Fagagna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fagagna
Kein Wappen vorhanden.
Fagagna (Italien)
Fagagna
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Udine (UD)
Koordinaten: 46° 7′ N, 13° 5′ O46.11666666666713.083333333333Koordinaten: 46° 7′ 0″ N, 13° 5′ 0″ O
Fläche: 37 km²
Einwohner: 6.363 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einw./km²
Postleitzahl: 33034
Vorwahl: 0432
ISTAT-Nummer: 030037
Volksbezeichnung: Fagagnesi oder Fagagnoti
Schutzpatron: San Giacomo
Website: Fagagna

Fagagna ist eine Gemeinde in der Provinz Udine in Friaul, Italien mit 6363 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 5 Ortschaften: Ciconicco, Villalta, San Giovanni in Colle, Battaglia und Madrisio.

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Mal erwähnt wird der Name Fagagna im Jahre 983 in jener Urkunde, mit welcher der römische Kaiser Otto II. (HRR) dem Patriarchen von Aquileia, Rodoald, die Burg überlässt. Die ältesten örtlichen Ansiedlungen sind allerdings frühere, wie entsprechende archäologische Funde aus vor- und urgeschichtlichen, römischen (als Fagagna zwangsläufig Station der Passage auf der Strecke von Concordia Sagittaria nach Norikum wird) und hochmittelalterlichen Epochen unter Beweis stellen.

Von der Burg – die einst den Patriarchenpalast und die Wohnungen der Vasallen einschloss – haben bis heute lediglich die Trümmer und ein zu einem Glockenturm umgebauter Bergfried überdauert. Außerdem sind auf dem Hügel die Überbleibsel und einige Gebäude sichtbar, welche die Ansiedlung des alten Burgdorfes nachweisen, ausgedehnte Mauertrakte, die den befestigten Ort und das einzige (von drei ursprünglichen) erhaltene Burgtor umschlossen. Betrachtet man den alten Betsaal der Burgherren, existierte die Kirche zum Heiligen Erzengel Michael – deren Weihe auf einen möglichen langobardischen Burgursprung hinweist - schon im Jahre 1386. Mehrmals wiederaufgebaut, bis zur Ergänzung eines Kirchenschiffes im 19. Jahrhundert, verlor die Kirche jene ursprüngliche architektonische Linie, welche sie in einem jüngst restaurierten Teil wieder aufweist.

Musik[Bearbeiten]

  • Mauricio Pergelier, Organist: Chiesa Parrocchiale di Madrisio di Fagagna; L’organo storico di Pietro Nacchini 1752. CD mit Werken von: Andrea Gabrieli (Tabulatura di Trento 1500), Fr. Martinho García de Olague Gaspar dos Reis Francisco Correa de Arauxo, Antonio de Cabezón und anonyme Komponisten, aufgenommen im November 2005
  • Mauricio Pergelier, Organist: Pieve di Santa Maria Assunta – Fagagna; Organo storico costruito da Francesco Comelli nel 1788.

Literatur[Bearbeiten]

  • Furio Bianco, Aldino Bondesan, Paolo Paronuzzi, Michele Zanetti, Adriano Zanferrari: „Il Tagliamento“ (in italienischer Sprache), S. 288, 302; Copyright 2006, Universität Udine; Cierre Verlag; ISBN 88-8314-372-8
  • Roberta Costantini, Fulvio Dell’Agnese, Micol Duca, Antonella Favaro, Monica Nicoli, Alessio Pasian: Friuli-Venezia Giulia. I luoghi dell’arte, S. 192-194; Bruno Fachin Editore, Triest; ISBN 88-85289-57-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.