FK Rostow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FK Rostow
FK Rostow.svg
Voller Name Fußballklub Rostow
Футбольный клуб Ростов
Gegründet 1930
Stadion Olimp-2, Rostow am Don
Plätze 15.840
Präsident RusslandRussland Sergei Gorban
Trainer MontenegroMontenegro Miodrag Božović
Homepage www.fc-rostov.ru
Liga Premjer-Liga
2013/14 7. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Rostow (russisch Футбольный клуб Ростов, wiss. Transliteration: FK Rostov) ist ein russischer Fußballverein aus der südrussischen Stadt Rostow am Don.

Geschichte[Bearbeiten]

Sowjetunion[Bearbeiten]

Der Verein wurde im Mai 1930 gegründet und trug bis 1953 den Namen Traktor Rostow. 1950 nahm das Team erstmals am Ligabetrieb der Russischen SFSR teil. Im Zuge der Ligenreform wurde die Mannschaft aus Rostow 1953 in Torpedo umbenannt und spielte sodann in Gruppe B der sowjetischen Meisterschaft. Bereits vier Jahre später wurde erneut der Vereinsname geändert, diesmal in Rostselmasch nach dem Hauptsponsor und dem größten Landmaschinenhersteller in Russland und Osteuropa Rostselmasch. 1964 erreichte Rostow den ersten Platz in einer der Zonenmeisterschaften der Gruppe B, schlug im Play-Off-Match Terek Grosny und stieg damit in die zweithöchste sowjetische Liga auf, wo die Mannschaft bis 1969 blieb. Zwischen 1970 und 1974 nahm Rostow nicht am Spielbetrieb teil und spielte lediglich bei einigen regionalen Turnieren mit. Erst im Jahre 1975 nahm das Team den Ligabetrieb wieder auf und startete nach erneuten Reformen in der dritthöchsten Spielklasse. Nach 10 Jahren erreichte der Klub 1985 das langersehnte Ziel, wieder in der zweiten Liga zu spielen. Mittlerweile gab es ein ansehnliches Stadion sowie eine eigene Sportschule aus jener ständig junge und talentierte Spieler in die erste Mannschaft stießen. In der besagten Saison schaffte Rostselmasch 26 Spiele ohne Niederlage. In der zweiten Liga spielte die Mannschaft den bewährten Offensivfußball und schoss in der ersten Saison 86 Tore – die meisten der Liga – und belegte am Ende den siebten Tabellenplatz. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 spielte die Mannschaft in der zweithöchsten sowjetischen Liga.

Russland[Bearbeiten]

Nach der Zerfall der Sowjetunion gab es ab 1992 die neue russische Oberste Liga, in die auch die Mannschaft Rostow aufgenommen wurde und in der ersten Saison den achten Tabellenplatz erreichen konnte. Die zweite Saison verlief für den Verein wenig erfolgreich, da viele gute Spieler ins Ausland wechselten und andere sich verletzten, so dass am Saisonende der bittere Gang in die zweite Liga angetreten werden musste. Entgegen allen Erwartungen setzte sich Klub gegen große Konkurrenz wie Zenit Sankt Petersburg oder Sokol Saratow durch und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. In der Spielzeit 1998 erreichte Rostow mit dem sechsten Tabellenplatz und der damit verbundenen Berechtigung zur Teilnahme am UEFA Intertoto Cup den bisher größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Dort traf der Verein im Halbfinale auf einen der größten und bekanntesten europäischen Fußballvereine: Juventus Turin. Zwei Jahre später erreichte der Verein erneut den „Strohhalmcup“ und schied gegen den französischen Vertreter AJ Auxerre aus. Von 2002 bis 2005 war Ivan Savvidis Präsident des Vereins. 2003 erreichte der Klub das Finale des russischen Pokals, das jedoch am 15. Juni im hauptstädtischen Lokomotive-Stadion mit 0:1 gegen Spartak Moskau verloren wurde. In dieser Saison wurde auch die bisher letzte Namensänderung in FK Rostow durchgeführt. 2007 erlebte Rostow ein besonders erfolgloses Jahr. Nur zwei Saisonsiege und der letzte Tabellenplatz ließen den Verein nach 14 Jahren wieder in die zweite Liga absteigen. Nach nur einer Saison in der Zweitklassigkeit schaffte die Mannschaft im Jahre 2008 den sofortigen Wiederaufstieg in die Premjer-Liga. In der Saison 2012/13 rettete sich der Verein auf den 13. Tabellenplatz (Relegationsplatz). In der Relegation traf Rostow auf den viertplatzierten Zweitligisten SKA-Energija Chabarowsk und sicherte sich mit zwei Siegen den Klassenerhalt.

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte wurde in der Saison 2013/14 erzielt, als Rostow den Russischen Fußballpokal dank eines 6:5-Erfolgs im Elfmeterschießen gegen den FK Krasnodar gewann.[1] Ursprünglich hätte Rostow dadurch an den Playoff-Spielen zur UEFA Europa League 2014/15 teilnehmen dürfen, erhielt jedoch nicht die nötige Lizenz dafür.

Namensänderungen[Bearbeiten]

  • Traktor (1930–1953)
  • Torpedo (1953–1957)
  • Rostselmasch (1957–2003)
  • FK (seit 2003)

Stadion[Bearbeiten]

Der FK Rostow trägt seine Heimspiele im 15.840 Zuschauer fassenden Olimp-2 von Rostow aus, das bereits im Jahre 1930 eröffnet wurde. Anfang der 2000er Jahre erfolgte die Umgestaltung in ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn, welches speziell für die Austragung von Fußballspielen konzipiert ist.

Erfolge[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Name Rückennummer Nationalität Geboren Im Verein seit Letzter Verein
Trainer
Miodrag Božović MontenegroMontenegro 22. Juni 1968 2012 Amkar Perm
Tor
Stipe Pletikosa (C)Kapitän der Mannschaft 1 KroatienKroatien 8. Januar 1979 2011 Spartak Moskau
Anton Ameltschenko 16 WeissrusslandWeißrussland 27. März 1985 2012 Lokomotive Moskau
Soslan Dschanajew - RusslandRussland 2014 Spartak Moskau
Abwehr
Witali Djakow 5 RusslandRussland 31. Januar 1989 2012 Lokomotive Moskau
Bastos 15 AngolaAngola 23. November 1991 2013 Atlético Petróleos Luanda
Hrvoje Milić 19 KroatienKroatien 10. Mai 1989 2013 NK Istra 1961
Igor Lolo 27 ElfenbeinküsteElfenbeinküste 22. Juli 1982 2013 Kuban Krasnodar
Timofei Margassow 34 RusslandRussland 12. Juni 1992 2013 Jenissei Krasnojarsk
Siyanda Xulu 55 SudafrikaSüdafrika 30. Dezember 1991 2012 Mamelodi Sundowns
Mittelfeld
Timofei Kalatschow 2 WeissrusslandWeißrussland 1. Mai 1981 2010 Krylja Sowetow Samara
Kaku Guélor Kanga 9 GabunGabun 1. September 1990 2013 CF Mounana
Asim Fatullajew 18 RusslandRussland 7. Juni 1986 2013 Jenissei Krasnojarsk
Igor Kirejew 22 RusslandRussland 17. Februar 1992 2012 Spartak Moskau
Dschano Ananidse 49 GeorgienGeorgien 10. Oktober 1992 2013 Spartak Moskau
Alexandru Gaţcan 84 MoldawienMoldawien 27. März 1984 2008 Rubin Kasan
Edgaras Česnauskis 88 LitauenLitauen 5. Februar 1984 2011 Dynamo Moskau
Dmitri Torbinski - RusslandRussland 2014 Rubin Kasan
Sturm
Artjom Dsjuba 10 RusslandRussland 22. August 1988 2013 Spartak Moskau
Yoo Byung-Soo 11 Korea SudSüdkorea 26. März 1988 2013 al-Hilal
Maxim Lepski 13 RusslandRussland 8. April 1992 2013 PFK Sokol Saratow
Dmitri Polos 14 RusslandRussland 12. Juli 1991 2012 Lokomotive Moskau
Nemanja Nikolić 99 MontenegroMontenegro 19. Oktober 1992 2013 FK Grbalj Radanovići
Alexander Bucharow - RusslandRussland 12. März 1985 2012 Anschi Machatschkala
Stand: August 2013

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Russland und GUS

Europa

Südamerika

Afrika

Asien

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Präsidenten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pokalerfolg 2014

Weblinks[Bearbeiten]