Fahrradkultur

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Lastenfahrräder als Teil einer städtischen Fahrradkultur
Die vier Dimensionen der Fahrradkultur. Sie sind durch eine Vielzahl komplexer Mechanismen miteinander verknüpft.[1]

Fahrradkultur (auch Radkultur, Kultur des Fahrrad(-fahrens)) ist ein Begriff, mit dem sowohl soziokulturelle wie auch materielle Aspekte zum Thema Fahrrad beschrieben werden[2].

In der soziologischen Betrachtung ist die Fahrradkultur ein Teil der Alltagskultur und der Mobilitätskultur. Sie beinhaltet damit Gebräuche, Gewohnheiten und gesellschaftliche Entwicklungen in Bezug auf das Fahrrad(-fahren).

In der materiellen Betrachtung gehören zur Fahrradkultur

  • die (Gebrauchs-)Gegenstände des Alltags, die im Zusammenhang mit dem Fahrradfahren wahrgenommen werden,
  • die Verkehrs-Infrastruktur und Topografie einer Stadt, einer Region oder eines Landes sowie
  • die Verfügbarkeit und der Zugang zu Gütern und Dienstleistungen. Ein Beispiel dafür sind Fahrradstationen.

Geschichte der Fahrradkultur[Bearbeiten]

Eine erste Blüte erlebte die Fahrradkultur Ende des 19. Jahrhunderts. Sie verhalf der Arbeiterklasse zu ihrer Unabhängigkeit und im Besonderen derer von Frauen. Radfahren wurde zu dieser Zeit als Mode gesehen und bildete eine Subkultur[3]. Die Fahrradkultur übte direkten Einfluss auf die Mode aus. Der Hosenrock entstand als Kompromiss zwischen dem Rock als üblicher weiblicher Beinkleidung und der Hose als praktikabler Bekleidung für das Fahrradfahren.[4]

In der Nachkriegszeit wurde das Rad eher als Spielzeug oder Sportausrüstung angesehen. Lange Zeit war Radfahren als Ausdruck der Lebenseinstellung und der Persönlichkeit nicht im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Unter anderem durch die weltweite Cycle-Chic-Bewegung hat sich das geändert. Aktive Mobilität entwickelte sich zum Trend.[5]

Heute ist die Fahrradkultur auch zum Teil der Stadtentwicklung und von Nachbarschaftsinitiativen geworden. Dazu gehören der Bau von Freakbikes (z.B. Tallbikes), die Bikekitchens, die Critical Mass-Bewegung sowie die Szene rund um Fahrradkuriere und Hipster. Fahrradkultur ist zum Teil der Lebenseinstellung geworden, zum Beispiel für alternative Verbraucher oder Geschäftsleute in Anzügen. Fahrradfahren wird dadurch zum politischen und gesellschaftlichen Thema. Lifestyle-Magazine und Tageszeitungen zeigen Fahrradfahrer auf ihren Titelseiten, Einzelhändler benutzen Fahrräder als Dekorationselemente in Schaufenstern[6]. Städtische Verwaltungen und Politik interessieren sich nicht mehr nur für das Fahrrad als Fortbewegungsmittel, sondern auch für die Menschen auf den Fahrrädern und die verschiedenen damit verbundenen Kulturen[7].

Fahrradkultur in der Wissenschaft[Bearbeiten]

Studien und wissenschaftliche Betrachtungen zur Fahrradkultur bestehen sowohl aus Betrachtungen über das Fahrradfahren als kulturellem Phänomen als auch über das konkrete Nutzungsverhalten in Bezug auf Fahrräder[8]. Daneben gibt es philosophische Betrachtungen[9]. Ausgehend vom Trend, Städte in Fahrradstädte umzuwidmen und die Fahrradmobilität zu fördern, ist auch die Frage "Wie kann städtisches Alltagsradfahren beworben werden und zu einem Trend führen, beziehungsweise wie kann Fahrradkultur entstehen?" im Fokus[10].

Für den verkehrsplanerischen Teil leisten die Ingenieurswissenschaften, speziell das Verkehrsbauwesen, ihren Beitrag. Einer der bekanntesten europäischen Verkehrsplaner als Interessenvertreter der Fußgänger und Fahrradfahrer ist Hermann Knoflacher, emeritierter Universitätsprofessor am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien[11]. Heiner Monheim ist der bekannteste deutsche Verkehrswissenschaftler. Er entwickelte ebenfalls Konzepte zur Förderung des Fußgängerverkehrs und Fahrradverkehrs[12].

Bekannte städtebauliche Berater sind der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl (Gehl Architects), er betreut Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der städtebaulichen Qualität für Fußgänger und Radfahrer auf der ganzen Welt, z.B. New Yorks Fahrradförderungsprogramm[13] sowie Mikael Colville-Andersen (Copenhagenize Consulting). Durch ihn hat sich der Begriff copenhagenize (wörtlich: Kopenhagenisieren, „es so machen wie in Kopenhagen“) in englischsprachigen Fachkreisen ausgebreitet[14].

Einflüsse und Förderung[Bearbeiten]

Den größten und wichtigsten Einfluss auf die Fahrradkultur haben die Alltagsradfahrer, vom Pendler bis zum Freizeitradler. Sie sind die zahlenmäßig größte Gruppe und stellen die größte Konsumentengruppe dar[15]. Sie setzt sich zusammen aus 5,6 Millionen Radurlaubern, 35 Millionen Radausflüglern[16] und 2 Millionen Berufspendlern [17].

Städte mit einem hohen Anteil an Fußgängern und Radfahrern wirken belebt und einladend. Somit bestimmen die am häufigsten vertretenen Verkehrsgruppen zum einen die Außendarstellung der Stadt, haben aber zum anderen auch einen großen Einfluss auf die Stadtidentität und tragen damit auch ein Stück weit zur Stadtkultur bei.[18]

An zweiter Stelle steht der Radsport in der Summe seiner Disziplinen[19]. Ein Teil der Fahrradfahrer sind in Sportvereinen organisiert[20]. Bei Trendsportarten überwiegt die freie Szene.

Auf regionaler Ebene wirken zudem Städte, Regionen und deren Verwaltungen. Mit Programmen wie der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern)[21] soll der Anteil des Fahrradverkehrs gesteigert werden. Städtische Fahrradbeauftragte sollen als Ansprechpartner und Problemlöser für Bürger fungieren[22]. Unter dem Titel "RadKULTUR in Baden-Württemberg" fördert der Landesradverkehrsplan Baden-Württemberg Infrastrukturprojekte im Fahrradverkehr und eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur[23].

Tourismusverbände versuchen gezielt Radreisende und Radsportler in ihre Region zu ziehen. Fahrradtourismus ist eine weit verbreitete Art der Urlaubsgestaltung mit Fahrrädern[24].

Freie Fahrradclubs und Fahrrad-Selbsthilfewerkstätten, z.B. Bikekitchens, fördern die Fahrradkultur unter anderem durch den Bau von Spezialfahrrädern (z.B. Tallbikes), die besondere Aufmerksamkeit erregen[25].

In der urbanen Fahrradkultur sorgen die Fahrradkuriere für die meisten Impulse:

  • Fixies (Bahnfahrräder für die öffentliche Straße)
  • Bekleidung (Messenger-Bags, Radrennfahrer-Mützen)
  • Mode (Schnurr- und Vollbärte, Tätowierungen)
  • Veranstaltungen (Alleycat, Goldsprint)
  • Filme, Dokumentationen und Bücher[26]

Das Segment der Lastenfahrräder erlebt derzeit einen spürbaren Zuwachs. Neben privaten Nutzern testen auch Unternehmen verstärkt den Einsatz von Transportfahrrädern für den Warentransport auf kurzen Strecken.[27]

Fahrradkultur in den Medien[Bearbeiten]

In den Medien spielt die Fahrradkultur eine zunehmende Rolle. Große Onlineportale wie "Spiegel Online"[28] und "Zeit online"[29]unterhalten eigene Rubriken für Fahrradthemen. Wichtige überregionale Themen wie die Diskussion über die Einführung der Helmpflicht werden in der Tagesschau behandelt[30].

Über 100 deutschsprachige Blogger beschäftigen sich hauptsächlich mit Fahrradthemen[31].

Unter dem Begriff "Cycle Chic" entsteht eine neue Form der Radverkehrsförderung. Der dänische Blogger Mikael Colville-Andersen hat seinen Blog "Copenhagen Cycle Chic" zu einer weltweiten Marke ausgebaut. Jede Stadt kann unter ihrem Städtenamen mit dem Zusatz "Cycle Chic" einen Blog eröffnen. Kennzeichen aller Beiträge ist die Verknüpfung von Mode und Fahrradfahren. Veröffentlicht werden ausnahmslos Fotos von Fahrradfahrer*innen ohne Helm und ohne Funktionskleidung. Durch die Hervorhebung des modernen urbanen Stils, den das Fahrradfahren vermitteln kann, sollen die Leser zum Fahrradfahren animiert werden [32].

Auszüge aus Medienberichten, die sich mit Fahrradkultur beschäftigen:

  • "Ramsauer lobt neue Fahrradkultur" (Die Welt, Artikel vom 3. Juni 2012)[33]
  • "Fahrradkultur: Träumen von Kopenhagen" (Der Standard.at, Artikel vom 14. Januar 2013)[34]
  • "“Der Spaziergang durch die Fahrradblogs zeigt mal wieder, dass Deutschland Entwicklungsland ist, was Fahrradkultur angeht…” (Radspannerei Blog, Beitrag vom 14. Januar 2010)[35]
  • "Verkehrsminister Peter Ramsauer sprach kürzlich von "kriegsähnlichen Zuständen" auf Deutschlands Straßen und einer verrohten Fahrradkultur." (Berliner Morgenpost vom 19. Juli 2012)[36]
  • "Engländer wollen von deutscher Fahrradkultur lernen" (Pressemitteilung vom 16. Mai 2013)[37]
  • "Magazin für urbane Fahrrad-Kultur: Der Delius Klasing Verlag bringt am 28. September das „spoke magazine“ an den Kiosk." (Presse-News vom 28. September 2010)[38]

Messen, Konferenzen und Veranstaltungen[Bearbeiten]

In vielen Städten existieren monatliche, nicht organisierte Fahrradprotestfahrten unter dem Namen Critical Mass. Einige Metropolen organisieren Fahrrad-Sternfahrten, "Radlnächte" [39], Naked Bike Rides oder andere Großveranstaltungen, bei denen teilweise Straßen für den restlichen Verkehr gesperrt werden[40].

Im deutschsprachigen Raum haben sich mehrere Messen etabliert, die ganz oder teilweise auf das Fahrrad ausgerichtet sind:

  • Eurobike in Friedrichshafen[41]
  • f.re.e Reise-und Freizeitmesse München (ehemals ISPO Bike)[42]
  • Berliner Fahrrad Schau[43]
  • VELOBerlin[44]

Die European Cyclists' Federation ECF veranstaltet seit 1980 "Velo-city"-Konferenzen, mit dem Ziel, das Fahrrad als Teil des täglichen Transports und der Erholung zu fördern. Die Velo-city 2013 in Wien stand unter dem Motto “The Sound of Cycling – Urban Cycling Cultures“[45]. Die drei Hauptthemen waren

  • Fahrradkulturen
  • Fahrradstädte
  • Nutzen und Vorteile des Fahrradfahrens

Seit 2011 findet jährlich an wechselnden Orten das "Cyclocamp" statt, ein internationales Festival für Fahrrad-Kultur[46] (2011 Linz, 2012 Leipzig, 2013 Rom).

Statistik[Bearbeiten]

2012 gab es in Deutschland etwa 71 Millionen Fahrräder. 4 Millionen Fahrräder wurden neu verkauft, davon 380.000 Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor[47]. Insgesamt gibt es ca. 1,3 Millionen E-Bikes[48].

Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr (Modal Split) lag 2008 in Deutschland bei durchschnittlich 13,4 %[49].

Als "Fahrradstädte" gelten Freiburg, Greifswald und Münster, die einen Fahrradanteil am Gesamtverkehr von mehr als 30 % haben. Andere Städte befinden sich auf dem Weg dorthin, zum Beispiel die selbsternannte "Radlhauptstadt München" mit 17 % in 2011[50].

Aspekte in der öffentlichen Diskussion[Bearbeiten]

Politik, Verbände und Vereine[Bearbeiten]

Zuständig für den Fahrradverkehr ist das Bundesverkehrsministerium. Als Dachorganisationen und Interessenvertreter wirken der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) mit Landes-und Kreisverbänden, der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) sowie der Bund Deutscher Radfahrer. Für die organisierten Fahrradsportler ist Rudolf Scharping (Bund Deutscher Radfahrer) als nationaler Vertreter des Union Cycliste Internationale oberster Schirmherr[52].

Daneben haben sich lokale Vereine zur Förderung der Fahrradkultur gebildet. Beispiele sind die Bikekitchen München als gemeinnütziger "Verein zur Förderung der Fahrradkultur" (offiziell: "Förderung umweltfreundlicher Verkehrsarten und -mittel")[53] und Historische Fahrräder e. V. mit dem Vereinszweck "Förderung und Pflege der Fahrradkultur"[54].

Kritik[Bearbeiten]

Kritik an der Darstellung der Fahrradkultur in den Medien richtet sich gegen die stereotype, einseitige Darstellung der Fahrradfahrer. Dabei werde ein spezieller Typus in den Vordergrund gerückt bzw. die Fahrradkultur darauf reduziert[55]. Dessen Merkmale sind:

  • Sehr wahrnehmbar.
  • Das Fahrrad ist das Haupttransportmittel.
  • Aus der Mittelschicht.
  • Kein Migrationshintergrund.
  • Die Nutzung des Fahrrads wird als politisch betrachtet.
  • Das Fahrrad wird nicht aus finanzieller Not als Transportmittel gewählt.
  • Der Autoverzicht ist ein umweltpolitischer Akt.
  • Genaue Kenntnis der Rechte von Fahrradfahrern und Durchsetzung gegenüber dem motorisierten Verkehr.
  • Erwartung an Städteplaner, bei Um- und Neubauten die Fahrradinfrastruktur zu berücksichtigen.
  • Zusammenschluss mit anderen „wahrnehmbaren“ Fahrradfahrern und Teilhabe an gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Critical Mass oder Alleycats.
  • Kauf und Tragen von spezieller Kleidung für Fahrradfahrer sowie von speziellen Taschen und Rucksäcken.
  • Mehr als ein Fahrrad im Besitz, Verwendung abhängig von Einsatzzweck und Wetterbedingungen.
  • Großer Stolz auf das Fahrradfahren, hohe Überzeugungsabsichten auf andere Personen.
  • Unverständnis über Ausreden von Autofahrern und Staus.

Die Kritik richtet sich gegen diese Einseitigkeit, die als rassistische Tendenz, Klassismus und Ausgrenzung eingeordnet wird. Fahrradkultur beschränkt sich nicht auf diesen Typus. Ihm gegenüber steht der „unsichtbare“ Fahrradfahrer[56]. Er kennzeichnet sich durch unauffällige Kleidung und eine unterdurchschnittliche, teilweise mangelhafte technische (Fahrrad-)Ausstattung. Die Benutzung des Fahrrads statt eines PKW oder öffentlicher Verkehrsmittel hat für ihn hauptsächlich finanzielle Gründe.

Fahrradkultur als Gegenkultur[Bearbeiten]

Fahrradfahren kann als radikaler Gegenentwurf zum kapitalistischen System der Umverteilung des Kapitals angesehen werden. Ausgegangen wird dabei von der Überlegung, dass die Benutzung des Fahrrads statt eines PKW zu einer drastischen Reduktion der Lebenshaltungskosten führt und damit zur Reduzierung des eigenen Beitrags am kapitalistischen Geldsystem[57]. Das Fahrradfahren selbst wird dabei als eine kritische Handlung gedeutet.

Der Konsum-Aspekt des Fahrradfahrens wird durch die hohe Anzahl von Produkten deutlich, die für Fahrradfahrer vermarktet werden sowie durch das Sponsoring von Fahrradsportarten wie Radrennfahren, Mountainbiking und BMX. Zur Fahrradkultur als Gegenkultur gehören – als Gegenentwurf zum Konsum – das Recycling von Fahrradkomponenten, Fahrradeigenbauten, Selbsthilfe bei Reparaturen und Verzicht auf Funktionskleidung. Dabei gibt es zahlreiche Parallelen zur Do it yourself-Bewegung.

Weitere Aktivitäten sind die Umwidmung von Fahrrädern (z.B. zu Antrieben von Maschinen[58]) und die individuelle (Um-)Gestaltung von Fahrrädern. Dazu kommen selbst erstellte alternative Medien[59], Protestaktionen wie die Critical Mass, Nachbarschaftsangebote- und initiativen sowie Gemeindeaktivitäten, z.B. in der Flüchtlingsarbeit [60].

Fahrradsubkultur[Bearbeiten]

Als Subkultur in Bezug auf Fahrräder gelten Alleycats und Goldsprints (Stationäre Fahrradrennen, bei denen die Fahrräder auf Rollen montiert sind). Sie sind in der Fahrradkurierszene verbreitet. Die Sportart Bikepolo befindet sich in einem Zwischenstadium. Professionelle Strukturen, Vereine und Wettkämpfe entwickeln sich seit ca. 2010, als die erste Deutsche Meisterschaft in Frankfurt ausgetragen wurde.

Weitere Aktivitäten sind das "Tallbike Jousting" (Lanzenstechen auf dem Fahrrad) und das "Indoor Bicycle Racing" (Fahrradrennen in Wohnungen, Fabrikhallen, Ladengeschäften)[61].

Abkleben der Mauerkanten vor dem Indoor-Radrennen "Altbaukriterium" in Gleisdorf
Beim "Altbaukriterium" in Gleisdorf: Es zählt nicht nur Tempo, Füsse und Hände dürfen nicht Boden oder Wand berühren.

Als Subkultur können auch das Upcycling, das heißt das Herstellen von höherwertigen Gütern aus Fahrrad-(Alt)teilen angesehen werden. Beispiele sind das Nähen von Täschchen aus alten Fahrradschläuchen[62], die Herstellung von Schmuck und Accessoires[63] oder der Bau von pedalbetriebenen Maschinen[64].

Fahrradkultur in anderen Ländern[Bearbeiten]

In Nordamerika gelten Portland, San Francisco, Toronto, Montreal, Peoria und Minneapolis–Saint Paul als Fahrradstädte[65].

In Großbritannien ist Bristol für eine lebendige Fahrradkultur-Szene bekannt und gilt als Fahrradhauptstadt[66].

In Dänemark wird vor allem Kopenhagen als Fahrradmetropole angesehen. In den Niederlanden sind Amsterdam und Groningen die wichtigsten Fahrradstädte.

Indien und China sind bei uns bekannt für die hohe Anzahl von Fahrradrikschas und Lastenfahrrädern. Sie gehören in diesen Ländern zur Alltagskultur.

Italien ist eines der ersten europäischen Länder, bei denen die Zahl der verkauften Fahrräder die Zahl der verkauften PKW pro Jahr überschritten hat[67]. Inzwischen gilt dieses Verhältnis für fast alle europäischen Länder[68].

In Ost-Afrika sind vor allem die Bodabodas verbreitet. Diese Fahrräder dienen sowohl dem Transport von mehreren Personen als auch dem Transport von Waren und Lasten aller Art.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] (PDF; 136 kB) Peter Pelzer: Bicycling as a Way of Life: A Comparative Case Study of Bicycle Culture in Portland, OR and Amsterdam, S. 2 ff.
  2. [2] (PDF; 136 kB) Peter Pelzer: Bicycling as a Way of Life: A Comparative Case Study of Bicycle Culture in Portland, OR and Amsterdam, S. 2 ff.
  3. [3] H. Müller-Baur: Arbeiterbewegung und Fahrradkultur. Zur Geschichte des Arbeiter-Rad- und Kraftfahrervereins "Wanderlust" in Kirchheim/Teck, edition vulpes, 2002
  4. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/rad/rad_news/566943_Rock-am-Rad.html
  5. [4] (PDF; 1,4 MB) Barbara Possert CYCLE CHIC GRAZ - aktive Mobilität als Trend, 2011.
  6. http://a2011.wordpress.com/2013/09/17/ca-cycle-chic/
  7. [5] (PDF; 415 kB) Andrea Weninger und Ulla Thamm: Cycling is changing the cities: a review of urban bicycle cultures
  8. http://www.dlr.de/vf/desktopdefault.aspx/tabid-958/4508_read-35940/
  9. [6] (PDF; 1,9 MB) Franziska Neyer: Fahrradkultur in Graz - studentische Einstellungen zum Fahrrad als urbanes Alltagsverkehrsmittel, 2013
  10. [7] (PDF; 1,4 MB) Barbara Possert CYCLE CHIC GRAZ - aktive Mobilität als Trend, 2011.
  11. Hermann Knoflacher: Fußgeher- und Fahrradverkehr. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 1995, ISBN 3-205-98308-4
  12. Monheim, Heiner, Glodzinski, Alexander: "Radlust. Informationen zur Fahrradkommunikation", Univ. Trier, Fachbereich VI - Abteilung Raumentwicklung und Landesplanung (Herausgeber), 2007.
  13. http://dabonline.de/2013/09/30/mensch-wie-es-euch-gefallt-madison-square-kamerafahrten-vogelperspektive-legosteinen-erdbeben-jan-gehl/
  14. http://copenhagenize.eu/
  15. http://www.derwesten.de/auto/so-viele-radfahrer-gibt-es-in-deutschland-id3843793.html
  16. http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/archiv-1-halbjahr-2009/fahrradtourismus-qualitaet-zahlt-sich-aus
  17. http://www.zeit.de/auto/2011-04/fahrrad-pendler
  18. [8] Susanne Eisenbarth: Handlungsansätze zur Steuerung einer nachhaltigen Mobilitätskultur, 2006.
  19. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/171045/umfrage/interesse-am-radsport/
  20. http://www.radsport-aktiv.de/vereine/vereine.htm
  21. http://www.agfk-bayern.de/"
  22. http://beta.lifeguide-augsburg.de/das-fahrrad-ist-gleichberechtigtes-verkehrsmittel/
  23. http://radkultur-bw.de/radkultur-bw.html
  24. http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/archiv-1-halbjahr-2009/fahrradtourismus-qualitaet-zahlt-sich-aus
  25. http://bikekitchenaugsburg.wordpress.com/unsere-eigenbauten/
  26. http://www.tagesspiegel.de/zeitung/fahrradkultur-zeig-mir-dein-fahrrad-und-ich-sag-dir-wer-du-bist/7954136.html
  27. http://www.zeit.de/auto/2012-09/lastenfahrrad-stadtverkehr
  28. http://www.spiegel.de/thema/fahrraeder/
  29. http://blog.zeit.de/fahrrad/
  30. http://www.tagesschau.de/inland/radhelmpflicht100.html
  31. http://fahrradjournal.de/kultur/auf-dem-weg-die-top-liste-der-deutschen-fahrradblogs/
  32. http://www.copenhagencyclechic.com/
  33. http://www.welt.de/print/wams/article106409102/Ramsauer-lobt-neue-Fahrradkultur.html
  34. http://derstandard.at/1356427662052/Radwegkultur-Traeumen-von-Kopenhagen
  35. http://www.rad-spannerei.de/blog/2010/01/14/fahrradkultur-in-deutschland/
  36. http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article108328263/Eine-Frage-der-Evolution.html
  37. http://www.pressebox.de/pressemitteilung/cambridge-cycling-campaign/Englaender-wollen-von-deutscher-Fahrradkultur-lernen/boxid/596608
  38. http://www.delius-klasing.de/news/Magazin+f%C3%BCr+urbane+Fahrrad-Kultur+.26622.html
  39. http://www.radlhauptstadt.muenchen.de/4-muenchner-radlnacht/"
  40. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sperrung-der-a40-feiern-feiern-feiern-auf-der-autobahn-a-707153.html
  41. http://www.eurobike-show.de/
  42. http://www.ispo.com/prj_54/view/index.cfm?LNG=1&nv=0&elb=&clb=
  43. http://berlinerfahrradschau.de/view.php
  44. http://www.veloberlin.com/
  45. http://velo-city2013.com
  46. http://www.adfc-leipzig.de/index.php/presse/383-cyclocamp-2012-internationales-festival-fuer-fahrrad-kultur-erstmals-in-leipzig
  47. http://de.statista.com/themen/173/fahrrad/
  48. http://www.lvz-online.de/ratgeber/ratgeber_auto/auto-inhalte/berichte-inhalte/fahrradbranche-setzt-auf-e-bikes--neuer-trend-lastenrad/r-berichte-inhalte-b-356581.html
  49. http://a2011.wordpress.com/2010/11/23/achtung-fremdwort-der-modal-split-fur-augsburg/
  50. http://www.rad-spannerei.de/blog/2011/11/20/radverkehrsanteil-in-muenchen-steigt-auf-17-4-prozent/
  51. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/verkehrsminister-ramsauer-will-gegen-kampf-radler-vorgehen-a-826553.html
  52. http://www.uci.ch/templates/UCI/UCI1/layout.asp?MenuId=MTI3Njk&LangId=1.
  53. Die Bikekitchen München ist ein Verein zur Förderung der Fahrradkultur (offiziell Förderung umweltfreundlicher Verkehrsarten und -mittel)
  54. http://historische-fahrraeder.de/verein.html
  55. [9] (PDF; 2,9 MB) Melody Lynn Hoffmann: Our Bikes in the Middle of the Street: Community building, Racism and Gentrification in Urban Bicycle Advocacy, 2013.
  56. http://www.utne.com/community/invisibleriders.aspx#axzz2jxvnLQFf
  57. [10] Zachary Mooredian Furness: “PUT THE FUN BETWEEN YOUR LEGS!”: The politics and counterculture of the bicycle, 2005.
  58. http://www.mayapedal.org/
  59. [11] (PDF; 1,8 MB) Velonautica, Transnational Institute for Research, Documentation and Encouragement of Cycling Cultures
  60. http://volldabei.org/volldabei/
  61. http://altbaukriterium.com/
  62. http://bikekitchenaugsburg.wordpress.com/2012/08/06/schlauchtaschchen-workshop-im-garnhotel/
  63. http://bikesexual.blogsport.eu/
  64. http://www.mayapedal.org/
  65. http://en.wikipedia.org/wiki/Bicycle_culture
  66. http://maricopa1.wordpress.com/2010/04/06/bristol-ist-die-radfahrerfreundlichste-stadt-grosbritanniens/
  67. http://www.zeit.de/video/2013-06/2429163649001/verkehr-italien-steigt-aufs-fahrrad-um
  68. http://www.npr.org/blogs/parallels/2013/10/24/240493422/in-most-every-european-country-bikes-are-outselling-cars