FSV Union Fürstenwalde

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Union Fürstenwalde
Logo des FSV Union Fürstenwalde
Voller Name FSV Union Fürstenwalde e.V.
Ort DeutschlandDeutschland Fürstenwalde
Gegründet 12. Juni 2002
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Sportpark-Karl-Friedrich-Friesen
Plätze 8000
Präsident Hans-Ulrich Hengst
Trainer Mario Reichel
Homepage www.fsvunion.de
Liga Oberliga Nordost, Staffel Nord
2013/14 12. Platz
Heim
Auswärts

Der FSV Union 1919 Fürstenwalde ist ein deutscher Fußballverein aus Fürstenwalde. Der FSV entstand 2002 aus der Fusion der SG Union Fürstenwalde 1919 mit dem FSV Wacker Fürstenwalde. Seine Wurzeln reichen aber zurück bis ins Jahr 1919.

Geschichte[Bearbeiten]

1919–1945: Gründung und Zusammenschluss[Bearbeiten]

Der Verein entstand 1919 als eine Abteilung des Berliner Fußballclubs SC Union 06 Oberschöneweide unter dem Namen SC Union 06 Oberschönweide Abt. Fürstenwalde. Im Jahr 1927 benannte man sich in SC Union Fürstenwalde 1919 um und schloss sich 1933 mit dem FC Wacker Fürstenwalde 1923 zum FC 1919 Fürstenwalde zusammen. Bis zu seiner Auflösung nach Kriegsende 1945 durch den Alliierten Kontrollrat spielte der Verein unterklassig.

1945–1971: Neugründung im DDR-Fußball[Bearbeiten]

An Stelle des alten FC wurde 1946 die FDJ SG Fürstenwalde gegründet, die sich 1950 in SG Union Fürstenwalde umbenannte. Obwohl zu dieser Zeit die meisten unabhängigen Sportgemeinschaften in Betriebssportgemeinschaften (BSG) unter der Trägerschaft örtlicher Betriebe und Einrichtungen umgewandelt wurden, konnte sich die SG Union bis 1958 ihre finanzielle Eigenständigkeit erhalten. Die Fürstenwalder Fußballspieler gehörten 1952 zu den Gründungsmannschaften der Bezirksliga Frankfurt, nachdem sie vor der Schaffung der DDR-Bezirke in der Landesliga Brandenburg gespielt hatten, und belegten dort meist Plätze im Tabellenmittelfeld.

1958 erfolgte die Umstrukturierung in die BSG Empor Fürstenwalde, die mit dem Aufstieg in die drittklassige II. DDR-Liga 1959 ein erstes Erfolgserlebnis brachte. In der Spielzeit 1960 wurde Empor allerdings abgeschlagen Letzter in der Staffel und stieg wieder in die Bezirksliga ab. Im Folgejahr schloss sich die BSG Empor mit dem Lokalrivalen BSG Motor zur TSG Fürstenwalde zusammen. 1963 wurde die TSG erneut Bezirksmeister, verfehlte aber mit einem 4. Platz in der Aufstiegsrunde zur zweitklassigen DDR-Liga deutlich den Aufstieg. In den folgenden Jahren dümpelte die Mannschaft meist im Mittelfeld der Bezirksliga Frankfurt (Oder), am Ende der Saison 1970/71 war es sogar nur der 13. Platz.

1971–1990: Kaderschmiede des BFC Dynamo[Bearbeiten]

Hauptartikel: SG Dynamo Fürstenwalde

Zur gleichen Zeit schmiedete die den DDR-Sicherheitsorganen unterstehende Sportvereinigung Dynamo Pläne für ein neues Nachwuchszentrum in Reichweite des Berliner FC Dynamo. Ein solches gab es zwar mit Dynamo Frankfurt, doch schien den Dynamofunktionären der Standort der Kreisstadt Fürstenwalde günstiger, weil mit dem FC Vorwärts und der BSG Halbleiterwerk bereits zwei potente Fußballmannschaften in Frankfurt ansässig waren. Zudem verfügte Fürstenwalde mit dem damals 4.000 Zuschauer fassenden Rudolf-Harbig-Stadion über eine angemessene Spielstätte. Da angesichts der absteigenden Bilanz der TSG-Mannschaft nicht mit einer Verbesserung des Fußballs in Fürstenwalde zu rechnen war, andererseits Dynamo Frankfurt sich für die DDR-Liga qualifiziert hatte, wurden sich beide Seiten über eine Fusion von Dynamo Frankfurt und TSG Fürstenwalde zur SG Dynamo Fürstenwalde einig. Damit trat die neue Mannschaft mit der Saison 1971/72 in der DDR-Liga an, in der sie mit Unterbrechung bis 1990 spielte. Größter Erfolg war Platz 1 in der Ligastaffel B 1980, womit sich Dynamo für die Aufstiegsrunde qualifizierte.

1990 bis heute: Der Weg zum FSV Union 1919[Bearbeiten]

Nach der politischen Wende von 1989 entfiel die Förderung durch die Polizeikräfte und Dynamo Fürstenwalde wurde 1990 aufgelöst. Der Verein trat im Anschluss unter der Bezeichnung SG Union 1919 Fürstenwalde stets unterklassig an. 2002 fusionierte die SG Union mit dem in der Verbandsliga Brandenburg spielenden FSV Wacker Fürstenwalde zum FSV Union Fürstenwalde. Union spielte in den Folgejahren bis auf eine Saison meist gegen den Abstieg und konnte diesen 2006 nicht mehr verhindern. 2008 schafften die Fürstenwalder den Wiederaufstieg in die mittlerweile in Brandenburgliga umbenannte Verbandsliga, in der man 2011 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Nordost feierte.

Ligenübersicht ab 2002
2002–2006 Verbandsliga Brandenburg 5. Liga
2006–2008 Landesliga Brandenburg 6. Liga
2008–2011 Brandenburgliga 6. Liga
ab 2011 Oberliga Nordost 5. Liga

Auszüge aus der Namens- und Logo-Historie[Bearbeiten]

Kader in der Saison 2013/14[Bearbeiten]

(Stand: 2013)

Nr. Position Name
1 DeutschlandDeutschland TW Michael Hinz
21 DeutschlandDeutschland TW Kevin Schulz
23 DeutschlandDeutschland TW Tim Patze
- DeutschlandDeutschland AB Maximilian Weyer
5 DeutschlandDeutschland AB Jan Arndt
- DeutschlandDeutschland AB Toni Mielke
16 DeutschlandDeutschland AB Robert Weinert
26 DeutschlandDeutschland AB Amadeus Wallschläger
- DeutschlandDeutschland AB Jakob Schwanitz
17 DeutschlandDeutschland AB Lucas Bär
4 DeutschlandDeutschland MF Christoph Hacker
8 DeutschlandDeutschland MF Mark Schmidt
10 DeutschlandDeutschland MF Mathias Klein
Nr. Position Name
31 DeutschlandDeutschland MF Phillip Januschowski
- DeutschlandDeutschland MF Alexander Bernwald
- DeutschlandDeutschland MF Walid Temiaa
9 DeutschlandDeutschland MF Danny Beier
14 DeutschlandDeutschland MF Steven Haubitz
27 DeutschlandDeutschland MF Maik Haubitz
11 DeutschlandDeutschland ST Roland Richter
- DeutschlandDeutschland ST Silvan Küter
15 DeutschlandDeutschland ST Christian Mlynarczyk
18 DeutschlandDeutschland ST Phillip Pflug
- DeutschlandDeutschland ST André Schiller
19 DeutschlandDeutschland ST Norman Guski

Trainerstab[Bearbeiten]

  • Trainer: Mario Reichel (seit 2011 Trainer)
  • Co-Trainer: Marcel Niespodziany (seit 2011 Co-Trainer, bis 2011 Spieler beim FSV Union)
  • Torwarttrainer: Björn Oelze (seit 2010 Torwarttrainer, bis 2010 Torwart beim FSV Union)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]