Fabrizio Sceberras Testaferrata

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Zeitgenössischer Portraitstich

Fabrizio Sceberras Testaferrata (* 1. April 1757 in Valletta, Malta; † 3. August 1843 in Senigallia) war der erste maltesische Kardinal der Katholischen Kirche.

1802 zum Priester geweiht, wurde er am 20. September des gleichen Jahres zum Titularerzbischof von Berytus ernannt und am 21. Dezember 1802 durch Giuseppe Maria Kardinal Doria Pamphilj zum Bischof geweiht. Mitkonsekratoren waren die Erzbischöfe Benedetto Fenaja CM, Titularerzbischof von Philippi, und Francesco Bertazzoli, Titularerzbischof von Edessa in Macedonia.

Er gehörte zur päpstlichen Diplomatie und war Mitglied der römischen Kurie. Testaferrata war 1803 Nuntius in der Schweiz und 1815 Sekretär in der Kongregation für die Bischöfe (Konsistorialkongregation). Papst Pius VII. ernannte ihn in pectore am 8. März 1816 zum Kardinal, was im Juli 1817 publiziert wurde, und am 6. April 1818 zum Bischof von Senigallia.

Testaferrata nahm am Konklave von 1823 teil, das Papst Leo XII. wählte. Er gehörte hier zur pro-österreichischen Zelanti-Fraktion. Weiterhin nahm er am Konklave von 1829 teil, das Papst Pius VIII. erwählte, und am Konklave von 1830/ 1831, das Papst Gregor XVI. erkor.

Erst am 18. Februar 2012 wurde mit Prosper Grech OSA wieder ein Malteser zum Kardinal der römisch-katholische Kirche ernannt.

Weblink und Quelle[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Annibale della Genga Bischof von Senigallia
1818 - 1843
Antonio Maria Cagiano de Azevedo