Fachhochschule Potsdam

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Fachhochschule Potsdam
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Gründung 1991
Trägerschaft staatlich
Ort Potsdam
Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Präsident Eckehard Binas
Studenten 3.282 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter 260 (245) 2010 (2008)
davon Professoren 102 (97) 2010 (2008)
Jahresetat 13,2 (14,9) Mio. € 2012 (2006)
Website www.fh-potsdam.de

Die Fachhochschule Potsdam ist eine Fachhochschule in Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam. Sie wurde 1991 gegründet und nahm zum Wintersemester 1991/92 den Lehrbetrieb auf.

Geschichte[Bearbeiten]

Hochschulgebäude Friedrich-Ebert-Straße/Alter Markt zwischen Fortunaportal und Nicolaikirche

Nachdem es nach der politischen Wende 1990 zur Neugründung des Bundeslandes Brandenburg kam, wurde auch die bestehende Hochschullandschaft neu strukturiert. In Potsdam wurde 1991 die Fachhochschule Potsdam gegründet. Zum Wintersemester 91/92 wurde erstmals im Fachbereich Sozialwesen immatrikuliert. Studienort war Neu Fahrland. Gründungsrektor der Hochschule war Helmut Knüppel. Noch im selben Jahr zog die Hochschule in das ehemalige Institut für Lehrerbildung in der Innenstadt an der Friedrich-Ebert-Straße.

1992 war Studienbeginn in den Fachbereichen Architektur, Design, Bauingenieurwesen und Archiv-Bibliothek-Dokumentation, sodass die Hochschule fortan in fünf Fachbereichen organisiert war. Im Jahr 1993 wurde Volker Bley zum Kanzler der Hochschule ernannt und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Fachhochschule Potsdam e.V., ein Förderverein gegründet. 1994 zogen die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Design auf den neu errichteten Campus Pappelallee in Potsdams Norden. Das Instituts für Fortbildung, Forschung und Entwicklung wurde als eingetragener Verein gegründet. Nachdem die Fachbereiche 1994 an die Pappelallee gezogen waren, folgte ein Jahr später die Hochschulleitung und -verwaltung nach. Die Studiengänge Kulturarbeit undRestaurierung wurden etabliert.

1999 wurde das Internationale Begegnungszentrum der Wissenschaften Potsdam auf dem Campus Pappelallee eröffnet. Im darauf folgenden Jahr wurde der Studiengang Europäische Medienwissenschaft neu aufgesetzt. Helene Kleine wurde als erste Rektorin 2001 ins Amt eingeführt. In der Folge wurde der Campus Pappelallee weiter ausgebaut. 2003 wurde das Labor- und Werkstattgebäude eröffnet und Soziale Arbeit erstmals als Fernstudiengang angeboten. Im Rahmen der Bologna-Prozesses wurden die Studienabschlüsse von Diplom (FH) auf Bachelor und Master umgestellt.

Auf dem Campus Pappelallee wurde 2006 der Grundstein für das neue Hauptgebäude gelegt, welches 2009 eröffnet wurde. Johannes Vielhaber wurde 2007 zum Rektor der Fachhochschule ernannt. Ihm folgte Eckehard Binas 2013 als Präsident der Fachhochschule Potsdam. 2014 wurde ein neues Seminargebäude eröffnet.[2]

Studium[Bearbeiten]

Alle Studiengänge sind modularisiert und werden mit international vergleichbaren Credits abgerechnet. Fast alle Fachbereiche bieten neben den Bachelor- auch Masterstudiengänge an. Studierende können zudem an Lehrveranstaltungen aller brandenburgischen Hochschulen teilnehmen. Der Bachelor- und Masterstudiengang Europäische Medienwissenschaft wird von zwei Potsdamer Hochschulen, neben der Fachhochschule ist es die Universität Potsdam, gemeinsam angeboten. Des Weiteren vertritt die Fachhochschule Potsdam am Campus Pappelallee den einzigen Designstandort Brandenburgs mit dem deutschlandweit nahezu einmaligen Studiengang Interfacedesign.

2014 waren im ältesten Fachbereich der Hochschule, Sozialwesen, angebotene Studiengänge Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung in der Kindheit und Soziale Arbeit Schwerpunkt Familie. Im Fachbereich Architektur und Städtebau werden die Studiengänge Architektur und Städtebau, Restaurierung, Kulturarbeit und Bauforschung angeboten. Bauforschung im Masterstudium ist dem Fachbereich Bauingenieurwesen angegliedert. Weiterhin gibt es dort Bauingenieurwesen und Bauerhaltung als Studiengänge. Studiengänge im Fachbereich Design: Kommunikationsdesign, Produktdesign , Interfacedesign, Design und Europäische Medienwissenschaft (in Kooperation mit der Universität Potsdam). Der Fachbereich Archiv-Bibliothek-Dokumentation wurde zwischenzeitlich in Informationswissenschaften umbenannt. Studiengänge in diesem Fachbereich sind Archiv, Archivwissenschaft, Bibliotheksmanagement, Information und Dokumentation, Informationswissenschaften. Außerdem wird im Fachbereich Informationswissenschaften, im Institut für Information und Dokumentation eine Weiterbildung zum wissenschaftlichen Dokumentar, zur wissenschaftlichen Dokumentarin angeboten.

Hochschuleinrichtungen[Bearbeiten]

Zentrale und dezentrale Studienberatungen, ein International Office, Career Service, Gründungsservices und weitere Initiativen unterstützen die Studierenden durch Beratung und Weiterbildungsangebote. Mit der Initiative Orte für Familien, die im Verbund mit sieben weiteren Hochschulen entstand, soll ein Umfeld für familienfreundliches Studieren entwickelt werden.

Das Institut für Information und Dokumentation ist seit 1992 an der Fachhochschule Potsdam angesiedelt und wurde am 6. Januar 2010 offiziell dem Fachbereich Informationswissenschaften angegliedert.[3] Es ist der Nachfolger des Lehrinstituts für Dokumentation in Frankfurt am Main. Am Institut finden unter anderem Fortbildungen statt.

Das Informationszentrum für Informationswissenschaft und -praxis ist eine zentrale Informations- und Dokumentationsstelle für das Wissenschaftsgebiet Informationswissenschaft. Das Brandenburgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung ist ein gemeinsames Institut der Fachhochschule Potsdam, der Universität Potsdam und der Fachhochschule Brandenburg. Es soll unternehmerisches Denken und Handeln in Lehre und Forschung fördern. Das seit 2004 etablierte Interaction Design Lab im Fachbereich Design soll Interaktionsforschung und Software-Evaluation unterstützen.

Standorte[Bearbeiten]

Die Fachhochschule Potsdam ist auf zwei Standorte aufgeteilt. Der Großteil der Lehrveranstaltungen findet auf dem Campus Pappelallee im Norden Potsdams in den Gebäuden der ehemaligen Adolf-Hitler-Kaserne des Infanterieregiments Nr. 9 statt. Das 2003 eröffnete Labor- und Werkstattgebäude und das 2009 in Betrieb genommene Hauptgebäude mit Bibliothek, Theaterwerkstatt und Hörsälen bieten Arbeitsmöglichkeiten für alle Studienrichtungen. Das Haus der Fachhochschule am Alten Markt, in dem die Fachbereiche Sozialwesen und Informationswissenschaften ansässig sind, soll 2018 abgerissen werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Geschichte der Fachhochschule Potsdam (FHP). Eingesehen am 20. Dezember 2014.
  3. Offizielle Angliederung des IID an den FB Informationswissenschaften
  4. FH-Abriss erneut verschoben www.pnn.de (9. August 2013)

52.41260294527813.050878048056Koordinaten: 52° 24′ 45″ N, 13° 3′ 3″ O