Fachhochschule Nordhausen

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Fachhochschule Nordhausen
Logo
Gründung 1997
Trägerschaft staatlich
Ort Nordhausen
Bundesland Thüringen
Staat Deutschland
Präsident Jörg Wagner
Studenten 2461 (Wintersemester 2012/13)[1]
Professoren 45
Website www.fh-nordhausen.de

Die Fachhochschule (FH) Nordhausen – University of Applied Sciences (auch: FHN) wurde in der jetzigen Form im Jahr 1997 gegründet und liegt in Nordhausen, Thüringen. Die Gesamtstudierendenanzahl lag zuletzt (Wintersemester 2012/13) bei 2461 Studenten.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

FH Nordhausen, Bibliothek, Haus 18

Planungen für eine Fachhochschule in Nordthüringen führten im Jahr 1997 zur Gründung der Fachhochschule Nordhausen.[2] Das Gelände des Weinbergs hat jedoch schon eine bis 1906 zurückliegende Geschichte mit verschiedenen Bildungseinrichtungen. Seinerzeit erfolgte der Beschluss des Sächsischen Provinziallandtags zum Bau einer Landeserziehungsanstalt, die 1910 eröffnet wurde und beim Bombenangriff auf Nordhausen im April 1945 teilweise zerstört wurde. Im Jahre 1951 wurde die Schule »Fachschule für Landwirtschaft«, 1956–1994 dann auch »Ingenieurschule für Landtechnik« genannt, auf dem Gelände gegründet.[3][4]

Mit Beschluss des Landtages von Thüringen im Jahre 1997 gegründet, nahm die Hochschule 1998 ihren Studienbetrieb auf.[2] Angeboten werden moderne und anwendungsorientierte Studiengänge, die sich an den Erfordernissen der Arbeitsmarktlage orientieren.

Gliederung[Bearbeiten]

Präsidium[Bearbeiten]

Die Hochschulleitung (Präsidium) setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre, dem Vizepräsidenten für Forschung und Entwicklung sowie dem Kanzler.[5]

Zentraleinrichtungen[Bearbeiten]

Die Bibliothek u. Zentraleinrichtungen (links) und Gebäude 19

Neben ihren originären Dienstleistungen in Lehre und angewandter Forschung bietet die Fachhochschule Nordhausen einen Servicebereich über folgende zentrale Einrichtungen an:

  • Bibliothek
  • Medienzentrum
  • Sprachenzentrum
  • Studien-Service-Zentrum
  • Career Service
  • TATU – Thüringer Absolventen in Thüringer Unternehmen
  • Studentenwerk Thüringen[6]

Studium[Bearbeiten]

Das Audimax

Das Studienangebot umfasst zehn Bachelorstudiengänge und fünf Masterstudiengänge in den zwei Fachbereichen Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.[7] Neben den klassischen Studienfächern bietet die Fachhochschule auch ein duales Studium (NOKOMO – Nordhäuser KombiModell) an. Innerhalb von vier Jahren ist ein Berufs- und Hochschulabschluss möglich. Dabei wird ein Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre mit kaufmännischen Ausbildungsberufen kombiniert.[8] Das Angebot wird im Wintersemester 2013/14 um weitere Studiengänge ergänzt.[9]

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten]

  • Umwelt-/Recyclingtechnik
  • Regenerative Energietechnik
  • Geotechnik
  • Betriebswirtschaftslehre/Business Administration
  • Internationale Betriebswirtschaft/International Business
  • Gesundheits- und Sozialwesen/Health and Social Services
  • Öffentliche Betriebswirtschaft/Public Management
  • Sozialmanagement

neue Bachelorstudiengänge ab dem Wintersemester 2013/14[Bearbeiten]

  • Heilpädagogik/Inclusive Studies
  • Wirtschaftsingenieur für Nachhaltige Technologien
  • Internet-Technik und -Applikation
  • Automation and Electronics Engeneering

Masterstudiengänge[Bearbeiten]

  • Systems Engineering
  • Public Management & Governance
  • Innovations- und Change-Management
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Systemische Beratung

neue Masterstudiengänge ab dem Wintersemester 2013/14[Bearbeiten]

  • Energetisch-Ökologischer Stadtumbau
  • Therapeutische Soziale Arbeit
  • Transdisziplinäre Frühförderung

nicht weiter angebotene Studiengänge[Bearbeiten]

  • Technische Informatik
  • Energie- und Umweltinformatik

Forschung[Bearbeiten]

Logo August-Kramer-Institut (AKI)
Logo des in.RET – Institut für Regenerative Energietechnik
Logo des ISRV (Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung)

Mit dem August-Kramer-Institut (AKI) verfügt die Fachhochschule Nordhausen seit Beginn des Jahres 2006 über eine ingenieurwissenschaftliche Lehr- und Forschungseinrichtung. Die Arbeitsfelder unterteilen sich in die drei Schwerpunkte Energiesysteme, Werkstoff- und Verfahrenstechnik und Geoengineering.[10]

Das in.RET – Institut für Regenerative Energietechnik soll Unternehmen und Einrichtungen durch Beratung, Energieforschung und Weiterbildung unterstützen. Es organisiert den Bachelorstudiengang Regenerative Energietechnik sowie die energietechnischen Profilierungsrichtungen innerhalb des Masterstudiengangs Systems Engineering.[11]

Noch im Aufbau befindet sich das Institut für Informatik, Automatisierung und Elektronik (IAE). Als Lehr- und Forschungsinstitut deckt es die Bereiche Informatik, Web-Technologie, Automatisierungstechnik und Elektronik an der FH Nordhausen ab.[12]

Weiterhin besteht seit dem 22. Januar 2013 das Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV) an der FH Nordhausen. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der Forschung in den Bereichen der rehabilitativen, therapeutischen Sozialen Arbeit, Heilpädagogik, Transdisziplinären Frühförderung, Systemischen Beratung und Therapie.[13]

Das Sensoriklabor beschäftigt sich mit dem Gebiet der sensorischen Produktforschung. Der Zusammenhang zwischen Produktbestandteilen und den Sinneseindrücken wird hierbei fokussiert.[14]

Ausgründungen[Bearbeiten]

Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen sind Teil der gewollten Strategie zur Steigerung wissensbasierter Gründungsideen. An solchen Ausgründungen beteiligen sich in der Regel Mitarbeiter der Einrichtungen und ggf. die Institute selbst.

Bisher hat es bei der FH Nordhausen 13 Gründungen gegeben.

Beispiele:

  • Im Jahr 2009 wurde die EKP Energie-Klima-Plan GmbH gegründet, welche auf der Basis von Modellräumen Handlungsempfehlungen und konkrete Projekte der energetischen Stadterneuerung formuliert.
  • Die im Juni 2011 gegründete BinaryGuys.de GmbH entwickelt und produziert Gadgets und technisches Spielzeug für den europäischen Markt.
  • Im Jahr 2013 wurde mit InnoLife ein Forschungs- und Innovationsinstitut zur Bearbeitung und Neuausrichtung kritisch gewordener Gesellschaftsstrukturen und -normen gegründet.

Veranstaltungen auf dem Campus[Bearbeiten]

Auf dem Gelände der FH Nordhausen findet seit 2001 jährlich im Sommer das Campusfest statt, das vom Studentenclub Karzer[15] organisiert wird. Zum Programm zählen dabei Sportturniere, Vorführungen und Livemusik an mehreren Bühnen und in verschiedenen Musikrichtungen.[16][17][18] Die Größe des Campusfestes bewegt sich zwischen 2000 und 3000 Besuchern.[19][20]

Die lange Nacht der Wissenschaften soll auf unterhaltsame Weise wissenschaftliche Themen und Informationen vermitteln, was in frei besuchbaren Vorträgen, Vorführungen und Workshops passiert. Die erste Lange Nacht der Wissenschaften fand am 11. Oktober 2006 statt.[21] Es folgten Veranstaltungen 2007, 2009 und 2011, die jeweils zwischen 2500 und 5000 Besucher anzogen.[22][23][24]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fachhochschule Nordhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Fachhochschule Nordhausen – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Thüringer Landesamt für Statistik.
  2. a b Entwicklung der FHN. Abgerufen am 14. Februar 2013.
  3. Chronik der FHN. Abgerufen am 14. Februar 2013.
  4. 1995 Umwandlung in Fachschule für Technik u. Wirtschaft, 1996 Angliederung an Berufsschule. In: DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 23. März 2013.
  5. Hochschulleitung. Abgerufen am 10. Januar 2013.
  6. Zentraleinrichtungen, Servicebereich der Fachhochschule. Abgerufen am 2. August 2012.
  7. Studiengänge, Überblick über alle Studiengänge der Fachhochschule Nordhausen. Abgerufen am 15. Juli 2012.
  8. Duales Studium, Beruf und Studium in 4 Jahren. Abgerufen am 15. Juli 2012.
  9. Programm zum Hochschulinformationstag 2013, PDF. Abgerufen am 25. Februar 2013.
  10. AUGUST-KRAMER-INSTITUT, Leistungsumfang des AUGUST-KRAMER-INSTITUTS. Abgerufen am 12. Februar 2013.
  11. in.RET, Ziele und Aufgaben des in.RET – Institut für Regenerative Energietechnik. Abgerufen am 1. August 2012.
  12. Institut für Informatik, Automatisierung und Elektronik. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  13. Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  14. Sensoriklabor. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  15. Karzer – Studentenclub Nordhausen e. V./Wir über uns.
  16. nnz-online. Abgerufen am 17. Januar 2013.
  17. nnz-online. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  18. nnz-online. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  19. Webseite der FHN. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  20. nnz-online. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  21. Webseite der FHN. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  22. Webseite der FHN. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  23. Webseite der FHN. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  24. nnz-online. Abgerufen am 30. Januar 2013.

51.49705510.809807Koordinaten: 51° 29′ 49″ N, 10° 48′ 35″ O