Fabrizio Cassol

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Fabrizio Cassol (* 8. Juni 1964 in Ougrée ) ist ein belgischer Jazz-Saxophonist (Alt, Aulochrom), Klarinettist, Komponist und Arrangeur.

Cassol besuchte 1982 bis 1985 das Konservatorium in Lüttich (Kammermusik, Improvisation, Komposition). 1984 studierte er mit einem Stipendium Saxophon bei Francois Daneels, gefolgt von Seminaren bei John Ruocco, Steve Coleman, Joe Lovano und Evan Parker. 1984 bis 1992 spielte er im „Trio Bravo“ mit dem Tuba-Spieler und Posaunisten Michel Massot und dem Schlagzeuger Michel Debrulle. Mit dem Trio trat er auf Festivals auf, veröffentlichte er mehrere Alben, spielte für Ballet- und Zirkusprojekte und für Film Soundtracks („Monsieur Hergé“).

Er ist mit Michel Hatzegiorgiou (elektrische Bassgitarre) und Stéphane Galland Gründer und Leiter der Fusion-Band „Aka Moon“ (1993). Benannt ist die Gruppe nach einem Pygmäenstamm, mit dem sie einige Zeit Anfang der 1990er Jahre in Zentralafrika lebten und mit denen sie auch eine CD aufnahmen. Sie nahmen auch mit westafrikanischen (in „Live at Vooruit“) und indischen Musikern (beginnend mit „Akasha“) auf und brachten bis 2006 fünfzehn CDs heraus: „Aka Moon“ und „Nzomba“ 1992, „Rebirth“ 1994, „Akasha vol.1,2“ 1995, die Trilogie „Elohim“, „Live at Vooruit“, „Ganesh“ 1997 bei Carbon 7, „Invisible Mother“ und „Live at the Kaai“ 1999, „Invisible Sun“ 2000, „Invisible Moon“ (das mit „Invisible Mother“ und „Invisible Sun“ eine Trilogie bildet, inspiriert vom chinesischen „I Ching“) und „Real Time“ 2001, „Guitars“ 2002, „Amazir“ 2006. Bei Aka Moon wirkten u.a. David Linx (auf „Elohim“), Eric Legnini, Malik Mezzadri (auf „Amazir“ mit Robin Eubanks), Marc Ducret (auf „Ganesh“), David Gilmore (auf „Guitars“) und Pierre Van Dormael mit.

Daneben spielte er mit Steve Lacy, „Nasa Na“ von Pierre Van Dormael, Vinko Globokar, dem „James Baldwin Project“ von David Linx, der „ACT Big Band“ von Félix Simtaine und Michel Herr, Charles Loos, Jacques Pelzer, Rita Marcotulli, Eric Legnini und Palle Danielsson.

Als Komponist komponierte er (neben Stücken für eigene Bands wie Aka Moon) Tanzmusik (für Brigitte Kaquet). 1995 komponierte er mit Kris Defoort „Variations on A Love Supreme“ für Jazz Middelheim (Album bei De Werf 1995).

1998 erhielt er den Django d’Or (Belgien) als „Etablierter Musiker“. Im selben Jahr wurde die Band „Aka Moon“ von belgischen Radiohörern zur besten (belgischen und europäischen) Combo des Jahres gewählt.

Seit 1989 lehrt er Improvisation an der Etterbeek Akademie.

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