Fabio Grosso

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fabio Grosso

Grosso 2008 in Trikot der Nationalmannschaft

Spielerinformationen
Geburtstag 28. November 1977
Geburtsort RomItalien
Größe 190 cm
Position linker Verteidiger
Vereine in der Jugend
Renato Curi
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1998
1998–2001
2001–2004
2004–2006
2006–2007
2007–2009
2009–2012
Renato Curi
Calcio Chieti
Perugia Calcio
US Palermo
Inter Mailand
Olympique Lyon
Juventus Turin
108 (47)
68 (17)
67 (17)
90 0(2)
23 0(2)
53 0(2)
45 0(2)
Nationalmannschaft
2003–2010 Italien 48 0(4)
Stationen als Trainer
2014– Juventus Turin (Jugend)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Fabio Grosso (* 28. November 1977 in Rom, Italien) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler.

2006 wurde er Fußball-Weltmeister mit der italienischen Nationalmannschaft, wobei er im Verlaufe des Turniers mehrfach spielentscheidend in Erscheinung trat.

Karriere[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

Der gelernte Verteidiger, der aber auch offensiv auf der linken Seite eingesetzt werden kann, begann seine Karriere in den Abruzzen bei dem Verein Renato Curi Angolana in Città Sant'Angelo, für den er von 1994 bis 1998 im Einsatz war. Über Vereine in Chieti und Perugia gelangte er 2004 nach Palermo und spielte nach seinem internationalen Bekanntwerden in der Saison 2006/07 bei Inter Mailand, mit dem er erstmals den italienischen Meistertitel errang. Im Juli 2007 wechselte er zum französischen Serienmeister Olympique Lyon, wo er sich jedoch nicht dauerhaft durchsetzen konnte.

Am 31. August 2009 wechselte Fabio Grosso für zwei Millionen Euro zu Juventus Turin, wo er einen Dreijahresvertrag erhielt[1]. In der Spielzeit 2011/12 wurde er wie schon fünf Jahre zuvor mit seinem Team italienischer Meister, wobei er allerdings nur zwei Einsätze in der gesamten Saison absolvierte und aufgrund schwacher Leistungen sein bis 2012 gültiger Vertrag nicht verlängert wurde. Im Dezember 2012 beendete er seine Karriere.[2].

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Fabio Grosso debütierte am 30. April 2003 unter Giovanni Trapattoni beim 2:1-Sieg gegen die Schweiz in der italienischen Nationalmannschaft.

2006 gehörte er dem italienischen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland an. Im Vorfeld galt der Abwehrspieler als Schwachstelle im italienischen Kader, sollte er doch die Position des großen Paolo Maldini als linker Außenverteidiger nach dessen Rücktritt übernehmen. Grosso wurde insbesondere belächelt, da er fünf Jahre zuvor noch in der vierten Liga Italiens gespielt hatte und hier als linker Außenstürmer fungierte. Ursprünglich war er lediglich als Ersatz für den angestammten Linksverteidiger Gianluca Zambrotta bedacht worden. So kam er im ersten Gruppenspiel gegen Ghana zum Einsatz, als Zambrotta wegen einer Verletzung nicht spielen konnte. Im zweiten Gruppenspiel gegen die USA saß er wieder nur auf der Ersatzbank. In allen weiteren Spielen spielte Grosso jedoch durchgehend, weil Zambrotta nunmehr auf der rechten Seite eingesetzt wurde. Erstmals im Turnier fiel er im Achtelfinale gegen Australien auf. In der fünften Minute der Nachspielzeit fiel er bei einem Vorstoß im Strafraum über seinen bereits am Boden befindlichen Gegenspieler Lucas Neill. Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo entschied beim Spielstand von 0:0 auf Strafstoß. Den heftig umstrittenen Elfmeter verwandelte Francesco Totti zum 1:0 in die linke Ecke und verschonte so Italien vor der Verlängerung. Im Halbfinale gegen Gastgeber Deutschland erzielte Fabio Grosso nach Vorarbeit von Andrea Pirlo in der 119. Spielminute das vorentscheidende 1:0. Im Finale gegen Frankreich verwandelte er im Elfmeterschießen mit einem Linksschuss in den oberen rechten Winkel den entscheidenden Elfmeter zum 6:4-Finalsieg und sicherte damit Italien den vierten Weltmeistertitel.

Bis 2010 zählte Grosso zum festen Stamm der italienischen Nationalmannschaft und war als Flügelspieler auf der linken Seite gesetzt. Am 18. Mai 2010 gab Nationaltrainer Marcello Lippi bekannt, dass Grosso nach schwachen Leistungen in der Serie A nicht in den italienischen Kader für die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika berufen wird.[3]

Als Trainer[Bearbeiten]

Nachdem Grosso bis Juni 2013 einen Trainerlehrgang besuchte wurde er zunächst Co-Trainer der Juventus-Jugend unter Andrea Zanchetta. Seit März 2014 ist Grosso Cheftrainer.

Erfolge[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fabio Grosso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFabio Grosso è un giocatore della Juventus. juventus.com, 31. August 2009, abgerufen am 1. September 2009 (italienisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFabio Grosso - Leistungsdaten - transfermarkt.de. transfermarkt.de, 10. März 2012, abgerufen am 26. Juni 2012 (deutsch).
  3. Ecco i 28 Azzurri che Lippi porterà in ritiro a Sestriere da domenica