FC Thun

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FC Thun
Logo des FC Thun
Voller Name Fussballclub Thun 1898
Ort Thun
Gegründet 1. Mai 1898
Vereinsfarben rot-weiss
Stadion Stockhorn Arena
Plätze 10'000
Präsident Markus Lüthi
Trainer Urs Fischer
Homepage www.fcthun.ch
Liga Raiffeisen Super League
2013/14 6. Rang
Heim
Auswärts

Der FC Thun 1898 ist ein Fussballverein aus der Schweizer Stadt Thun. Der Club spielt in der Super League, der höchsten Schweizer Spielklasse. Seinen grössten Erfolg feierte der Club im Jahr 2005 mit der Qualifikation für die Champions League.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein spielte 1954/55, 2002–2008 und ab 2010 in der NLA resp. Super League. 1946–1950, 1953/54, 1955–1970, 1997–2002, 2008–2010 spielte man in der NLB resp. Challenge League. 1955 bestritt der FC Thun den Cupfinal gegen La Chaux de Fonds, 2005 wurde er hinter dem FC Basel Vizemeister und qualifizierte sich für die UEFA Champions League

Andy Egli wurde 1995 Trainer der Thuner. Die Saison 1995/96 schloss Thun mit dem Rang sechs in der 1. Liga ab. Eine Saison später stiegen sie in die NLB auf. 1997/98 mussten sie die Abstiegsrunde bestreiten. Andy Egli ging zum FC Luzern. Neuer Trainer wurde Georges Bregy. Mit ihm schaffte Thun 1999/2000 die Teilnahme an der Auf-/Abstiegsrunde in die NLA, mussten aber in der NLB verbleiben.

Trainer des Vereins war von Juli 2001 bis Dezember 2004 Hanspeter Latour, der zur eigentlichen Identifikationsfigur des Vereins wurde. Mit ihm gelang 2002 der Aufstieg in die Nationalliga A, welche später in Super League umbenannt wurde. Auf Anfang 2005 wechselte er zu GC; neuer Trainer wurde Urs Schönenberger, welcher aber im Februar 2006 wegen Differenzen mit der Vereinsführung entlassen wurde und durch den Österreicher Heinz Peischl ersetzt wurde. Im März 2007 wurde Peischl wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen; der bisherige Assistenztrainer Jeff Saibene übernahm sein Amt. Dieser musste sein Amt auf die Saison 2007/08 abgeben, da er nicht die benötigten Lizenzen (UEFA-Pro) besass. Sein Amt übernahm der Niederländer René Van Eck. Allerdings war auch er nicht lange im Amt, da man in der Saison 2007/08 den Ligaerhalt verpasste. Auf die Saison 2008/09 hin übernahm der vormalige U-21-Mannschaftstrainer Hansruedi Baumann die Mannschaft und wurde im Juni 2009 von Murat Yakin abgelöst. Dieser wanderte auf die Saison 2011/12 zum FC Luzern ab und wurde daraufhin durch Bernard Challandes ersetzt. In der Winterpause der 2012/13 Saison wurde Challandes durch den ehemaligen FC Zürich-Coach Urs Fischer ersetzt.

Altes Logo (bis 2011)

2005 qualifizierte sich Thun mit Siegen gegen Dynamo Kiew und Malmö FF für die UEFA Champions League und sorgte damit für eine riesige Überraschung und für den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte. Dies wurde mit einem schmalen Kader und einem Budget von fünf Millionen Franken erreicht. In der Gruppe mit Arsenal London, Ajax Amsterdam und Sparta Prag erreichte der FC Thun den 3. Platz und war somit für die K.O.-Runde des UEFA-Pokals im Frühjahr 2006 qualifiziert. Dort schied das Team allerdings gegen den Hamburger SV aus.

Am 13. November 2007 gab die Berner Kantonspolizei bekannt, es seien zwölf Spieler des FC Thun sowie neun weitere Tatverdächtige vernommen worden, weil der Verdacht bestehe, sie hätten sexuelle Handlung mit einem 15-jährigen Mädchen vorgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass die Handlungen grösstenteils mit dem Einverständnis des Mädchens vorgenommen wurden. Dennoch ist dies strafbar, weil nach Schweizer Recht sexueller Kontakt mit unter 16-Jährigen nur bei einem Altersunterschied bis zu 3 Jahren straffrei ist. Am 20. November 2007 wurde fast die ganze erste Mannschaft entlastet. In der gleichen Saison verpasste der Club den Ligaerhalt und spielte damit ab der Saison 2008/09 in der Challenge League (zweithöchste Spielklasse). Während der letzten Saison schenkte man dem vormaligen U-21-Trainer Hansruedi Baumann das Vertrauen. Dieser wurde dann gegen Ende der Saison wegen schlechten Resultaten interimistisch durch Andres Gerber ersetzt. Für die Saison 2009/10 wurde als neuer Trainer Murat Yakin vorgestellt, der mit einem jungen Team überraschend den Wiederaufstieg in die Super League bewerkstelligen konnte und den Neuling in der Folgesaison sogar auf einen Europapokalplatz führte. 2013 konnte sich der FC Thun für die Gruppenphase der Europa League 2013/14 qualifizieren.

Stadion[Bearbeiten]

Der Verein bestreitet seit der Saison 2011/12 seine Heimspiele in der neuen und hochmodernen Stockhorn Arena (ehemals Arena Thun genannt), welche über eine Gesamtkapazität von 10'000 Plätzen verfügt. Zuvor spielte der FC Thun im Stadion Lachen, welches den Anforderungen der höchsten Liga eigentlich nicht mehr genügte, doch da die neue Spielstätte bereits in Planung war wurde dem FC Thun eine Sonderbewilligung erteilt.

Im Stadion Lachen war bis zum Aufstieg in die damalige NLB 1997 der ganze Stehplatzbereich mit Gras bedeckt. Noch heute hat es innerhalb des Stadions Hecken und Bäume. 1997 mussten dann die ersten Anpassungen vorgenommen werden. Die Stehplätze wurden etappenweise zu kiesbedeckten Stufen umgebaut. Im Sektor D und im Gästesektor wurden die Stehplätze aus Sicherheitsgründen asphaltiert. Ausserdem erhielt das Stadion eine Flutlichtanlage. Bis zum Aufstieg 2002 in die damalige NLA, waren die Bautätigkeiten im Zuschauerbereich abgeschlossen. Nach dem Aufstieg in die oberste Liga, wurde dann nach und nach die Infrastruktur weiter angepasst:

  • Neue Matchuhr mit Totomat
  • Die alten Holzbänke auf der Tribüne wurden durch rote Schalensitze ersetzt
  • Neue, leistungsstärkere Scheinwerfer auf den Flutlichtmasten installiert
  • Die Sektorentrennung mittels Gittern wurde eingeführt
  • Eine kleine Holztribüne für knapp 100 Personen zwischen Clubhaus und Olympiator erstellt
  • Der B-Club (Business-Club), eine Sponsorenvereinigung des FCT, erstellt innerhalb des Stadions ihre eigenen VIP-Zelte
  • Im Gästesektor wurden aus Sicherheitsgründen die Stufen asphaltiert und der Sektor zum Spielfeld hin mit einem Gitter versehen
  • Neue Stahlrohrtribüne mit 800 Sitzplätzen erstellt.

Stadionrekord im Stadion Lachen[Bearbeiten]

In der Saison 2003/04 hatte der FC Basel beim Gastspiel in Thun die Möglichkeit, sich frühzeitig den Meistertitel zu sichern. 10'200 Zuschauer im Lachen wurden Zeugen eines 0:2 Sieges der Basler, allerdings auch von zerstörerischen Ausschreitungen des Basler Anhanges, nachdem diese frühzeitig einen Spielabbruch in der 90. Minute erzwangen.

Internationale Begegnungen[Bearbeiten]

Internationale Spiele in der UEFA Champions League wurden im Stade de Suisse Wankdorf Bern ausgetragen. Die Spiele zur UEFA Europa League Qualifikation 2011/12 sowie 2013/14 bestritt der FC Thun in der Stockhorn Arena.

Neubau Stockhorn Arena[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stockhorn Arena

Der Bau eines neuen Stadions in Thun-Süd mit öffentlicher Finanzierung wurde im Februar 2006 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Im März 2007 erhielt die Investorengruppe HRS/ARCO Real Estate den Zuschlag für ein neues Projekt, welches neben einem Stadion mit einer Kapazität von 10'000 Plätzen auch ein Einkaufszentrum beinhaltet. Die notwendige Umzonung für das privat finanzierte Projekt wurde im Dezember 2007 von den Thuner Stimmberechtigten gutgeheissen. Im Oktober 2009 konnte die Baubewilligung erteilt werden, nachdem Einsprachen gegen das Stadion und den damit verknüpften Weststrassen-Ausbau zurückgezogen oder abgelehnt wurden. Der Spatenstich erfolgte am 17. Februar 2010. Der Grundstein wurde am 23. Juni 2010 im Boden versenkt. Im Sommer 2011 wurde das zunächst "Arena Thun" Stadion fertiggestellt, und am 9. Juli 2011 mit einem Eröffnungsspiel gegen den deutschen Fussball-Club 1. FC Köln (2:2) eingeweiht. Im Februar 2014 erwarb die Stockhornbahn AG die Namensrechte an der Spielstätte des FC Thun, weshalb das Stadion mit sofortiger Wirkung in Stockhorn Arena umbenannt wurde.

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Kader der ersten Mannschaft[Bearbeiten]

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein

Tor[Bearbeiten]

1 Guillaume Faivre SchweizerSchweizer 2012 FC Wil
18 Francesco Ruberto SchweizerSchweizer 2011 FC Bern
22 Christian Leite SchweizerSchweizer BrasilianerBrasilianer 2014 FC Winterthur

Abwehr[Bearbeiten]

25 Kevin Bigler SchweizerSchweizer 2012 eigene Jugend
20 David Frey SchweizerSchweizer 2008 eigene Jugend
26 Thomas Reinmann SchweizerSchweizer 2009 FC Vaduz
3 Lukas Schenkel SchweizerSchweizer 2013 AC Bellinzona
14 Nicolas Schindelholz SchweizerSchweizer 2009 FC Basel U21
27 Enrico Schirinzi ItalienerItaliener 2010 vereinslos
5 Fulvio Sulmoni SchweizerSchweizer 2013 AC Bellinzona
? Stefan Glarner SchweizerSchweizer 2014 FC Zürich
? Alexander Gonzalez VenezolanerVenezolaner 2014 FC Aarau

Mittelfeld[Bearbeiten]

? Marco Mangold SchweizerSchweizer 2014 FC Schaffhausen
21 Nelson Ferreira PortugiesePortugiese 2012 FC Luzern
17 Dennis Hediger SchweizerSchweizer 2010 FC Biel
10 Miloš Krstić SerbeSerbe 2012 FK Jagodina
8 Michael Siegfried SchweizerSchweizer 2013 FC Biel
28 Andreas Wittwer SchweizerSchweizer 2008 BSC Young Boys U18
7 Gianluca Frontino SchweizerSchweizer 2014 FC Schaffhausen
34 Nicola Sutter SchweizerSchweizer 2014 Eigene Jugend
? Lotem Zino IsraeliIsraeli DeutscherDeutscher 2014 Hapoel Be'er Sheva
19 Christian Schneuwly SchweizerSchweizer 2013 BSC Young Boys

Angriff[Bearbeiten]

16 Cassio Horta Magalhaes BrasilianerBrasilianer 2012 NK Travnik
9 Berat Sadik FinneFinne 2013 HJK Helsinki
? Elvedin Causi SchweizerSchweizer 2014 FC Zürich

Ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Spieler:

Trainer:


Weblinks[Bearbeiten]