FIS (Unternehmen)

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FIS GmbH
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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)
Gründung 1989
Sitz Kelsterbach, Deutschland
Leitung Kim Flenskov,[1] Geschäftsleitung
Mitarbeiter ca. 1.500 Mitarbeiter an 10 Stationen
(Juli 2011)[2]
Umsatz 40.030.207,47 € EUR (2011)
Branche Flug- und Industriesicherheit
Website www.fisgmbh.de

Die Flug- und Industriesicherheit Service- und Beratungs-GmbH (kurz FIS GmbH) ist ein Unternehmen, das im Bereich der Flug- und Industriesicherheit tätig ist. Die FIS arbeitet im europäischen Verbund unter dem Dach des Sicherheitskonzerns ICTS Europe. Sie ist auf neun deutschen Flughäfen für verschiedene Sicherheitsdienstleistungen verantwortlich.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Der Unternehmenssitz der Gesellschaft befindet sich in Kelsterbach. Geschäftsführer des Unternehmens ist Kim Flenskov. Im Unternehmen waren 2011 durchschnittlich 1493 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, dazu kommen rund 50 Zeitarbeiter.[3]

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Köln, Hannover, Frankfurt am Main, Saarbrücken, Stuttgart und München. Diese Standorte befinden sich auf den entsprechenden Flughäfen der Städte.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit 1988 ist die ICTS Europe B.V. in Deutschland tätig. In den Anfangsjahren unterhielt sie die Intersecon GmbH in München als Holdinggesellschaft, deren Tochter die FIS GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main war. Die anfänglichen Aufgabenfelder umfassten die Flugzeugbewachung gemäß § 9 des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG) und das Profiling von Passagieren für amerikanische Fluggesellschaften. 1989 entstand die Tochtergesellschaft FIS GmbH, die seitdem auch die Reisedokumentenkontrolle durchführt. Seit 1993 übernimmt die FIS die Fluggastkontrolldienste (Passagier-, Hand- und Reisegepäckkontrolle).

Aufgaben auf Flughäfen[Bearbeiten]

Im öffentlichen Auftrag übernimmt die FIS auf der Grundlage des § 5 LuftSiG Personen-, Handgepäck- und Reisegepäckkontrollen. Im Auftrag der Flughäfen übernimmt die FIS auf der Grundlage des § 8 LuftSiG Personal-, Waren- und Identitätskontrollen, den Objektschutz für Flughafenanlagen, Zufahrtskontrollen sowie Post- und Frachtkontrollen.

Darüber hinaus übernimmt FIS die durch §9 LuftSiG definierten Aufgaben für diverse Fluggesellschaften. Die Maßnahmen richten sich für Fluggesellschaften neben den Vorschriften des Luftsicherheitsgesetzes auch nach Vorschriften der Herkunftsländer der Fluggesellschaften sowie den Regelungen der jeweiligen Zielflughäfen. Insbesondere für US-amerikanische Fluggesellschaften ergeben sich weitere Maßnahmen nach den US-Sicherheitsnormen der Transportation Security Administration. Für deutsche Fluggesellschaften richten sich die Maßnahmen nach den Vorschriften des Bundesministeriums des Innern.

Projekte[Bearbeiten]

Die FIS entwickelt in ihrer unternehmenseigenen Innovationsabteilung neue Technologien für die Gefahrenabwehr an Flughäfen. Diese Entwicklungen werden im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms[4] durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.[5]

TEKZAS
TEKZAS steht für THz-Echtzeit-Kamera (zweidimensional) für Anwendungen in der Sicherheitstechnik. Dabei soll ein System entwickelt werden, das versteckte, am Körper getragene Gefahrstoffe in Echtzeit erkennet bzw. deren Erkennung erleichtert.[6]
ChipSenSiTek
Ziel des Vorhabens ist die Erforschung eines miniaturisierten Sensorprinzips, mit Hilfe dessen durch eine Luftstromanalyse eine berührungslose Klassifizierung von Sprengstoffen sowohl in der Personen-, als auch in der Gepäckkontrolle ermöglicht werden soll.[7]
Critical Parts
Es soll ein erneuertes Sicherheitskonzept beim Zugang zu sicherheitempfindlichen Bereichen auf Verkehrsflughäfen entwickelt werden.[8]
EMSIN
EMSIN steht für Elektromagnetischer Schutz für Verkehrsinfrastrukturen. Ziel des deutsch-israelischen Projekts ist es, die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktureinrichtungen, am Beispiel von Flughäfen, gegenüber mutwillig herbeigeführten elektromagnetischen Angriffen zu erfassen.[9]
Logo des Forschungsprojekts ASSET
ASSET
ASSET steht für Aeronatic Study on Seamless Transport. In diesem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geht es um die Optimierung der logistischen Abläufe am Flughafen im Bereich der Passagier- und Flugzeugabfertigung, um die Effizienz zu erhöhen. Insgesamt arbeiten an dem Projekt 15 Unternehmen auf fünf Ländern.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Kooperationspartner für Projekte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Impressum ictseurope.com; abgerufen am 2. Dezember 2013
  2. ictseurope.com
  3. Jahresabschluss des Unternehmens 2011, abzurufen über bundesanzeiger.de
  4. 7. EU-Forschungsrahmenprogramm. Bundesministerium für Bildung und Forschung, abgerufen am 22. Februar 2013.
  5. Innovation. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.
  6. TEKZAS. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.
  7. ChipSenSiTek. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.
  8. Critical Parts. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.
  9. EMSIN. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.
  10. ASSET. In: Offizielle Unternehmenswebseite. Abgerufen am 22. Februar 2013.