Fabrik (Hamburg)

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Die Fabrik im April 2010

Die Fabrik in Hamburg-Ottensen, einem Stadtteil im Bezirk Altona, gilt als erstes und wohl bekanntestes Kultur- und Kommunikationszentrum in Deutschland. Am 25. Juni 1971 wurde sie von dem Maler Horst Dietrich und dem Architekten Friedhelm Zeuner in dem Gebäude einer ehemaligen Maschinenfabrik gegründet. Horst Dietrich, der Träger des Max-Brauer-Preises 1993 ist, hat im Jahr 2012 die Leitung der Fabrik an Ulrike Lorenz übergeben. Das Gebäude aus der Gründerzeit beeindruckt durch seine besondere Architektur: ein hoher, kirchenschiffartiger Raum mit einer Holzträgerkonstruktion und umlaufenden Galerien in den zwei Stockwerken, die einen Blick auf das Geschehen in der Halle ermöglichen. Für den Umbau erhielt Friedhelm Zeuner den Architekturpreis des Hamburger Senats. Als eine Art Denkmal der Industriegeschichte findet sich über dem Einlass ein alter Lastkran. In der Nacht auf den 11. Februar 1977 brannte die Fabrik bis auf die Grundmauern ab, wurde aber 1979 nach dem alten Vorbild und unter Verwendung von feuerfestem Bongossi-Holz wieder aufgebaut.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Lisa Bassenge mit Band in der Fabrik am 3. Februar 2009

Die Fabrik steht für Kinder- und Jugendarbeit, Pädagogik und Politik, Lesungen und Diskussionen, Theater und Konzerte aller Art.

Bekannte Künstler und Interpreten waren in der Fabrik zu Gast: Absolute Beginner, AC/DC, Tom Astor, The Skatoons, Baden Powell, Bad Religion, Jeff Beck, Chet Baker, die Blues Brothers, Blumfeld, Eric Burdon, Chris de Burgh, John Cale, Chaka Khan, Miles Davis, Samy Deluxe, Candy Dulfer, Etta James, Jazz Crusaders, Gil Evans, Robert Ford, Gilberto Gil, Dizzy Gillespie, Rigmor Gustafsson, Spyro Gyra, Herbie Hancock, Gil Scott Heron, Allan Holdsworth, Joe Jackson, Rickie Lee Jones, Khaled, B.B. King, Koinonia, Kris Kristofferson, Femi Kuti, LaFee, Lake, John Lurie, Wolf Maahn, Manfred Mann’s Earth Band, Meat Loaf, Midge Ure, Mikis Theodorakis, Miriam Makeba, Sergio Mendes, Al Di Meola, Meredith Monk, Gary Moore, Mother's Finest, Georges Moustaki, David Murray, Nazareth, Nirvana, Maceo Parker, The Alan Parsons Project, Michel Petrucciani, Puhdys, Lee Ritenour, Sonny Rollins, Dino Saluzzi, Kool Savas, Screamin’ Jay Hawkins, Silly, Nina Simone, Salif Keïta, Sabrina Setlur, Spin Doctors, Mike Stern, Al Stewart, Curtis Stigers, Ten Years After, Tommy Emmanuel, Viktoria Tolstoy, Suzanne Vega, Bettina Wegner, Wishbone Ash, Yothu Yindi.

Organisation[Bearbeiten]

Die finanzielle Basis des Hauses bilden die Einnahmen aus Veranstaltungen und Gastronomie sowie ein Zuschuss der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Zu ihrem 35-jährigen Jubiläum im Sommer 2006 wandelte sich die Fabrik in die Fabrik-Stiftung. Die Gründung der gemeinnützigen Fabrik-Stiftung soll das vielschichtige kulturelle Angebot sichern und fördern. Daneben wurde ein Freundeskreis gegründet, um die Unterstützer der Fabrik zu bündeln.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fabrik (Hamburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

53.5565833333339.9292222222222Koordinaten: 53° 33′ 24″ N, 9° 55′ 45″ O