Fabius Rusticus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fabius Rusticus war ein römischer Historiker während der Herrschaft der Flavier.

Fabius Rusticus stammte wahrscheinlich aus Spanien und war ein junger Freund Senecas.[1] Er verfasste wohl in flavischer Zeit ein Geschichtswerk, das der spätere Historiker Tacitus für seine Arbeiten über die neronische Zeit und vermutlich auch für das Vierkaiserjahr benutzte.[2] An den Arbeiten des Rusticus schätzte Tacitus besonders seinen Stil,[3] kritisierte aber seine Voreingenommenheit für Seneca. Möglicherweise ist Fabius Rusticus der anonyme Historiker, dem Quintilian großes Lob spendet. Wenn er mit dem gleichnamigen Empfänger eines Legats aus dem Testaments des Dasumius identisch ist, lebte er noch im Jahre 108 n. Chr. im Umfeld des Tacitus und des jüngeren Plinius.

Die Fragmente sind gesammelt in The Fragments of the Roman Historians (Nr. 87).

Quellen[Bearbeiten]

  • P. Cornelius Tacitus. Annalen. Lateinisch-Deutsch. Hg. von Erich Heller. Mit einer Einführung von Manfred Fuhrmann (Sammlung Tusculum). Düsseldorf und Zürich 3. Aufl. 1997.
  • Tacitus. Agricola. Lateinisch-Deutsch. Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort herausgegeben von Robert Feger. (RUB 836) Stuttgart 1973.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fabius Rusticus. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 4, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01474-6, Sp. 378.
  • Ronald Syme: Tacitus. 2 Bde., Oxford 1958.
  • John Wilkes: Julio-Claudian Historians. In: Classical World 65 (1972), S. 177ff.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Tacitus, Annalen 13.20,2.
  2. Vgl. die Diskussion bei Syme, Tacitus, Bd. 1, S. 179f.; S. 289ff.
  3. Tacitus, Agricola 10,3.