Faber & Faber (Vereinigtes Königreich)

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Faber & Faber ist ein britischer Verlag aus London. Er hat seinen Sitz in der Great Russell Street und ist als Limited organisiert.

Seine Ursprünge gehen auf die Scientific Press von Sir Maurice and Lady Gwyer zurück. Um die Firma zu erweitern kooperierte er mit Geoffrey Faber vom All Souls College in Oxford, die zusammen 1925 Faber & Gwyer gründeten. Mit dem Ausscheiden von Gwyer 1929 wurde der Verlag in Faber & Faber umbenannt. Der Schriftsteller T. S. Eliot wurde als Berater des Hauses angeworben und bildete zusammen mit Richard de la Mare, Charles Stewart und Frank Morley die Verlagsleitung. Der hauseigene Typograph wurde Berthold Wolpe.

Der nachmalige Nobelpreisträger Eliot veröffentlichte hier seine Gedichte aus den 1920er Jahren und die Literaturzeitschrift The Criterion. In das Verlagsprogramm wurden auch Bücher von Ezra Pound, Vita Sackville-West, Jean Cocteau, Herbert Read, Geoffrey Keynes, Max Eastman, Charles Williams, Siegfried Sassoon und J. Dover Wilson aufgenommen. Zur Lyrik gehörten Werke von Marianne Moore, W. H. Auden, Wyndham Lewis, Louis MacNeice, James Joyce, Stephen Spender, Walter de la Mare und Roy Campbell.

Unter den Autoren der 1950er und 1960er Jahre waren u.a. William Golding, Robert Lowell, Tom Stoppard, Sylvia Plath, P. D. James, Ted Hughes, Philip Larkin und John Osborne. Die Nobelpreisträger Harold Pinter und Samuel Beckett wurden sodann Aushängeschilder des Verlages. Aber auch andere Dramatiker wie Alan Bennett, Alan Ayckbourn und Brian Friel wurden verlegt.

Zu den zeitgenössischen Schriftstellern gehören u.a. Orhan Pamuk und Kazuo Ishiguro. Andere Klassiker wurden neu aufgelegt. Der US-amerikanische Unternehmensteil wurde 1998 an das New Yorker Unternehmen Farrar, Straus and Giroux verkauft. 2008 wurde die Faber Academy für kreatives Schreiben eröffnet, an der Mike Figgis, Jeanette Winterson und andere lehrten. 2009 startete Faber Digital mit Angeboten für Apps und 2011 die Faber Factory.

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