Fabiola Gianotti

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Fabiola Gianotti (* 1962 in Rom) ist eine italienische experimentelle Teilchenphysikerin. 2009 bis 2013 war sie Sprecherin der ATLAS Kollaboration am Large Hadron Collider (LHC) des CERN.

Fabiola Gianotti

Gianotti wurde an der Universität Mailand in Teilchenphysik promoviert und war ab 1987 am CERN, wo sie am UA2-Experiment und am ALEPH-Detektor des LEP beteiligt war. Thema ihrer Dissertation 1989 war die Datenanalyse am UA2-Detektor. Ab 1990 befasste sie sich mit Kalorimetern mit flüssigem Argon, was ab 1992 zur Beteiligung am ATLAS-Detektor führte. Ende der 1990er Jahre war sie auch an der Suche nach supersymmetrischen Teilchen am LEP-2-Ring beteiligt. 2009 wurde sie als Nachfolgerin von Peter Jenni Sprecherin der ATLAS-Kollaboration, an der bis zu 3000 Physiker beteiligt sind und die 2012 die Entdeckung eines mit dem Higgs-Boson kompatiblen Teilchens bekanntgab (unabhängig bestätigt durch den zweiten großen LHC-Detektor CMS). Die Identifizierung mit dem Higgs-Boson wird durch fortlaufende weitere Messungen untersucht (2013).

2012 war sie eine der Preisträger des Special Fundamental Physics Prize für die wahrscheinliche Entdeckung des Higgs-Bosons. Ebenfalls 2012 erhielt sie die Goldmedaille der Stadt Mailand. 2009 erhielt sie vom italienischen Staatspräsidenten den Titel Commendatore.

Gianotti ist auch im Beratungskomitee des Fermilab.

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