Fairchild Semiconductor

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Fairchild Semiconductor International, Inc.
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Rechtsform Corporation
ISIN US3037261035
Gründung 1. Oktober 1957, Neugründung 1997
Sitz San José, Kalifornien, USA
Leitung Mark S. Thompson (CEO)
Mitarbeiter circa 9000
Umsatz 1,4 Mrd. US-Dollar (2012)
Branche Halbleiterindustrie
Website http://www.fairchildsemi.com/

Die Fairchild Semiconductor, beheimatet in San José, Kalifornien, USA, ist ein amerikanischer Halbleiterhersteller. Die Aktien des Unternehmens werden seit dem 4. August 1999 unter dem Kürzel "FCS" an der New York Stock Exchange gehandelt.

Geschichte[Bearbeiten]

1957 beschlossen acht Ingenieure von William B. Shockleys Shockley Semiconductor Laboratory, einer Abteilung von Beckman Instruments in Mountain View, Kalifornien, die Einrichtung zu verlassen und ein eigenes Unternehmen, Fairchild Semiconductor, zu gründen. Die Gruppe wurde später bekannt als die Traitorous Eight (deutsch »Die Verräterischen Acht«). Die acht Männer waren Julius Blank, Victor Grinich, Jean Hoerni, Eugene Kleiner, Jay Last, Gordon Moore, Robert Noyce und Sheldon Roberts. Für die Finanzierung ihres Projekts wandten sie sich an Sherman Mills Fairchild von Fairchild Camera and Instruments. Er finanzierte das Projekt mit 1,5 Millionen US-Dollar und Fairchild Semiconductor wurde eine Tochterfirma von Fairchild Camera. Am 1. Oktober 1957 wurde Fairchild Semiconductor gegründet.

1958 gelang es Robert Noyce, den ersten monolithisch gefertigten integrierten Schaltkreis herzustellen; diese Entwicklung wurde 1961 patentiert. Die Erfindung beruhte hauptsächlich auf der von Fairchild entwickelten Planartechnik, mit der erstmals mehrere Transistoren, Dioden und Widerstände auf einem Silizium-Substrat ("Chip") platziert werden konnten.

Ein weiterer Meilenstein folgte 1965. Der erste komplett in einem Gehäuse hergestellte Operationsverstärker wurde produziert.

In den darauf folgenden Jahren dominierte Fairchild den Markt mit der Diode-Transistor-Logik, der Operationsverstärker und den benutzerdefinierten Großrechner-Schaltungen. Die Konkurrenz wurde stärker, allen voran Texas Instruments. So wurde die Transistor-Transistor-Logik im selben Zeitraum von mehreren Firmen entwickelt.

1976 stellte die Firma Channel F her, weltweit die erste Spielekonsole mit ROM-Chips. 26 Spiele wurden dazu entwickelt. Auch gab es im Gegensatz zur allerersten Konsole Magnavox, Odyssey Farben statt Plastikfolien. Allerdings war man machtlos gegen den Atari 2600.

1979 wurde Fairchild von Schlumberger gekauft, welche die Firma 1987 an National Semiconductor weiterverkaufte,[1] die Fairchild 1997 zu einem selbständigen Unternehmen ausgliederte.[2]

Anfang der 1980er Jahre entwickelte Fairchild eine eigene Mikroprozessorarchitektur, den Clipper-Prozessor, der 1987 nach der Übernahme durch National Semiconductor an Intergraph verkauft wurde.

Nachdem 1997 Fairchild als eigenständiges Unternehmen eingeführt wurde, erfolgte 1999 der erneute Börsengang unter dem Symbol FCS. Ebenfalls 1997 verkündete Fairchild die Übernahme der Halbleiterabteilung des US-Rüstungskonzerns Raytheon.

Im Jahr 2005 trat Mark S. Thompson in den Vorstand des Unternehmens und ist seitdem CEO.

weitere bedeutende Mitarbeiter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fairchild Semiconductor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel von Forbes. 18. März 2002.
  2. National Semiconductor announces completion of sale of Fairchild business (Pressemitteilung von National Semiconductor). 11. März 1997.

37.3928-121.9362Koordinaten: 37° 23′ 34,1″ N, 121° 56′ 10,3″ W