Fad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit Mode-Fads. Für andere Bedeutungen siehe FAD.
Ein Fad, für das amerikanische Schulkinder sich gegenwärtig (Stand 2011) begeistern, ist das Sammeln außergewöhnlich geformter Radiergummis, die in den USA von unterschiedlichen Herstellern auf den Markt gebracht worden sind.

Als Fad ([fæd], engl. für „Fimmel“, „Masche“, „Modetorheit“; auch: Craze, Vogue, Rage) wird im kulturellen Diskurs des englischsprachigen Raumes ein Verhalten bezeichnet, dem Bevölkerungsteile meist über eine sehr kurze Zeit hinweg mit Begeisterung folgen, und zwar so lange, wie dieses Verhalten als neuartig und daher als interessant empfunden wird.[1] Fads ähneln Moden, sind aber kurzlebiger und eher arbiträre Einzelereignisse als Stationen eines modischen Trends. Bei vielen Fads handelt es sich um den Kauf von Produkten, die in bestimmten Bevölkerungsteilen kurze Zeit intensiv en vogue sind; das können Spielzeuge (z. B. executive toys wie Rubik’s Cube), Sportgeräte, Modeaccessoires oder sogar Lebensmittel sein. Charakteristisch für viele solcher Fads ist, dass der Hersteller gar keine aufwändige Werbung treibt, sondern sich die Möglichkeiten des viralen Marketings zunutze macht. Andere Fads haben mit Produkten überhaupt nichts zu tun, sondern betreffen die Sprache oder sonstige reine Verhaltensweisen. Über die Faszination ihres reinen Neuigkeitswerts hinaus können Fads durch Gruppenzwang oder durch das Bedürfnis motiviert sein, sich über die sozialen Normen hinwegzusetzen und sich zu einer Gegenkultur zu bekennen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. fad dictionary.reference.com; William Kornblum: Sociology in a Changing World, Wadsworth Publishing, 8. Auflage, 2007, ISBN 978-0495096351.
  2. Andrzej Domanski: Collective fascinations (fads) and the idea of ephemeral culture, in: Kultura i spoleczenstwo (Culture and society), Band 48, Heft 4, 2004 (Abstract)