Fahrradstation

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Radstation Münster am Hauptbahnhof
Radstation am Bahnhof im westfälischen Warendorf
Fahrradstellbox (Niederlande)
Fahrradparkhaus (Südkorea)

Eine Fahrradstation, auch Radstation oder Velostation, ist eine Räumlichkeit, die zumindest drei Grundfunktionen erfüllt:

Weitere Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Verkauf von Fahrrädern, Ersatzteilen und Fahrradzubehör bzw. touristische Informationen können auch angeboten werden. Fahrradstationen bieten teilweise professionelle Fahrradreinigungen in Fahrradwaschanlagen oder gründliche Handreinigungen des kompletten Rades, inkl. Nabenschaltung etc. an sowie teilweise auch das Fahrrad- Leasing. Einige Fahrradstationen, z. B. die Fahrradstation am Hauptbahnhof Köln, bieten auch den Bau von Fahrrädern nach Maß genau auf den Körperbau des Radfahrers abgestimmt an.[1] Oft befinden sich diese Stationen an Bahnhöfen (Bike and Ride).

Radstation ist eine vom ADFC Nordrhein-Westfalen geschützte Wort-/Bildmarke.[2]

Mitte 2012 gab es in Deutschland knapp 100 Fahrradstationen, 66 davon in Nordrhein-Westfalen[3]. Die größte Radstation Deutschlands ist die Radstation Münster am Hauptbahnhof in Münster (Westfalen).

Eine Fahrradstation soll nicht mit einer Fahrradgarage oder einem Fahrradparkhaus verwechselt werden, weil die letzteren nur das reine Abstellen von Fahrrädern ohne Serviceleistungen anbieten.

Analog zu Parkhäusern für Autos gibt es Fahrradparkhäuser in größeren Städten, um den knappen innerstädtischen Raum besser auszunutzen und den Straßenraum von geparkten Fahrrädern (so genanntem ruhendem Verkehr) zu entlasten. Geschlossene und bewachte Fahrradparkhäuser bieten gegen Gebühr Schutz auch für hochwertige Räder. Durch elektronische Schlüsselsysteme können solche Stellplätze jederzeit zur Abholung erreichbar gemacht werden. Eine alternative Möglichkeit sind überdachte Fahrradplätze mit abschließbaren mietbaren Fahrradabstellboxen.

Die BASF besitzt ein großes Fahrradparkhaus in ihrem Werk Ludwigshafen. In anderen Ländern, besonders in Dänemark und den Niederlanden, befinden sich in einigen Großstädten ebenfalls überdachte Fahrradstellplätze oder -parkhäuser.

Fahrradstationen werden oft von gemeinnützigen Organisationen (z. B. Caritas o. ä.) getragen und unterhalten in welchen Menschen mit Behinderung, Erwerbsminderung und/oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen, welche aus diesem Grund nicht auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten können die Möglichkeit einer festen Tagesstruktur und eines entsprechenden Verdienstes ermöglicht bekommen und werden neben der Förderung des Radfahrens als umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Art mobil zu sein auch aus diesem Grund besonders gefördert.

Die Alternative zur Fahrradstation ist die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen, Zügen oder auf Fahrgastschiffen. Durch diese Kombination von Individual- und öffentlichem Verkehr lassen sich auch per Fahrrad problemlos größere Entfernungen zurücklegen. Eine Anfahrt per Rad zur Haltestelle, dann Fahrradmitnahme und anschließend Weiterfahrt per Rad erhöht die Nutzungsmöglichkeiten von ÖPNV-Angeboten. Hier steht die Förderung zum Beispiel durch kostenlose Fahrradbeförderung in einigen Bundesländern bzw. Verkehrsverbünden oder die Einrichtung von BahnRadRouten (Radwanderwege) den einschränkenden Maßnahmen einzelner Bahnbetreiber gegenüber (beispielsweise Hotline-Vorbestellung für Nahverkehrszüge).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fahrradfreundlich NRW - Service für Ihr Rad
  2. Radstation-NRW
  3. »Fahrradstationen in Nordrhein-Westfalen«, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (2011), Broschüre, 50 Seiten, hier zu beziehen