FS E.464

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FS E.464
Italienische E-Lok "FS gruppo E.464".jpg
Nummerierung: E.464.001–688 (Trenitalia)[1]
E.464.890–894; 901–906 (FER)[2]
E.464.880 (TFT)[3]
Anzahl: 728
Hersteller: Bombardier (vorm. ADtranz)
Baujahr(e): 1999–
Achsformel: Bo’Bo’
Länge über Puffer: 15.930 mm
Dienstmasse: 72 t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Dauerleistung: 3.000 kW (2.350 kW)
Anfahrzugkraft: 200kN
Stromsystem: 3.000 V (1.500 V) Gleichstrom
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: GTO Stromrichter, Doppelstern-Asynchron-Fahrmotoren
Zugsicherung: RS4 Codici, SCMT

Die Baureihe E.464 ist eine Elektrolokomotive, die ab 1999 von ADtranz (heute Bombardier) von der italienischen Staatsbahn Ferrovie dello Stato (Trenitalia), der Ferrovie Emilia Romagna (FER) sowie der Trasporto Ferroviario Toscano (TFT) beschafft wurde.

Gefertigt werden die Lokomotiven im Bombardier-Werk in Vado Ligure unter der firmeninternen Bezeichnung TRAXX P160 DCP. Bis Februar 2013 wurden 699 Einheiten dieser Baureihe ausgeliefert[4]. Im November 2013 gab Trenitalia bekannt, dass bei Bombardier eine weitere Serie von 29 Lok der Baureihe E464, bestellt wurden, eine Investition von circa 300 Millionen Euro. Diese sollen in den Regionen Lazio, Veneto und Liguria, eingesetzt werden, zusammen mit 150 neuen Wagen des Typs Vivalto.[5]

Richtigerweise handelt es sich allerdings nicht um Lokomotiven, sondern um Triebköpfe.

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Übergangsende mit Gepäckraum und Hilfsführerstand

Da die Maschinen ausschließlich mit Wendezügen eingesetzt werden, verfügen sie auch nur über einen Führerstand. Am anderen Ende befindet sich ein Mehrzweck-/Gepäckabteil, ein Hilfsführerstand für Rangierfahrten sowie ein Wagenübergang mit Gummiwulst. Die Baureihe E.464 verwendet Drehgestelle und Getriebe ähnlich denjenigen der Baureihe 101 der Deutschen Bahn, der Antrieb erfolgt aber mit Doppelstern-Asynchron-Fahrmotoren.[6] Der Lokomotivkasten wurde von SLM entwickelt, die Leistungselektronik in GTO-Technik ist mit derjenigen der SBB RABDe 500 verwandt, ebenso die Fahrzeugleittechnik.

Die ersten Maschinen besaßen bei ihrer Auslieferung beidseitig herkömmliche Zug-/Stoßeinrichtungen. Mittlerweile wurden jedoch nahezu alle Fahrzeuge am Führerstandsende mit einer automatischen Scharfenbergkupplung ausgerüstet. Lediglich auf der zum Wagenzug hingewandten Seite wurde die Schraubenkupplung beibehalten. Die Lokomotiven sind sowohl mit der konventionellen italienischen Wendezugsteuerung (condotta 78 poli), als auch mit der TCN-Wendezug- und Vielfachsteuerung ausgestattet. Somit können sie flexibel mit allen Fahrzeugen des Regionalverkehrs eingesetzt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.railcolor.net/index.php?nav=1405729&lang=1
  2. http://www.railcolor.net/index.php?nav=1405730&lang=1
  3. http://www.railcolor.net/index.php?nav=1407754&lang=1
  4. http://www.railcolor.net/index.php?nav=1405330&id=4822&action=dview
  5. Trenitalia: Nuove locomotive e carrozze per i pendolari di Veneto, Liguria e Lazio
  6. S Mantero, A Stabile, D Carillo:Il sistema di controllo della locomotiva E.464 Caratteristiche di funzionamento e verifica delle prestazioni (2001) in Ingegneria ferroviaria, Ausgabe 4/2001, Seiten 170–182 (italienisch)

Literatur[Bearbeiten]

  •  Torsten Berndt, Klaus Eckert: Lexikon der Lokomotiven. Komet Verlag, Köln 2005, ISBN 3-89836-505-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FS E.464 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien