Fair Game (Scientology)

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Der Begriff Fair Game bezeichnet eine Praxis der Scientology-Organisation, die den Umgang mit deren internen und externen Feinden oder Kritikern beschreibt.[1] Am 18. Oktober 1967 beschrieb L. Ron Hubbard, der Gründer von Scientology, diese so: „Feind: Regel für Unterdrückerische Personen anwenden. Freiwild. Darf seines Eigentums beraubt oder (in jeder Weise durch jeden Scientologen) verletzt werden, ohne dass dies disziplinarische Folgen für den Scientologen hat. Darf hereingelegt, verklagt, belogen oder zerstört werden.“[2][3][4]

Am 21. Oktober 1968 wurde die Vorgabe Hubbards zurückgenommen,[5][6][7] wobei sich dies nur auf das Verwenden des Wortes Fair Game bezog, die Praxis an sich wird bis heute angewendet.[8]

Allein im englischen Sprachraum zählte der Foster-Report für die Jahre 1966 bis 1970 die Anzahl von 29 Fair Game-Attacken gegen Kritiker oder Opponenten.[9] Seit den Siebzigerjahre wurden vermehrt Regierungsbehörden, Behörden- und Medienvertreter sowie Einzelpersonen ins Visier genommen. Dabei wurden u.a. Scientology-Programme für die verdeckte Infiltration des Internal Revenue Service (IRS – die amerikanische Finanzbehörde) und von US-Regierungsbehörden im Rahmen der Operation Snow White umgesetzt.[10]

Ende der Achtzigerjahre bezeichnete die Scientology-Kirche im Rahmen einer Berufungsverhandlung im Fall Lawrence Wollersheim vs. Scientology Fair Game als einen Tätigkeitsschwerpunkt (core practice) und dass dies in Folge dessen als religiöse Ausdrucksform geschützt sein sollte.[11]

Geschichtliche Entwicklung[Bearbeiten]

L. Ron Hubbard

Nachdem L. Ron Hubbard 1950 sein Buch Dianetik: Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit veröffentlicht hatte, verkaufte er innerhalb von zwei Monaten nicht nur 55.000 Exemplare,[12] sondern rief auch eine größere Anzahl von Rezensenten und Kritikern auf den Plan.[13] Die wissenschaftliche Gemeinde bezeichnete Hubbards Werk u.a. als wissenschaftliche Folklore und reagierte mit beißendem Spott.[14]

L. Ron Hubbard verfasste 1959 das geheime Handbuch des Rechts (Manual of Justice), das nur das Office of Special Affairs (OSA - Büro für Spezielle Angelegenheiten) und Spitzenfunktionäre von Scientology kennen: „Leute greifen Scientology an: Ich vergesse das nie. Ich zahle immer mit gleicher Münze zurück, bis der Punktestand ausgeglichen ist.“[15] Er legte in dieser Schrift aber auch die Rahmenbedingungen für sein späteres Handeln fest:

„Wenn irgendwo ein Angriff auf Scientology beginnt, schauen wir uns die Leute an, die daran beteiligt sind und legen sie lahm. ... Nachrichtendienstliche Wachsamkeit, sogar dann, wenn wir keine Akten haben, zahlt sich aus. … Wenn wir es für nötig erachten, jemandem nachzustellen, dann untersuchen wir. ... Offene Untersuchung von jemanden oder etwas, der oder das uns angreift, sollte öfter durch eine externe Detektei getan werden. Und pfeifen Sie auf die Kosten. Es ist sehr wirkungsvoll. … Verwenden Sie staatliche Behörden, wenn es nicht anders geht, wie im Falle einer Unterschlagung oder einer Körperverletzung, aber versuchen Sie zu handeln ohne die örtlichen Gesetzesvertreter mit einzubeziehen. Wir sind immer besser dran, wenn wir es selbst oder mit Privatdetektiven machen.“

L. Ron Hubbard[16]

Am 1. März 1965 prägte L. Ron Hubbard dann einen Begriff für das Vorgehen gegen Feinde von Scientology: Fair Game (Freiwild).[17] Hubbard führte dabei aus, dass Fair Game bedeutet, dass jemand nicht mehr von den Kodizes oder den Rechten eines Scientologen geschützt sei.[18] Am 12. Dezember 1965 überarbeitete er die Schrift, um klarzustellen, dass Fair Game auch bei Nicht-Scientologen, wie feindlich eingestellten Gruppierungen, Anwendung finden sollte.[19] Hubbard schrieb dazu: „Eine wirkliche Unterdrückerische Person oder Gruppe hat keinerlei Rechte.“[20]

Englisches Unterhaus, London

Am 7. Februar 1966, fragte Lord Balniel, Vorsitzender der National Association for Mental Health, den Gesundheitsminister K. Robinson im englischen Unterhaus, ob nicht in England Ermittlungen gegen Scientology eingeleitet werden könnten. Der Minister erwiderte, dass noch kein derartiges Ansuchen gestellt worden war, er aber bereit wäre, dieses zu unterstützen. Abschließend meinte er: „Ich denke aber, dass keine weitere Untersuchung notwendig ist, um derart festzustellen, dass die Aktivitäten dieser Organisation potenziell gefährlich sind.“[21][22] L. Ron Hubbard reagierte umgehend und schrieb am 9. Februar 1966 eine Directive mit folgendem Inhalt: „Setzen Sie einen Detektiv auf diesen Lord an, um die Leckerbissen seiner Vergangenheit auszugraben. Es gibt sie,“[23] Am 17. Februar 1966 gründete Hubbard eine sogenannte Public Investigation Section. die mit Privatdetektiven bemannt werden sollte. Der erste private Ermittler, der eingestellt wurde, sollte nicht nur die Sektion leiten, sondern darüber hinaus, von jedem Psychiater in Großbritannien mindestens eine Schweinerei finden, angefangen mit Lord Balniel. Der angeheuerte Privatdetektiv ging aber lieber zum Magazin The People und diese hatte eine Sonntagsgeschichte.[24][25]

Am 18. Oktober 1967 verfasste Hubbard einen Scientology-Gesetzesbrief (Policy Letter) mit dem Titel Penalties for Lower Conditions, wo den Begriff Fair Game (Freiwild) und das entsprechende Vorgehen detailliert beschrieb.[26][27]

Fair Game (Freiwild)[Bearbeiten]

Im Gesetzesbrief vom 18. Oktober 1967, der ohne weitere Erklärungen auskam, ging es um verschiedene Zustandsformeln (Conditions), wie sie innerhalb von Scientology Anwendung finden:

  • Belastung: Bekommt keine Bezahlung, muss ein schmutzig-graues Tuch am linken Arm tragen und darf sich Tag und Nacht nur in den Gebäuden der Organisation aufhalten.
  • Verrat: Keine Bezahlung und Entzug aller Uniformen und Insignien. Muss ein schwarzes Zeichen auf der linken Wange tragen und darf sich nur in den Gebäuden der Organisation bewegen oder wird vom Posten und von den Geschäftsräu¬men entfernt.
  • Zweifel: Wird von den Geschäftsräumen entfernt. Darf nicht beschäftigt werden. ... Darf nicht trainiert und auditiert werden. Mit ihm darf nicht kommuniziert oder argumentiert werden.

Während die ersten drei Paragraphen in erster Linie für die interne Verwendung gedacht waren, ist der vierte Paragraph sowohl intern als auch extern gültig:

  • Feind: Regel für Unterdrückerische Personen anwenden. Freiwild. Darf seines Eigentums beraubt oder (in jeder Weise durch jeden Scientologen) verletzt werden, ohne dass dies disziplinarische Folgen für den Scientologen hat. Darf hereingelegt, verklagt, belogen oder zerstört werden.“[28]

Am 21. Oktober 1968, also über ein Jahr später, wurde der Begriff Fair Game von Hubbard zurückgenommen: „Die Praxis, Personen zu Freiwild zu erklären, wird eingestellt. Fair Game darf in keiner Ethik-Anordnung mehr stehen. Es schadet uns in der Öffentlichkeit. [Die neue Regel] bedeutet nicht, dass irgendwelche Maßnahmen zum Umgang mit Unterdrückerischen Personen aufgehoben wird.“[29]

Beispiele von angeblicher Fair Game-Aktivität[Bearbeiten]

Scientology soll seit Inkrafttreten der Vorgabe hinsichtlich einzelner Institutionen oder Personen auf unterschiedliche Art und Weise agieren. Die Beispiele sollen die Bandbreite möglicher Fair Game-Aktionen zeigen.

Die Aktionen selbst sollen innerhalb der Scientology-Organisation vom Guardian Office (GO) und nach der Umstrukturierung in den 80er-Jahren vom Office of Special Affairs (OSA) durchgeführt worden sein.[30]

Operation Freakout, 1976[Bearbeiten]

Paulette Cooper

Paulette Cooper veröffentlichte 1971 das Buch The Scandal of Scientology[31] und wurde danach von Scientology verklagt und in den folgenden Jahren im Rahmen von verdeckten Aktionen drangsaliert. Name der Aktionen war u.a. die Operation Freakout und Ziel war es, Cooper entweder in einer Psychiatrischen Klinik oder im Gefängnis eingekerkert zu sehen.[32][33]

Cooper, eine freischaffende Journalistin, hatte bereits im Dezember 1969 einen Artikel mit dem Titel The Tragi-Farce of Scientology für das Magazin Queen (jetzt: Harpers Bazaar) verfasst. Scientology verklagte Queens wegen Verleumdung 1970 und Cooper ließ 1971 ihre Recherchen in das Buch The Scandal of Scientology einfließen.[34] Nach dessen Erscheinen veränderte sich das Leben von Cooper schlagartig. Lawrence Wright listete auf: Sie wurde verfolgt, ihr Telefon wurde abgehört und sie wurde 19 Mal verklagt. Ihr Name und ihre Telefonnummer wurde auf öffentlichen Toiletten an die Wand geschrieben. Als ihre Cousine ihre Wohnung hütete und einem vermeintlichen Blumenboten öffnete, hielt ihr dieser eine Pistole an den Kopf und drückte ab. Der Abzug klemmte und das Schreien der Frau veranlasste ihn zur Flucht. Danach zog Cooper in ein Haus mit Portier.[35]

Operation Freakout

Kurze Zeit später erhielten 300 Nachbarn einen Brief, in dem stand, dass die neue Bewohnerin Prostituierte sei, an einer Geschlechtskrankheit leide und Kinder belästige. Eine Frau, die sich als Paulette Cooper ausgab, stieß in einem Waschsalon Drohungen gegen Präsident Gerald Ford und Außenminister Henry Kissinger aus. Ein zufällig anwesender Scientologe benachrichtigte das FBI.[35]

Zwei Scientology-Mitglieder brachen in die Praxis von Coopers Psychiater ein und stahlen ihre Akte, um sie danach an die Adoptiveltern von Cooper zu schicken. Scientology zeigte sie dann wegen einer Bombendrohung an und der Staatsanwalt legte bei der Verhandlung einen Brief vor, auf dem sich ein Fingerabdruck von Cooper fand. Erst später fiel ihr ein, dass sie eine Petition unterschrieben hatte, unter der möglicherweise eine leere Seite versteckt gewesen war und die Scientology-Organisation so in den Besitz ihres Fingerabdrucks kam.[35]

Die Autorin Janet Reitman zitierte Cooper: "Monatelang war meine Angst so groß, das sie mir den Hals zuschnürte. [...] Ich konnte kaum schreiben und meine Rechnungen, vor allem jene, die meine Gerichtsprozesse betrafen, stapelten sich zu Bergen. Ich konnte nichts essen. Ich konnte nicht schlafen. Ich rauchte vier Packungen Zigaretten am Tag, konsumierte Valiums wie M&Ms und trank zu viel Wodka.“[36]

Bei den FBI-Razzien 1977 wurden u.a. die Unterlagen eines Scientology-Programmes mit dem Titel Operation Freakout beschlagnahmt. Die Operation gegen Paulette Cooper beinhaltete demnach drei Vorgangsweisen: Als Erstes wurde eine Frau gesucht, welche die Stimme von Cooper nachmachen konnte, um danach telefonische Drohungen gegen ein arabisches Konsulat in New York auszusprechen. Der zweite Planungsschritt sah vor, dass auf Cooper zuordenbares Briefpapier eine schriftliche Drohung an ein arabisches Konsulat geschrieben werden sollte und im dritten Schritt sollte eine als Cooper auftretende Person in einem Waschsalon Drohungen gegen den US-Präsidenten und den Außenministeter Henry Kissinger ausstoßen.[32]

Erst nach der Beschlagnahmung der Scientology-Unterlagen wurde Paulette Cooper entlastet.[32]

Operation Snow White, 1979[Bearbeiten]

Anklageschrift der Grand Jury zur Operation Snow White

Am 20. April 1973 wurde von L. Ron Hubbard ein Geheimbefehl erlassen,[37] um für ihn oder Scientology unvorteilhafte Berichte aus den jeweiligen Akten von Behörden, Medien usw. zu eliminieren.[38][39] Die Operation Snow White (deutsch: Schneewittchen) war damit initiiert.[40] Mit der Durchführung wurde das Guardian Office unter der Leitung von Mary Sue Hubbard betraut und die Projekte bekamen in Bezug auf die einzelnen Länder Namen aus dem Märchen Schneewittchen. So standen Project Grumpy und Coal für Deutschland, Project Sleepy für Österreich, das Project Tunnel für die Vereinten Nationen und das Project Hunter für die USA.[41]

In den folgenden Jahren wurden weltweit insgesamt 5.000 Scientologen in 136 Regierungsbehörden und an anderen Stellen platziert. Während z.B. in Deutschland die deutschen Polizei- und Einwanderungsbehörden ins Visier genommen wurden, waren es in den USA die amerikanische Steuerbehörde IRS, die Ministerien für Justiz, Finanzen und Arbeit, die Verbraucherschutzbehörde FTC, die Behörde für Drogenbekämpfung DEA, ausländische Botschaften und Konsulate, Privatunternehmen und Verbände, wie die American Medical Association (AMA) und das Better Business Bureau. Dazu kamen Zeitungen wie die St. Peterburg Times (jetzt: Tampa Bay Times), die Clearwater Sun und die Washington Post. In Kalifornien wurden die Steuerakten von Prominenten gestohlen, u.a. von Gouverneur Jerry Brown, dem Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley, und Frank Sinatra.[42] Insgesamt waren es über 100 Stellen, wo man während der Operation Snow White aktiv geworden war und in der amerikanischen Geschichte gab es bis dahin keinen Fall mit vergleichbarer Größenordnung.[43]

Am 7. Juli 1977 lancierte das FBI die größte Operation in der Geschichte ihres Büros und führte Razzien in Scientology-Büros in Los Angeles und Washington durch. 134 Beamte, die mit Durchsuchungsbefehlen, Brecheisen, Vorschlaghämmern und Rammböcken ausgerüstet waren, beschlagnahmten mehr als zweihunderttausend Dokumente. Als Folge wurden 11 Scientology- bzw. Guardian Office-Mitarbeiter, unter ihnen die Ehefrau von L. Ron Hubbard, Mary Sue, verhaftet, vor Gericht gestellt, verurteilt und inhaftiert.[44]

Beim Prozess wurden neun in den USA lebende Scientology-Mitarbeiter wegen Verschwörung u.ä. angeklagt und zu Haftstrafen verurteilt.[45] L. Ron Hubbard wurde als Nichtangeklagter Mitverschwörer geführt und tauchte für den Rest seines Lebens unter.[46]

Hauptartikel: Operation Snow White

Lawrence Wollersheim, 1980[Bearbeiten]

Lawrence Wollersheim

Lawrence Wollersheim hatte Scientology 1979 verlassen und verklagte diese 1980 auf Schadenersatz in der Höhe von 25 Millionen Dollar.[47] Er machte vor Gericht geltend, dass die Scientology-Praktiken, die u.a. aus Gehirnwäsche und emotionaler Misshandlung bestanden, bei ihm seelischen Schaden verursachten[48] und ihn an den Rand eines Selbstmords getrieben hatten.[49] Weiter gab er an, dass er gezwungen worden war, mit seinen Eltern den Kontakt abzubrechen, 18 Stunden pro Tag in einem Laderaum eingesperrt und durch Schlafentzug gequält worden zu sein.[50] Vor allem durch das Erreichen der Scientology-Stufe OT III war seine Identität schwer erschüttert worden, da er danach nicht mehr wusste, ob er noch er selbst war oder von jenen tausenden Wesen (Körperthetane – Body Thetans) beherrscht werden würde, die in der OT III-Xenu-Geschichte vermittelt werden. Wollersheim: „Ich wurde psychotisch. Ich wusste nicht mehr, wer ich war.“[51]

1986 wurden Wollersheim in erster Instanz 30 Millionen Schadenersatz zugesprochen,[52] in der Berufungsverhandlung 1989 wurde diese auf 2,5 Millionen Dollar reduziert.[53][54] Nach 22 Jahre und mehreren Verfahren bezahlte Scientology 2002 an ihr ehemaliges Mitglied 8,67 Millionen Dollar (2,5 Millionen vom Gericht zugesprochener Schadensersatz und Zinsen) und der Prozess war beendet. Neben der Verzögerungstaktik, die zum Ziel hatte, Wollersheim in den Bankrott zu treiben, wurden seitens Scientology auch andere Mittel eingesetzt. So wurde das Haus des Anwalts von Wollersheim, Charles O’Reilly, verwanzt und ein Agent in dessen Anwaltskanzlei platziert. Gegen Reilly selbst und dessen Leibwächter setzte man weibliche Lockvögel ein.[55] Auch der Richter im Prozess, Ronald Swearinger, wurde unter Druck gesetzt: „Ich wurde beschattet, meine Autoreifen wurden aufgeschlitzt und mein Collie ertrank im Pool.“[56] Auf den homosexuellen Sohn des Richters wurde ein minderjähriger Sexpartner angesetzt.[57]

Hauptartikel: Lawrence Wollersheim

Gerald Armstrong, 1981[Bearbeiten]

Gerald Armstrong, 2008

Gerald Armstrong ist ein ehemaliges Mitglied der Sea Org von Scientology, der zuletzt als Archivar tätig war, um beim Erstellen der offiziellen Biografie von L. Ron Hubbard zu assistieren. Nachdem er nach der Durchsicht der Dokumente festgestellt hatte, dass der überwiegende Teil, den Hubbard über sein Leben erzählt hatte, nicht der Wahrheit entsprach, verließ er Scientology[58] und nahm Kopien Tausender Dokumente mit.[59] die u.a. belegten, dass Hubbards Leben in den Jahren zwischen 1920 und 1941 und während des 2. Weltkrieges anders verlaufen sind, als dies von diesem dargestellt worden war.[60]

Armstrong wurde im Februar 1982 von Scientology zur Suppressive Person (Unterdrückerische Person) erklärt und in der Folgezeit gemäß den Vorgaben von Fair Game unter Druck gesetzt.[61] Er wurde nicht nur mit Klagen überhäuft und ein Privatermittler bedrohte ihn mit seiner Ermordung,[62] er wurde auch physisch angegriffen und bedrängt, indem ihm unbekannte Person verfolgten, ihn attackierten und zweimal in seinem Auto bedrängten, um einen Unfall herbeizuführen.[63]

Im ersten Prozess am Superior Court, bei dem Scientology auf die Herausgabe der Dokumente geklagt hatte, kam dies alles zu Sprache und das Gericht hatte nicht vor, dem Verlangen von Scientology stattzugegeben (1984). Durch verschiedene Eingaben bedingt währte der Prozess noch bis 1986 und wurde erst eingestellt, als Armstrongam 6. Dezember 1986 eine Vereinbarung mit Scientology schloss, nach der Scientology an Armstrong u.a. einen Betrag von 800.000 Dollar bezahlte. Am 17. Oktober 1991 bestätigte das Berufungsgericht (Court of Appeal) die Entscheidung des Superior Courts im Jahr 1984, das Ansinnen von Scientology abzulehnen.[64]

In den folgenden Jahren gab es eine Fülle von Verfahren von Scientology gegen Gerald Armstrong, da dieser das 1986er-Abkommen als illegal betrachtete, Kläger gegen Scientology unterstützte, im Internet präsent war und Fernsehinterviews gab, die gegen Scientology gerichtet waren. Dies verstieß gegen einen Passus des Abkommens, dass jeweils 50.000 Dollar fällig waren, wenn Armstrong sich gegen Scientology außerte und subsummierte sich auf Summen bis zu 10 Millionen Dollar. Er wurde zu Geld- und Haftstrafen verurteilt, den er keine Folge leistete, indem er seinen Wohnsitz nach Kanada verlegte.[65]

Durch den Gerichtsprozess Scientology vs. Armstrong wurden eine Fülle von Dokumenten über L. Ron Hubbard verfügbar, die seither Basis der literarischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung sind.[66]

Richard Behar/TIME, 1991[Bearbeiten]

Richard Behar

Anfang Mai 1991 brachte die Zeitschrift TIME einen zehnseitigen Artikel mit dem Namen Scientology: The Thriving Cult Cult of Greed and Power (Scientology: Der blühende Kult der Habgier und Macht).[67][68][69] Der Autor Richard Behar konnte darin u.a. belegen, dass alleine im Jahr 1987 ein Zweig von Scientology, die Church of Spiritual Technology (CST), eine halbe Milliarde Dollar eingenommen hatte. Hunderte Millionen Dollar der Dachorganisation waren danach auf Geheimkonten in Lichtenstein, der Schweiz und Zypern verschwunden. Hubbard wurde im Artikel als „halb Märchenerzähler, halb Schwindler“ beschrieben und John Travolta soll nur bei Scientology bleiben, da er fürchtete, Details seiner sexuellen Orientierung würden publik gemacht werden, wenn er austrat.[70] Newsweek reihte den Artikel 2012 unter die besten, die ausführlich über Scientology geschrieben wurden.[71]

In einer Spalte des Hauptartikels schrieb Behar unter dem Titel The Scientologists an Me:

„Seltsame Dinge scheinen jenen zu passieren, die über Scientology schreiben. … Im Hinblick auf die TIME-Story wurden zehn Anwälte und sechs Privatdetektive von Scientology losgelassen, um mich zu bedrohen, zu schikanieren und zu diskreditieren. … Eine Kopie meiner persönlichen Kreditauskunft, mit allen meinen Bankverbindungen, Hypotheken, Kreditkartenzahlungen, Adressen und Sozialversicherungsnummer, landeten bei einem Privatdetektiv, Fred Wolfson, dem Anwälte von Scientology gesagt hatten, dass sie ‚Gerichtsurteile gegen diese Personen zu vollstrecken hätten und versuchen würden, das Geld einzutreiben‘. … Während der letzten 5 Monate haben Privatdetektive meinen Bekanntenkreis abgeklappert, begonnen bei meinem Nachbarn bis hin zu ehemaligen Kollegen, um sich über meine Gesundheit zu informieren oder ob ich Probleme mit der Finanzbehörde [IRS] hätte. … Ein enger Freund von mir bekam einen verstörenden Anruf von einem Scientology-Mitarbeiter, der Information über mich herausfinden wollte – für mich ein Zeichen, dass Scientology illegal an meine Telefonaufzeichnungen gekommen sein muss. Zwei Privatdetektive riefen mich an, stellten sich als Freund und Verwandter eines Kultopfers vor, um derart negative Aussagen über Scientology zu erhalten. Das Gespräch wurde offensichtlich mitgeschnitten, von Scientology als Eidesstattliche Aussage den Anwälten von TIME’s präsentiert wurde, um meine Voreingenommenheit gegenüber Scientology zu belegen. Einer der Detektive hatte sich als Harry Baxter vorgestellt. … Sein wirklicher Name ist Barry Silver und er ist ehemaliger Ermittler für das Justizministerium, Abteilung Organisiertes Verbrechen.[72]

Scientology reagierte auf den Artikel mit einer Verleumdungsklage mit der Schadensersatzsumme von 446 Millionen Dollar[73] gegen das Magazin TIME, Time Warner und Richard Behar, die sich u.a. gegen Aussagen des Artikels, wie z.B. dass „sich das Big Business von Scientology seit vierzig Jahren hinter dem Ersten Verfassungszusatz [Religionsfreiheit] versteckt“ oder „In Wirklichkeit ist Scientology ein hochprofitables Schwindelunternehmen, das weltweit agiert und Mitglieder und Kritiker Mafia ähnlich einschüchtert.“ richtete.[74] Die Klage von Scientology wurde vom Gericht zurückgewiesen und Scientology ging danach in die Berufung.[75] Das Berufungsgericht wies den Antrag von Scientology am 12. Jänner 2001 neuerlich ab und stellte fest, dass das Urteil der ersten Instanz richtig war.[76][77] Am 9. Juli 2001 verweigerte der Supreme Court of the United States jede weitere Berufung von Scientology.[78]

Scientology vs. IRS, 1993[Bearbeiten]

Zentrale der IRS, Washington, D.C.

Am 18. Juli 1967 hob das Internal Revenue Service (IRS – die amerikanische Steuerbehörde) die Steuerbefreiung von Scientology auf, da diese aus Sicht des IRS ein kommerzielles Unternehmen und gewinnorientiert war und demnach Steuern abführen musste.[79] L. Ron Hubbard entschied im Jahr 1973, dass Scientology die offenen Steuerschulden nicht mehr bedient, die bis 1993 auf eine Milliarde Dollar angewachsen waren, während Scientology nur über Rücklagen von 125 Millionen Dollar verfügte.[80]

Diese Ablehnung der IRS hielt jedem Anfechtungsprozess stand. Dann änderte Scientology die Strategie.[81] Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre bekam die IRS innerhalb von Scientology die oberste Priorität – Lawrence Wright in seinem Buch dazu:

„Scientology belagerte die Steuerbehörde mit 200 Klagen in sämtlichen Gerichtsbezirken des Landes, zu denen weitere 2.300 Prozesse kamen, die von einzelnen Scientologen angestrengt worden waren. … Scientology schaltete Anzeigen, in denen sie die Behörde angriff. Dabei verwendete sie Bilder von Publikumslieblingen wie John Wayne und Willie Nelson, die Besuch von Steuerprüfern erhalten hatten. … Jedem Bürger, der über Übergriffe der Behörde berichten konnte, wurden 10.000 Dollar Belohnung versprochen. Privatdetektive durchforsteten das Privatleben von IRS-Mitarbeitern, wobei diese nicht davor zurückschreckten, sich als Steuerbeamte auszugeben oder an Fachseminaren teilzunehmen, um in Erfahrung zu bringen, ob unter den ‚Kollegen‘ jemand war, der ein Alkoholproblem hatte oder seine Ehefrau betrog. Scientology richtete eine falsche Nachrichtenagentur ein, die entsprechende Geschichten verbreitete. … Einige Staatsbeamte erhielten mitten in der Nacht anonyme Anrufe, Haustiere verschwanden.[82]

In einem Interview mit der Tampa Bay Times sagte Mark Rathbun, der damals neben David Miscavige die treibende Kraft bei Scientology gewesen ist: „Es war immer klar, dass die Handhabung der IRS die wichtigste Sache war, denn wenn du Steuerbefreiung hast, du als Religion anerkannt bist, wirst du vor Gericht anders behandelt, du hast eine Art von Immunität, die Immunität durch den Ersten Verfassungszusatz [der USA].“[83]

Nach einem Treffen im Oktober 1991 zwischen David Miscavige, Marty Rathbun und Heber Jentzsch (Präsident von Scientology) auf der einen Seite und IRS-Chef Fred T. Goldberg jr. und einem Dutzend Regierungsbeamten auf der anderen, war man sich rasch einig. Scientology stellte ihre Aktivitäten gegen das IRS ein und bekam im Gegenzug Steuerbefreiung.[84]

Das entsprechende Abkommen trat am 1. Oktober 1993 in Kraft. Zwischen Scientology und der IRS war vereinbart worden, das Abkommen geheim zu halten und erst ein Bericht im Wall Street Journal offenbarte, dass es ein solches gab.[85] Die New York Times recherchierte weiter und offenbarte die Umstände des Zustandekommens.[86]

Cult Awareness Network, 1996[Bearbeiten]

Das Cult Awareness Network (CAN) war einerseits die bundesweit bekannteste Einrichtung in Bezug auf die Sektenproblematik in den USA und stand andererseits in direkter Opposition zu Scientology. Im 1991-Artikel des TIME-Magazins zitierte Richard Behar die damalige Leiterin von CAN, Dr. Margaret Singer: „Scientology ist vermutlich das rücksichtsloseste, am ehesten im klassischen Sinn terroristische, streitlustigste und lukrativste Sekte, die es je in diesem Land gegeben hat."[87]

Zu Jahresbeginn 1992 strengten einzelne Scientologen zwischen 40 und 50 Klagen gegen CAN an, um dagegen vorzugehen, dass es Scientologen nicht gestattet war, an Veranstaltungen von CAN teilzunehmen, da sie dies als Diskriminierung empfanden. Anwaltlich vertreten wurden viele Scientologen von Kendrick Moxon.[88] Moxon ist selbst Scientologe, aktueller Anwalt von Scientology, war ehemaliger Mitarbeiter der Sea Org, Legal Officer (Juristischer Direktor) im Guardian Office und wurde beim Operation Snow White-Prozess als Nichtangeklagter Verschwörer geführt.[89] Während Moxon meinte, dass diese Prozesse die Diskriminierung jener Personen ansprechen sollte, die das Network eigentlich reformieren möchten, meinte Daniel A. Leipold, der CAN repräsentierte, dass diese nur den Sinn hätten, im Rahmen einer Kampagne von Scientology das Network zu zerstören.[90]

Im Jahr 1996 musste das Cult Awareness Network nach einem verlorenen Prozess mit einer Schadensersatzsumme von 1,8 Millionen Dollar Bankrott anmelden. Beim Verfahren ging es um Jason Scott, 24, der Mitglied der Pfingstbewegung war und um Ausstiegshilfe ersucht hatte. Die Jury befand, dass er gewaltsam von einem CAN-Deprogrammierer behandelt worden war. Kendrick Moxon vertrat Scott vor Gericht und die Pfingstgemeinde bezahlte sein Honorar.[91] Scott entließ nach dem Prozess Moxon, engagierte einen neuen Anwalt, Graham Berry, der in der Vergangenheit gegen Scientology prozessiert hatte, und wollte derart verhindern, dass CAN seine Arbeit nicht fortsetzen konnte. Sein Anwalt wollte versuchen, eine diesbezügliche Zahlungsvereinbarung mit CAN auszuhandeln.[92]

Der Versuch misslang und das Cult Awareness Network reichte schließlich die Zahlungsunfähigkeit ein, im Zuge derer der Name, das Logo und die Telefonnummer von CAN durch eine Gruppe aufgekauft wurde, die ein Anwalt vertrat, der Scientologe ist. Während Scientology offiziell nichts mit dem Käufer zu tun haben möchte, zierte eine Broschüre über Scientology, die vom New Cult Awerness Network versandt wurde, eine begeisterte Beschreibung, die besagte, dass mit Scientology „das Glück und die Zustände für einen selbst und anderen verbessert werden würden.“[93]

South Park, 2005[Bearbeiten]

Trey Parker und Matt Stone, 2006

Im November 2005 hatten sich Trey Parker und Matt Stone in dem von ihnen geschaffenen Satire-Format South Park in der Episode Schrankgeflüster[94] mit Scientology und deren Inhalten auseinandergesetzt.[95][96] Ausgangspunkt, dass die darauf folgenden Gegenmaßnahmen von Scientology publik wurden, war Mark Rathbun, der ein entsprechendes Dokument des Office of Special Affairs (OSA) der Scientology-Organisation bloggte.[97][98][99][100][101][102] DER SPIEGEL dazu:

„, Schluss mit lustig: Scientology spähte South Park-Macher aus.[98]

Die Süddeutsche Zeitung zum gleichen Thema:

Southpark wikilogo.jpg

„Dass Scientology mit Kritik nicht besonders gut umgehen kann, ist bekannt. Doch mit welchen Mitteln die Sekte gegen die Macher der Fernsehserie "South Park" vorgeht, schockiert selbst liberale Amerikaner. [...] In Deutschland, wo Scientology nie einen guten Stand hatte, sind solche Fälle Legion. In den USA hingegen halten die meisten Scientology nur für eine besonders bizarre Bude auf dem großen Bazar der Religionen.[99]

Nochmals DER SPIEGEL:

„In ihrer Cartoon-Serie "South Park" war Matt Stone und Trey Parker nie etwas heilig. […] Ob Christentum, Islam oder Scientology: Jeder bekam sein Fett weg. […]. In dem vom 16. April 2006 datierten Memo, das der Scientology-Aussteiger Marty Rathbun vor kurzem […] gepostet hat, heißt es unter anderem: "Um einen direkten Zugang zu Stone und Parker zu finden, wurden einige Freunde von ihnen ausgemacht." Dazu sollen der Drehbuchautor Matthew Prager, sowie die Schauspieler John Stamos und Rebecca Romijn gehören.[98]

OSA hatte laut Rathburn unter anderem angeordnet, den Müll zu durchwühlen, um „Telefonrechnungen, Kontoauszüge, private Briefe" zu finden, in der Hoffnung, dabei auf "Schwächen" zu stoßen, die man zur Einschüchterung nützen könne, wie die Süddeutsche Zeitung schrieb.[99]

John Sweenny, 2007[Bearbeiten]

John Sweeney

Die BBC brachte am 14. Mai 2007 einen Panorama-Beitrag mit dem Titel Scientology an Me von John Sweeney. Sweeney hatte davor in den USA recherchiert, wurde dabei von Unbekannten verfolgt usw., bevor er von Scientology-Sprecher Tommy Davis sechs Tage lang intensiv betreut wurde. Davis hatte sein eigenes Kamerateam dabei, tauchte bei jeder Gelegenheit auf und filmte seinerseits das BBC-Kamerateam und John Sweeney.[103] Während einer Interviewsituation verlor Sweeney dann die Fassung und brüllte in einer sonderbar abgehackten Kadenz, wie Lawrence Wright sie beschreibt: „Hören Sie zu! Sie waren nicht dabei! Am Anfang! Des Interviews! Weder hörten! Noch zeichneten Sie! Das Interview! Auf!“ Das beherrschte Auftreten von Davis hob sich deutlich vom Verhalten des wutentbrannten und am Ende völlig entnervten BBC-Journalisten ab, der sich später live bei den Zuschauern entschuldigte.[104]

Scientology nutzte den Sweeney-Ausraster um eine Gegendokumentation zu erstellen, in der die Methoden Sweeneys angeprangert wurden und verteilte 100.000 DVDs davon an Politiker, Beamte, religiöse Gruppen, Medien und Wirtschaftstreibende.[105] Am 8. Mai registriert die kleine britische Agentur Amazinginternet aus dem Londoner Vorort Twickenham eine Internetseite mit dem bezeichnenden Namen "bbcpanorama-exposed.org". Auf der Seite wurde auf eine Sonderausgabe der Scientology-Zeitschrift Freedom hingewiesen, die vermeintliche Fehler der BBC dokumentierte und Journalisten und Vertreter der anglikanischen Kirche zu Wort kommen ließ. Am 10. Mai stellte Scientology Sweeneys Ausraster ins Netz,[106] der von über 1,5 Millionen Menschen (Stand 9. August 2014) angesehen wurde und dessen Anzahl der Kommentare rekordverdächtig ist. Dabei dürfte der Scientologe John Wood, der den Clip ins Netz gestellt hat, die Kommentare so eingestellt haben, dass negative nicht freigeschalten wurden, wie DER SPIEGEL mutmaßte.[107] Am 13. Mai schrieb John Travolta einen Brief an die BBC, der in Auszügen an die Medien gesandt wurde. Am Tag des BBC-Beitrag stand in den großen Medien zu lesen, dass „er [Sweeney] kein Forum für seine Vorurteile, seine Scheinheiligkeit und seinen Hass bekommen [sollte].“ Am Abend lief dann auf BBC der Panoramabeitrag Scientology and Me, in dem die ganze Geschichte der Provokation erzählt wurde.[108] Im Vorfeld der Sendung hatte BBC-Panorama einen Beitrag erstellt[109] und am Tag nach der Sendung lief ein weiterer BBC-Beitrag.[110]

Tampa Bay Times, 2009[Bearbeiten]

Die Artikelserie der Tampa Bay Times (vormals St. Petersburg Times) mit dem Namen Scientology: The Truth Rundown[111] brachte scheinbare eine Kursänderung von Scientology bzw. Fair Game in Bezug auf Medien zutage. Anstatt wie in der Vergangenheit gegen die Zeitung mit Klagen oder persönlichen Angriffen vorzugehen, heuerte Scientology drei prominente Journalisten an, die ihrerseits eine investigative Studie über die Tampa Bay Times und deren Journalisten Joe Childs und Thomas C. Tobin erstellen sollten[112] und profitierten dabei von der Journalistenkrise in den USA: Innerhalb weniger Tage meldeten sich 50 Journalisten auf ein diesbezügliches Inserat im Internet. Russell Carollo und Christopher Szechenyi ergatterten den Job, Steve Weinberg sollte sich als Redakteur an der Studie beteiligen. Carollo hatte 1998 einen Pulitzer-Preis gewonnen und Szechenyi hatte u.a. für das renommierte US-TV-Magazin 60 Minutes gearbeitet und einen Emmy gewonnen. Weinberg war lange Professor für Journalismus und Chef des Verbandes Investigative Reporters and Editors (IRE), er lehrte 30 Jahre lang an der renommierten Journalistenschule der Universität Missouri. Weinberg, Carollo und Szechenyi hatten zur Bedingung gemacht, sich vorab bezahlen zu lassen und dass Scientology den Bericht nur unverändert veröffentlichen dürfe.[113][114]

Scientology hat die Studie bis heute nicht veröffentlicht[115] und so ist nur das alte Konzept im Scientology-Magazin Freedom nachzulesen, wo unter dem Titel Merchants of Chaos in gewohnter Manier gegen kritische Medien vorgegangen wird.

Mark Rathbun, 2011[Bearbeiten]

Monique und Mark „Marty“ Rathbun

Mark Rathbun ist ein ehemaliger Scientology-Spitzenfunktionär (Inspector General RTC), war Top-Lieutenant.[116] von David Miscavige und verließ Scientology im Jahr 2004. Seit 2009 agiert er als Kritiker der Scientology-Organisation, hatte wesentlichen Anteil an Artikeln, wie z.B. der Serie Inside Scientology (The Truth Rundown) der Tampa Bay Times, in der Joe Childs und Thomas C. Tobin seit 2009 regelmäßig über Scientology berichten[117] und ist Gast in Fernsehstudios wie z.B. CNN[118] oder 60 Minutes von ABC.[119] Er sprach öffentlich darüber, welchen Einfluss Scientology auf die Außenpolitik der USA hat, welche Rolle dabei z.B. John Travolta spielte[120] und dass die von Scientology propagierten OT-Stufen IX und X gar nicht existierten.[121] Vor allem für Scientologen, die aus der Organisation ausgestiegen waren, wurde er zur ersten Anlaufstation und bot Dutzenden von ihnen ein vorübergehendes Heim.[122]

Scientology setzte in weiterer Folge u.a. Privatdetektive auf ihn an, die gegenüber seinem Haus Quartier bezogen und seine Frau Monique und ihn auf Schritt und Tritt verfolgten und überwachten. Um die Mittagszeit des 18. April 2011 standen dann die sogenannten Squirrel Buster vor der Eingangstür der Rathbuns.[123] Die Gruppe bestand aus teilweise hochrangigen Scientologen, die danach über Monate hinweg die Rathbuns physisch und psychisch bedrängten.[124]

Ende 2012 zogen die Rathbuns aus ihrem Haus aus und in ein anderes in der Nähe von San Antonio. Am 16. August 2013 brachte die Ehefrau von Mark, Monique Rathbun, eine Klage gegen David Miscavige, das RTC, die Church of Scientology International und die Privatdetektive Gregory Sloat und Monty Drake ein.[125] Geklagt wurde u.a. wegen Überwachung, Belästigung, Schikane, Verleumdung und Demütigung.[126] Der Prozess, Cause No. C 2013–1082B, läuft.

Hauptartikel: Mark Rathbun

Kontroverse[Bearbeiten]

Die Scientology-Organisation bestreitet jede Verwendung der Fair-Game-Praxis und weist darauf hin, dass deren Gebrauch 1968 aufgehoben worden war.

Frank K. Flinn, ein ehemaliger Franziskanermönch, der am Maryville College in St. Louis lehrte, bevor er sich als Consultant in Bereich Religion und Theologie selbständig machte, sagte immer wieder als Gutachter für Scientology aus.[127]

Vor Gericht meinte Flinn, auf die Fair Game-Praktik von Scientology angesprochen: „Fast alle religiösen Bewegungen gehen anfangs hart gegen ihre Gegner vor“ - im Laufe der Zeit würden sie nachsichtiger, so Flinn.[128]

Prozess R2-45[Bearbeiten]

Colt 45

Prozess R2-45 bezeichnet einen Auditing-Prozess von Scientology, den L. Ron Hubbard in seinem Buch Das Schaffen menschlicher Fähigkeiten (The Creation of Human Ability) folgendermaßen beschrieben hat:

„R2-45: Ein enorm wirksamer Exteriorisationsprozess, dessen Verwendung allerdings in dieser Gesellschaft zu dieser Zeit sehr unpopulär ist.[129]

Exteriorisation bedeutet im Scientology-Sprachgebrauch das „Heraustreten des Thetans aus dem Körper“ und kann umgangssprachlich auch als Tod bezeichnet werden. Darüber hinaus gab es keine Vorgaben für den Prozess R2-45, nur Spekulationen darüber. Der Autor Stewart Lamont berichtete von einem Vortrag Hubbards in Phoenix/Arizona, wo dieser R2-45 demonstrierte, indem er mit einem Colt 45 in den Boden schoss.[130] Der Autor George Malko wusste von einem weiteren Vortrag Hubbards in Washington, D.C., zu berichten, der Ende der 50er-Jahre stattgefunden hat und wo er ebenfalls zu Demonstrationszwecken eine Kugel vom Podium aus abfeuerte.[131] Das Magazin TIME wiederum schrieb, dass „Hubbard einmal dunkel darüber gesprochen hatte, Feinde via Auditing-Prozess R2-45 zu behandeln, wobei er eine 45er-Kugel meinte, die jemand in den Kopf geschossen wurde. Aber Scientologen meinten, dass dies nur als Witz zu verstehen ist.“[132]

Dem gegenüber steht eine sogenannte Ethik-Order von Scientology, die L. Ron Hubbard am 6. März 1968 verfasst hat. In ihr werden 12 Personen als Bande von Verbrechern bezeichnet:

„Fair Game anwenden. ... Wenn ein Mitglied der Sea Org mit einem der genannten Personen in Kontakt kommt, hat er Auditing Prozess R2-45 anzuwenden.[133]

Vier weitere Personen wurden 1968 in der Mitgliederzeitschrift Auditor mit der gleichen Aufforderung benannt.[134]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Sir John Galway Foster: Enquiry into the Practice and Effects of Scientology. Her Majesty's Stationery Office, London 1971, der Report ist hier zu finden[68].
  •  Janet Reitman: Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion. Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York 2011, ISBN 978-0-618-88302-8.
  •  Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9.
  •  Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens: Scientology, Hollywood und die Innenansicht einer modernen Kirche. DVA, München 2013 (übersetzt von Stephan Gebauer), ISBN 978-3-421-04535-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hugh B. Urban: Secrecy and New Religious Movements: Concealment, Surveillance, and Privacy in a New Age of Information. In: Religion Compass. ISSN 1749-8171, S. 66–83.
  2. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, Kapitel 3, S. 108–109: L. Ron Hubbard, 18. Oktober 1967, HCO PL Penalties for Lower Conditions.
  3. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5.
  4. Operation Clambake, Kopien der Originalschriften Penalties for Lower Conditions und Cancellation of Fair Game [1]
  5. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, Kapitel 3, S. 109: L. Ron Hubbard, 21. Oktober 1968, HCO PL Cancellation of Fair Game.
  6. John Sweeney [2013] The Church of Fear, Inside the Weird World of Scientology, Silvertail Books, S. 17, UK, ISBN 978-1-909269-03-3
  7. Operation Clambake, Kopien der Originalschriften Penalties for Lower Conditions und Cancellation of Fair Game [2]
  8. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, Kapitel 3, S. 109: Deklaration von Vicki Aznaran, 4. April 1994.
  9. Peter W. Edge: Legal Responses to Religious Difference. Kluwer Law International, The Hague/The Nederlands 2002, ISBN 90-411-1678-8, S. 417.
  10. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, 2014, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 21.
  11. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 109.
  12. Newsweek. Ausgabe 36, August 1950.
  13. Hugh B. Urban: The Rundown Truth: Scientology changes Strategy in War with Media. In: Religion Dispatches. 18. März 2011, [3], abgerufen am 8. August 2014.
  14. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 105.
  15. Hugh B. Urban: The Rundown Truth: Scientology changes Strategy in War with Media. In: Religion Dispatches. 18. März 2011, [4], abgerufen am 8. August 2014.
  16. Ingo Heimann, Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, 2008, die Broschüre ist hier abrufbar [5]
  17. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, Kapitel 3, S. 109: L. Ron Hubbard, 1. März 1965, HCO PL Ethics, Suppressive Acts, Suppression of Scientology and Scientologists, the Fair Game Law.
  18. L. Ron Hubbard, Hubbard Communication Office Policy Letter, 1. März 1965, Suppressive Acts - Suppression of Scientology and Scientologists - The Fair Game Law.
  19. Hubbard, Überarbeitetes HCOPL, 23. December 1965, Suppressive Acts - Suppression of Scientology and Scientologists - The Fair Game Law"
  20. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 334.
  21. Dave Touretzky, Carnegie Mellon University: Demands for an inquiry into Scientology. [6]
  22. This Man is Bogus. In: Daily Mail. 14. Februar 1966, [7]
  23. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, 2014, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 15, Secretarial Executive Director, Office of LRH, 9 February 1966.
  24. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, 2014, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 15.
  25. One man Britain can do without. In: The People 20. März 1966, [8]
  26. Hugh B. Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, Kapitel 3, S. 109: L. Ron Hubbard, 18. Oktober 1967, HCO PL Penalties for Lower Conditions.
  27. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 334.
  28. L. Ron Hubbard, HCO Policy Letter, 18. Oktober 1967, Penalties for lower Conditions
  29. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 335.
  30. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 112.
  31. Paulette Cooper: The Scandal of Scientology, A chilling examination of the nature, beliefs, and practices of the "Now religion". Tower Publications, New York 1971, OCLC 844926329, das Buch ist nur mehr gebraucht erhältlich und ist mit Erlaubnis der Autorin im Internet abrufbar [9], abgerufen am 14. August 2014.
  32. a b c Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 111–112.
  33. Richard Behar: Scientology: The Thriving Cult Cult of Greed and Power. Scientology an Me. In: Time. 6. Mai 1991, Kopie des Artikels: Operation Clambake [10]
  34. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 180.
  35. a b c Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 181.
  36. Janet Reitman [2011] Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion, S. 118, Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York, ISBN 978-0-618-88302-8
  37. Operation Clambake, Kopie des Originals [11], abgerufen am 9. August 2014.
  38. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, 2014, ISBN 978-1-909269-14-9.
  39. Gerhard Besier [2004] Religionsfreiheit und Konformismus: über Minderheiten und die Macht der Mehrheit, S. 117, [12], abgerufen am 4. September 2014
  40. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 181.
  41. Operation Clambake, Kopien der Originale aus Operation Snow White [13]
  42. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 167.
  43. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 21.
  44. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 168.
  45. United States v. Hubbard u. a. United States v. Hubbard, 650 F.2d 293 (1981)
  46. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 21 und 22.
  47. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 262.
  48. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 263.
  49. Janet Reitman: Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion. Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York 2011, ISBN 978-0-618-88302-8, S. 160.
  50. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 263.
  51. Tony Ortega, Running Scared: Scientology’s Crushin Defeat. In: The Village Voice. 24. Juni 2008 [14]abgerufen am 7. August 2014.
  52. Joel Sappell, $30-Million Court Fight Lost by Scientology. In: Los Angeles Times. 19. September 1986, [15], abgerufen am 7. August 2014.
  53. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 265.
  54. Gerichtsunterlagen Larry Wollersheim vs. Scientology. 1989 Wollersheim v. Church of Scientology
  55. Eidesstattliche Erklärung von Vicky Aznaran, einer ehemaligen Scientology-Managerin, 29. Juni 1993 – aus Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5.
  56. William W. Horne: The Two Faces of Scientology. In: American Laywer. Juli/August 1992.
  57. Eidesstattliche Erklärung von Vicky Aznaran, einer ehemaligen Scientology-Managerin, 29. Juni 1993 – aus Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5.
  58. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 9.
  59. Russell Miller: Bare-Faced Messiah – The True Story of L. Ron Hubbard. Silvertail Books, 2014, ISBN 978-1-909269-14-9, Kapitel 22.
  60. Mystery of the Vanoshed Ruler. In: Time. 31. Jänner 1983 [16]
  61. Superior Court California, Scientology vs. Gerald Armstrong, Memorandum of Intendend Decision, Paul B. Breckenridge jr., 20. Juni 1984, [17]
  62. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 9.
  63. Superior Court California, Scientology vs. Gerald Armstrong. Memorandum of Intendend Decision, Paul B. Breckenridge jr., 20. Juni 1984, [18]
  64. Court of Appeal, Church of Scientology v. Gerald Armstrong, Church of Scientology v. Armstrong
  65. Church of Scientology International vs. Superior Court, 2005, Church of Scientology International v. Superior Court
  66. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 86.
  67. Hugh Urban: The Church of Scientology – A History of a New Religion. Princeton University Press, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-14608-9, S. 121.
  68. Richard Behar: Scientology: The Thriving Cult Cult of Greed and Power. In: Time. 6. Mai 1991, S. 50, Kopie des Artikels: Dave Touretzky, Carnegie Mellon University [19]
  69. Richard Behar: Scientology: The Thriving Cult Cult of Greed and Power. In: Time. 6. Mai 1991, Kopie des Artikels: Operation Clambake [20]
  70. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 319.
  71. The Best Longreads About Scientology. In: Newsweek. 6. Juli 2012. [21], abgerufen am 9. August 2014.
  72. Richard Behar: Scientology: The Thriving Cult Cult of Greed and Power. In: Time. Scientology an Me, 6. Mai 1991, Kopie des Artikels: Operation Clambake [22]
  73. Judge dismisses Church of Scientology’s $416 million lawsuit against TIME Magazine. In: T. I. M. E. Magazine. 16. Juni 1996.
  74. United States District Court, Southern District of New York, 16. Juli 1966, Urteilsabschrift Dave Touretzky, Carnegie Mellon University [23]
  75. Douglas Frantz: An Ultra-Aggressive Use of Investigators and the Courts. In: New York Times. 9. März 1997, [24], abgerufen am 9. August 2014.
  76. Reports Committee for Freedom oft he Press, von der Frühjahrsausgabe 2001 The News Media & The Law, S. 21, [25], abgerufen am 9. August 2014.
  77. Find Law, United States Court of Appeals, Second Circuit, 12. Jänner2011, [26]
  78. Church of Scientology International v. Time Warner, Wikimedia Church of Scientology International v. Time Warner, Inc., et al./Supreme Court Respondents' Brief in Opposition, abgerufen am 9. August 2014.
  79. Elizabeth MacDonald: Scientology and IRS settled for $12.5 million. In: The Wall Street Journal. 30. Dezember 1997 [27]
  80. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 330.
  81. Douglas Frantz: The Shadowy Story Behind Scientology’s Tax-Exempt Status. In: New York Times. 9. März 1997 [28]
  82. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 330–331.
  83. Janet Reitman: Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion. Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York 2011, ISBN 978-0-618-88302-8, S. 171.
  84. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 330–341.
  85. Elizabeth MacDonald: Scientology and IRS settled for $12.5 million. In: The Wall Street Journal. 30. Dezember 1997 [29]
  86. Douglas Frantz: The Shadowy Story Behind Scientology’s Tax-Exempt Status. In: New York Times. 9. März 1997 [30]
  87. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 320.
  88. Douglas Frantz, An Ultra-Agressive Use of Investigators and the Courts In: New York Times. 9. März 1997, [31]
  89. Janet Reitman: Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion. Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York 2011, ISBN 978-0-618-88302-8, S. 163.
  90. Douglas Frantz: An Ultra-Agressive Use of Investigators and the Courts. 9. März 1997, [32]
  91. Douglas Frantz: An Ultra-Agressive Use of Investigators and the Courts. In: New York Times. 9. März 1997, [33]
  92. The Washington Post, Laurie Goodstein, Plaintiff Shifts Stance on Anti-Cult Group, 23. Dezember 1996, [34]
  93. Douglas Frantz: An Ultra-Agressive Use of Investigators and the Courts. In: New York Times. 9. März 1997, [35]
  94. South Park, Episode Schrankgeflüster, 16. November 2005, [36], abgerufen am 5. September 2014
  95. Hugh Urban [2011] The Church of Scientology – A History of a New Religion, S. 74, Princeton University Press, New Jersey, ISBN 978-0-691-14608-9
  96. Janet Reitman [2011] Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion, S. 262, Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York, ISBN 978-0-618-88302-8
  97. John Sweeney [2013] The Church of Fear, Inside the Weird World of Scientology, Silvertail Books, S. 305-306, UK, ISBN 978-1-909269-03-3
  98. a b c DER SPIEGEL, Schluss mit lustig: Scientology spähte South Park-Macher aus, 25. Oktober 2011, [37], abgerufen am 5. September 2014
  99. a b c Süddeutsche Zeitung, Jörg Häntzsche, Kampagne gegen South Park, [38], abgerufen am 5. September 2014
  100. Daily Mail, Oh my God! Scientologists target South Park creators in bid to stop them mocking the Church , 25. Oktober 2011, [39], abgerufen am 5. September 2011
  101. Gawker, Did the Scientology Police Investigate South Park's Creators?, 23. Oktober 2011, [40], abgerufen am 5. September 2014
  102. Huffington Post, Church Of Scientology Investigated 'South Park' Creators Matt Stone, Trey Parker: Report, 23. Oktober 2011, [41], abgerufen am 5. September 2014
  103. Konrad Lischka: Schmutzkampagne auf Youtube: Scientology stellt BBC-Reporter im Internet bloß. In: Der Spiegel. 16. Mai 2007, [42] abgerufen am 9. August 2014.
  104. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 490.
  105. David Smith: The BBC Man, the Scientologist – and the YouTube rant. In: The Guardian. 13. Mai 2007, [43], abgerufen am 9. August 2014.
  106. Scientology-Clip zu John Sweeney [44]
  107. Konrad Lischka: Schmutzkampagne auf Youtube: Scientology stellt BBC-Reporter im Internet bloß. In: Der Spiegel. 16. Mai 2007, [45] abgerufen am 9. August 2014.
  108. BBC, Panorama, John Sweeney, Scientology and me, Video der Originalfassung [46], Video der deutschsprachigeb Fassung [47]
  109. BBC Panorama [48]
  110. BBC One, Editors View [49]
  111. Joe Childs, Thomas Tobin: Scientology: The Truth Rundown. In: Tampa Bay Times. 21. Juni 2009, [Scientology: The Truth Rundown], abgerufen am 9. August 2014.
  112. Hugh B. Urban: The Rundown Truth: Scientology changes Strategy in War with Media. In: Religion Dispatches. 18. März 2011, [50], abgerufen am 8. August 2014.
  113. Thomas Schuler: Presse – Feind Nummer eins. In: Der Spiegel. 28. März 2011, [51], abgerufen am 9. August 2014.
  114. Howard Kuntz: Scientology Church hires reporters to investigate newspaper. In: Washington Post. 22. Februar 2010, [52], abgerufen am 9, August 2014.
  115. Thomas Schuler: Presse – Feind Nummer eins. In: Der Spiegel. 28. März 2011, [53], abgerufen am 9. August 2014.
  116. Thomas C. Tobin: The Man behind Scientology. In: St. Petersburg Times. (jetzt: Tampa Bay Times) 25. Oktober 1998, [54]
  117. Joe Childs, Thomas C. Tobin: Inside Scientology, The Truth Rundown. In: Tampa Bay Times. [55]
  118. CNN, Anderson Cooper, 11. Juni 2010, [56], abgerufen am 10. August 2014.
  119. ABC, 60 Minutes, The Defector: Scientology’s greatest ever threat speaks out, 20. März 2014, abgerufen am 10. August 2014.
  120. Frank Nordhausen: Scientology mit Scientology bekämpfen. In: Berliner Zeitung. 11. Oktober 2011, [57], abgerufen am 10. August 2011.
  121. Janet Reitman: Inside Scientology – The Story of America‘s Most Secretive Religion. Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company, New York 2011, ISBN 978-0-618-88302-8.
  122. Guy Adams: Scientology's 'heretic': How Marty Rathbun became the arch-enemy of L Ron Hubbard devotees. In: The Independent. 7. April 2012, [58], abgerufen am 10. August 2014.
  123. Richard Hartley-Parkinson: Meet the Scientologist ‚squirrel busters‘: How teams with cameras fixed to their hat ‚stalk‘ church defectors. In: Daily Mail. 21. April 2011. [59], Video von Rathbun [60], Video aus der Sicht von Scientology [61]
  124. Tony Ortega: The Top 25 People Crippling Scientology, No. 19: The Squirrel Busters. In: Village Voice. 19. August 2011, [62], abgerufen am 10. August 2011.
  125. Klage von Monique Rathbun gegen David Miscavige, [63]
  126. Ex-Scientology leader sues church for harassment claiming its 'squirrel people' have installed high-tech cameras near his Texas home. In: Daily Mail. 17. Dezember 2013, [64], abgerufen am 10. August 2014.
  127. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 332.
  128. Lawrence Wright: Im Gefängnis des Glaubens. Deutsche Verlagsanstalt, 2013, ISBN 978-3-421-04535-5, S. 335.
  129. L. Ron Hubbard: Das Schaffen menschlicher Fähigkeiten. S. 81 der deutschsprachigen Ausgabe, The Creation of Human Ability. S. 120 der englischsprachigen Ausgabe [65]
  130. Stewart Lamont: Religion Inc. – The Church of Scientology. HARRAP, London 1986, ISBN 0-245-54334-1.
  131. George Malko: Scientology, The Now Religion. Delacorte Press, New York 1970.
  132. A Sci-Fi Faith. In: Time. 5. April 1976.
  133. L. Ron Hubbard, HCO Ethics Order, Racket Exposed, 6. März 1968 [66]
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