FDP Bayern

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FDP Bayern
Vorsitzender Logo
Albert Duin  Freie Demokratische Partei, Deutschland (logo - 2005).svg
Basisdaten
Gründungsdatum: 30. Mai 1946
Gründungsort: Nürnberg
Vorsitzender: Albert Duin
Stellvertreter: Horst Meierhofer
Christiane Alberternst
Sebastian Körber
Arian Kriesch (Schriftführer)
Schatzmeister: Klaus von Lindeiner
Generalsekretär: Daniel Föst
Landesgeschäftsführer: Martin Hagen
Mitglieder: 5.312 (Stand: Nov. 2013[1])
Website: www.fdp-bayern.de

Die FDP Bayern ist der Landesverband der Freien Demokratischen Partei in Bayern. Der Landesverband hatte im Januar 2012 5.700 Mitglieder. Er wurde in Bayern 1946 gegründet.

Struktur[Bearbeiten]

Präsidium und Vorstand[Bearbeiten]

Im Zweijahresrhytmus wählt der Landesparteitag der FDP Bayern ein Präsidium sowie einen Vorstand, die für das operative Geschäft des Landesverbandes in der jeweiligen Legislaturperiode verantwortlich sind (zuletzt am 22. und 23. März 2013 in Bamberg).

Dem Präsidium gehören neben dem Vorsitzenden Albert Duin, dem Generalsekretär Daniel Föst, die stellvertretenden Vorsitzenden Horst Meierhofer, Christiane Alberternst und Sebastian Körber, der Schatzmeister Klaus von Lindeiner sowie der Schriftführer Arian Kriesch an. Beisitzer im Präsidium sind Monika Müller, Armin Sedlmayr und Tobias Thalhammer.

Beisitzer auf Vorschlag der Bezirke sind Ulrich Lechte, Bianca Buchenberg, Marina Schuster, Thomas Nagel, Jimmy Schulz, Nicole Bauer, Dr. Helmut Kaltenhauser. Weitere Beisitzer: Sabrina Böcking, Sandra Bubendorfer, Gisela Bock, Eva Hübener, Matthias Fischbach, Loi Vo.

Landesfachausschüsse[Bearbeiten]

Neben dem Vorstand bildet die Landespartei 15 Landesfachausschüsse. Jeder der Ausschüsse setzt sich aus je drei Delegierten der Bezirksverbände und je einem Delegierten der Jungen Liberalen sowie der Liberalen Hochschulgruppe zusammen. Die Ausschüsse gliedern sich thematisch und dienen der Erstellung der inhaltlichen Positionen. Sie arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie der Landtagsfraktion.

Untergliederungen[Bearbeiten]

Der Landesverband Bayern gliedert sich analog zu den Regierungsbezirken in 7 Bezirksverbände, Oberbayern, Niederbayern, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben und Oberpfalz. Die Bezirksverbände gliedern sich wiederum in 98 Kreisverbände, diese sich wiederum in jeweils mehrere Ortsverbände.

Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten]

Wahlergebnisse der FDP bei Bundestagswahlen in Bayern (Zweitstimmen, hellblau) und Bayerischen Landtagswahlen (Erst- + Zweitstimmen sowie Fraktionsgröße, dunkelblau) seit 1946 bis heute (2009). Schraffiert dargestellt sind Regierungsbeteiligungen auf Bundes- und Landesebene sowie Fraktionsstatus.[2]


Landtagswahlergebnisse[3][4][5][6]
Jahr Stimmen Sitze
1946 5,6 % 9
1950 7,1 % 12
1954 7,2 % 13
1958 5,6 % 8
1962 5,9 % 9
1966 5,1 % 0
1970 5,5 % 10
1974 5,2 % 8
1978 6,2 % 10
1982 3,5 % 0
1986 3,8 % 0
1990 5,2 % 7
1994 2,8 % 0
1998 1,7 % 0
2003 2,6 % 0
2008 8,0 % 16
2013 3,3 % 0

Mandatsträger[Bearbeiten]

Der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns und Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Martin Zeil (2011)

Bei der Landtagswahl 2008 gelang es der FDP Bayern erstmals seit der Landtagswahl 1990, wieder in Fraktionsstärke in den Bayerischen Landtag einzuziehen. Die 16 Abgeordneten in der bis dato größten Fraktion der bayerischen FDP:

Georg Barfuß, Annette Bulfon, Thomas Dechant, Andreas Fischer (Stv. Fraktionsvorsitzender), Thomas Hacker (Fraktionsvorsitzender), Katja Hessel (StS WIVT), Wolfgang Heubisch (StM WFK), Franz Xaver Kirschner, Karsten Klein (Stv. Fraktionsvorsitzender), Brigitte Meyer, Jörg Rohde (Vizepräsident des Bayerischen Landtages), Julika Sandt, Tobias Thalhammer (Parlamentarischer Geschäftsführer), Renate Will, Martin Zeil (StM WIVT). Otto Bertermann wechselte am 20. Februar 2013 von der FDP zu den Freien Wählern.

Bei der Bundestagswahl 2005 gewann die FDP Bayern mit 9,5 % (+ 5 %) der Zweitstimmen fünf zusätzliche Mandate und stellte eine neun Abgeordnete starke Landesgruppe im 16. Deutschen Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2009 gewann die FDP Bayern mit 14,7 % (+ 5,2 %) der Zweitstimmen fünf zusätzliche Mandate und stellt derzeit eine vierzehn Abgeordnete starke Landesgruppe im 17. Deutschen Bundestag:

Klaus Breil (seit 2009), Rainer Erdel (seit 2009), Miriam Gruß (seit 2005), Sebastian Körber (seit 2009), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (seit 1990), Erwin Lotter (2008 nachgerückt), Horst Meierhofer (seit 2005), Jimmy Schulz (seit 2009), Marina Schuster (seit 2005), Joachim Spatz (seit 2009), Max Stadler (seit 1994), Rainer Stinner (seit 2005), Stephan Thomae (seit 2009), Daniel Volk (2008 nachgerückt). Der Abgeordnete Horst Friedrich schied 2009 aus. Für den am 12. Mai 2013 verstorbenen Max Stadler rückte Gerhard Drexler in den Bundestag nach.

Vorsitzende des Landesverbandes[Bearbeiten]

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Hermann K. Stützer Max Stadler Josef Grünbeck Manfred Brunner (Politiker) Josef Ertl Dietrich Bahner senior Klaus Dehler Albrecht Haas Thomas Dehler

Vorsitzende Amtszeit
Thomas Dehler Thomas Dehler ab 15. Mai 1946
Albrecht Haas ab 8. Juli 1956
Klaus Dehler ab 29. November 1964
Dietrich Bahner ab 5. März 1967 bis 28. Juni 1970[7]
Josef Ertl Josef Ertl ab 6. März 1971
Manfred Brunner ab 1. Mai 1983
Josef Grünbeck ab 18. Februar 1989
Max Stadler ab 8. Juni 1991
Hermann K. Stützer ab 28. November 1998
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ab 2. Dezember 2000
Albert Duin seit 23. November 2013

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], abgerufen am 25. November 2013
  2. Bundeswahlleiter (abgerufen am 10. Juli 2009) sowie Bayerischer Landeswahlleiter (abgerufen am 10. Juli 2009).
  3. Ergebnisse der Landtagswahlen in Bayern
  4. Wahlen zum Bayerischen Landtag 1946 bis 2008 – Wahlbeteiligung und Gesamtstimmen (Graphiken) (PDF; 455 kB)
  5. Sitzeverteilung im Bayerischen Landtag seit 1946 (Graphiken) (PDF; 432 kB)
  6. Landtagswahlen in Bayern seit 1946 (Tabelle)
  7. Parteien / FDP: Ganz unverbindlich, Der Spiegel 28/1970, 6. Juli 1970. Der Parteivorsitz blieb bis zur Wahl Ertls 1971 vakant. Bis dahin übten Ertl und Hildegard Hamm-Brücher den Vorsitz informell gemeinsam aus.