhelm Koch
  • 1970–1979 Ernst Schacht
  • 1979–1982 Wolfgang Kreikenbohm

Die Trainer[Bearbeiten]

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Tor
1 DeutschlandDeutschland Philipp Heerwagen 13.04.1983 2013 2015
13 DeutschlandDeutschland Philipp Tschauner 03.11.1985 2011 2015
30 DeutschlandDeutschland Robin Himmelmann 05.02.1989 2012 2016
Abwehr
3 DeutschlandDeutschland Lasse Sobiech 18.01.1991 2014 2015
4 DeutschlandDeutschland Philipp Ziereis 14.03.1993 2013 2016
8 DeutschlandDeutschland Bernd Nehrig 28.09.1986 2013 2016
15 DeutschlandDeutschland Daniel Buballa 11.05.1990 2014 2017
16 DeutschlandDeutschland Markus Thorandt 01.04.1981 2009 2015
20 DeutschlandDeutschland Sebastian Schachten 06.11.1984 2011 2015
23 DeutschlandDeutschland Marcel Halstenberg 27.09.1991 2013 2016
26 DeutschlandDeutschland Sören Gonther (C)Kapitän der Mannschaft 15.12.1986 2012 2017
27 DeutschlandDeutschland Jan-Philipp Kalla 06.08.1986 2003 2015
31 DeutschlandDeutschland Maurice Litka 02.01.1996 2006 2018
34 DeutschlandDeutschland Andrei Starzew 07.06.1994 2010 2015
Mittelfeld
5 DeutschlandDeutschland Tom Trybull 09.03.1993 2014 2017
6 DeutschlandDeutschland Florian Kringe 18.08.1982 2012 2015
7 DeutschlandDeutschland Dennis Daube 11.07.1989 2004 2015
10 DeutschlandDeutschland Christopher Buchtmann 25.04.1992 2012 2016
11 DeutschlandDeutschland Marc Rzatkowski 02.03.1990 2013 2017
19 DeutschlandDeutschland KosovoKosovo Enis Alushi 22.12.1985 2014 2016
22 DeutschlandDeutschland Michael Görlitz 08.03.1987 2014 2016
28 DeutschlandDeutschland Bentley Baxter Bahn 28.08.1992 2013 2015
29 DeutschlandDeutschland Sebastian Maier 18.09.1993 2013 2016
36 DeutschlandDeutschland TürkeTürke Okan Kurt 11.01.1995 2002 2016
Sturm
9 DeutschlandDeutschland Christopher Nöthe 03.01.1988 2013 2016
12 NiederlandeNiederlande John Verhoek 25.03.1989 2013 2016
14 KroateKroate Ante Budimir 22.07.1991 2014 2018
18 DeutschlandDeutschland Lennart Thy 25.02.1992 2012 2016
37 SüdkoreanerSüdkoreaner Kyoung-Rok Choi 15.03.1995 2012 2015

Transfers zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 4. August 2014

Zugänge Abgänge
Sommer 2014
Ewald Lienen ist seit dem 16. Dezember 2014 Cheftrainer der Profis
1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Aktueller Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten]

Name Funktion seit
Trainerstab
Ewald Lienen Cheftrainer 2014
Abder Ramdane Co-Trainer 2014
Thomas Stickroth Mentaltrainer 2014
Mathias Hain Torwart-Trainer 2011
Timo Rosenberg Athletiktrainer 2006
Medizinische Abteilung
Sebastian Schneider Mannschaftsarzt 2004
Hauke Mommsen Mannschaftsarzt 2013
Stefan Kliche Physiotherapeut 2014
Ronald Wollmann Physiotherapeut 1986
Johannes Reich Physiotherapeut 2007
Betreuer
Christian Bönig Team-Manager 2005
Siegmar Krahl Zeugwart 2009
Andreas Kreft Zeugwart 2004

Das Hilfsprojekt Viva con Agua de Sankt Pauli[Bearbeiten]

Politisches und soziales Engagement ist nicht nur innerhalb der Fan-Szene zu beobachten: seit dem Frühjahr 2005 engagiert sich der Spieler Benjamin Adrion in einem gemeinsam vom Verein und der deutschen Welthungerhilfe getragenen Hilfsprojekt namens Viva con Agua de Sankt Pauli zur Sicherung der Trinkwasserversorgung an etwa 100 Kindergärten in Havanna (Kuba). Nach Kuba engagierte sich die Initiative in zahlreichen weiteren Ländern, vor allem in Ostafrika.

Bekanntheit des Vereins[Bearbeiten]

Eine Studie des Sportvermarkters UFA Sports, der auch den FC St. Pauli betreut, hat deutschlandweit elf Millionen St. Pauli-Sympathisanten ermittelt.[23] Auch im Ausland besitzt der FC St. Pauli einen ausgezeichneten Ruf, etwa in Frankreich.[24]

Dieses Interesse äußert sich auch im Zuschauerzuspruch bei den Heim- und Auswärtsspielen: St. Pauli hatte in der Saison 2003/04 als Regionalligist mit 17.374 Zuschauern[25] einen höheren Schnitt als jeder Zweitligaverein[26] und übertraf bei der Zahl der verkauften Dauerkarten mehrere Erstligisten (St. Pauli: 11.700;[27] Bundesliga: VfL Wolfsburg 7.500, VfL Bochum 6.000, Hansa Rostock 4.550[28]).

Zur Saison 2010/11 brachte die Firma Panini neben dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart erstmals ein Stickeralbum im Namen des FC St. Pauli als dritter Bundesligist heraus. Neben den Porträtstickern aller Spieler und Trainer beinhaltet das Album u. a. auch die Historie des Clubs, die verschiedenen Facetten der Fanszene und des Stadtteils.[29]

Strukturen in der Fanszene[Bearbeiten]

Totenkopffahne

Ein nennenswerter Teil der Fanszene am Millerntor versteht sich im Vergleich zu den Fanstrukturen anderer Fußballvereine ausdrücklich als politisch. Schon in den 1990ern setzten Fangruppen sich für eigene und die Interessen der direkten Stadionanwohner ein, als ein Stadionneubauprojekt mit angeschlossener Randbebauung (Sport-Dome) des Präsidenten Heinz Weisener – bzw. von dessen Architekturbüros – in Angriff genommen werden sollte. Durch mehrere Demonstrationen sowie einen mehrminütigen Schweigeprotest bei einem Heimspiel wurde dieses Projekt schließlich gekippt. Fortan wurden immer wieder neue Stadion-Neubaupläne vorgelegt und nun steht seit Juli 2006 fest, dass bis 2014 ein neues Stadion fertiggestellt sein soll.

Auch in der Arbeit gegen Stadionverbote zeigt sich die Fangruppierung Pro Fans recht aktiv im St.-Pauli-Umfeld. Einen weiteren politischen Schwerpunkt bildet das aktive Einschreiten gegen sexistische oder rassistische Äußerungen im Stadion: St. Pauli war der erste Verein, welcher entsprechende Verbote in seine Stadionordnung einfügte – heute ist es eher die Regel, dass sich entsprechende Passagen in den Stadionordnungen der Bundesligavereine finden. So musste beispielsweise ein Sponsor, der Herausgeber der Männerzeitschrift Maxim, nach heftigen Protesten seine Stadionreklame überarbeiten, da diese von Fanseite als zu sexistisch bzw. frauenfeindlich eingestuft wurde.

Ausdruck einer Fankultur der anderen Art ist auch der Totenkopf, der in der Tradition Jahrhunderte alter Piraterie als Symbol "Arm gegen Reich" von den Fans verwandt wird, da der FC St. Pauli obgleich geringer finanzieller Budgets achtbare Erfolge in den verschiedenen Ligen und Wettbewerben zu verzeichnen hat. So drückt die Fanszene sinnbildlich die Rolle des Underdogs aus, der gegen übermächtige, reiche Clubs kämpft.[30]

Der Verein hat rund 280 offiziell registrierte Fanklubs (Stand: Oktober 2014), die sich mit dem Fanclub-Sprecherrat ein eigenes Vertretungsgremium geschaffen haben, das inzwischen bei grundsätzlichen Fragen auch vom Vereinspräsidium angehört wird. Zentrale Einrichtung für organisierte wie einzelne Fans ist der aus einer Faninitiative hervorgegangene Fanladen St. Pauli. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht mit Fanclubs des schottischen Premier-League-Vereins Celtic Glasgow.

Von den St. Pauli-Fans wird zudem das Antira-Turnier organisiert, ein Einladungsturnier für antirassistische Fangruppierungen, das früher jährlich, nun alle zwei Jahre (alternierend mit anderen Austragungsorten), auf dem St. Pauli-Trainingsgelände stattfindet.[31]

Sponsoren und Ausrüster (seit 2000)[Bearbeiten]

Zeitraum Sponsor Branche
2000–2001 World of Internet / Astra Internet / Brauerei
2001–2002 Securvita Gesundheit
2002–2003 Securvita / Astra Gesundheit / Brauerei
2003–2006 Mobilcom Telekommunikation
2006–2009 Congster/Congstar Telekommunikation
2009–2010 Dacia Automobilhersteller
2010–2013 Deutsche Fernsehlotterie Lotterie
2013–2014 Relentless Energy-Drink
2014– Congstar Telekommunikation
Zeitraum Ausrüster
2000–2003 Kappa
2003–2005 Stanno
2005–2014 Do You Football
2014– Hummel

Abteilung Fördernde Mitglieder[Bearbeiten]

Die Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) ist eine nicht sporttreibende Abteilung, deren Mitglieder sich der Förderung der Jugendabteilungen (mit Schwerpunkt auf dem Fußball-Jugendleistungsbereich) des Vereins verpflichtet sehen. Mit ihren zurzeit über 12.000[32] Mitgliedern ist sie zudem die mitgliedsstärkste Abteilung innerhalb des Vereins.

Gemeinsam mit dem Präsidium und der sportlichen Leitung werden Konzepte entwickelt, die für den FC St. Pauli eine Chance darstellen können, auf Dauer mit den finanzstarken Spitzenclubs zu konkurrieren. Die Finanzierung dieser Konzepte erfolgt anteilig durch die AFM und die Profiabteilung.

Aktuelle Projekte der AFM sind neben dem „AFM-Radio“, welches ursprünglich aus einer Spielbeschreibung für Sehgeschädigte am Millerntor entstanden ist und mittlerweile kostenlos Live-Reportagen aller Spiele der ersten Mannschaft per Internet-Stream bietet, die AFM-Ausbildungsbörse „You'll never work alone“, welche in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Agentur für Arbeit Ausbildungsplätze an Nachwuchsspieler vermittelt, um diese an den Verein zu binden. Des Weiteren unterhält die AFM das Jugendtalenthaus, in welchem bis zu sechs Nachwuchsspieler betreut in einer Wohngemeinschaft leben.

Darüber hinaus haben AFM-Mitglieder noch einige ganz konkrete Vorteile. So gibt es neben den Ermäßigungen und Rabatten auf Fanartikel, die auch für die Mitglieder der anderen Abteilungen gelten, für vom St. Pauli Fanladen organisierte Auswärtsfahrten einen speziellen AFM-Rabatt. Auch bei Heimspielen der U23-Mannschaft und bei der Teilnahme an Stadionführungen ist der Eintritt für AFM-Mitglieder ermäßigt.

American Football[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2002 verfügte der FC St. Pauli mit den St. Pauli Buccaneers über ein American-Football-Team im Jugendbereich. Unter der Leitung von Coach Campino Milligan, der zu seiner aktiven Zeit als Spieler sowohl den German Bowl als auch den Eurobowl gewinnen konnte, traten die Buccaneers in der German Football League Juniors (GFLJ) an.[33] Seit der Saison 2011 existierte auch eine Herrenmannschaft, welche nach dem sofortigen Aufstieg in der ersten Saison in der Oberliga HH/SH spielte.[34][35] Ebenfalls seit 2011 wurde bei den Buccaneers zudem noch Herren Flag Football gespielt, die Semikontakt Variante des Originals.[36] Im Jahre 2009 erhielt das Team den Hamburger Bürgerpreis der CDU Hamburg.[37] Im November 2013 löste sich diese American-Football-Sparte auf, nachdem zunächst kein für den Herrenbetrieb erforderliches Jugendteam mehr hatte gestellt werden können und die Abteilung nach einem Rücktritt keinen neuen Abteilungsvorstand gefunden hatte.[38]

Marathon[Bearbeiten]

Seit November 2011 gibt es eine Marathonabteilung mit breitensportlicher Ausrichtung. Die erste öffentliche Aktion der Abteilung war ein Volkslauf "St. Pauli läuft gegen rechts" um die Außenalster mit 1.400 Teilnehmern am 2. Juni 2012.[39]

Radsport[Bearbeiten]

Die Radsportler gibt es seit Sommer 2004 unter dem Namen „Fahrrad-Club St. Pauli“ im Verein; vier Jahre später umfasste die Abteilung bereits rund 130 Mitglieder, von denen gut 20 BDR-Lizenzinhaber (Elite A bis C) waren. Im Frühjahr 2007 gewann ein Rennfahrer des Fahrrad-Clubs die Hamburger Straßenmeisterschaft, belegte beim Einzelzeitfahren Rang Drei und war für die Deutsche Straßenmeisterschaft der Amateure qualifiziert. Daneben betreibt eine größere Anzahl Mitglieder „ambitionierten Freizeitsport“ (Teilnahme an BDR-Super Cup und Radmarathons, Radtourenfahrten (RTF) u. ä.). Im September 2011 veranstaltete der Fahrrad-Club zum ersten Mal eine eigene RTF.

Rugby[Bearbeiten]

Die 1933 gegründete Rugby-Abteilung ist heute untergliedert in drei Herrenmannschaften (1. Bundesliga, 2.Bundesliga und Regionalliga), Frauen sowie Jugend/Schüler. Ihre größte Aufmerksamkeit erzielte diese Abteilung durch die mehrfach erlangte Deutsche Meisterschaft im Frauenrugby: Zum achten Mal nach 1995, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006 und 2007 holten die Frauen 2008, im Endspiel gegen den SC Neuenheim, die Deutsche Rugby-Meisterschaft. In diesen Jahren stellten sie auch etliche Nationalspielerinnen. Damit haben sie die Rugbyabteilung zur erfolgreichsten innerhalb des FC St. Pauli gemacht.

Die Rugby-Männer standen 1964 im Finale um die deutsche Meisterschaft und waren 1971 Gründungsmitglied der Bundesliga. 1991 und 2002 gewannen sie den deutschen Liga-Pokal, 1993 und 1994 nahmen sie am Finale dieses Wettbewerbs teil. Derzeit treten sie in der Ersten Bundesliga an.

Torball[Bearbeiten]

Die Torballabteilung des FC St. Pauli trat in der Saison 2012/13 bereits zum zweiten Mal in einer Spielgemeinschaft zusammen mit der BSG Langenhagen an und wurde Deutscher Meister. Damit sind sie für den Eurocup in Belgien qualifiziert.[40]

Triathlon[Bearbeiten]

Seit Januar 2009 hat der FC St. Pauli eine Triathlonabteilung, die nach einem Jahr bereits mehr als 140 Mitglieder aufwies. Die Ausrichtung ist breitensportlich. Bereits im Gründungsjahr nahm ein gemischtes Team im Rahmen der Sport Augath Tour an den Wettkämpfen der Landesliga Niedersachsen teil und schloss diese auf dem 26. Platz ab. Ab 2010 startet der FC St. Pauli Triathlon in der neu gegründeten Landesliga Hamburg.

Literatur[Bearbeiten]

  • FC St. Pauli von 1910 e.V. (Hrsg.): 75 Jahre FC St. Pauli. Hamburg 1985 (Verantwortlich für den Inhalt: Werner Bartels, Hein Wolter).
  • Gregor Backes: „Mit Deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-31999-6.[41]
  • Bernd Carstensen: Hundert Jahre Fahrstuhlfahrt. Die Chronik des FC St. Pauli … alle Spiele aller Toren. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2006, ISBN 3-86582-382-3.
  • Uwe Dulias, Michael Schickel: 1 : 0 am Millerntor. Der FC St. Pauli: Die Fans und ihre Mannschaft. 1989, ISBN 3-925387-54-4.
  • Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli (Hrsg.): Wir sind Sankt Pauli – Das Fanclubbuch. Selbstverlag, Hamburg 2010.
  • Fanladen St. Pauli (Hrsg.): 15 Jahre Fanladen St. Pauli. 20 Jahre Politik im Stadion. 2. Auflage, Hamburg 2005, ISBN 3-00-016101-5.
  • Ronny Galczynski, Bernd Carstensen: FC St. Pauli Vereinsenzyklopädie. Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-613-3.
  • Werner Langmaack: FC St. Pauli – Glaube, Liebe, Hoffnung. Georg Simader, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-927515-29-9.
  • René Martens: Wunder gibt es immer wieder. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-375-1.
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009, ISBN 3-455-50098-6 (Unter Mitarbeit von Jörn Kreuzer und Janine Schemmer. Herausgegeben vom FC St. Pauli von 1910 e. V.).
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Alles drin. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-50179-7.
  • Christoph Ruf: Die Untoten vom Millerntor. Der Selbstmord des FC St. Pauli und dessen lebendige Fans. 3. Auflage, PapyRossa, Köln 2005, ISBN 3-89438-310-0.
  • Brigitta Schmidt-Lauber (Hrsg.): FC St. Pauli. Zur Ethnographie eines Vereins. Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-7006-5.
  • Mike Glindmeier, Folke Havekost, Sven Klein: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Papyrossa, Köln 2009, ISBN 978-3-89438-417-3.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FC St. Pauli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abteilung Fördernde Mitglieder, gesichtet 6. Oktober 2012
  2. Blindenfußball, gesichtet 10. März 2013
  3. Bowling-Jugend, gesichtet 10. März 2013
  4. BC Barracuda, gesichtet 6. Oktober 2012
  5. Dart-Piraten, gesichtet 10. März 2013
  6. Frauenfußball, gesichtet 10. März 2013
  7. Handball, gesichtet 10. März 2013
  8. FC St. Pauli Marathon, gesichtet 6. Oktober 2012
  9. Fahrrad-Club St. Pauli, gesichtet 6. Oktober 2012
  10. Roller Derby – „Frauenpower trifft Pogo“. fcstpauli.com, abgerufen am 21. März 2014.
  11. FC St. Pauli Rugby, gesichtet 6. Oktober 2012
  12. Schachabteilung, gesichtet 10. März 2013
  13. Tischfußball, gesichtet 10. März 2013
  14. Tischtennis, gesichtet 10. März 2013
  15. FC St. Pauli Triathlon, gesichtet 6. Oktober 2012
  16. Auflösung der American Football- Abteilung. Bericht von der Jahreshauptversammlung 2013 fcstpauli.com.
  17. Jens Dudek ist das 20.000. Mitglied. fcstpauli.com, 17. Februar 2014, abgerufen am 21. März 2014.
  18. Sportabteilungen FC St. Pauli, gesichtet 6. Oktober 2012
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTransfermarkt GmbH & Co. KG (Hrsg.): St. Pauli ganz nostalgisch - „Jeden guten Tag mehr genießen“. 2. April 2012, abgerufen am 19. April 2012.
  20. FC St. Pauli Jahr100Elf steht offiziell fest. fcstpauli.com, 23. März 2010.
  21. FC St. Pauli - Oke Göttlich als neuer Präsident vorgeschlagen
  22. [1]
  23. Thomas Hiller: „Erfolgreiche Markenführung – am Beispiel FC St. Pauli“, Webseite der concept m – morphologische marktforschung vom 12. August 2009, gesichtet am 29. April 2011
  24. Alexis Menuge: Le drapeau noir flotte sur la Bundesliga („Die schwarze Fahne weht über der Bundesliga“), Artikel aus L’Équipe vom 4. Mai 2010, S. 8
  25. Zuschauerzahlen der Regionalliga-Saison auf kicker-online, gesichtet am 29. April 2011
  26. Zuschauerzahlen der 2. Liga. In: Kicker-Sportmagazin. 30. Juli 2004, gesichtet am 29. April 2011.
  27. 2003/2004 – Der Neuanfang in der Regionalliga, Website des FC St. Pauli, gesichtet am 29. April 2011
  28. Fans rennen Bundesliga-Clubs die Bude ein. In: Spiegel Online. vom 24. Juli 2003, gesichtet am 29. April 2011
  29. St. Pauli sammeln!, Beschreibung des Albums auf der Panini-Online-Webseite, gesichtet am 29. April 2011
  30. Website des FC St. Pauli, gesichtet am 4. März 2012
  31. Antira-Turnier 2012, St. Pauli Fanladen, gesichtet 6. Oktober 2012
  32. Statistik. FC St. Pauli von 1910 e.V. Abteilung Fördernde Mitglieder, 18. Februar 2014, abgerufen am 13. März 2014.
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAmerican Football Verband Deutschland e.V. (Hrsg.): Teams. o.J., abgerufen am 4. September 2012.
  34. ST. PAULI BUCCANEERS Abteilung des FC St. Pauli von 1910 e.V. (Hrsg.): Die Seniors werden gegründet. 18. Juni 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  35. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. (Hrsg.): Endspiel für Buccaneers. 7. Oktober 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  36. Dennis Hartig: 2011 Das Team formiert sich. 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  37. St. Pauli Buccaneers: Sehr positives Medien-Echo zur Verleihung des Bürgerpreises. Holger Beck, 1. November 2009, abgerufen am 23. Juli 2013.
  38. fcstpauli.com: Harmonische JHV (American Football Abteilung aufgelöst). 27. November 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. (Hrsg.): Am 1. Juni. Sankt Pauli läuft gegen Rechts. o.J., abgerufen am 3. Juni 2012.
  40. Deutsche Meister im Torball. In: fcstpauli.com. 20. März 2013.
  41. Vgl. Markwart Herzog: Fußball unterm Hakenkreuz. In: H-Soz-u-Kult, 15. Juni 2011 (Sammelrezension zu: Gregor Backes: „Mit Deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hamburg 2010/Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Göttingen 2011/Jakob Rosenberg u. a. (Hrsg.): Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938–1945). Wien 2011).