FK Mladá Boleslav

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FK Mladá Boleslav
Logo des FK Mladá Boleslav
Voller Name FK Mladá Boleslav, a.s.
Gegründet 1902
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Městský stadion Mladá Boleslav
Plätze 5.000 Sitzplätze
Präsident Josef Dufek
Trainer Karel Stanner
Homepage www.fkmb.cz
Liga Gambrinus-Liga
2013/14 3. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Mladá Boleslav ist ein tschechischer Fußballklub aus der mittelböhmischen Stadt Mladá Boleslav (deutsch Jungbunzlau). Er spielt seit 2004 in der Synot Liga (bis 2014 Gambrinus Liga), der 1. tschechischen Liga. Gegründet wurde er 1909 von Studenten als SK Mladá Boleslav.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Altes Logo des FK Mladá Boleslav

Der erste Klub in der Stadt war eine Studentenmannschaft, aus der 1910 der Mladoboleslavský SK hervorging. 1919 wurde Aston Villa Mladá Boleslav gegründet, im gleichen Jahr entstand Slavoj Mladá Boleslav. Keiner dieser Vereine kam über die zweithöchste Spielklasse hinaus. 1942 scheiterte der Mladoboleslavský SK in der Qualifikation zur 1. Liga ebenso wie 1944 Aston Villa Mladá Boleslav am SK Rakovník.

1950 kam es zum Zusammenschluss aller städtischen Vereine zu Sokol AZNP Mladá Boleslav, der wechselnd in der 2. oder 3. Liga spielte. 1977/78 unterlag Autoškoda Mladá Boleslav erst im Finale des tschechischen Pokals Baník Ostrava. Ohne die Unterstützung der Automobilwerke stieg der Verein 1992 in die 3. Liga ab und 1995 sogar in die Böhmische Division (4. Liga). Bald danach folgten zwei Aufstiege, so dass der FK Mladá Boleslav ab 1998 wieder zweitklassig war. In diesen Jahren unterstützte die Stadt den Verein, der zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Im Jahre 2002 wurde der Automobilkonzern ŠKODA der wichtigste Geldgeber, das Ziel hieß nun Aufstieg in die 1. Liga.

Dieses Ziel wurde 2004 erreicht, im ersten Jahr gelang mit dem 14. Rang der Klassenerhalt. Die Saison 2005/06 war äußerst erfolgreich, der FK Mladá Boleslav die Überraschungsmannschaft der Gambrinus Liga. Durch den 2. Platz qualifizierte sich der Verein für die Teilnahme an der 2. Qualifikationsrunde der Champions League, in der sich Mladá Boleslav gegen Vålerenga Oslo mit 3:1 und 2:2 durchsetzen konnte. In der dritten Runde schied die Mannschaft gegen Galatasaray Istanbul aus. Über Olympique Marseille qualifizierte sich Mladá Boleslav für die Gruppenphase des UEFA Pokals (0:1 und 4:2). Gleiches gelang 2007/08, als man sich in der ersten Runde mit 0:1 und 1:0, das Elfmeterschießen gewann man mit 4:2, gegen die US Palermo durchsetzte. 2011 gewann der Verein den Tschechischen Pokal (4:3 i.E. über SK Sigma Olomouc).

Erfolge[Bearbeiten]

Europacup-Statistik[Bearbeiten]

Saison Bewerb Gegner Hinspiel Rückspiel Gesamt
2006/07 Champions League (2. Qualifikationsrunde) Norwegen Vålerenga Oslo 3:1 (H) 2:2 (A) 5:3
Champions League (3. Qualifikationsrunde) Türkei Galatasaray Istanbul 5:2 (A) 1:1 (H) 3:6
UEFA-Pokal (1. Runde) Frankreich Olympique Marseille 0:1 (A) 4:2 (H) 4:3
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Griechenland Panathinaikos Athen 0:1 (H)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Rumänien Rapid Bukarest 1:1 (A)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Frankreich Paris St. Germain 0:0 (H)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Israel Hapoel Tel Aviv 1:1 (A)
2007/08 UEFA-Pokal (1. Runde) Italien US Palermo 0:1 (H) 1:0 n.V. 4:2 i.E. (A) 1:1 4:2 i.E.
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Spanien FC Villarreal 1:2 (H)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Schweden IF Elfsborg 3:1 (A)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Griechenland AEK Athen 0:1 (H)
UEFA-Pokal (Gruppenphase) Italien AC Florenz 1:2 (A)
2011/12 Europa-League (3. Qualifikationsrunde) Zypern AEK Larnaka 0:3 (A) 2:2 (H) 2:5
2012/13 Europa-League (2. Qualifikationsrunde) das Island Þór Akureyri 3:0 (H) 1:0 (A) 4:0
Europa-League (3. Qualifikationsrunde) Niederlande FC Twente Enschede 0:2 (A) 0:2 (H) 0:4
2014/15 Europa-League (2. Qualifikationsrunde) Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina NK Široki Brijeg 2:1 (H) 4:0 (A) 6:1
Europa-League (3. Qualifikationsrunde) Frankreich Olympique Lyon 1:4 (H) -:- (A) -:-

Vereinsnamen[Bearbeiten]

1950 fusionierten AS Aston Villa Mladá Boleslav, Slavoj Mladá Boleslav, SK Meteor Čejetičky und Mladoboleslavský SK zu Sokol AZNP Mladá Boleslav. Umbenennungen gab es 1950 in Spartak AZNP Mladá Boleslav, 1961 in TJ Spartak Mladá Boleslav, 1965 in TJ Škoda Mladá Boleslav, 1971 in TJ Autoškoda Mladá Boleslav, 1990 in FK Mladá Boleslav, 1992 in FK Slavia Mladá Boleslav, 1994 in FK Bohemians Mladá Boleslav und 1995 FK Mladá Boleslav.

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]