BSV Brandenburg

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Dieser Artikel erläutert den Sportverein BSV Stahl beziehungsweise BSV Brandenburg; zum Sportverein BSG beziehungsweise SG Stahl Brandenburg siehe dort.

Der BSV Brandenburg (ursprünglich BSV Stahl Brandenburg) war ein Sportverein aus Brandenburg an der Havel. Bis zur Ausgliederung der Abteilungen Fußball und Handball im Jahr 1990 in den BSV waren diese Sektionen der BSG Stahl Brandenburg, der Betriebssportgemeinschaft des Stahl- und Walzwerks Brandenburg und der BSG Lokomotive Kirchmöser (nur Handball). Heimstadion der Fußballer war das städtische Stadion am Quenz, die Handballer spielten in der Stahlhalle. Nach einem Konkurs wurde der Nachfolgeverein FC Stahl Brandenburg gegründet.

Geschichte des Gesamtvereins[Bearbeiten]

Der Verein ging aus der Fußballballabteilung der am 20. November 1950 gegründeten BSG Stahl Brandenburg und den Handballabteilungen der Betriebssportgemeinschaften Stahl Brandenburg und Lokomotive Kirchmöser hervor. Nach der politischen Wende trennte man sich 1990 von den BSG und firmierte fortan als BSV Stahl Brandenburg. Drei Jahre später fiel das Stahl aus dem Vereinsnamen und fortan hieß er nur noch BSV Brandenburg. Die Handballabteilung gründete sich zwischenzeitlich als HV 92 Brandenburg aus dem Verein aus, kehrte 1996 jedoch wieder in den Verein zurück, ehe sie 1997 aufgelöst wurde. 1998 meldet der Gesamtverein Konkurs an.

Logohistorie

Fußball[Bearbeiten]

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BSV Brandenburg
Logo
Voller Name BSV Brandenburg e.V.
Ort Brandenburg an der Havel, Brandenburg
Gegründet 20. November 1950 als BSG Stahl Brandenburg
1990 Ausgliederung
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Stadion am Quenz
Plätze 15.500
Liga Verbandsliga
1997/98
Heim
Auswärts

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten]

Die Mannschaft der BSG Stahl spielte bis 1955 in der fünftklassigen Bezirksklasse. Nach der Auflösung der BSG Einheit Brandenburg nahm man Einheits Platz in der Bezirksliga ein. 1958 gelang zum ersten Mal der Aufstieg in die II. DDR-Liga. In dieser hielt man sich jedoch nur ein Jahr. 1970 gelang, nachdem zwischenzeitlich die II. DDR-Liga abgeschafft wurde, der Aufstieg zur DDR-Liga, in welcher man sich halten konnte. Lange bestimmte Stahl das Niveau in der Spielklasse mit, wurde schnell zu einem Spitzenklub der Liga. Bereits 1973 wurde man Vizemeister. 1983 gelang der erste Staffelsieg, aber noch scheiterte man in der Aufstiegsrunde zur DDR-Oberliga. Der Sprung in die höchste Spielklasse gelang ein Jahr später, 1984. Größter Erfolg der Vereinsgeschichte war die Teilnahme am europäischen Wettbewerb (UEFA-Cup) als Fünftplatzierter der DDR-Oberliga der vorangegangenen Saison im Jahre 1986/87, in dem man die zweite Runde erreichte und gegen den späteren Euopapokalsieger IFK Göteborg ausschied.

Nach der Wende spielte die erste Manschaft der in den BSV Stahl ausgegliederten Fußballabteilung eine Saison in der 2. Bundesliga Nord, stieg aber nach einer Saison ab. Es folgten zwei Jahre in der Oberliga, die Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft 1993 sowie die Qualifikation für die Regionalliga Nordost zur Saison 1994/95. Nach einer Spielzeit folgte der Abstieg in die Oberliga und die darauf folgende Saison in der Verbandsliga. 1998 musste der BSV Konkurs anmelden.

In direkter Folge wurde der Nachfolgeverein FC Stahl Brandenburg gegründet, der in der Tradition des Vorläufervereins steht und das Spielrecht der 1. Männermannschaft des BSV in der Verbandsliga übernam. 1999 stieg der Ortsrivale BSC Süd 05 in die Oberliga auf und der FC Stahl war nur noch die Nummer 2 in der Stadt. 2002 sollten beide Vereine fusionieren, doch aufgrund großer Fanproteste und dadurch zurückgezogener Sponsoren wurde diese Idee nicht umgesetzt. Nach 2004/05 war Stahl vorübergehend wieder bester Verein der Stadt, nachdem er am Ende der Saison vor dem aus der Oberliga abgestiegenen BSC Süd 05 stand. Ein Jahr später stieg der FC in die Landesliga ab. Nach drei Jahren in dieser Liga gelang dem FC Stahl am 27. Juni 2009 durch einen 6:2-Heimsieg (Hinspiel 1:0) gegen den RSV Waltersdorf 09 (Landesliga Süd) in einer Aufstiegs-Relegation der Wiederaufstieg in die Brandenburg-Liga.

Im Mai 2007 wurden wiederum Bestrebungen lokaler Politiker bekannt, dass aus dem FC Stahl und dem Lokalrivalen BSC Süd 05 ein neuer Verein hervorgehen sollte. Mitglieder des FC Stahl gaben dem im Juli 2007 neu gewählten Vorstand den Auftrag, den FC Stahl als eigenständigen Verein zu erhalten. Im November 2007 stimmte die Stadtspitze einem vom Vorstand vorgelegten Entschuldungskonzept zu.

Erfolge[Bearbeiten]

Europapokalspiele[Bearbeiten]

Trainer (seit 1972)[Bearbeiten]

BSG Stahl Brandenburg[Bearbeiten]

BSV Stahl und BSV Brandenburg[Bearbeiten]

FC Stahl Brandenburg[Bearbeiten]

Nationalspieler[Bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten]

Handball[Bearbeiten]

Sportliche Geschichte[Bearbeiten]

Die Handballabteilung der BSG Stahl Brandenburg stieg in einer Spielgemeinschaft mit der BSG Lokomotive Kirchmöser 1986 erstmals in die Handball-DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse auf. Die Saison 1986/87 lief wenig erfolgreich. Nach nur eine Spielzeit folgte der Wiederabstieg, nachdem man mit drei Siegen und zwei Unentschieden auf den neunten Platz der Zehnerliga kam. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg gelang es der Spielgemeinschaft, sich in der 1988 auf zwölf Mannschaften vergrößerten Oberliga zu behaupten. In der Spielzeit 1988/89 kam man mit fünf Siegen und zwei Unentschieden auf den zehnten, in der folgenden Saison 1989/90 auf den neunten Tabellenplatz.

1990 gliederten sich die Handballsektionen der BSG Stahl und Lokomotive mit den Fußballern Stahl Brandenburgs aus ihren Vereinen aus und gründeten den BSV Stahl Brandenburg. Mit acht Siegen und zwei Unentschieden kam man unter neuem Namen in der Saison 1990/91 wiederum auf den neunten Tabellenplatz und qualifizierte sich so für die Handball-Bundesliga. Die Bundesligasaison wurde für fast alle ehemaligen Spitzenteams der DDR zum Fiasko. Aufgrund des Weggangs eines großen Teils der Leistungsträger nach der politischen Wende war auch der BSV nicht konkurrenzfähig und konnte in der Staffel Nord nur einen einzigen Sieg und ein Unentschieden erzielen. Der BSV belegt darüber den letzten Platz der Ewigen Tabelle der Handballbundesliga.

In der folgenden Zweitligasaison 1992/93 kamen die Handballer, die sich ihrerseits wiederum zwischenzeitlich aus dem BSV Stahl ausgegliedert und den HV 92 Brandenburg gegründet hatten, in der Staffel Nord auf den vierten (von vierzehn) Platz. Die Saison 1993/94 wurde der Handballclub Vorletzter und stieg ab.

Im Dezember 1994 nannte sich der Handballverein in HV Brandenburger Adler um. 1996 trat man wieder dem in BSV Brandenburg umbenannten Verein bei, den man vier Jahre zuvor verlassen hatte. Bis 1997 nahm man am Spielbetrieb teil. wahrscheinlich im selben Jahr wurde die Handballabteilung aufgelöst.[1]

Sportliche Bilanz[Bearbeiten]

Liga Spielzeiten Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Punkte Ewiger
Tabellenplatz
DDR-Oberliga 4 82 21 8 53 1720 : 1922 50 - 114 17.
1. Bundesliga 1 26 1 1 24 442 : 599 3 - 49 88.
2. Bundesliga 2 60 24 7 29 1182 : 1220 55 - 65 107.

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. BSV STAHL BRANDENBURG. Eingesehen am 26. Dezember 2014.

52.41196111111112.503611111111Koordinaten: 52° 24′ 43″ N, 12° 30′ 13″ O