Fabiola Gianotti

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Fabiola Gianotti

Fabiola Gianotti (* 29. Oktober 1960[1][2] in Rom) ist eine italienische experimentelle Teilchenphysikerin. 2009 bis 2013 war sie Sprecherin der ATLAS Kollaboration am Large Hadron Collider (LHC) des CERN.

Gianotti wurde an der Universität Mailand in Teilchenphysik promoviert und war ab 1987 am CERN, wo sie am UA2-Experiment und am ALEPH-Detektor des LEP beteiligt war. Thema ihrer Dissertation 1989 war die Datenanalyse am UA2-Detektor. Ab 1990 befasste sie sich mit Kalorimetern mit flüssigem Argon, was ab 1992 zur Beteiligung am ATLAS-Detektor führte. Ende der 1990er Jahre war sie auch an der Suche nach supersymmetrischen Teilchen am LEP-2-Ring beteiligt. 2009 wurde sie als Nachfolgerin von Peter Jenni Sprecherin der ATLAS-Kollaboration, an der bis zu 3000 Physiker beteiligt sind und die 2012 die Entdeckung eines mit dem Higgs-Boson kompatiblen Teilchens bekanntgab.

2012 war sie eine der Preisträgerinnen des Special Fundamental Physics Prize für die wahrscheinliche Entdeckung des Higgs-Bosons. Ebenfalls 2012 erhielt sie die Goldmedaille der Stadt Mailand und 2013 den Premio Enrico Fermi der italienischen physikalischen Gesellschaft[3]. 2009 erhielt sie vom italienischen Staatspräsidenten den Titel Commendatore und 2012 den Verdienstorden der Republik Italien (Großoffizier). Sie ist Mitglied der Accademia dei Lincei. Sie ist Ehrendoktor in Uppsala, Oslo, der McGill University und der EPFL in Lausanne.[2]

Gianotti ist auch Mitglied im Beratungskomitee mehrerer Forschungseinrichtungen wie dem Fermilab und DESY.

Am 4. November 2014 gab das CERN in einer Pressemitteilung bekannt, dass Gianotti am 1. Januar 2016 das Amt der Generaldirektorin des CERN von Rolf Heuer übernehmen wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gianotti, Accademia dei Lincei
  2. a b Fabiola Gianotti, Brief CV, CERN
  3. Premio Enrico Fermi